{"id":5511,"date":"2010-04-24T10:08:13","date_gmt":"2010-04-24T09:08:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5511"},"modified":"2010-04-24T18:26:31","modified_gmt":"2010-04-24T17:26:31","slug":"zuckerbeat-vol-133-lemonade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5511","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)33 &#8211; lemonade"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5513\" title=\"caribou-swim-aa1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/caribou-swim-aa1-300x297.jpg\" alt=\"caribou-swim-aa1\" width=\"250\" height=\"247\" \/>Da bist du platt. Wie haben <strong>Caribou<\/strong> das nur gemacht? Diesen Song namens \u201eOdessa\u201c, der wirkt, als w\u00fcrde Pantha Du  Prince ein Phoenix-St\u00fcck durch den Mixer jagen. Das ist ganz gro\u00dfes Kino. Mit  zunehmender Laufl\u00e4nge entfaltet \u201eSwim\u201c, das neue Album von Mastermind Dan Snaith, im Grenzgebiet von Elektronik und Folk einen Charme, dem man sich kaum zu entziehen vermag. Die Scheibe l\u00e4uft nie Gefahr, sich in g\u00e4ngigen  Klischees zu verlieren. Stattdessen wird hier schl\u00fcssig zusammengef\u00fcgt, was bisher  nicht so recht zusammen passen wollte. Viele der Songs funktionieren sowohl im Blitzlichtgewitter des Clubs, als auch auf dem heimischen Sofa. <\/span><span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span><span style=\"color: black;\">Zu  dieser Musik m\u00f6chte man sich mit geschlossenen Augen im Kreis drehen und in  himmlische H\u00f6hen aufschwingen. Wie hier treffsicher mit unterschiedlichen Einfl\u00fcssen  jongliert wird, das entfaltet einen Charme, als w\u00fcrde man ein Effektger\u00e4t am  Lagerfeuer aufstellen und einen akustischen Hit von Simon &amp; Garfunkel durch den Reiswolf  drehen. Die Flammen des Feuers geben den Takt vor. Alles pulsiert. Alles  explodiert. Und es<span> <\/span>funktioniert, verdammt noch mal, es funktioniert. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5514\" title=\"cocorosie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/cocorosie-300x297.jpg\" alt=\"cocorosie\" width=\"185\" height=\"183\" \/>CocoRosie<\/strong> spielen derweil weiter das  Versteckspiel mit den Geschlechterrollen und liefern mit \u201eGrey Oceans\u201c den bisherigen H\u00f6hepunkt ihres Schaffens ab. Der Sound des Duos wurde mit reichlich Melancholie untersp\u00fclt und in Sachen HipHop-Anleihen stark entschlackt. Trotzdem d\u00fcrften alle, die eine gewisse Affinit\u00e4t f\u00fcr Jazzmusik  versp\u00fcren, welche sich als Pop verkleidet, ihre wahre Freude an dieser Scheibe  haben. Die weltmusikalischen Anleihen wirken nie esoterisch, sondern werden  charmant in das poppige Format des Albums eingepflegt. Alles in allem ein durchaus gelungenes Comeback, von einer Band, mit der man auch nach vier Alben  noch rechnen darf.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5515\" title=\"unbunny\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/unbunny-300x266.jpg\" alt=\"unbunny\" width=\"300\" height=\"266\" \/>Unbunny<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> alias Jarid del Deo suhlt sich derweil im Antlitz des Lagerfeuers und  beschert uns auf seinem neuen Album mal wieder zahlreiche Gassenhauer f\u00fcr  melancholische N\u00e4chte zu zweit. Irgendwo im nirgendwo m\u00f6chte man diese Platte h\u00f6ren,  ist eben \u201eMoon Food\u201c und die Band h\u00e4tte kaum einen besseren Titel f\u00fcr diese zehn Melodiefetzen ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Fans von Built To Spill und Konsorten  werden die Tr\u00e4nen ins Gesicht schie\u00dfen, wenn sie Songs, wie \u201eYoung Men Are Easy  Prey\u201c zum ersten Mal auf die Ohren gepresst bekommen. Dazwischen ein paar  schicke Schunkler der Marke Counting Crows und fertig ist der fr\u00fchlingshafte Liebeslied-Reigen. Wenn ihr mal wieder staunende Blicke f\u00fcr euer Mixtape  ernten m\u00f6chtet, spielt einen Song von Jarid del Deo drauf. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5516\" title=\"flying_lotus-cosmogramma\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/flying_lotus-cosmogramma-300x300.jpg\" alt=\"flying_lotus-cosmogramma\" width=\"260\" height=\"260\" \/>Flying Lotus<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> verspr\u00fchen auf ihrem neuen Album mal wieder reichlich  Weltuntergangsstimmung und sorgen mit ihren kryptisch minimalistischen Sounds daf\u00fcr, dass sich  die verregneten Stra\u00dfenschluchten der Stadt kurzerhand in eine bedrohliche Maschinenwelt transformieren. Nach einem Post-Atari-Intro, dass sie wahrscheinlich mit einer ollen Kiste aus den 80ern zusammen geschraubt  haben, driften sie mit Streichern und reichlich Blubberblasen in Richtung Unendlichkeit ab und vermengen das Ganze mit charmanten Dub-Step-Sounds,  die \u201eCosmogramma\u201c zu einem echten Meisterst\u00fcck werden lassen. Ein  Gastauftritt von Thom Yorke ist da nat\u00fcrlich Ehrensache. Schlie\u00dflich wird Flying Lotus  schon als der \u201eHendrix seiner Generation\u201c geadelt. Das ist zum gegenw\u00e4rtigen  Zeitpunkt sicher etwas hoch gegriffen, aber wer wei\u00df, in f\u00fcnfzig Jahren? So lange  einfach abwarten und \u201eCosmogramma\u201c h\u00f6ren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5517\" title=\"mintzkov\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/mintzkov-300x299.jpg\" alt=\"mintzkov\" width=\"239\" height=\"238\" \/>Womit wir auch schon  bei den herz allerliebsten Indie-Rockern von <strong>Mintzkov <\/strong>angelangt w\u00e4ren, denen vielleicht in Sachen Hippness-Faktor nicht der gro\u00dfe Durchbruch bevor  steht, die aber all jene gl\u00fccklich machen d\u00fcrften, die sich zu Slut, Blackmail  und Konsorten in den Indie Discos hemmungslos die K\u00f6rper verrenken. \u201eRising  Sun, Setting Sun\u201c besticht durch seinen charmanten Fluss, der einen von einer Melodie zur n\u00e4chsten f\u00fchrt, ohne dass man nur eine Sekunde des Albums  missen m\u00f6chte. Die Scheibe strotzt nur so vor schicken Tanzboden-Hymnen,  reduziert zwischenzeitlich gekonnt das Tempo, um Dynamik in der Tradition von deUS  zu erzeugen und macht sich ganz schick neben dem neuen, ebenfalls ganz  hervorragendem Album von Ken im Regal. Keine Ahnung, warum Mintzkov bisher nur so wenig Aufsehen erregt haben, schlie\u00dflich war schon der Vorg\u00e4nger eine astreine Hitsammlung f\u00fcr den geneigten Indie-Rocker. Einfach mal reinh\u00f6ren, zur\u00fccklehnen, mitwippen und durchdrehen. Ist gar nicht so schwer zu dem  Sound. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5518\" title=\"calaveras\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/calaveras-300x300.jpg\" alt=\"calaveras\" width=\"164\" height=\"164\" \/>Calaveras<\/strong> versuchen derweil Nick Cave und den  Bad Seeeds Konkurrenz zu machen und sorgen f\u00fcr morbide Stimmung, wenn sie  ihre d\u00fcsteren Chorges\u00e4nge auf \u201eWater High\u201c \u00fcbereinander stapeln. Der Pathos,  die Melodien, alles wirkt so herzzerrei\u00dfend melancholie-verliebt, dass man  sich in eine astreine Twin-Peaks-Szenerie versetzt sieht. Hier bekommt man 10  Songs um die Ohren gehauen, die sich im Grenzgebiet von Jazz und Americana  einnisten und dennoch nie Gefahr laufen, sich in selbst verliebter Klischee-Klatsche  zu verlieren. Bitte direkt neben dem letzten Album von The Builders &amp;  The Butchers einsortieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5519\" title=\"the-miserable-rich\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/the-miserable-rich.jpg\" alt=\"the-miserable-rich\" width=\"230\" height=\"230\" \/><strong>The Miserable Rich <\/strong>werden derweil mit  \u201eCello, Violine, Kontrabass und Gitarre\u201c im W\u00fcrzburger Jugendkulturhaus Cairo auftreten. <em>Am Dienstag, den 27. April<\/em> ist es soweit. Da  pr\u00e4sentiert die Band dem lechzenden Indie-Publikum das neue Album \u201eOf Flight And Fury\u201c.  Auf der Scheibe veranstalten The Miserable Rich wieder ein gro\u00dfes musikalisches Tohuwabohu. Selbiges wird dann mit sp\u00e4rlichen Folk-Sprengseln gekontert.  Am Ende landet das Duo im Orchestergraben und genie\u00dft es, den Zuschauern  eine geh\u00f6rige Portion Dreck um die Ohren zu hauen. Hier trifft  Pfadfinder-Rock der geerdeten Gangart auf Orchester-Pop, der um Wolkenformationen tanzt. Ein eindrucksvoller Misch-Masch.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5520\" title=\"nervous-nellie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/nervous-nellie-300x273.jpg\" alt=\"nervous-nellie\" width=\"300\" height=\"273\" \/><strong>Nervous Nellie<\/strong> sorgen zum Abschliss daf\u00fcr,  dass sch\u00f6ne Erinnerungen an die Shout Out Louds aufkommen. Sie verkn\u00fcpfen  ihren charmanten Indie-Pop allerdings immer wieder mit choralem Gekr\u00e4chze der  Marke Friska Viljor. Klingt anfangs etwas abseitig, entfaltet aber ebenso, wie  die Alben des vorab erw\u00e4hnten K\u00fcnstlers, nach einigen Durchl\u00e4ufen durchaus  seinen Charme. Vorwiegend geschieht das deshalb, weil hier am Ende die Songs  stimmen. Auf \u201eWhy Dawn Is Called Mourning\u201c versammelt sich vor allem in H\u00e4lfte  eins eine illustre Riege an Hymnen, die man am Lagerfeuer nachspielen m\u00f6chte.  Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4ren. Genie\u00dft die Fr\u00fchlingssonne. Bis  zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da bist du platt. Wie haben Caribou das nur gemacht? Diesen Song namens \u201eOdessa\u201c, der wirkt, als w\u00fcrde Pantha Du Prince ein Phoenix-St\u00fcck durch den Mixer jagen. Das ist ganz gro\u00dfes Kino. 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