{"id":5551,"date":"2010-05-05T15:49:28","date_gmt":"2010-05-05T14:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5551"},"modified":"2010-05-05T15:50:35","modified_gmt":"2010-05-05T14:50:35","slug":"zuckerbeat-vol-136-lovers-strangers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5551","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)36 &#8211; lovers \/ strangers"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5552\" title=\"nada-surf\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/nada-surf.jpg\" alt=\"nada-surf\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Die herzallerliebsten Indie-Haudegen von<strong> Nada  Surf<\/strong> haben sich dazu entschlossen, ihren musikalischen Helden ein Denkmal zu  setzen und spielen nun den traurigen Clown zum Sound von Depeche Mode, Kate  Bush und Spoon. Vor allem die erste H\u00e4lfte ihres aktuellen Cover-Albums ist bemerkenswert, weil die Band es schafft, einem Gassenhauer, wie \u201eEnjoy  The Silence\u201c mit einem simplen Trick neue Facetten abzuringen.\u00a0<span style=\"color: #262626;\"><br \/>\n<\/span>Der Opener \u201eElectrocution\u201c von Bill Fox geh\u00f6rt derweil zum herzergreifendsten, was  die Band in den letzten Jahren auf Silberling gebannt hat. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>So entfaltet \u201eIf I  Had A Hi-Fi\u201c schrittweise eine Sog der Emotionen, bis man sch \u00fcberhaupt nicht  mehr vorstellen kann, diese Songs hier gar nicht in ihrer urspr\u00fcnglichen Form dargereicht zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5553\" title=\"japandroids-no-singles-cover-art\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/japandroids-no-singles-cover-art-300x296.jpg\" alt=\"japandroids-no-singles-cover-art\" width=\"300\" height=\"296\" \/>Japandroids <\/span><\/strong><span style=\"color: black;\">kramen<strong> <\/strong>derweil ein bisschen im Archiv und  verwursten auf \u201eNo Singles\u201c ihre ersten beiden EPs \u201eLullaby Death Jams\u201c (2008) und  \u201eAll Lies\u201c (2007). Schick aufgemotzt im Karton-Booklet entfalten die  L\u00e4rmorgien, hinter denen sich herzhafte Melodien verstecken, schon nach wenigen  Durchl\u00e4ufen einen \u00e4hnlichen Charme, wie die St\u00fccke ihres hoch gelobten Erstlings \u201ePost-Nothing\u201c. Fans von Nirvana sollten hier mal ein paar Durchl\u00e4ufe riskieren, sie werden sich schon nach kurzer Zeit zum famosen \u201eDarkness  On The Edge Of Gastown\u201c die Seele aus dem Leib br\u00fcllen. Soviel Hitpotenzial  gepaart mit Nachhaltigkeit muss man auch erstmal hinkriegen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5554\" title=\"lesse-malin\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/lesse-malin-300x267.jpg\" alt=\"lesse-malin\" width=\"300\" height=\"267\" \/><\/span><strong><span style=\"color: black;\">Jesse Malin &amp;  The St. Marks Social<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> sorgen derweil daf\u00fcr, dass  den Fans von Lucero und The Hold Steady ein breites Grinsen aus dem Gesicht  w\u00e4chst. Der Protagonist, der fr\u00fcher in Hardcore-Gefilden fischte und unter anderem  mit Bruce Springsteen das Mikrofon teilte, pr\u00e4sentiert seine charmanten  Rocksongs diesmal mit Unterst\u00fctzung einer Rock-Formation, die seine Melodien in  Richtung Stadion-Kompatibilit\u00e4t trimmt. Auf Albuml\u00e4nge funktioniert das Ganze hervorragend &#8211; gerade in H\u00e4lfte eins, reiht sich Smash Hit an Smash Hit &#8211;  der Boss himself sollte sich ein Beispiel daran nehmen. Mit zunehmender  Laufl\u00e4nge d\u00fcrften dann aber auch Counting Crows-Anh\u00e4nger auf ihre Kosten kommen.  Alles in allem ist \u201eLove It To Life\u201c zwar ein astreiner Konsens-Rocker, aber  definitiv einer von der guten Sorte.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5555\" title=\"sleepysun_fever_220x-1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/sleepysun_fever_220x-1.jpg\" alt=\"sleepysun_fever_220x-1\" width=\"220\" height=\"220\" \/>Sleepy Sun<\/span><\/strong><span style=\"color: black;\"> vernebeln uns derweil die Sinne mit ihrem  gespenstischen Pop-Entwurf namens \u201eFever\u201c, der sich irgendwo im Grenzgebiet von Kings  Of Convenience und Prog-Rock einnistet. Es ist schon ein verstrahltes  Tohuwabohu, was die Band hier veranstaltet, die Mucke schimmert aber umso heller,  wenn man sich als Zuh\u00f6rer Zeit nimmt, die nebligen Schwaden zur Seite zu schieben  und sich an den z\u00e4rtlichen Melodien und haarstr\u00e4ubenden Riffs zu erg\u00f6tzen.  Alles in allem ein Wechselbad der Gef\u00fchle, dass dem H\u00f6rer erst nach einigen  Anl\u00e4ufen etwas zum Festhalten bietet. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5556\" title=\"peterpiek\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/peterpiek.jpg\" alt=\"peterpiek\" width=\"235\" height=\"235\" \/>Der Leipziger K\u00fcnstler <strong>Peter Piek <\/strong>erweckt mit seinem qu\u00e4ngelnden Gitarrenrockmomenten den Nostalgiker in dir und liefert auf seinem  zweiten Album \u201eI Paint It On The Wall\u201c Genre-Hopser zwischen britischem  Indie-Pop und sanftem Soulgesang. \u00dcberhaupt strahlt dieses Album eine liebensw\u00fcrdige L\u00e4ssigkeit aus, die man so mancher Indie-Kapelle aus hiesigen Gefilden  gerne mal einfl\u00f6\u00dfen m\u00f6chte. Alles in allem bleibt am Ende lediglich  anzumerken, dass er sich das n\u00e4chste Mal vielleicht \u00fcber die volle L\u00e4nge an seinen  St\u00e4rken abarbeiten sollte, als immer wieder von Stil zu Stil zu h\u00fcpfen. Das  sorgt zwar f\u00fcr Abwechslung, klingt aber bisweilen etwas \u00fcberambitioniert in den gef\u00fchlsduseligen Momenten. Peter Pieks Musik lebt vor allem von ihren  schr\u00e4gen und ungest\u00fcmen Momenten. Auch davon gibt es hier genug. Eben deshalb ist  der Leipziger durchaus ein K\u00fcnstler mit dem man in Zukunft rechnen sollte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"color: black;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5557\" title=\"audra-mae\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/audra-mae-300x300.jpg\" alt=\"audra-mae\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/span><strong>Audra Mae<\/strong> versucht sich derweil auf ihrem  neuen Album an Piano-Balladen der Marke PJ Harvey meets Regina Spektor. Fans von  Amanda Palmer sollten ebenfalls mal einen Durchlauf riskieren, weil sich das amerikanische Story-Telling-Talent auf \u201eThe Happiest Lamb\u201c auch mal an klassifizierten Momenten probiert. Passend in Szene gesetzt wurde das  Ganze \u00fcbrigens von Produzent Ted Hutt, der auch schon f\u00fcr Lucero und The  Gaslight Anthem hinter den Reglern stand. \u201eThe Happiest Lamb\u201c ist ein Album, wie geschaffen, um am Lagerfeuer f\u00fcr die passende Kuschelrock-Atmosph\u00e4re zu  sorgen. Sch\u00f6n zu sehen, dass es dabei auf Peinlichkeiten verzichtet.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Radio Havanna<\/strong> spielen derweil nicht nur im Schweinfurter Stattbahnhof (und zwar am 28.5.) \u2013 sie knallen einem auf  \u201eLauter Zweifel\u201c auch eine ordentliche Portion schmissigen Pop-Punk mit  deutschen Texten um die Ohren, so dass schon nach kurzer Zeit sch\u00f6ne Erinnerungen  an Jupiter Jones und Konsorten aufkommen. Textlich hat man in Sachen  \u201eDeutschpunk\u201c definitiv schon Schlimmeres vernommen, weshalb schon nach zwei  Durchl\u00e4ufen alle lauthals mitgr\u00f6len, wenn die Frage aufgeworfen wird: \u201eSag mir wo dieser  Weg uns noch hinf\u00fchrt?\u201c In den Pogo-Himmel und zwar mit Ansage. Gibt eben doch  noch mitrei\u00dfende Deutschpunk.<\/p>\n<p><span style=\"color: black;\">Wer mal wieder mit dem  Neonlicht der Tanzfl\u00e4che verschmelzen m\u00f6chte, der sollte von \u201eActiondisco\u201c von <strong>Taan Newjam<\/strong> in die Anlage schieben und fr\u00f6hlich mit seinen Gelenken  wackeln. Die Single \u201eDisco Guy\u201c gibt die Richtung vor. Hier wird mit viel Pop-Appeal  auf den Tanzboden \u00fcberf\u00fchrt und der synthie-affine \u201eDisco\u201c-Button bet\u00e4tigt. Die  Songs wurden zeitgem\u00e4\u00df durch den Mixer gedreht, strahlen aber hin und wieder  auch einen charmanten \u201eOld School\u201c-Charme, so dass sich Fans von Chromeo sofort  wohl f\u00fchlen werden und fr\u00f6hlich im Takt wippen. Im Grenzgebiet von Daft Punk  und den Disco Boys macht diese Scheibe jede noch so d\u00fcstere Kellerh\u00f6hle zur Kellerh\u00f6lle. Soll hei\u00dfen: \u201eActiondisco\u201c macht ganz sch\u00f6n Feuer unterm  Arsch. Also fackelt mal sch\u00f6n. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die herzallerliebsten Indie-Haudegen von Nada Surf haben sich dazu entschlossen, ihren musikalischen Helden ein Denkmal zu setzen und spielen nun den traurigen Clown zum Sound von Depeche Mode, Kate Bush und Spoon. 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