{"id":5589,"date":"2010-05-14T11:21:12","date_gmt":"2010-05-14T10:21:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5589"},"modified":"2010-05-14T11:21:43","modified_gmt":"2010-05-14T10:21:43","slug":"zuckerbeat-vol-139-piano-theme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5589","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)39 &#8211; piano theme"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5590\" title=\"badly-drawn-boy-is-there-nothing-we-could-do-2010\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/badly-drawn-boy-is-there-nothing-we-could-do-2010-300x300.jpg\" alt=\"badly-drawn-boy-is-there-nothing-we-could-do-2010\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Und jetzt herzlich willkommen bei unserer illustren Songschreiber-Runde. <span style=\"color: black;\">Den Auftakt macht <strong>Badly  Drawn Boy, <\/strong>bei dem \u00fcberkommt einen immer wieder diese nostalgische Romantik-Stimmung, welche der K\u00fcnstler damals schon auf seinem  schrulligen Deb\u00fct und dem Soundtrack zu \u201eAbout A Boy\u201c verspr\u00fchte. Schade eigentlich, dass  viele seiner letzten Alben den direkten Vergleich mit fr\u00fcher nicht standhalten konnten. Sein neustes Werk ist nun abermals ein Soundtrack-Album zu  einem charmanten Streifen namens \u201eThe Fattest Man In Britain\u201c. <\/span><span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span><span style=\"color: black;\">Das Album \u2013  Vorsicht! \u2013 h\u00f6rt auf den Namen \u201eIs There Nothing We Could Do?\u201c und bezaubert schon  im \u201eOpening Theme\u201c mit schlichter Melodie, die einen in ferne Traumwelten  lockt. Anschlie\u00dfend werden dann Piano-Schmachtfetzen mit kleinen  Sound-Schnipseln und Filmzitaten gestreckt und es entsteht bisweilen ganz gro\u00dfes Gef\u00fchlskino,  wenn der Malermeister seinen Emotionen zum Beispiel im Titelsong freien Lauf  l\u00e4sst. Am Ende kann man sich da eigentlich nur \u00fcber die kurze Laufzeit des  Werkes beschweren, es ist jedoch eben diese Kurzweil, die den H\u00f6rer \u00fcber die  volle L\u00e4nge bei der Stange h\u00e4lt. Ich bin mal gespannt, was da beim n\u00e4chsten  Werk noch so rumkommt. Mit diesem Album kann man jedenfalls ganz wunderbar in nostalgischer Stimmung schwelgen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5591\" title=\"jeremy-jay\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/jeremy-jay-300x300.jpg\" alt=\"jeremy-jay\" width=\"219\" height=\"219\" \/>Weiter geht\u2019s mit <strong>Jeremy Jay<\/strong>, der sich auf  seinem neuen Album daran versucht, George Harrison vor Augen zu f\u00fchren, wie man  ein zeitgem\u00e4\u00dfes Liedermacher-Werk aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt und dabei auch mal  eine elektrische Gitarre aufjaulen l\u00e4sst, ohne im Formatradio zu landen. Der  Spagat zwischen Lagerfeuer-Hymne und Mitwipp-Pop gelingt dem K\u00fcnstler auf  seinem neuen Werk ganz vorz\u00fcglich. Eine so beschwipste Fr\u00fchlingsnummer, wie \u201eJust  Dial My Number\u201c muss man erstmal hinkriegen. Das kommt so jungfr\u00e4ulich r\u00fcber,  dass man sich \u201eSplash\u201c-m\u00e4\u00dfig sofort ins Wellenbad st\u00fcrzen m\u00f6chte, um dort weiter  nach mehr Popmusik-Sch\u00e4tzen zu tauchen. Schade eigentlich nur, dass dieser  Hitreigen schon nach neun Songs wieder vorbei ist. Da h\u00e4tte man am Ende gern noch  ein paar mehr mitgenommen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5592\" title=\"kate-walsh-light-dark-480461\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/kate-walsh-light-dark-480461-300x300.jpg\" alt=\"kate-walsh-light-dark-480461\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Kate Walsh<\/strong> bietet sich derweil als neues  Sternchen am Pophimmel an. Die Stimmung auf \u201eLight &amp; Dark\u201c ist zwar vorwiegend  d\u00fcster, eben deshalb f\u00fchlt man sich aber von den Songs hier wohl beh\u00fctet in den  Arm genommen. Mit Streichern und schmachtenden Melodien macht sich Kate  Walsh auf, allen Fans von Norah Jones und Konsorten vor Augen zu f\u00fchren, wie man  leidet, ohne dabei austauschbar r\u00fcber zu kommen. Nein, diese Musik hier taugt  nicht zur Hintergrundbeschallung beim abendlichen Diner mit Freunden, zu diesem  Album m\u00f6chte man sich die Decke \u00fcber den Kopf ziehen und in Tagtr\u00e4umen  versinken.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5593\" title=\"orenda-fink\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/orenda-fink-300x300.jpg\" alt=\"orenda-fink\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Z\u00e4rtliche Momente k\u00f6nnte ihr euch derweil auch bei <strong>Orenda Fink<\/strong> abholen. Die liebenswerte Dame aus dem Hause Saddle Creek  versucht auf \u201eAsk The Night\u201c Fever Ray Konkurrenz zu machen, ohne sich dabei  allerdings vollends im Geisterhaus zu verirren. \u201eAsk The Night\u201c ist ein  bodenst\u00e4ndiges Liedermacher-Werk, das vor allem von Finks Stimme lebt. Zwischen den  Polen Country und Folk, bewaffnet mit Banjo, Slide-Gitarre und Violine,<span> <\/span>entwirft Miss Fink ein charmantes Lo-Fi-Pop-Werk, das dazu anregt, sich ein wei\u00dfes Bettlaken  \u00fcberzustreifen und mit Westerngitarre als menschlicher Geist durch die Stra\u00dfen der Stadt zu ziehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5594\" title=\"tracey\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/tracey-300x300.jpg\" alt=\"tracey\" width=\"226\" height=\"226\" \/><strong>Tracey Thorn<\/strong> haut uns derweil weichgesp\u00fclte Pop-Momente um die Ohren. Leider klingt das neue Album \u201eLove And Ist  Opposite\u201c \u00fcber die volle L\u00e4nge etwas gleichf\u00f6rmig, so dass man irgendwann das  Gef\u00fchl bekommt, man w\u00fcrde dem \u00f6rtlichen Formatradio lauschen. Die St\u00fccke selbst  tun nicht sonderlich weh, bemerkenswert allerdings ist das Lee  Hazelwood-Cover \u201eCome On Home To Me\u201c, das die K\u00fcnstlerin zusammen mit Jens Lekman  eingespielt hat. Da werden kurzfristig sch\u00f6ne Erinnerungen an Nick Caves \u201eMurder Ballads\u201c-Phase wach. Die letzten beiden Songs vers\u00f6hnen den H\u00f6rer dann  mit tieftraurigen Melodien und lassen hoffen, dass Miss Thorn in Zukunft  weiter das Extrem sucht. Steht ihr auf jeden Fall wesentlich besser, als der  Konsens-Pop von H\u00e4lfte eins.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5595\" title=\"harper-simon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/harper-simon.jpg\" alt=\"harper-simon\" width=\"181\" height=\"181\" \/><strong>Harper Simon<\/strong> widmet sich in der Zwischenzeit  dem psychedelischen Rock der 60er Jahre und vermengt das Ganze mit einer  geh\u00f6rigen Portion Lagerfeuer-Atmosph\u00e4re. Sein gleichnamiges Deb\u00fctalbum klingt, als  wollte er den Zombies die Ch\u00f6re abspenstig machen, mit Sean Lennon um die Wette s\u00e4useln und Elvis Costello in Sachen Pop-Appeal den Rang ablaufen. Alles  wird so hemmungslos miteinander vermengt, dass die Scheibe anfangs etwas  zerrissen anmutet. Nach mehreren Durchl\u00e4ufen allerdings entfaltet das Werk seine  Klasse. Harper Simon entpuppt sich als entspannter Songschreiber-Kollege. Wer  bereit ist, sich die zehn Songs hier wiederholt zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren, wird mit  einer klasse Liedermacherscheibe beschenkt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5596\" title=\"anais-mitchell_hadestown\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/anais-mitchell_hadestown-300x272.jpg\" alt=\"anais-mitchell_hadestown\" width=\"300\" height=\"272\" \/>Anais Mitchell<\/strong> macht sich derweil daran zum weiblichen Gegenst\u00fcck von Bon Iver zu werden. Es scheint jedenfalls kein  Zufall zu sein, dass sich Selbiger auch auf der G\u00e4steliste ihres neuen Albums \u201eHadestown\u201c wieder findet. Die zwanzig St\u00fccke des Albums bewegen sich  zwischen sp\u00e4rlichen Folk-Momenten und orchestralen Arrangements und sorgen f\u00fcr Abwechslung im Tapedeck. Wenn man bedenkt, dass hier circa 15 Musiker  ihr Talent in die Wagschale werfen, konnte ja eigentlich nur ein kleines Meisterwerk dabei raus springen. Wie es Mitchell schafft, bei aller Stil-Vielfalt, nicht den roten Faden zu verlieren ist bemerkenswert.  Alles in allem ein gr\u00f6\u00dfenwahnsinniges Pop-Werk, das bei aller Ambition eine  gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Gut gemacht, Miss Mitchell.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5597\" title=\"yared\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/yared-300x297.jpg\" alt=\"yared\" width=\"218\" height=\"215\" \/>Das letzte Wort hat heute der libanesische  Komponist <strong>Gabriel Yared<\/strong>, der uns auf seinem Soundtrack zu dem franz\u00f6sischen Film \u201eLe Herisson\u201c mit z\u00e4rtlichen Piano-Instrumentals einlullt und damit der  Geschichte um die m\u00fcrrische Concierge Madame Michel ein entspanntes Flair verleiht.  So kratzb\u00fcrstig die Figur der Madame Michel im Film r\u00fcber kommt, so  watteweich erstrahlt dieser Soundtrack zum Film, der sich auch entspannt als Hintergrundbeschallung zum illustren Abendessen eignet. Der Musiker, der  sich auch f\u00fcr die Filmmusik von \u201eDas Leben der Anderen\u201c und \u201eDer englische  Patient\u201c verantwortlich zeigt, schafft es, dem Zuh\u00f6rer abseits der Leinwand  Gelassenheit zu vermitteln. Man m\u00f6chte sich einfach aufs Sofa flaggen und die Augen schlie\u00dfen. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4ren. Bis zum  n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und jetzt herzlich willkommen bei unserer illustren Songschreiber-Runde. Den Auftakt macht Badly Drawn Boy, bei dem \u00fcberkommt einen immer wieder diese nostalgische Romantik-Stimmung, welche der K\u00fcnstler damals schon auf seinem schrulligen Deb\u00fct und dem Soundtrack zu \u201eAbout A Boy\u201c verspr\u00fchte. 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