{"id":5606,"date":"2010-05-26T08:39:41","date_gmt":"2010-05-26T07:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5606"},"modified":"2010-05-26T08:40:54","modified_gmt":"2010-05-26T07:40:54","slug":"zuckerbeat-vol-140-wondaland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5606","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)40 &#8211; wondaland"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5608\" title=\"gary1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/gary1.jpg\" alt=\"gary1\" width=\"250\" height=\"247\" \/>Auf den Lippen der Indie-Gemeinde wird sich vor  kurzem ein fettes Grinsen abgezeichnet haben, als klar war, dass Robert Stadelobers Pop-Combo <strong>Gary<\/strong> ein neues Album an den Start bringt. Die  Vorab-Single \u201eLeave Me\u201c lie\u00df dann ein echtes Meisterst\u00fcck erwarten, weil der Song wie geschaffen ist, um als Soundtrack auf der abendlichen Abi-Feier am  Baggersee in Endlosschleife rauf und runter zu laufen. \u201eOne Last Hurrah For The Lost  Beards Of Pompeji\u201c liefert derweil weitere Indie-Hymnen, wie zum Beispiel das  zauberhafte \u201eJohn Peel And The Dragon Of Steel\u201c, das einen mit seiner z\u00e4rtlichen  Melodie regelrecht beschwipst vor Gl\u00fcck. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Der Rest der Scheibe sorgt dann daf\u00fcr,  dass man sich auf der Stelle einen gro\u00dfen Haufen G\u00e4nsebl\u00fcmchen ins Haar  stecken m\u00f6chte. Wie auch Velojet wird so l\u00e4rmig-hittig vor sich hingepoppt, dass  man am Ende ne neue Matratze kaufen muss. Wer auf Indie-Pop der 90er steht, der  sollte sich diesen Nostalgie-Reigen auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5609\" title=\"bornruffianssayit\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/bornruffianssayit-300x300.jpg\" alt=\"bornruffianssayit\" width=\"286\" height=\"286\" \/>Aus dem Hause \u201eWarp\u201c bekommen wir derweil eine  charmante Portion zeitgen\u00f6ssischen Indie-Pops um die Ohren gehauen. Die <strong>Born  Ruffians<\/strong> haben ihr zweites Album \u201eSay It\u201c am Start und landen irgendwo zwischen  Owen Pallett und Animal Collective. Da die Songs sich allerdings bei allen Spielereien immer am klassischen Pop-Moment orientieren, d\u00fcrfte die  Scheibe wieder zahlreiche Hitsingles abwerfen, die in den g\u00e4ngigen Blogs f\u00fcr  gro\u00dfes Aufsehen sorgen werden. Nehmen wir zum Beispiel einen Track, wie \u201eRetard Canard\u201c, der strotzt nur so vor Ideen, wechselt st\u00e4ndig die Richtung und  m\u00fcndet doch immer wieder in einen schmissigen Refrain, der alle Bruchst\u00fccke  gekonnt zusammenh\u00e4lt. Wer am experimentellen Klangsalat von Panda Bear und der Pop-Affinit\u00e4t von Grizzly Bear seine Freude hatte, sollte sich die  Scheibe unbedingt mal reinziehen. In Sachen Zeitgeist macht den Born Ruffians  zur Zeit niemand etwas vor.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5610\" title=\"11freunde\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/11freunde-217x300.jpg\" alt=\"11freunde\" width=\"217\" height=\"300\" \/>Unsere allerliebsten  Fu\u00dfball-Lagerfeuer-Geschichten-Erz\u00e4hler aus dem Hause \u201e11 Freunde\u201c haben sich derweil dazu entschlossen eine 2.  Edition ihrer Fussballklassiker-Reihe aufs ballverliebte Publikum loszulassen.  Die \u201e<strong>11 Freunde Edition Vol. 2<\/strong>\u201c umfasst sechs Streifen, von denen vor allem  der britische Hooligan-Streifen \u201eAwaydays\u201c aufs W\u00e4rmste zu empfehlen ist. Realit\u00e4tsgetreu und aufschlussreich geht\u2019s derweil in der Dokumentation \u201eReferees At Work\u201c zu, die einem gekonnt vor Augen f\u00fchrt, welchem Druck  sich die pfeifende Zunft allt\u00e4glich ausgesetzt f\u00fchlt. Der Film des belgischen Produzenten Jean Libon und des Regisseurs Yves Hinant zeigt die  Schiedsrichter in Extremsituationen und f\u00fchrt einem vor Augen, wie sie es schaffen, dem  ganzen Druck stand zu halten. Ebenfalls am Start ist ein gleichnamiges \u201eMaradona\u201c-Portrait, das effektvoll von Star-Regisseur Emir Kusturica in  Szene gesetzt wurde. Der Film skizziert gekonnt die Auf und Abs im Leben des  Ballk\u00fcnstlers und setzt sich ausgiebig mit den \u201edrei Maradonas&#8220; auseinander: dem  Fu\u00dfballlehrer, den aufm\u00fcpfigen B\u00fcrger und den Familienmenschen. Ein durch und durch  famoses Werk. Wem das noch nicht reicht, kann sich au\u00dferdem den australischen  Streifen \u201eSpiel der G\u00f6tter \u2013 Als Buddha den Fu\u00dfball entdeckte\u201c (1999), das  iranische \u201eOffside\u201c (2006) und die charmante WM-Doku \u201eDie besten Frauen der Welt\u201c  (2007) nach Hause holen. Also zugreifen und auf die WM einstimmen. Es lohnt  sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5611\" title=\"thisislove_dvd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/thisislove_dvd.jpg\" alt=\"thisislove_dvd\" width=\"200\" height=\"282\" \/>Der Streifen \u201e<strong>This Is Love<\/strong>\u201c dreht sich  derweil um eine vertrackte Beziehung zwischen Ermittlerin und Verd\u00e4chtigen, der die Grenzen des Zwischenmenschlichen auslotet. Das ist bestimmt keine  leichte Kost, fesselt aber ungemein, wenn Regisseur Matthias Glasner, der sich auch  f\u00fcr den preisgekr\u00f6nten \u201eFreien Willen\u201c verantwortlich zeigt, sein illustres  Ensemble um Corinna Herfouch und J\u00fcrgen Vogel in emotionalen Extremsituationen  aufeinander treffen l\u00e4sst. Die ganze Lethargie und Hoffnungslosigkeit, die aus  vielen Szenen des Films spricht, geht einem immens nahe. Der Film f\u00fchrt  au\u00dferdem schonungslos vor Augen, wie abgewetzte Seelen versuchen, dem Leben einen  neuen Sinn einzuhauchen. Ob sie daran scheitern werden? Finde es selbst  heraus\u2026<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5612\" title=\"madoppelt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/madoppelt.jpg\" alt=\"madoppelt\" width=\"240\" height=\"240\" \/>Zeitgen\u00f6ssischen HipHop aus \u00d6sterreich mit Tiefsinn  in den Texten haut uns <strong>MAdoppelT <\/strong>seit vielen Jahren um die Ohren. Sein  drittes Album \u201eHybrid\u201c schwemmt ihn nun endlich auch \u00fcber die Landesgrenzen in  hiesige Gefilde und wenn man sich anschaut, was da so alles in den Charts herumkrabbelt, kann man sich nur entspannt zur\u00fccklehnen und ihm dabei  zuh\u00f6ren, wie er all den harten Jungs da drau\u00dfen vor Augen f\u00fchrt, wie man  intelligente Texte mit zeitgem\u00e4\u00dfen Sounds verkn\u00fcpft. Schn\u00f6rkellos reimt sich der  Wortakrobat durch die dreizehn Tracks, die trotz weniger G\u00e4ste keine Langeweile  aufkommen lassen. Stattdessen klebt man an den Lippen des begnadeten Reimers und  wei\u00df die wenigen poppigen Momente, wie \u201eLuft\u201c (bei dem er von Lukas Hillebrand unterst\u00fctzt wird) oder \u201eFrage der Zeit\u201c (mit Juci) dann nur umso mehr zu sch\u00e4tzen. Dieses Album ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die sich  zu Texta und Curse aufs Sofa flaggen und die Welt um sich herum einfach f\u00fcr  eine gute Stunde ausknipsen m\u00f6chten, um den charmanten Geschichten eines Menschen  zu lauschen, der noch wirklich was zu sagen hat.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5613\" title=\"Print\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/cypress-hill-300x300.jpg\" alt=\"Print\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Die ollen Kiffer-Kumpanen von <strong>Cypress Hill<\/strong> machen sich derweil daran, ihre Geschichte fortzuschreiben und holen mit  Everlast, Tom Morello von Rage Agaginst The Machine und Mike Shinoda ein paar alte  bekannte ins Studio, damit das Comeback auch so richtig rein knallt. Irgendwie  m\u00fcsste das dann auch charttechnisch funktionieren, wenn man sich \u00fcberlegt, dass  die gro\u00dfen Rockfestivals immer noch mit Stars der Crossover-Szene auf der  Pole Position besetzt sind. An die verstrahlten Anfangstage k\u00f6nnen sie mit  dem neuen Werk zwar nicht ankn\u00fcpfen, daf\u00fcr wird zeitgem\u00e4\u00df der \u201eRock Superstar\u201c  reanimiert und zahlreiches Material im Grenzgebiet von Rap und Rock eingespielt.  Diese Scheibe ist Pflichtprogramm auf den Camping-Pl\u00e4tzen der nahe liegenden Mega-Festivals. Fans von fr\u00fcher sollten trotzdem einen Probe-Durchlauf riskieren, ob ihnen das Ganze nicht eine Spur zu pop-rockig geraten ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5614\" title=\"janelle\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/janelle-300x300.jpg\" alt=\"janelle\" width=\"237\" height=\"237\" \/><strong>Janelle Mon\u00e1e<\/strong> f\u00fchrt uns derweil auf \u201eThe  Archandroid\u201c vor Augen wie man eine Science-Fiction-Oper aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt,  welche Fans von futuristischem Funk die Socken ausziehen sollte. Im Geiste von  Outkast und Georgia Anne Muldrow bringt uns Miss Mon\u00e1e \u201eoutta space\u201c und holt  sich dazu Unterst\u00fctzung von Saul Williams und Of Montreal. Mit g\u00e4ngigem  Chart-Ged\u00f6nse aus R\u00b4n\u00b4B-Gefilden hat die Musikerin rein gar nichts am Hut. Stattdessen experimentiert sie mit abgedrehten Sounds und verkn\u00fcpft die 18 Tracks so  gekonnt miteinander, dass man sich nur noch treiben l\u00e4sst von der Musik.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5615\" title=\"kafkas\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/kafkas.jpg\" alt=\"kafkas\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Die Punkrocker von <strong>Kafkas<\/strong> haben sich derweil  gedacht: machen wir doch mal ein Pop-Album. Damit landen sie dann zwischen Jona  und Jupiter Jones mit einer gro\u00dfen Portion Gesellschaftskritik, vermeiden  aber die \u00fcblichen Deutschpunk-Klischees. \u201ePaula\u201c zeigt eine Band, die auf dem Weg  ist, erwachsen zu werden. Das Album macht Spa\u00df, obwohl es am Ende vielleicht  drei Songs weniger auch getan h\u00e4tten. Trotzdem kommt man nicht umhin, beim Nachfolger den gro\u00dfen Wurf zu erwarten. Bis dahin kann man sich mit  diesem Werk ganz hervorragend die Zeit bis zum n\u00e4chsten Kettcar-Release vertreiben.  Oder bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat. Also lasst es euch gut gehen. Wir lesen  uns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Lippen der Indie-Gemeinde wird sich vor kurzem ein fettes Grinsen abgezeichnet haben, als klar war, dass Robert Stadelobers Pop-Combo Gary ein neues Album an den Start bringt. 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