{"id":5575,"date":"2010-05-13T15:05:10","date_gmt":"2010-05-13T14:05:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5575"},"modified":"2010-05-27T12:35:03","modified_gmt":"2010-05-27T11:35:03","slug":"zuckerbeat-vol-139-where-is-my-mind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5575","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)38 &#8211; where is my mind?"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5587\" title=\"cover-placebo-covers-00946-3-90709-2-3\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/cover-placebo-covers-00946-3-90709-2-3-300x300.jpg\" alt=\"cover-placebo-covers-00946-3-90709-2-3\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Placebo<\/strong> haben sich dazu entschlossen  ihr erstes Cover-Album vorzulegen. Wie zuletzt Nada Surf machen sie ihre  Sache \u00fcber weite Strecken sehr gut. \u201eCovers\u201c versammelt im klassischen  Placebo-Outfit Gassenhauer aus dem Hause Depeche Mode bis The Smiths. Von T.Rex bis  Boney M. Und von Sinead O\u00b4Connor bis Serge Gainsbourg. Am gelungensten muten das zauberhafte \u201eRunning Up That Hill\u201c von Kate Bush und das tieftraurige \u201eHolocoust\u201c von Alex Chilton an, welche beide wie geschaffen sind, um  sich im Soundgewand von Placebo mit voller Kraft zu entfalten. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>In die Hose geht eigentlich nur \u201eWhere Is My Mind?\u201c von den Pixies, was aber vor allem  daran liegt, dass dem St\u00fcck einfach nichts mehr in Sachen Intensit\u00e4t  hinzuzuf\u00fcgen is.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5577\" title=\"disco-ensemble\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/disco-ensemble-300x300.jpg\" alt=\"disco-ensemble\" width=\"217\" height=\"217\" \/>Disco Ensemble<\/strong> bem\u00fchen sich derweil in die  Fu\u00dfstapfen von Billy Talent zu treten. Dazu haben sie sich auch diesmal wieder  entschlossen, ihre hymnischen Rocksongs mit einer geh\u00f6rigen Portion Synthesizer  aufzupushen. Das neue Album \u201eThe Island Of Disco Ensemble\u201c macht genau dort weiter,  wo der Vorg\u00e4nger aufgeh\u00f6rt hat. Die Songs sind auf den Punkt produziert und wie geschaffen, um von 1000en Kehlen im Stadion mitgetr\u00e4llert zu werden.  Disco Ensemble legen ein Album vor, dessen Songs wie geschaffen sind, im  Sommer auf den Festivaltapes zwischen Green Day, Beatsteaks und Konsorten Platz zu  nehmen. Die perfekte Platte f\u00fcr all jene, die ungest\u00fcm im Kreis h\u00fcpfen m\u00f6chten, aber  von den \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen so langsam genug haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5578\" title=\"faithless\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/faithless.jpg\" alt=\"faithless\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Faithless<\/strong> fabrizieren derweil weiter imposanten Breitwand-Techno  f\u00fcrs n\u00e4chste Fu\u00dfballstadion und treffen damit auch nach 15 Jahren  Bandgeschichte noch den Nerv der Zeit. Die Londoner Combo um Bliss, Maxi Jazz und Rolle transformiert den Lichtkegel an der Clubdecke in den \u00f6rtlichen Stadtpark  und l\u00e4sst sich passend zum Fr\u00fchling nicht lumpen auf &#8222;The Dance&#8220; ein paar astreine Chill-Out-Kracher aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln. Es darf sich also erstmal  zur\u00fcck gelehnt werden, der Picknickkorb aufgestellt und dann in Grenzgebiete  von Trip Hop und House abgetaucht werden. Passend dazu gibt\u2019s Unterst\u00fctzung von  Dido und Temper Trap. Kaum ein St\u00fcck kommt zudem mit weniger als sechs Minuten  aus. Da kann man sich\u2019s erstmal gem\u00fctlich machen und den Grash\u00fcpfern beim hopsen  zusehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5579\" title=\"tiefschwarz-chocolate-cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/tiefschwarz-chocolate-cover.jpg\" alt=\"tiefschwarz-chocolate-cover\" width=\"240\" height=\"240\" \/><strong>Tiefschwarz<\/strong> feuchten derweil mal wieder mit charmanten Deep House die Achselh\u00f6hlen an. Ali und Basti Schwarz  h\u00fcbschen das Ganze zudem mit G\u00e4sten der Marke Cassy (ganz zauberhaft im treibenden  Techno-Monster \u201eFind Me\u201c) und Daniel Wilde auf, achten aber immer darauf, dass die Grundstimmung des Albums erhalten bleibt. Kurz gesagt: \u201eChocolate\u201c  bietet \u201ebuisness as usual\u201c, das aber auf h\u00f6chstem Niveau. Ein Album, das wie geschaffen ist, wenn im Club alles auf den H\u00f6hepunkt der Emotionen  zusteuert. Wenn die Schreie des Publikums die Songs dieser Scheibe wie  Laserstrahlen durchbohren, um alle G\u00e4ste noch ein bisschen anzuschieben, die eh schon  in diversen Rauschzust\u00e4nden abh\u00e4ngen. Alles in allem ein gelungenes  Drittwerk, das allen Fans des Tiefschwarzen Kosmos ein euphorisches Grinsen aufs  Gesicht zaubern d\u00fcrfte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5580\" title=\"noblesse-oblige_malady_frontcover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/noblesse-oblige_malady_frontcover.jpg\" alt=\"noblesse-oblige_malady_frontcover\" width=\"193\" height=\"192\" \/><strong>Noblesse Oblige<\/strong> bedrohen uns derweil mit  einer Kulisse aus mystischen Sounds und Wave- Melodien. \u201eMalady\u201c, das dritte  Album des halb deutschen, hald-Londoner Duos, bestehend aus der  Theaterschauspielerin und S\u00e4ngerin Valerie Renay und dem Produzenten Lee Philipp, liefert  d\u00fcstere Pop-Fantasieerz\u00e4hlungen, die Erinnerungen an Anne Clarke und Konsorten wachrufen. Die poppige Verpackung sorgt daf\u00fcr, dass man sich schon nach  wenigen Minuten unterm Vollmond in Ekstase tanzt und zu Ukulele und Timbales  laut loszuheulen beginnt. Wer sich schon immer gefragt hat, wie es wohl  klingen w\u00fcrde, wenn Depeche Mode die werte Dame von Bat For Lashes zu einem musikalischen Engtanz auffordern w\u00fcrden, der sollte sich diese Scheibe  hier zulegen. Mystische Kl\u00e4nge in solch tanzbarer Gestalt hat man schon lange  nicht mit so viel raffinierter Pop-Tr\u00e4chtigkeit vor den Latz geknallt  bekommen. Ein gelungener Stilmix.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5581\" title=\"mothermother_artwork_sm_0\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/mothermother_artwork_sm_0.jpg\" alt=\"mothermother_artwork_sm_0\" width=\"300\" height=\"264\" \/><strong>Mother Mother<\/strong> wickeln einen derweil mit  sanften Pianokl\u00e4ngen um den Finger, nur um dann hinterher auf Dynamik zu setzen.  \u201eO My Heart\u201c zeichnet sich einerseits durch astreine Indie-Pop-Melodien aus,  die jedem Fan von Love Is All bis Matt &amp; Kim ein L\u00e4cheln ins Gesicht  zaubern, die aber immer wieder mit vertrackten rhythmischen Strukturen ad  absurdum gef\u00fchrt werden. Hin und wieder werden dabei sch\u00f6ne Erinnerungen an  fr\u00fchere Songs von The Knife wach, dann wiederum lassen sie ihrem Faible f\u00fcr  Popmusik freien Lauf und ein quengelnder Tegan &amp; Sara-Chorus schiebt sich in  den Vordergrund. Alles in allem ein tanzbarer Soundentwurf eines  aufstrebenden kanadischen Kollektivs. der wie geschaffen scheint, die schl\u00e4frige Meute  auf jedem Sommerfestival um die Mittagszeit zum Mitwippen anzuregen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5582\" title=\"hey-o\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/hey-o-300x296.jpg\" alt=\"hey-o\" width=\"224\" height=\"221\" \/>hey-o-hansen<\/strong> f\u00fchren derweil in einer guten  halben Stunde vor Augen, was man mit Trompeten und B\u00e4ssen doch so alles  anstellen kann. Das Kollektiv um Michael Wolf und Melmut Erler landet damit in  d\u00fcster trabenden Dub-Gefilden, die den H\u00f6rer ganz tief in den Sesselsitz  pressen. Die zehn St\u00fccke auf \u201eWe So Horny \u2013 Serious Pleasure Riddims\u201c strotzen nur so  vor Ideen, denen aber immer viel Raum zur Entfaltung gelassen wird. Die  kurze Laufl\u00e4nge der St\u00fccke von drei bis vier Minuten, sorgt zudem daf\u00fcr, dass  man nicht einschl\u00e4ft, sondern auch hin und wieder Dehn\u00fcbungen mit Fingern  und Zehen absolviert. Alles in allem ein eindrucksvolles Werk fernab der Blaskapellen-Eskapaden im \u00f6rtlichen Bierzelt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5583\" title=\"holdenkicks452-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/holdenkicks452-300x300.jpg\" alt=\"holdenkicks452-300x300\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Der herzallerliebste Allrounder <strong>James Holden<\/strong> darf zum Abschluss dann am Mischpult Platz nehmen, um den neusten Output der  Reihe \u201eDJ-Kicks\u201c mit stimmungsvollen Kl\u00e4ngen zu best\u00fccken. Von Mogwai \u00fcber  Caribou bis hin zu Maserati finden sich hier reichlich Acts, die eine sanfte Brise Todessehnsucht ausstrahlen. \u00dcberhaupt herrscht auf der neuen \u201eDJ-Kicks\u201c  eine d\u00fcstere Grundatmosph\u00e4re, was allerdings nicht besonders schlimm ist,  wenn man sich erstmal in den Sessel gepflanzt hat, um mit geschlossenen Augen der  Dinge zu harren, die da kommen. Man sollte allerdings schon ein gewisses  Faible f\u00fcr Rauschzust\u00e4nde mitbringen. Tanzw\u00fctige kommen bei der neuen James Holden  nur geringf\u00fcgig auf ihre Kosten. Macht aber nichts, verleiht der Scheibe  sogar einen gewissen Charme. Womit wir dann auch schon am Ende w\u00e4ren. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Placebo haben sich dazu entschlossen ihr erstes Cover-Album vorzulegen. 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