{"id":5539,"date":"2010-04-29T16:19:38","date_gmt":"2010-04-29T15:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5539"},"modified":"2010-04-29T16:20:08","modified_gmt":"2010-04-29T15:20:08","slug":"zuckerbeat-vol-135-zuckerwatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5539","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)35 &#8211; zuckerwatte"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5540\" title=\"Untitled-1.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/oliverkoletzki_02-300x300.jpg\" alt=\"Untitled-1.indd\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Oliver Koletzki<\/strong> versammelt auf  \u201eGro\u00dfstadtm\u00e4rchen\u201c eine illustre Riege an Gaststars, die seine elektronischen Sounds der  Marke Paul Kalkbrenner mit Pop-Appeal aufmotzen. Mieze Katz von mia. ist  genauso am Start, wie Axel Bosse und die Raketen. Dass die Scheibe trotzdem wie aus  einem Guss klingt, liebt an den urbanen Sounds, die Koletzki den K\u00fcnstlern unterjubelt. Alles befindet sich im Fluss. Die gro\u00dfe City transformiert  sich zur M\u00e4rchenwelt. Wir nehmen Fahrt auf und rennen mit den Tieren im Wald  um die Wette. Knabbern am Lebkuchen-Haus. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Schlecken am Zuckerwatte-Pop. Es  macht schlicht und ergreifend Spa\u00df, sich zu dieser Musik in Tagtr\u00e4umen zu  verlieren. Das ist auch deshalb so, weil Koletzki immer klar macht, wer hier der  Herr im Hause ist. Alles in allem ein bemerkenswertes Elektro-Werk, das  aufzeigt, wie man sich der Popmusik ann\u00e4hert, ohne sich von deren Glitzer-Look blenden  zu lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5541\" title=\"jamielidell_compass\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/jamielidell_compass-290x300.jpg\" alt=\"jamielidell_compass\" width=\"290\" height=\"300\" \/>Jamie Lidell<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> macht sich derweil dazu auf, sein bisheriges  Konzept zu perfektionieren. Auch auf seinem neuen Album verpasst er dem Jazz ein  poppiges Outfit. \u201eCompass\u201c beschreitet inzwischen fast schon Jamiroquai-anische  Gefilde. Die Platte ist so derma\u00dfen auf Party getrimmt, dass man sich auf die  gr\u00fcne Wiese pflanzen m\u00f6chte, ein paar Sonnenblumen um sich herum platzieren  und dann einen astreinen H\u00fcftschwung hinlegen m\u00f6chte, der jeden um einen herum in ungl\u00e4ubiges Staunen versetzt. Alles klingt so schl\u00fcssig. Und es ist  schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass diese Songs hier aus einem  chaotischen Sammelsurium zusammen geschraubt wurden, das sich auf der heimischen  Festplatte des K\u00fcnstlers befand. Gerade die verschrobenen St\u00fccke, wie zum Beispiel  \u201eThe Ring\u201c, sorgen zudem daf\u00fcr, dass die Platte nie zu gleichf\u00f6rmig anmutet.  Alles in allem: die perfekte Fr\u00fchlings-Pop-Platte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5542\" title=\"danko_jones_below_the_belt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/danko_jones_below_the_belt-300x300.jpg\" alt=\"danko_jones_below_the_belt\" width=\"162\" height=\"162\" \/>Danko Jones<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> machen derweil genau dort weiter, wo sie  aufgeh\u00f6rt haben. Stumpfe Gitarrenbretter mit Schwei\u00dfflecken-Garantie gibt\u2019s auf \u201eBelow  The Belt\u201c vor den Latz geknallt. Das ist nat\u00fcrlich wie geschaffen f\u00fcr die Luftgitarrenfraktion und strotzt auch nur so vor Hitsingles. Wem also  das ewige Geseier von AC\/DC nach drei\u00dfig Songs ein bisschen auf die Nerven f\u00e4llt,  der kann sich parallel auch das Teil hier einwerfen. Alle anderen k\u00f6nnen  getrost die Hoffnung verlieren, dass Danko Jones im Laufe ihrer Karriere noch  mal anfangen, ihren Stil zu variieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5543\" title=\"chauchat_cover-e1270464670544-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/chauchat_cover-e1270464670544-300x300.jpg\" alt=\"chauchat_cover-e1270464670544-300x300\" width=\"241\" height=\"241\" \/>Und verdammt ist das  sch\u00f6n. Eine Pianomelodie erf\u00fcllt den Raum und lullt den H\u00f6rer derma\u00dfen ein, dass man  <strong>Chau Chat<\/strong> regelrecht um den Hals fallen m\u00f6chte. Das verf\u00fchrerische  Deb\u00fctalbum der beiden Multi-Instrumentalisten Christian Illi und Ron Flieger  besticht durch warme Kl\u00e4nge, gepaart mit zunehmenden Ann\u00e4herungen an Popgefilde  der Sorte Blackmail und Naked Lunch. Klassische Musik trifft hier auf ganz  gro\u00dfen Popmusik-Budenzauber und man kommt nicht umhin, dem Elektro-Duo f\u00fcr \u201eLe  D\u00e9but\u201c Luftk\u00fcsse en masse zuzuwerfen. Zwischenzeitlich werden dabei sogar  sch\u00f6ne Erinnerungen an Underworld wach, allerdings m\u00fcndet alles immer im ganz  gro\u00dfen Gef\u00fchlskino. Ein alles in allem bemerkenswertes Deb\u00fct. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5544\" title=\"die-firma\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/die-firma-300x300.jpg\" alt=\"die-firma\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Die Firma <\/strong>fabriziert derweil \u201eDas sechste  Kapitel\u201c ihres Rapmusik-Daseins und tritt diesmal mit 50-Mann-Orchester auf, so  dass man als H\u00f6rer soundtechnisch viel Honig ums Maul geschmiert bekommt. Die  Scheibe bietet alles, was Firma-Fans erwarten. Ein neues \u201eDie Eine\u201c ist zwar  nicht drauf, daf\u00fcr aber himmelhoch jauchzende Piano-Kl\u00e4nge und zuckers\u00fc\u00dfe Streicher-Eskapaden. Dass sie dabei auch noch einen beschwingten H\u00fcpfer,  wie \u201eJetzt\u201c hinbekommen, der direkt an Samy Deluxes Reggae-Phase ankn\u00fcpft,  muss man den Jungs da schon hoch anrechnen. Am Ende ist die Scheibe vielleicht  f\u00fcnf St\u00fccke zu lang, aber vielleicht muss das auch so sein, wenn man schon  ein solches Tohuwabohu in Sachen Sound veranstaltet.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5545\" title=\"andrew-collberg\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/andrew-collberg.jpg\" alt=\"andrew-collberg\" width=\"223\" height=\"199\" \/><\/span><strong><span style=\"color: black;\">Andrew Collberg<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> legt derweil ein astreines Indie-Pop-Werk in  bester Elvis Costello- meets Badly Drawn Boy-Manier vor. \u201eOn The Wreath\u201c besticht mit schlichten Popsongs, die aber niemals belanglos anmuten. Man f\u00fchlt sich  von den Lagerfeuerhymnen wohl beh\u00fctet in den Arm genommen und wenn dann zwischenzeitlich auch noch Erinnerungen an Calexico und Konsorten  aufkommen, kommt man nicht umhin, den werten Herrn Collberg zum n\u00e4chsten Zeltlager mitnehmen zu wollen. Ich wette darauf: sp\u00e4testens wenn ein St\u00fcck, wie  \u201eOn The Road\u201c, in einer amerikanischen Vorabendserie l\u00e4uft, wird dieser Sound  hier Millionen Herzen brechen. Jeder der auf schlichte, romantische Sounds im  Grenzgebiet von Americana, Folk und Indie-Rock steht, k\u00f6nnte in dieser kleinen Platte  einen Freund f\u00fcrs Leben finden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5546\" title=\"wintersleep\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/wintersleep-300x300.jpg\" alt=\"wintersleep\" width=\"264\" height=\"264\" \/><\/span><strong><span style=\"color: black;\">Wintersleep<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> schauen sich derweil ein bisschen in der  Rumpelkammer um, ziehen die Vorh\u00e4nge zu und schwelgen in nostalgischen Erinnerungen der  Marke Joy Division und Teenage Fanclub. Jeder Ton auf dieser Scheibe ist so  derma\u00dfen auf Stadionhymne getrimmt, dass man diese Band das n\u00e4chste Mal am  Liebsten mit einem Kammerorchester auf die B\u00fchne stellen m\u00f6chte. Der \u00dcberfluss  regiert auf \u201eNew Inheritors\u201c, Wintersleep schaffen es aber dennoch Luft f\u00fcr  charmante Melodien zu lassen, so dass man sich schon nach wenigen Minuten sanft in  den Arm geschlossen f\u00fchlt. Am Ende entspringt daraus Musik, die zwar perfekt ausbalanciert ist, die aber tiefer geht, als der Konsens-Pop der  \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen der Marke White Lies und Editors.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5547\" title=\"moke-1-the-long-dangerous-sea-cover-art-29049\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/moke-1-the-long-dangerous-sea-cover-art-29049.jpeg\" alt=\"moke-1-the-long-dangerous-sea-cover-art-29049\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Moke<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> wiederum schlagen in eine \u00e4hnliche Kerbe. Die  Jungs aus Amsterdam schaffen es D\u00fcster-Pop-\u00c4sthetik mit Hit-Potenzial zu  verkn\u00fcpfen, ohne dabei ins Kiesbett zu schlittern. Schon beim zweiten Song \u201eSwitch\u201c  d\u00fcrfte die halbe Indie-Disco Kopf stehen und jeder Editors-Fan auf die Knie fallen.  Man muss den Holl\u00e4ndern zu Gute halten, dass sie hier einen Hit an den  n\u00e4chsten Reihen. Das d\u00fcrfte auf den Tanzfl\u00e4chen ganz hervorragend funktionieren,  muss sich allerdings erst noch in Sachen Nachhaltigkeit beweisen. \u201eThe Long  &amp; Dangerous Sea\u201c called Popgesch\u00e4ft will ja schlie\u00dflich erst durchquert  werden, ohne dass der Frachter Moke auf Grund l\u00e4uft. Die Vorzeichen, dass sie es schaffen k\u00f6nnten, stehen sehr gut mit diesem Zweitling. Also genie\u00dft die  Musik. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oliver Koletzki versammelt auf \u201eGro\u00dfstadtm\u00e4rchen\u201c eine illustre Riege an Gaststars, die seine elektronischen Sounds der Marke Paul Kalkbrenner mit Pop-Appeal aufmotzen. Mieze Katz von mia. ist genauso am Start, wie Axel Bosse und die Raketen. Dass die Scheibe trotzdem wie aus einem Guss klingt, liebt an den urbanen Sounds, die Koletzki den K\u00fcnstlern unterjubelt. 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