{"id":5675,"date":"2010-06-17T20:35:51","date_gmt":"2010-06-17T19:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5675"},"modified":"2010-06-17T20:38:03","modified_gmt":"2010-06-17T19:38:03","slug":"zuckerbeat-vol-145-resista","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5675","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)45 &#8211; resista"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5676\" title=\"shadows-teenage_fanclub_480\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/shadows-teenage_fanclub_480-300x300.jpg\" alt=\"shadows-teenage_fanclub_480\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Nicht nur Angelika Express-Anh\u00e4nger werden sich  freuen, dass es endlich wieder ein neues Album vom <strong>Teenage Fanclub<\/strong> gibt. Die aktuellen Scheibe \u201eShadows\u201c l\u00f6st alle Versprechen ein, denen sich die  Band auf dem Vorg\u00e4ner noch verweigerte. Zuckers\u00fc\u00dfen Indie-Pop bekommt man auf den  L\u00f6ffel gehievt und die Melodien munden so vorz\u00fcglich, dass man sofort die Augen schlie\u00dft und sich vorstellt, in den 90ern aufzuwachen, als Miles, The  Electric Club und nat\u00fcrlich der Teenage Fanclub selbst mit eben diesem Sound  zahlreiche Teenager-Herzen zum Pochen brachten. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Knutschen m\u00f6chte man diese Jungs, an denen jeder  Zeitgeist scheinbar spurlos abzubl\u00e4ttern scheint. Stattdessen schaffen sie sich  eine Oase der Gl\u00fcckseligkeit und parken den Karren direkt neben Belle &amp;  Sebastian ein, die zwar noch eine Spur poppiger zu Werke gehen, die aber \u00e4hnlich  zeitlose Songs abliefern. Alle, die sich gerne in Lieblichkeit suhlen und dazu  ihre Beinchen im B\u00e4chlein um die Ecke baumeln lassen. Alle, die nur darauf  warten, dass sich in diesem Moment die gro\u00dfe Liebe neben sie setzt, ihre Hand  nimmt und ihnen einen z\u00e4rtlichen Kuss auf die Lippen gibt. Alle hoffnungslosen Romantiker. Kauft! Diese! Platte. Und schei\u00dfe was geht ab, hab ich  wirklich grad geflucht? In einer Teenage Fanclub-Rezension? Hab ich? Hab ich!  Verdammt, ist das sch\u00f6n.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5677\" title=\"yes-we-can\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/yes-we-can-300x300.jpg\" alt=\"yes-we-can\" width=\"212\" height=\"212\" \/>Und jetzt herzlich Willkommen zum Soundtrack des  Films, der da gerade \u00fcber die Bildschirme der Nation flimmert. Einen echten  Rundumschlag in Sachen extravaganter Musik aus Afrika kann man sich in diesen Tagen  beim charmanten Label \u201eOuthere Records\u201c abholen. Die ver\u00f6ffentlichen in  regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden gelungene Zusammenstellungen in Sachen Pop meets Weltmusik.  Die Compilation \u201e<strong>Yes We Can!<\/strong>\u201c Zum Beispiel versammelt \u201eSongs About  Leaving Africa\u201c. \u201eLeave Or Die Trying\u201c hei\u00dft das Motto und Superstar K\u00b4Naan gibt  mit \u201e15 Minutes Away\u201c die Richtung vor. Dazu gibt\u2019s gelungene Tunes von dem nigerianischen Rapper Rapturous oder dem Freestyle-Kollektiv CAPSI  Revolution, das sich in seinen Texten mit dem komplizierten Thema Migration auseinander  setzt. Wanlow schmettert vorher seine Punchlines \u00fcber einen brillanten Beat, der  anmutet, als h\u00e4tte man eine belebte Ecke einer afrikanischen Stadt durch den Mixer  gejagt und auf Endlosschleife \u00fcberf\u00fchrt.<span> <\/span>Wer auf einen bunten Strau\u00df unterschiedlicher Sounds steht, ist bei diesem  Sampler auf der sicheren Seite.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5678\" title=\"comfuseos\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/comfuseos-300x300.jpg\" alt=\"comfuseos\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Wer sich f\u00fcr afrikanische Soul-Kl\u00e4nge und  brasilianische Elektro-Bretter gleichsam begeistern kann, der sollte sich \u201e<strong>Comfusoes  1<\/strong>\u201c<span> <\/span>ins Regal stellen. Melancholische Momente  aus Portugal werden hier mit afrikanischen Rhythmen gekreuzt und erzeugen  ein stimmungsvolles Gesamtbild. Zusammengebastelt wurde das Ganze von  Maur\u00edcio Pacheco, der schon seit knapp zwei Jahrzehnten in der brasilianischen Musik-Szene aktiv ist und auch an manchen Song dieses Samplers erneut  Hand anlegte, um eine tr\u00e4nenreiche Atmosph\u00e4re zu erschaffen. Die Scheibe  eignet sich ganz vorz\u00fcglich f\u00fcr warme N\u00e4chte unter Palmen, einfach zur\u00fccklehnen und  die Seele baumeln lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5679\" title=\"ayobaness2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/ayobaness2.jpg\" alt=\"ayobaness2\" width=\"455\" height=\"455\" \/>Wenn dann der Akku wieder aufgeladen ist, kann man  sich hinterher zu den treibenden, afrikanischen Beats der Compilation \u201e<strong>Ayobaness! \u2013  The Sound Of South African Hose<\/strong>\u201c die Gliedma\u00dfen verrenken. Die Zusammenstellung wirbelt einem Sounds um die Ohren, die sich im  Grenzgebiet von House und Afro-Beat einnisten. Da darf nat\u00fcrlich einer wie Dj Mujava  nicht fehlen, der mit seinem weltmusikalischen Funk schon in den Szene-Dissen  der Nation f\u00fcr reichlich Wirbel sorgte. Sein Song \u201eMugwanti\/Sgwejegweje\u201c  geht dann auch als gekonntes Update seiner Hitsingle \u201eTownship Funk\u201c durch. Im Info-Zettel wird noch darauf hingewiesen, dass die Mucke der passende Soundtrack zur Fu\u00dfball-WM sein d\u00fcrfte. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5680\" title=\"ayobaness\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/ayobaness-300x300.jpg\" alt=\"ayobaness\" width=\"209\" height=\"209\" \/>Stimmt zwar in gewisser Weise,  w\u00e4re aber nun wirklich nicht n\u00f6tig gewesen, sich auf diesen massentauglichen Event  zu beziehen (wobei, hab ich das nicht auch getan?). Diese Zusammenstellung  zieht die H\u00f6rer jedenfalls auch unabh\u00e4ngig vom Soccer-Spektakel gnadenlos in  ihren Bann. Schon nach wenigen Sekunden schleudert man s\u00e4mtliche K\u00f6rperteile  in Gefilde, von denen man noch nicht mal wusste, dass der eigene K\u00f6rper  sich dorthin zu Verrenken im Stande ist. Ein verrenkter Satz zum Schluss. Zum  Locker machen einfach diese Scheibe hier einlegen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5681\" title=\"tumi\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/tumi-300x266.jpg\" alt=\"tumi\" width=\"235\" height=\"207\" \/><strong>Tumi And The Volume <\/strong>wildern derweil in  \u00e4hnlichen Gefilden, vermengen ihre afrikanischen Sounds allerdings mit einer  geh\u00f6rigen Portion HipHop und Indie-Attit\u00fcde. Das dritte Album der Formation,  genannt \u201ePick A Dream\u201c, ist ein atemberaubender Grenzg\u00e4nger zwischen den Stilen.  Da k\u00f6nnen sich die Kollegen aus Europa eine geh\u00f6rige Portion von  abschneiden. Die Punchlines knallen, als h\u00e4tten The Roots sich entschlossen eine Afro-Hop-Scheibe einzuspielen. Fans von k-os und Konsorten werden vor  Freude im Kreis h\u00fcpfen. Die Bassline eines Jazz-Hop-Knallers wie \u201eAsinamali\u201c  stellt alle Regler auf Kopfnick-Modus und man kommt nicht umhin, sich sofort den Backing-Katalog dieses Afro-Jazz-Traums hier zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5682\" title=\"sunshine-underground\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/sunshine-underground-300x300.jpg\" alt=\"sunshine-underground\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Womit wir schon wieder zur\u00fcck in Europa w\u00e4ren. Wer  auf epische Rockmusik im Grenzgebiet von Kasabian, Muse und den Killers  steht, sollte sich mal <strong>The Sunshine Underground<\/strong> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. \u201eNobody\u00b4s Coming To Save You\u201c setzt auf  atmosph\u00e4rischen Pop und packt im Refrain regelm\u00e4\u00dfige die gro\u00dfe Stadion-Keule aus. In dieser  Form hat man das zwar alles schon mal geh\u00f6rt, dennoch strahlt die Scheibe  einen geh\u00f6rigen Hit-Appeal aus. Auf dem Glastonbury-Festival jedenfalls lagen die  britischen Fans dieser Combo schon mal hoffnungslos zu F\u00fc\u00dfen. Und selbst Skeptiker  dieses Sounds sollten in den 44 Minuten Gl\u00fcckseligkeit eine herzerw\u00e4rmende  Melodie f\u00fcr sich entdecken k\u00f6nnen. Alles in allem ein gelungener Nachfolger f\u00fcr den verstrahlten Vorg\u00e4nger \u201eRaise The Alarm\u201c. Vorausgesetzt nat\u00fcrlich man  steht auf pomp\u00f6se Popmusik.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5683\" title=\"parlovr\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/parlovr-300x288.jpg\" alt=\"parlovr\" width=\"223\" height=\"215\" \/><strong>Parlovr<\/strong> wiederum knallen uns eine Portion  Power-Pop um die Ohren, wie er in den 90ern szeneintern so richtig abgefeiert  wurde. Dazu wird stimmlich hin und wieder etwas tief gestapelt (a la Joy Division)  oder gepoltert (a la At The Drive-In) und heraus kommt der perfekte Indie-Pop-Soundtrack f\u00fcr den Sommer 2010. \u00dcber die volle L\u00e4nge geht\u2019s  zwar bisweilen etwas episch zu, doch die aufkommende Langeweile wird immer  wieder von einer schmissigen Melodie in die W\u00fcste geschickt. Wer auf  kanadischen Nerd-Pop der Marke Broken Social Scene steht, sollte die Scheibe  unbedingt mal antesten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5688\" title=\"rootdown-2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/rootdown-2-300x300.jpg\" alt=\"rootdown-2\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Den passenden Rundumschlag in Sachen  H\u00e4ngematten-Atmosph\u00e4re lassen wir uns hinterher von den \u201eRootdown Allstars\u201c in die  Kokosnussschale kippen. Nach dem famosen Opener aus dem Hause Koalas Desperados bieten  sich Nosliw, Maxim und Nattyflo als charmante Alternative zum Seeed-schen  Schaffen an. Deutschsprachige Rapmusik in Perfektion fabrizieren auch Mono &amp; Nikitama, die hierzulande immer noch ein Untergrund-Dasein fristen, die  aber mit einem gelungenen Wechselgesang von m\u00e4nnlichen\/weiblichen Gesang f\u00fcr Aufsehen sorgen. Lasst \u201e<strong>Rootdown Allstars Volume 2<\/strong>\u201c auf den einschl\u00e4gigen Sommerfestivals rauf und runter laufen und eure direkte  Umgebung wird nur noch von Grinsebacken bev\u00f6lkert. Womit wir auch schon wieder am  Ende w\u00e4ren. Lasst die Seele baumeln. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<span> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur Angelika Express-Anh\u00e4nger werden sich freuen, dass es endlich wieder ein neues Album vom Teenage Fanclub gibt. Die aktuellen Scheibe \u201eShadows\u201c l\u00f6st alle Versprechen ein, denen sich die Band auf dem Vorg\u00e4ner noch verweigerte. 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