{"id":5525,"date":"2010-04-25T09:55:07","date_gmt":"2010-04-25T08:55:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5525"},"modified":"2010-04-25T09:55:07","modified_gmt":"2010-04-25T08:55:07","slug":"zuckerbeat-vol-134-kiss-that-grrrl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5525","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)34 &#8211; kiss that grrrl"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5526\" title=\"kate-nash\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/kate-nash-300x300.jpg\" alt=\"kate-nash\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Klemmt euch schon mal einen Kaugummi zwischen die  Z\u00e4hne. <strong>Kate Nash <\/strong>ist zur\u00fcck. Ihr neues Video zu \u201eDo-Wah-Doo\u201c, diese absurde  Britney Spears-Hommage, l\u00e4uft ja schon seit einigen Wochen auf allen  Musiksendern rauf und runter. Der zugeh\u00f6rige Song allerdings geh\u00f6rt sicher zu den herzallerliebsten Pop-St\u00fccken des Jahres. Ihr neues Album beginnt dann  auch recht famos. Der Opener \u201eParis\u201c punktet mit einer schicken Melodie, die  sich stark an Lily Allen anlehnt. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Darauf allerdings begeht Nash nicht den  Fehler, sich wie beim Erstling einf\u00e4ltig durch die restlichen Songs zu w\u00fchlen,  nein, sie suhlt sich in \u201eI Just Love You More\u201c auch mal im Dreck (soll hei\u00dfen:  Post Punk) und sorgt mit frechen Texten f\u00fcr ein sanftes Schmunzeln auf den  Lippen des H\u00f6rers. Alles in allem sorgt sie am Ende vor allem in den Momenten  f\u00fcr Aufsehen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet h\u00e4tte. Zum Beispiel im Punk-Smasher \u201eI\u00b4ve Got A Secret\u201c oder dem folk-affinen \u201eYou Were So Far  Away\u201c. Weil auch sonst die Qualit\u00e4t stimmt, ist \u201eMy Best Friend Is You\u201c die  perfekte Fr\u00fchlingsplatte &#8211; mit Songs, wie geschaffen, um sie im strahlenden  Antlitz der Sonnenstrahlen nachzus\u00e4useln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5527\" title=\"airen\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/airen-180x300.jpg\" alt=\"airen\" width=\"180\" height=\"300\" \/>Toll ist auch, dass passend zum Biergartenwetter  das neue Buch von <strong>Airen<\/strong> auf dem Tresen liegt. Der Vorg\u00e4nger f\u00fchrte einem  gekonnt vor Augen, wie man den Technoclub in Lyrik \u00fcbersetzt und war schlicht berauschend zu konsumieren, weil man im Gegensatz zu Hegemanns Kopie  noch eine Geschichte erz\u00e4hlt bekam. \u201e<em>I Am Airen Man<\/em>\u201c setzt nun genau dort  an und \u00fcberf\u00fchrt unseren sympathischen Lebensk\u00fcnstler statt nach Berlin nach Mexiko-City, wo er ein M\u00e4dchen trifft, dass ihm den Atem raubt. Wer  einen Eindruck davon gewinnen m\u00f6chte, wie er seine Leser zu fesseln vermag,  sei auf folgendes Zitat zu Beginn des Buches verwiesen. \u201eMit jedem Schritt f\u00e4hrt  die Musik tiefer in meinem K\u00f6rper. Bringt jedes Atom zum Sprudeln. Du gehst  weiter und fliegst, strahlst aus jeder Zelle, wirst verzaubert, bewegst dich,  alles passt, und du kannst nur l\u00e4cheln, nur zuschauen und dir w\u00fcnschen, f\u00fcr  immer dieses Gef\u00fchl zu behalten: ein Fisch im Wasser zu sein. Das reinste  Lachen, seit du Kind warst.\u201c Hier gibt jemand den Takt vor, der sicher kein  lyrisches Genie ist, es aber schafft, dem Leser das Gef\u00fchl zu vermitteln,  mittendrin am Ort des Geschehens zu sein. So liest sich das schick gestaltete Werk  ziemlich munter runter, punktet mit ziemlich vielen absurden Situationen, sorgt dabei  f\u00fcr reichlich Am\u00fcsement und zeigt, dass Airen auch abseits des  Blitzlichtgewitters imstande ist, eine gute Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5528\" title=\"timid-tiger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/timid-tiger-300x300.jpg\" alt=\"timid-tiger\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Timid Tiger<\/strong> sorgen derweil f\u00fcr Nachschub in  Sachen Indie-Pop-Gl\u00fcckseligkeit. Alle, die heute noch zu ihrem Song \u201eMiss  Murray\u201c im Kreis h\u00fcpfen, d\u00fcrfen sich jetzt einen Mini-Rock \u00fcberstreifen und mit den  H\u00fcften kreisen. \u201eTimid Tiger And The Electric Island\u201c ist eine Partyplatte  geworden. Schon der Opener \u201eElectric Island\u201c gibt die Richtung vor. Alles schreit  nach Ringelreih-Tanzen. Timid Tiger inszenieren sich unter einem gro\u00dfen  Banner auf dem in grellen Farben das Wort POP prangert. Dabei springen vor allem in  der ersten H\u00e4lfte ein paar echte Gassenhauer raus, die keinerlei Anzeichen  daf\u00fcr liefern, dass hier jemanden die Puste ausgehen k\u00f6nnte. Wenn die Band  dann zur Mitte hin etwas das Tempo rausnimmt, und mit \u201eThe Gardener\u201c einen echten Schmachtfetzen abliefert, kuschelt man sich wohlig in die Arme des  Gegen\u00fcbers und genie\u00dft die z\u00e4rtliche W\u00e4rme der Musik. Alles in allem das perfekte Pop-Album f\u00fcr alle, die von OK Go gar nicht genug bekommen. <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5529\" title=\"daniel-johnston\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/daniel-johnston.jpg\" alt=\"daniel-johnston\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Daniel Johnston<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> ist einer dieser Musiker, f\u00fcr welche das Tapedeck  erfunden wurde. Seine Songs klingen, bei aller Affinit\u00e4t zum pomp\u00f6sen Pop, so  sch\u00f6n dreckig und verrauscht, dass man sofort in Nostalgie verf\u00e4llt. \u201eBeam Me  Up!\u201c \u2013 sein neues Album strotzt nur so vor Inspiration und zeigt Conor Oberst,  wie man Glitzerstaub auf dreckige Wanderwege streut, ohne von dem Zeug geblendet  zu werden. Daniel Johnston fabriziert ganz gro\u00dfes Gef\u00fchlskino, versteckt es  aber hinter einer fetten Staubschicht, die man erstmal weg pusten muss, bevor  man sich an den zuckers\u00fc\u00dfen Melodien erg\u00f6tzen darf. Nach einigen Durchl\u00e4ufen  kommt man nicht mehr los von der Platte. Schlie\u00dft die Augen. Genie\u00dft die  Musik. Ein eindrucksvolles Werk eines bemerkenswerten Songschreibers. <strong><\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5530\" title=\"madsen_labyrinth\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/madsen_labyrinth.jpg\" alt=\"madsen_labyrinth\" width=\"224\" height=\"224\" \/>Vor dem neuen <strong>Madsen<\/strong>-Album hatte ich ja  ehrlich gesagt ein bisschen Angst. Der Vorg\u00e4nger schielte ein bisschen in Stadionrock-Gefilde der Marke Tote Hosen, da bin ich einfach  ausgestiegen. Das neue Album verz\u00f6gert die Erkenntnis, wie es weitergeht, erst einmal ein  paar Minuten mit dem Piano-Pop-Monster \u201eLabyrinth\u201c, bei dem Madsen die  bandeigenen St\u00e4rken noch mal durchdeklinieren. Nach zweieinhalb Minuten denkt man,  hier soll mitgewippt werden. Pl\u00f6tzlich klingt die Musik, wie auf dem  untersch\u00e4tzten Zweitling \u201eGoodbye Logik\u201c, nur um dann in einen Stadionchor zu m\u00fcnden,  der in diesem Zusammenhang aber durchaus funktioniert. Anschlie\u00dfend wird dann  noch die Punk-Gr\u00e4tsche ausgepackt und man kommt nicht umhin, Madsen zu  unterstellen, dass sie hier zehn Songideen in einem Song verwursten. Gelungener  Auftakt also. Ich bin wieder unten mit euch. Und ja, diese Platte punktet wieder mit allerhand Hit-Potenzial. \u201eMein Herz bleibt hier\u201c ist ein schmissiges Pop-Manifest. \u201eDas muss Liebe sein\u201c ruft Erinnerungen an die alten  Sportfreunde Stiller-Tage wach. Stellt sich also nur die Frage, warum sie  ausgerechnet das uns\u00e4gliche \u201eLass die Liebe regieren\u201c als erste Single ausgekoppelt  haben. Das nervt n\u00e4mlich genauso, wie der Schmachtfetzen \u201eJeder f\u00fcr jeden\u201c und das  andere balladeske Zeug, das sich aber auf \u201eLabyrinth\u201c gl\u00fccklicherweise auf  wenige Songs beschr\u00e4nkt. Alles in allem: ein gelungener Befreiungsschlag, auch  wenn Fans des Erstlings wieder entnervt abwinken werden. Madsen sind  inzwischen eine Pop-Band. In dieser Form aber \u201eauf der guten Seite\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5531\" title=\"st-pauli-einhundert\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/st-pauli-einhundert.jpg\" alt=\"st-pauli-einhundert\" width=\"222\" height=\"222\" \/>Zum 100j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des des FC. St. Pauli wird  in diesen Tagen ein Sampler ver\u00f6ffentlicht, der exakt 100 Songs (auf f\u00fcnf Cds) versammelt, die sich im engeren Sinne um den Ballsport in Hamburg  drehen. Passend zum Geburtsjahrgang des Clubs werden von der Scheibe exakt 1910  St\u00fcck ver\u00f6ffentlicht. Man sollte schnell in den Plattenladen st\u00fcrmen, um sich  eines der begehrten Exemplare zu sichern. Passend dazu wird ein schickes Buch geliefert, in dem noch mal alle K\u00fcnstler, die hier vertreten sind, ihre  Liebe zum Verein kundtun d\u00fcrfen. In dieser Hinsicht wurde dann auch eine eindrucksvolle Riege an Musikern eingeladen, um dem Verein ein St\u00e4ndchen  zu spielen. Thees Uhlmann ist genauso auf \u201e<strong>St. Pauli Einhundert<\/strong>\u201c  dabei, wie Station 17. Rantanplan sorgen f\u00fcr Partystimmung und Turbonegro f\u00fcr die  passende Mitgr\u00f6hl-Atmosph\u00e4re. Dazu gibt\u2019s zahlreiche Newcomer zu entdecken. Also  nicht lange nachdenken, zugreifen. Diesem Club will gehuldigt werden.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5532\" title=\"4pp digi\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/nice_nice_extra_wow_cover_art_small-300x300.jpg\" alt=\"4pp digi\" width=\"170\" height=\"170\" \/>Nice Nice<\/strong> scheinen derweil wie geschaffen  mit ihren freakigen Punk-Melodien beim renommierten Elektro-Label \u201eWarp\u201c  anzudocken, weil sie mit ihrem brachialen Krach f\u00fcr die passende Abwechslung sorgen,  w\u00e4hrend im Zelt gegen\u00fcber die Elektro-Keule geschwungen wird. Zu dieser Musik  m\u00f6chte man die Nackenmuskeln strapazieren, bis sich der Hals verrenkt. Die Riffs  pressen sich do derma\u00dfen treffsicher in die Geh\u00f6rg\u00e4nge, dass man schon nach  wenigen Durchl\u00e4ufen die verqueren Experimenten auf dieser Scheibe vergisst und.  den tanzbaren Strukturen fr\u00f6nt, die sich dahinter verstecken. Alles in allem  ist \u201eExtra Now\u201c die passende Brachialklatsche f\u00fcr alle, die schon immer mal  wissen wollten, wie es wohl klingt, wenn rhythmische Songstrukturen auf  schonungslos Kompromisslosigkeit trifft.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5533\" title=\"digital_booklet.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/dirk-darmstaedter-300x269.jpg\" alt=\"digital_booklet.indd\" width=\"300\" height=\"269\" \/><strong>Dirk Darmstaedter<\/strong> wagt derweil mit  Unterst\u00fctzung von Paul Hiraga (Downpilot) und dem Hamburger Cellisten Hagen Kuhr den  Versuch, sich dem direkten Vergleich mit Bob Dylan zu stellen. Dabei zieht er  nat\u00fcrlich den K\u00fcrzeren, denn an Dylan reicht niemand heran. Trotzdem l\u00e4sst sich  mit \u201eDirk Sings Dylan\u201c sehr sch\u00f6n die Zeit totschlagen und so manchem Song wird  dann auch mit die eine oder andere Nuance abgetrotzt, die man nicht unbedingt auf  dem Schirm hatte. Es war ja schon immer offensichtlich, dass Dylan einen  gro\u00dfen Einfluss auf die Musik von Darmstaedter aus\u00fcbt. Eben deshalb lassen wir  ihm diese Herzensangelegenheit einfach mal durchgehen und freuen uns auf  sein n\u00e4chstes, richtiges Album. Womit wir auch schon wieder am Ende w\u00e4ren.  Bleibt fr\u00f6hlich. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klemmt euch schon mal einen Kaugummi zwischen die Z\u00e4hne. Kate Nash ist zur\u00fcck. Ihr neues Video zu \u201eDo-Wah-Doo\u201c, diese absurde Britney Spears-Hommage, l\u00e4uft ja schon seit einigen Wochen auf allen Musiksendern rauf und runter. 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