{"id":5649,"date":"2010-06-06T14:12:03","date_gmt":"2010-06-06T13:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5649"},"modified":"2010-06-06T14:13:50","modified_gmt":"2010-06-06T13:13:50","slug":"zuckerbeat-vol-142-i-need-fun-in-my-life","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5649","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)43 &#8211; i need fun in my life"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5650\" title=\"bonaparte\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/bonaparte.jpg\" alt=\"bonaparte\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Bonaparte<\/strong> definieren auf \u201eMy Horse Likes  You\u201c mal wieder aufs Neue, wie man Wahnsinn in Richtung Pop transformiert. Die  Pferde sind gesattelt. Die \u201eOuverture\u201c durchgedudelt, die Regler auf Anschlag.  Dann kanns ja losgehen. Und macht ja auch immer noch Spa\u00df den Propheten des Chaos-Pop dabei zuzusehen, wie sie ein Affentheater der Sonderklasse  starten.\u00a0<span style=\"color: #262626;\"><br \/>\n<\/span>Musikalisch kann man diesen Zirkus hier zwar durchaus zum Kotzen finden,\u00a0machen ja auch viele bei Deichkind, aber live da knallt dieses atemlose  Elektro-Geballer wie Sylvesterrakete auf Querschl\u00e4ger-Modus und macht ordentlich Feuer  unterm Arsch. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Zeit, Bonaparte-Fan zu werden. Ein echter Spalter von Album. Und  wir feiern das Extrem.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5651\" title=\"fertiglos-plaene-fuer-die-zukunft\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/fertiglos-plaene-fuer-die-zukunft.jpg\" alt=\"fertiglos-plaene-fuer-die-zukunft\" width=\"230\" height=\"229\" \/><\/span>Das neuste Schnuckerl im Indie-Pop-S\u00fc\u00dfwarenladen  h\u00f6rt derweil auf den Namen <strong>Fertig Los!<\/strong> und macht sich mit poppigen Melodien  auf, die Charts zu erobern. Der Opener \u201eEin neuer Gott\u201c ist eine sanfte  Abrechnung mit der digitalisierten Gesellschaft und mit \u201eKomm schon\u201c und \u201eDie Anderen\u201c  sind beziehungstechnisch die passende Argumente am Start, um am Abend eine  intensive Knutsch-Orgie zu starten. Wie bei den Sportfreunden bewegen sich die  Texte auf \u201ePl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft\u201c zwar nahe der Peinlichkeitsgrenze, man schlie\u00dft  Fertig Los! aber trotzdem ins Herz, weil die Refrains so sch\u00f6n auf den  Zuckerwatte-Pop-H\u00fcgel zusteuern, dass ihnen auf den diesj\u00e4hrigen Sommerfestivals reihenweise  die Grinsekatzen-Gesichter zufallen werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5652\" title=\"futureheads20the20chaos20cover-778657\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/futureheads20the20chaos20cover-778657-300x300.jpg\" alt=\"futureheads20the20chaos20cover-778657\" width=\"232\" height=\"232\" \/>Alle Fans von Franz Ferdinand sollten sich derweil  das neue Album der <strong>Futureheads<\/strong> rein ziehen. Der hyperaktive Chorgesang aus explosiven Anfangstagen hat ja bereits  auf dem letzten Album einem gro\u00dfspurigen Hit-Appeal Platz gemacht. Nun b\u00fcndelt  die Crew ihre St\u00e4rken, f\u00fchrt einen mit dem vertrackten Opener \u201eThe Chaos\u201c erst an  der Nase herum, bevor dann ein astreines Hit-Feuerwerk abgefeuert wird. Die  beiden Singles \u201eStruck Dumb\u201c und Heartbeat Song\u201c sollten f\u00fcr viele gl\u00fcckliche Gesichter auf der Tanzfl\u00e4che sorgen. \u201eStop The Noise\u201c und \u201eThe  Connector\u201c strapazieren mit ihrem explosiven Geballer die Nackenmuskeln. Der immer  pr\u00e4sente Chorgesang sorgt daf\u00fcr, dass alles auf den gro\u00dfen Moment zusteuert. Da  bleibt mittendrin sogar noch Platz f\u00fcr eine astreine Kaiser Chiefs-Hymne der Marke \u201eI Can  Do That\u201c, bevor das abschlie\u00dfende \u201eJupiter\u201c nochmal alles durch dekliniert,  was wir an den fr\u00fchen Maximo Park einst so klasse fanden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5653\" title=\"the-drums-album-artwork\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/the-drums-album-artwork.jpg\" alt=\"the-drums-album-artwork\" width=\"455\" height=\"455\" \/>Warum derweil so viele auf <strong>The Drums<\/strong> einschlagen, wenn es darum geht,  den n\u00e4chsten gro\u00dfen Hype in Grund und Boden zu rammen, mag verstehen wer  will. Ich jedenfalls finde den Joy Division-Subtext, der in ihrer Musik  mitschwingt, ganz vorz\u00fcglich, f\u00fchrt er doch den lebensfrohen Text, zum Beispiel der  Vorab-Single \u201eLet\u00b4s Go Surfing\u201c, gekonnt ad absurdum. Die restlichen Songs dieses Deb\u00fctalbums laufen noch eine Spur poppiger rein, als das Zeugs, dass man  schon von der Deb\u00fct-EP kannte und so reibt man sich verwundert die Augen, wie  hier nahezu im Minutentakt Hits vom Format \u201eMe And The Moon\u201c, \u201eBest Friend\u201c  und \u201eForever And Ever Amen\u201c fabriziert werden, von denen man meint, sie  bereits seit einer gef\u00fchlten Ewigkeit zu kennen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5654\" title=\"bauchklang\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/bauchklang.jpg\" alt=\"bauchklang\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Die Vokalisten von <strong>Bauchklang<\/strong> sollten  derweil auch hierzulande endlich den Erfolg einfahren, der ihnen geb\u00fchrt. Die Jungs  aus \u00d6sterreich betreiben seit vielen Jahren \u201eHuman Beatboxing\u201c und  perfektionieren ihren Stil auf dem dritten Album \u201eSigns\u201c. Alles auf dem Album befindet  sich im Fluss und die Features von Ursula Rucker, Rouda und Tez sorgen f\u00fcr die  n\u00f6tige Abwechslung, damit die Scheibe nicht im Nirvana des Chill-Out-Kosmos  verendet. Nein, die zehn Songs hier strahlen eine Unmittelbarkeit aus, die f\u00fcr  \u00dcberfluss keinen Platz l\u00e4sst. Bauchklang wollen ihre H\u00f6rer mitnehmen, in die Karre  laden und gemeinsam mit ihm um die Welt tuckern. Dementsprechend gehen die  St\u00fccke diesmal auch mehr nach vorne, als zuvor. Bauchklang sind mit diesem  Album endg\u00fcltig im Club angekommen. Getreu dem Motto: \u201eWe Got To Move\u201c \u2013 also  komm schon, beweg dich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5655\" title=\"trentemoller\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/trentemoller.jpg\" alt=\"trentemoller\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Unser Lieblings-Seelen-Durchkneter <strong>Trentem\u00f6ller<\/strong> macht derweil genau dort weiter, wo er auf dem Vorg\u00e4nger aufgeh\u00f6rt hat. Dicke Wolkenberge verbannen den letzten Sonnenblitz von der Erde und sorgen  daf\u00fcr, dass sich karge industrielle Areas vor dem geistigen Auge breit machen.  Die Mucke klingt, als wollte sie uns eine Matrix-Welt vor den Latz knallen,  durch die wir dann verwundert stapfen, als w\u00e4ren wir gerade aus dem Koma  erwacht und in irgendeinem Endzeit-Streifen auf der Suche nach einem fetzen  Normalit\u00e4t. Man verf\u00e4llt den flie\u00dfenden Sounds des Elektronikers schon nach wenigen  Sekunden und l\u00e4sst sich treiben von der Musik,<span> <\/span>freut sich \u00fcber den bet\u00f6renden, weiblichen Gesang in der ersten  Single \u201eSycamore Feeling\u201c und stellt am Ende fest, dass es eigentlich gar nicht  so schlimm ist, dass der Musiker auf \u201eInto The Great Wide Yonder\u201c auf  h\u00f6chstem Niveau stagniert.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5656\" title=\"empiral\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/empiral.jpg\" alt=\"empiral\" width=\"160\" height=\"160\" \/>Wer derweil den Sound der Hellacopters vermisst, der kann sich in diesen  Tagen das neue Album von Rock-Propeller Nicke Andersson nach Hause holen, der  unter seinem Pseudonym <strong>Imperial State Electric <\/strong>genau dort weitermacht, wo  Alice Cooper einst aufh\u00f6rte. \u201eA Holiday From A Vacation\u201c gibt mit in die Luft gereckter Gitarre die Richtung vor, die dann auf Albuml\u00e4nge mit  allerhand Anspielungen auf Van Halen und Konsorten vermischt wird, so dass man am  Ende entweder mit Luftgitarre im Anschlag Zu Boden f\u00e4llt oder sich fragt, ob  dieser Sound nicht schon vor 20 Jahren zu Grabe getragen geh\u00f6rte. Wer auf  Schweinerock im Grenzgebiet Formatradio steht, sollte sich das Teil hier unbedingt  zulegen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5657\" title=\"cafe-del-mar\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/cafe-del-mar.jpg\" alt=\"cafe-del-mar\" width=\"257\" height=\"257\" \/>Wer die ganze Geschichte derweil etwas entspannter  angehen m\u00f6chte, kann sich an den neuen Wohlf\u00fchl-Hymnen aus dem Hause \u201e<strong>Cafe  Del Mar<\/strong>\u201c abarbeiten. Auf \u201eVolumen Diecis\u00e9is\u201c, kurz Numero \u201eXVI\u201c, das hei\u00dft Nummer  16, befinden sich mal wieder 32 Schunkler vor dem Herrn von Soulchillaz bis  Aware und Elmara bis Gary B. Auch wenn der Neueinsteiger die meisten Acts  nicht kennt, kann er sich ganz hervorragend von den Piano-Melodien und  S\u00e4uselstimmen eine Portion musikalische Zuckerwatte ums Maul schmieren lassen. Einfach zur\u00fccklehnen, Augen schlie\u00dfen und entspannen. Bis zum n\u00e4chsten  Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bonaparte definieren auf \u201eMy Horse Likes You\u201c mal wieder aufs Neue, wie man Wahnsinn in Richtung Pop transformiert. Die Pferde sind gesattelt. Die \u201eOuverture\u201c durchgedudelt, die Regler auf Anschlag. Dann kanns ja losgehen. 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