{"id":5562,"date":"2010-05-06T15:56:46","date_gmt":"2010-05-06T14:56:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5562"},"modified":"2010-05-06T16:04:20","modified_gmt":"2010-05-06T15:04:20","slug":"zuckerbeat-vol-137-le-grand-voyage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5562","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)37 &#8211; le grand voyage"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5563\" title=\"broken-social\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/broken-social-300x280.jpg\" alt=\"broken-social\" width=\"250\" height=\"234\" \/>Nach zahlreichen Solo-Eskapaden haben sich <strong>Broken  Social Scene<\/strong> wieder zusammengerafft und ein neues Werk eingespielt, das den umtriebigen Vorg\u00e4nger ziemlich alt aussehen l\u00e4sst. Auf \u201eForgiveness Rock Record\u201c machen sich Drew, Canning und wie sie alle hei\u00dfen daran, ihre Space-Oper vom Weltall auf den Balkon zu transformieren. Es darf zwar  der Blick mitunter noch Richtung Horizont schweifen, es wird dabei aber immer auf  den gro\u00dfen Pop-Moment zugesteuert. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Wave-Melodien Marke The Cure werden  hemmungslos raus gehauen und gerade wenn man es sich so richtig gem\u00fctlich gemacht  hat, wird man von Trotz-Reaktionen der Marke Sonic Youth aus allen Tr\u00e4umen  gerissen.\u00a0\u201eForgiveness Rock Record\u201c ist ein famoses Werk, das aufzeigt, wo MGMT  mit ihrem neuen Album h\u00e4tten<span> <\/span>landen k\u00f6nnen, wenn sie die Sache nur konsequent zu Ende gedacht h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5565\" title=\"ellie-goulding-lights-front-cover-348481\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/ellie-goulding-lights-front-cover-348481.jpg\" alt=\"ellie-goulding-lights-front-cover-348481\" width=\"459\" height=\"459\" \/><strong>Ellie Goulding<\/strong> k\u00f6nnte derweil f\u00fcr Indie- und  Pop-H\u00f6rer interessant sein. In diesen Tagen erklimmt sie mit ihrem Zuckerwatte-Pop  der Marke \u201eUnder The Sheets\u201c die Charts und empfiehlt sich stil bewusst als  Disco Queen im Sinne La Rouxs, die hierzulande leider v\u00f6llig zu Unrecht nicht  den entsprechenden Erfolg einheimsen konnte. Gouldings Deb\u00fctalbum \u201eLights\u201c  besticht durch ein stimmiges Gesamtbild und punktet mit zahlreichen Melodien, die  einem noch Tage sp\u00e4ter im Kopf herum schwirren. Leider verliert die Scheibe  gegen Ende etwas an Drive, was die Qualit\u00e4t der St\u00fccke allerdings nicht  schm\u00e4lert. Mann sollte lediglich darauf achten, \u201eLights\u201c wohl dosiert einzunehmen,  weil sonst die Gefahr der \u00dcberzuckerung droht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5566\" title=\"king-kong-kicks\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/king-kong-kicks-300x300.jpg\" alt=\"king-kong-kicks\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Auf dem illustren Sampler \u201e<strong>King Kong Kicks Vol. 2<\/strong>\u201c versammelt sich derweil eine bunte Riege an sympathischen  Indie-Pop-Gesellen, die dem H\u00f6rer das Tanzen beibringen, aber trotzdem noch auf den durchschlagenden Erfolg warten. Was Chew Lips, Tommy Sparks, Wave  Machines, Wolf Gang und Kissy Sell Out hier aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln, d\u00fcrfte in  jeder guten Indie-Disse daf\u00fcr sorgen, dass die tanzende Gemeinde das DJ-Pult  st\u00fcrmt, um sich den Namen der Bands auf das durchn\u00e4sste T-Shirt zu kritzeln.  Wenn dann gegen Ende auch noch die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen aus dem Hause Audiolith  auf die Kacke hauen, br\u00fcllt man hemmungslos mit: \u201eIch bin ein Krebs und ich  krebse\u201c. Danke Frittenbude, danke Supershirt und danke an \u201eUnter Schafen  Records\u201c, die sich in Zeiten von MP3 noch trauen, eine schicke Compilation wie diese  an den Start zu bringen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5567\" title=\"grossstadt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/grossstadt-300x272.jpg\" alt=\"grossstadt\" width=\"212\" height=\"192\" \/>Grossstadtgefl\u00fcster<\/strong> versuchen sich derweil  daran, elektronische Peitschenhiebe von Deichkind mit Quietsche-Pop der Marke  Mia. zu vermengen. Das Ergebnis spaltet. Die erste Single \u201eKaethe\u201c treibt einen entweder zu H\u00f6chstleistungen in Sachen Ausdruckstanz an oder sorgt schon  nach wenigen Sekunden daf\u00fcr, dass man mit dem Finger in Richtung Skip-Taste  wandert. Das St\u00fcck ist exemplarisch f\u00fcr alles Weitere, was einem auf \u201eAlles muss  man selber machen\u201c so entgegen geballert wird. \u201eDu redest laut doch du sagst  gar nichts\u201c ist dann charmant bei Fanta 4 abgebauscht und mit zunehmender  Laufl\u00e4nge weicht die anf\u00e4ngliche Skepsis dem Gef\u00fchl, hier einen sympathischen  Pop-Entwurf der Marke Spillsbury meets Wir sind Helden vor den Latz geknallt zu  bekommen, der allerdings schonungslos auf Pop getrimmt ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5568\" title=\"rasmus-kellerman\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/rasmus-kellerman.jpg\" alt=\"rasmus-kellerman\" width=\"150\" height=\"149\" \/>Alle Fans von Tiger Lou sollten derweil die Ohren  spitzen, weil Frontmann<strong> Rasmus Kellerman<\/strong> in diesen Tagen mit seinem ersten Soloalbum am Start ist. \u201eThe 24th\u201c \u00fcberf\u00fchrt die Pop-Musik von Tiger Lou  in Folk-Gefilde und sorgt damit f\u00fcr eine herzerw\u00e4rmende Atmosph\u00e4re. Man  m\u00f6chte schon nach wenigen Minuten die Augen schlie\u00dfen und sich vollends in  St\u00fccken, wie The Greatness &amp; Me\u201c verlieren. Selbst wenn er bisweilen nahe am  Kitsch vorbei schrammt, wie in der Lagerfeuer-Hymne \u201eFive Years From Now\u201c,  kommt man nicht umhin, zu sagen, dass Kellerman sich mit diesem Solo-Album endlich  selbst gefunden zu haben scheint. Man merkt, dass diese Songs hier aus ihm raus mussten. Und sind jetzt gar nicht mehr so traurig, dass Tiger Lou immer  noch eine nicht genau bezifferte Pause einlegen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5569\" title=\"efdemin_chicago_cover-400x397\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/efdemin_chicago_cover-400x397-300x297.jpg\" alt=\"efdemin_chicago_cover-400x397\" width=\"300\" height=\"297\" \/>F\u00fcr das neue Album von <strong>Efdemin<\/strong> lohnt es sich  derweil eine Mini-Lichtanlage im eigenen Wohnzimmer. Alternativ kannst du dich  auch auf die Mainwiesen schmei\u00dfen und den V\u00f6gelscharen beim Choreographieren  zuschauen. Das neue Werk \u201eChicago\u201c liefert den passenden Soundtrack, um morgens um 8  verplant aus dem Club zu stolpern und sich von den Strahlen der aufgehenden Sonne  die Nasenspitze massieren zu lassen. Die jazzigen Passagen und Piano Loops  sind abgefahren arrangiert. Die Qualit\u00e4t dieser Scheibe entfaltet sich dementsprechend auch erst nach zahlreichen Durchl\u00e4ufen. Doch Efdemin  wei\u00df alles so gekonnt in ein schl\u00fcssiges Bild zu gie\u00dfen, dass man nicht umhin  kommt, die Scheibe immer wieder in den Player zu stecken. Alles in allem ein  \u00e4u\u00dferst langlebiges Elektro-Vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5570\" title=\"cats-on-fire\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/cats-on-fire.jpg\" alt=\"cats-on-fire\" width=\"200\" height=\"200\" \/>\u201eDealing In Antiques\u201c, das neue Album von <strong>Cats  On Fire<\/strong> \u201eIs A Collection Of Mostly Old Songs Of Various Origins\u201c und dabei mit  einer Herzensw\u00e4rme ausgestattet, dass es jeden Fan von Belle &amp; Sebastian  sofort von sich \u00fcberzeugen d\u00fcrfte. Die 20 St\u00fccke aus unterschiedlichen  Schaffensphasen der Band bilden ein homogenes Gesamtwerk, das allen Fans die kommenden Fr\u00fchlingstage vers\u00fc\u00dfen d\u00fcrfte. Hier wird so herzallerliebst ges\u00e4uselt,  dass jedem Smiths-Anh\u00e4nger die Grinselippen aufspringen. Watteweich  eingepackt wird der H\u00f6rer und dann mit l\u00e4ssigen Gitarren-Rhythmen um den Finger  gewickelt. Ein echter Geheimtipp. Und trotz des B-Seiten-Beigeschmacks mit Sicherheit  keine Ausschussware.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5571\" title=\"terezmontcalm-connection\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/terezmontcalm-connection-300x300.jpg\" alt=\"terezmontcalm-connection\" width=\"227\" height=\"227\" \/><strong>Terez Montcalm<\/strong> \u00fcberf\u00fchrt derweil den  Lagerfeuer-Song ins Franz\u00f6sische, widmet sich auf \u201eConnection\u201c aber auch charmanten Jazz-Pop-Eskapaden, verkn\u00fcpft also kurz gesagt unterschiedliche Stile  miteinander. Die kanadische S\u00e4ngerin kontert die hymnische Breitseite ihrer Songs  immer wieder mit locker flockigen Melodien. Das ganze funktioniert bisweilen  ganz gut, sorgt aber daf\u00fcr, dass die Scheibe insgesamt etwas br\u00fcchig r\u00fcber  kommt. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4re f\u00fcr heute. Also lasst es euch  gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zahlreichen Solo-Eskapaden haben sich Broken Social Scene wieder zusammengerafft und ein neues Werk eingespielt, das den umtriebigen Vorg\u00e4nger ziemlich alt aussehen l\u00e4sst. Auf \u201eForgiveness Rock Record\u201c machen sich Drew, Canning und wie sie alle hei\u00dfen daran, ihre Space-Oper vom Weltall auf den Balkon zu transformieren. 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