{"id":5664,"date":"2010-06-10T18:52:04","date_gmt":"2010-06-10T17:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5664"},"modified":"2010-06-10T18:52:35","modified_gmt":"2010-06-10T17:52:35","slug":"zuckerbeat-vol-144-killed-by-the-morning-sun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5664","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)44 &#8211; killed by the morning sun"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5665\" title=\"gaslight-anthem-american-slang-cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/gaslight-anthem-american-slang-cover-300x300.jpg\" alt=\"gaslight-anthem-american-slang-cover\" width=\"250\" height=\"250\" \/>The Gaslight Anthem<\/strong> machen sich auf ihrem  neuen Album auf, den Kollegen von The Hold Steady vor Augen zu f\u00fchren, wie man  intelligente Texte mit treibenden Songs verkn\u00fcpft. \u201eAmerican Slang\u201c macht zwar auch  den Springsteen-Fan Pipi in den Augen, hat aber genug Feuer im  pyrotechnisch-verzierten Gitarrenhals, dass man sich nur umso mehr aufs Feuerwerk freut, das  diese Jungs in diesem Jahr wieder live auf der B\u00fchne abfeuern werden. \u201eStay Lucky\u201c  gibt die Richtung vor, denn diese Musik hier, die soll vor allem eins: Spa\u00df  machen. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Lasst uns feiern gehen, als ob die Nacht niemals zu Ende geht. Der hervorragende Auftakt legt die H\u00fcrde zwar auf Dauer etwas hoch an, so  dass am Ende nicht jeder Song dr\u00fcber zu hechten vermag, aber mit \u201eBoxer\u201c und  \u201eOld Haunts\u201c werden dann doch noch mal zwei echte Hochkar\u00e4ter aus der  Schatulle gekramt, so dass sich am Ende alle Fans bierselig im Arm liegen, um die  Party feucht-fr\u00f6hlich ausklingen zu lassen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5666\" title=\"we-are-scientists\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/we-are-scientists-300x300.jpg\" alt=\"we-are-scientists\" width=\"199\" height=\"199\" \/>Indie-Pop zum Mitwippen und Mitschnippen hauen uns  hinterher <strong>We Are Scientists<\/strong> um die Ohren, die auf ihrem neuen Album  \u201eBarbara\u201c mal wieder im direkten Konkurrenzkampf mit den \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen Marke  Rifles, Futureheads, Maximo Park und Konsorten stehen. Sch\u00f6n zu sehen, dass sich  die Jungs nach dem Schnellschuss von Vorg\u00e4nger wieder gefangen haben und  sich nun wieder an dem hitlastigen Erstlings orientieren, was dann auch einige Tanzfl\u00e4chen-B\u00f6ller, wie \u201eRules Don\u00b4t Stop\u201c, \u201eI Don\u00b4t Bite\u201c und \u201eBreak It  Up\u201c abwirft. In der zweiten H\u00e4lfte geht der Scheibe zwar zwischenzeitlich  etwas die Puste aus, aber nach nur zehn St\u00fccken wandert der Finger unwiderruflich Richtung Repeat-Taste, um die charmanten Sommerhits von H\u00e4lfte eins noch  mal aufs Neue zu genie\u00dfen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5667\" title=\"sia\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/sia.jpg\" alt=\"sia\" width=\"465\" height=\"464\" \/>Das Vorg\u00e4ngeralbum von <strong>Sia<\/strong> wiederum kam im  Zuckerbeat nicht so gut weg &#8211; da klang doch alles noch ziemlich gleichf\u00f6rmig nach Allerwelts-Pop aus der Konserve, mit dem neuen Album allerdings versucht  sich Sia an einem charmanten Spagat zwischen den Polen The Pretenders und  Blondie. Was am Anfang noch ziemlich unaufgeregt anmutet, entfaltet mit jedem  weiteren Durchlauf einen schmissigen Charme, der einen sp\u00e4testen beim wunderbaren Pop-Knaller \u201eStop Trying\u201c ringelreih im \u00f6rtlichen Freibad schwimmen  l\u00e4sst. Das unscheinbare Pop-Sternchen hat seine Hausaufgaben gemacht und sich aus  der Deckung gewagt. Deshalb folgt auf ihrem neuen Album Hit auf Hit, was  allen Fans von Kate Nash \u00fcber Schnuckel Lena bis hin zu Roisin Murphy ein breites  Grinsen aufs Gesicht zaubern d\u00fcrfte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5668\" title=\"ed_harcourt_lustre-300x259\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/ed_harcourt_lustre-300x259.jpg\" alt=\"ed_harcourt_lustre-300x259\" width=\"300\" height=\"259\" \/>Ed Harcourt<\/strong> hat sich derweil auf seine  St\u00e4rken besonnen und legt mit \u201eLustre\u201c ein Album vor, das denjenigen, die sich  nicht vom d\u00fcster anmutenden Cover-Motiv abschrecken lassen, ganz gro\u00dfes  Gef\u00fchlskino liefert. Auf seinem f\u00fcnften Werk landet er dort, wo Conor Oberst mit der letzten Bright Eyes-Scheibe hin wollte. Mitten im Pop. Alles jauchzt und streicht und himmelhochjauchzt vor sich hin, so dass man sofort die  Augen schlie\u00dfen m\u00f6chte, um sich von diesen Wollpulli-Melodien einwickeln zu  lassen. Dass es Harcourt dabei vermeidet in die Klischee-Falle der Marke Keane  zu treten, kann man ihm gar nicht zu hoch anrechen. \u201eLustre\u201c ist ein  d\u00fcsterer Pop-Brocken, pomp\u00f6s, aufreizend, liebenswert. Ein Album zum lieb haben.  Also komm schon: dr\u00fcck dich rein.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5669\" title=\"morcheebavd06\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/morcheebavd06.jpg\" alt=\"morcheebavd06\" width=\"208\" height=\"208\" \/><strong>Morcheeba<\/strong> beackern derweil weiter das Feld,  auf dem sie sich mit ihren Sonnenblumen-Pop-Melodien schon vor Jahren  niedergelassen haben. Das aktuelle Album \u201eBlood Like Lemonade\u201c liefert entspannte  Kl\u00e4nge zum G\u00e4nsebl\u00fcmchenkronen basteln. Die Scheibe ist ein echtes Hippie-Werk, das  sich sanft an elektronische Sounds herankuschelt und klingt, als h\u00e4tte man  Moloko durch den Weichsp\u00fcler gejagt. Menschen, die zum Sound von Morcheeba  schon immer gern die Augen schlossen oder schwerelos mit dem Fahrrad und Kopfh\u00f6rern  auf den Ohren E.T.-m\u00e4\u00dfig in Richtung Nachthimmel abgehoben sind, werden sich auf  der Stelle in diese Scheibe verlieben. Der Rest wird vielleicht mal h\u00f6flich nachfragen, wenn demn\u00e4chst zum entspannten Candle-Light-Dinner geladen  wird, um das Knistern im Raum noch ein bisschen l\u00e4nger am Lodern zu halten. Alles  in allem kann sagen: Morcheeba bleiben sich auf ihrem neuen Album treu.  Alles in allem muss ich gestehen: mir gef\u00e4llt das. <span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5670\" title=\"dealys\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/dealys.jpg\" alt=\"dealys\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Die<strong> Delays<\/strong> machen derweil verstrahlten  Indie-Pop der mitrei\u00dfenden Sorte. \u201eStar Tiger, Star Aerial\u201c verzaubert mit infekti\u00f6sen Melodien, welche die Band dann ordentlich mit den Effektger\u00e4ten  auseinander schreddert. Die Musik strahlt so eine gewisse Tiefe aus, die einen in  tiefste Abgr\u00fcnde blicken l\u00e4sst, w\u00e4hrend sich am Himmel der Regenbogen blutrot  verf\u00e4rbt. Wer mal wieder so richtig melancholisch werden m\u00f6chte, sollte sich das  Teil hier \u00fcber Kopfh\u00f6rer reinziehen und durch die Stra\u00dfen der Stadt  schlendern. Die Scheibe d\u00fcrfte sich auch sehr gut f\u00fcr n\u00e4chtliche Autofahrten und  Wanderungen durch die dunkelsten Winkel des Stadtparks eignen. Ein  verst\u00f6rend-feixendes Pop-Album. Die Grinsekatze aus Alice im Wunderland h\u00e4tte ganz sicher  ihren Spa\u00df daran.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5671\" title=\"david-carrol\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/david-carrol.jpg\" alt=\"david-carrol\" width=\"466\" height=\"466\" \/><strong>David Carroll &amp; The Migrating Fellows<\/strong> widmen sich derweil ganz dem Holzf\u00e4llerleben und s\u00e4useln uns sanfte Folk-Phantasien  ins Ohr. \u201eThe Guest\u201c, soll hei\u00dfen: der H\u00f6rer, ist gut beraten, sich einfach  auf den n\u00e4chsten J\u00e4gerstand zu hechten, um den Ausblick zu genie\u00dfen. Wie der  ehemalige Breakdancer hier dem Protestsong fr\u00f6nt, gleichzeitig aber Hinweise auf  seine Vergangenheit einflechtet (wie in dem Schenkelklopfer \u201eThe Guest\u201c) macht  Spa\u00df und l\u00e4dt nicht nur zum Tr\u00e4umen, sondern auch mal zum Mitwippen ein. Wenn  dann zwischendurch auch mal in Country-Gefilden gewildert wird, ist das ein gefundenes Fressen, f\u00fcr alle, die sich zur letzten Ben Kweller-Scheibe  im Pferderondell nieder gelassen haben.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5672\" title=\"dj-hell-body-language-vol9\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/dj-hell-body-language-vol9-300x201.jpg\" alt=\"dj-hell-body-language-vol9\" width=\"300\" height=\"201\" \/><strong>DJ Hell<\/strong> betreibt zum Abschluss K\u00f6rpersprache  und setzt die Gelenke seiner H\u00f6rerschaft in Bewegung. \u201eBody Language Vol. 9\u201c  wird eingel\u00e4utet von charmanten H\u00fcftwacklern der Marke Baby Ford und  Christian Prommer. Hat man sich erst einmal eingegroovt, darf man hin und wieder  auch zu poppigen Sounds der Marke Depeche Mode mit den Zehen wippen. Hell wagt  sich dennoch nie zu weit raus, sondern begibt sich lieber auf musikalische  Zeitreise in Richtung pers\u00f6nlicher Vorlieben. So entwirft der Musiker ein  ausgekl\u00fcgeltes und atmosph\u00e4risch Mixtape, das einem gekonnt vor Augen f\u00fchrt, wie man  Kammermusik-Versionen von Kraftwerks \u201eThe Robots\u201c mit poppigen Arrangements verkn\u00fcpft, ohne  dabei den Club-Aspekt aus den Augen zu verlieren. Hells Beitrag zur \u201eBody  Language\u201c-Reihe ist tanzbar und besticht durch eine stilvolle Auswahl an Tracks. Alles  in allem ein h\u00f6llisch gutes Mixtape. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum  n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Gaslight Anthem machen sich auf ihrem neuen Album auf, den Kollegen von The Hold Steady vor Augen zu f\u00fchren, wie man intelligente Texte mit treibenden Songs verkn\u00fcpft. \u201eAmerican Slang\u201c macht zwar auch den Springsteen-Fan Pipi in den Augen, hat aber genug Feuer im pyrotechnisch-verzierten Gitarrenhals, dass man sich nur umso mehr aufs Feuerwerk freut, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,4],"tags":[],"class_list":["post-5664","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-filmkunst","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5664"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5674,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5664\/revisions\/5674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}