{"id":5472,"date":"2010-04-15T14:16:50","date_gmt":"2010-04-15T13:16:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5472"},"modified":"2010-04-21T15:17:40","modified_gmt":"2010-04-21T14:17:40","slug":"zuckerbeat-vol-132-kommunikationsproblem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5472","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)32 &#8211; walking on rails"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5473\" title=\"loveisall10\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/loveisall10-300x300.jpg\" alt=\"loveisall10\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Love Is All<\/strong> \u2013 den Namen hat man ja immer  wieder auf dem Schirm, wenn es um Indie-Rock der nostalgischen Sorte geht. Auch das  neue Album der Band \u201eTwo Thousand And Ten Injuries\u201c klingt wie ein Werk aus  den sp\u00e4ten 80ern, als man noch an analogen Ger\u00e4ten herum fummelte, bis  letztlich die Kn\u00f6pfe abgefallen sind. Was diese Scheibe allerdings so besonders  macht, ist ihr nimmerm\u00fcder Versuch, dem ollen Gesellen Indie ein paar neue  Facetten abzutrotzen. Keine Ahnung, wie es der Crew gelingt, in diesen  zuckers\u00fc\u00dfen Melodien immer wieder ein paar Widerhaken einzubauen, ohne dadurch das schmissige Gesamtbild zu zerst\u00f6ren. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Love Is All haben mit ihrem neuen Album eine  astreine Hitplatte aufgenommen, die auch f\u00fcr Soundt\u00fcftler interessant sein  d\u00fcrfte. Ich habe jedenfalls in diesem Jahr noch nichts geh\u00f6rt, was so  detail-verliebt und schmissig zugleich klang. Gut gemacht. Love Is All &#8211; We Love You All.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5474\" title=\"kitsune\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/kitsune-300x300.jpg\" alt=\"kitsune\" width=\"213\" height=\"213\" \/>Der neunte Teil der elektronischen Sampler-Reihe \u201e<strong>Kitsun\u00e9 Maison  Compilation 9<\/strong>\u201c beginnt derweil mit einem \u00e4u\u00dferst gelungenen Chill Out-Indie-Wellenreiter namens \u201eBelong\u201c von Washed Out. Da k\u00f6nnen sich  die Drums schon mal warm anziehen, wenn die Jungs ihnen demn\u00e4chst die w\u00e4rmende  Sonne vom Firmament klauen. So charmant eingelullt, l\u00e4sst man sich hinterher nur  zu gerne von den tanzbaren Kl\u00e4ngen Gamble &amp; Burkes und dem Badestrand-Pop  Penguin Prisons die Geh\u00f6rmuscheln massieren. So viel Sommerparty tut richtig  gut, w\u00e4hrend drau\u00dfen die Grash\u00fcpfer von den Halmen in Richtung Gl\u00fcckseligkeit abheben. Jamaica, Feldberg und Two Door Cinema Club machen hinterher  dann Phoenix Konkurrenz und man fragt sich, ob da eigentlich \u00fcberhaupt noch  dieser klassische Elektro-Dampfhammer rausgeholt wird, f\u00fcr den Kitsun\u00e9 in der Vergangenheit schon reichlich Werbung auf ihren Samplern gemacht hat.  \u00dcberraschung, \u00dcberraschung. Kitsun\u00e9 knipsen anno 2010 das Blitzlichtgewitter aus und  suhlen sich im neonbunten Lichtermeer. Steht ihnen au\u00dferordentlich gut, diese  Hang zu popigen Tunes. Da darf man jetzt schon gespannt sein, was in Zukunft  noch so f\u00fcr Hits dabei rumkommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5475\" title=\"11-freunde\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/11-freunde-189x300.jpg\" alt=\"11-freunde\" width=\"189\" height=\"300\" \/>Wer mal wieder nach  einer passenden Lekt\u00fcre f\u00fcrs Klo sucht und das <em>11 Freunde<\/em>-Magazin  bereits zum f\u00fcnften Mal in diesem Monat durchst\u00f6bert, sollte sich mal im Buchhandel  umsehen und nach \u201e<strong>Eier, Wir brauchen Eier!<\/strong>\u201c Ausschau halten. Der schicke  Fu\u00dfball-Almanach aus dem Hause \u201eHeyne Hardcore\u201c versammelt 500 Anekdoten zum Ballsport  und sorgt f\u00fcr ausgiebiges Schmunzeln mit zahlreichen Infos \u00fcber die Eskapaden von  Wayne Rooney bis Lukas Podolski. Dazu gibt\u2019s auch Storys \u00fcber sexuelle  Eskapaden und den Kummerspeck, den so mancher Akteur im Laufe ihrer Karriere wieder abtrainieren musste. Sch\u00f6n, dass das Ganze sich dabei streng an den  Fakten orientiert und nicht unfreiwillig ins L\u00e4cherliche abdriftet. Lustig ist  es trotzdem, gerade um auf langweiligen Studentenpartys mit Pseudo-Wissen  zu prahlen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Schweinsteiger 2003 mal heimlich  in den Swimming-Pool der Bayern einstieg, um sich mit seiner \u201eCousine\u201c so  richtig auszutoben. Wusstet ihr?! Okay, dann hilft das Ganze auch beim  \u201eDendemann-Texte\u201c dechiffrieren. In dem Buch erf\u00e4hrt man n\u00e4mlich auch, wer ein gewisser  Walter Eschweiler ist (Zitat: \u201eDas haut dich um, Alda, wie Walter Eschweiler\u201c).  Also holt euch das Leder, pardon\u2026 den Schinken nat\u00fcrlich.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5476\" title=\"noisia\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/noisia.jpg\" alt=\"noisia\" width=\"193\" height=\"193\" \/>Noisia<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> erschrecken einen derweil mit ihrem gr\u00e4sslichen Artwork, das schlimmste  Bef\u00fcrchtungen in einem aufsteigen l\u00e4sst. Wird das jetzt Rammstein meets Linkin Park oder  was? Nach dem ersten Song kommen eher Erinnerungen an The Prodigy auf. Beim  zweiten trifft dann Massive Attack auf Pendulum. Der Eindruck hier Stangenware  vor den Latz geknallt zu bekommen, weicht mit fortdauerndem H\u00f6rgenuss dem  wohligen Gef\u00fchle, dass hier zwar jemand das Gef\u00fchl genie\u00dft, auf dicke Hose zu  machen, aber trotzdem \u00fcber genug Raffinesse verf\u00fcgt, nicht in einf\u00e4ltige  Stadion-Elektro-NuRock-Gefilde abzudriften. Alles in allem ist \u201eSplit The Atom\u201c ein gelungener  Zeitvertreib f\u00fcr alle, die von Hadouken! und Konsorten gar nicht genug bekommen  k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5477\" title=\"nachlader-koma-baby-lebt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/nachlader-koma-baby-lebt.jpg\" alt=\"nachlader-koma-baby-lebt\" width=\"202\" height=\"178\" \/>Nachlader<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> laden derweil ihren Akku wieder auf und ballern uns auf \u201eKoma Baby  lebt!\u201c elf schmissige Tracks zwischen DAF, Daft Punk und Deichkind um die Ohren.  Das wirkt bisweilen zwar etwas unentschlossen, wo der Weg denn nun in Zukunft  hingehen mag, macht aber zunehmend Bock auf Party, wenn in \u201ePommes und Disco\u201c  pl\u00f6tzlich im Die Sterne-Discokleid ein astreiner Tanzfl\u00e4chenh\u00fcpfer um die Ecke  biegt oder in \u201eRaus auf die Stra\u00dfe\u201c die ged\u00e4mpfte Elektro-Klatsche der Marke Bratze ausgepackt wird. Alles in allem ein Album, das wesentlich mehr Spa\u00df  macht, als man anfangs erwartet h\u00e4tte. Gautsch- und Fischmob-Fans sollten unbedingt  mal reinh\u00f6ren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5478\" title=\"blockflote-des-todes\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/blockflote-des-todes.jpg\" alt=\"blockflote-des-todes\" width=\"235\" height=\"235\" \/>Hinter dem doch recht charmanten  Bandnamen <strong>Blockfl\u00f6te des Todes<\/strong> verstecken sich derweil leider nur ein paar zwiesp\u00e4ltige Liedermacher-Kl\u00e4nge \u00fcber M\u00e4dchenhaar-Allergien und den akutem  Preisrutsch im Koksgesch\u00e4ft. Auf Platte funktioniert das nicht wirklich, weil sich der  Witz leider schon nach dem ersten Durchlauf ersch\u00f6pft. Live allerdings k\u00f6nnte  die Songs von \u201eWenn Blicke fl\u00f6ten k\u00f6nnten\u201c ein charmanter Zeitvertreib a la  Bernd Begemann und Der Junge mit der Gitarre sein, wenn Protagonist Matthias  Schrei die ganze Sache richtig anpackt. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5479\" title=\"hundreds-hundreds\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/hundreds-hundreds.jpg\" alt=\"hundreds-hundreds\" width=\"243\" height=\"243\" \/>Hundreds<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> liefern hinterher glasklare Popentw\u00fcrfe, zu denen man sich auf die  n\u00e4chste Wolke hechten m\u00f6chte, um dann von dort aus in bester  Schaumschl\u00e4ger-Manier von der s\u00fc\u00dfen Seite des Lebens zu tr\u00e4umen. Die Scheibe bewegt sich im  Grenzgebiet von Club- und Pop-Gefilden, so dass man bei den ausufernden Tracks auch  mal fingertechnisch mitschnippen \/ zehentechnisch mitwippen darf, w\u00e4hrend  einem die poppigen Sounds Honig ums Maul schmieren. Alles in allem ein Album f\u00fcr verregnete Fr\u00fchlingstage, wenn man am Fenster sitzt und der k\u00fchle  Schauer den Blick auf die Stra\u00dfenlaternen der Stadt verwischt. <\/span><\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5480\" title=\"we-have-band\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/we-have-band-300x300.jpg\" alt=\"we-have-band\" width=\"300\" height=\"300\" \/>We Have Band<\/strong> befeuern uns zum Abschluss mit  Songs, f\u00fcr die sich die Los Campesinos!auf ihrem letzten Album die Finger  verrenkt h\u00e4tten. \u201eWHB\u201c besticht durch eine Bandbreite, Dynamik und Energie, dass  man sp\u00e4testens bei der treibenden Hitsingle \u201eDivisive\u201c oder dem  Indie-Club-Rocker \u201eHoney Trap\u201c euphorisch die H\u00e4nde in die Luft wirft, um sich vollends im Neonlicht der Tanzfl\u00e4che zu suhlen. Dieses Album schreit geradezu  danach, von der bloggenden Meute abgefeiert zu werden, als ob es kein Morgen mehr  g\u00e4be. Dass die Musik dabei hin und wieder an den Sound von The xx erinnert,  kann in Sachen Breitenwirksamkeit ja nur f\u00f6rderlich sein. Deshalb lasst mal  wieder die H\u00fcften Kreisen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Love Is All \u2013 den Namen hat man ja immer wieder auf dem Schirm, wenn es um Indie-Rock der nostalgischen Sorte geht. Auch das neue Album der Band \u201eTwo Thousand And Ten Injuries\u201c klingt wie ein Werk aus den sp\u00e4ten 80ern, als man noch an analogen Ger\u00e4ten herum fummelte, bis letztlich die Kn\u00f6pfe abgefallen sind. 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