{"id":5691,"date":"2010-06-18T15:37:01","date_gmt":"2010-06-18T14:37:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5691"},"modified":"2010-06-18T15:38:21","modified_gmt":"2010-06-18T14:38:21","slug":"zuckerbeat-vol-146-some-might-say","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5691","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)46 &#8211; some might say we will find a brighter day"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5692\" title=\"oasis\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/oasis.jpg\" alt=\"oasis\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Oasis <\/strong>wird ja immer nachgesagt, sie h\u00e4tten  ihre besten Tage bereits hinter sich. Lieben oder hassen konnte man diese Band  allerdings auf Lebenszeit. Feiern und verzweifeln konnte man an ihrer Musik.  W\u00e4hrend ihr Gr\u00f6\u00dfenwahn von zahlreichen Festival-Besuchern mit Mittelfingern und  Flaschenw\u00fcrfen goutiert wurde, feierten die Fans ihre Helden auf Solo-Konzerten mit  einer Hingabe, wie man sie nur selten erlebt hatte. Oasis vertraten ihren  Standpunkt. Mit Nachdruck. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Daf\u00fcr wurden sie geliebt. Daf\u00fcr wurden sie gehasst. Nun  wird alles noch mal auf einem Album versammelt, was als (vorl\u00e4ufiges)  Verm\u00e4chtnis dieser Band durchgeht und das spricht f\u00fcr sich. Zwei Cds, randvoll mit  Hymnen aus 18 Jahren Bandgeschichte, die einem immer wieder eine G\u00e4nsehaut \u00fcber  den R\u00fccken jagen. Was haben wir geknutscht zur \u201eWonderwall\u201c, was haben wir  die N\u00e4chte durchfeiert und n\u00e4chtelang \u201eDon\u00b4t Look Back In Anger\u201c gegr\u00f6lt. Wir waren  davon \u00fcberzeugt: das w\u00fcrde ewig so weitergehen. Und jetzt soll Schluss damit  sein? Kein \u201eLive Forever\u201c any more? Man mag es nicht wahrhaben. Suhlt sich fortw\u00e4hrend in der Nostalgie, welche diese Hymnen hier ausstrahlen.  Freut sich \u00fcber die Liner-Notes im Booklet. Tr\u00e4umt von vergangenen Tagen und singt  jede Zeile, als w\u00e4re es das erste Mal. \u201eTime Flies\u2026 1994-2009\u201c l\u00f6st ein, was  manches aktuelle Werk der Jungs nur noch anzudeuten vermochte. Es versammelt  einen genialen Moment nach dem Anderen. Genauso war das gedacht. Eben deshalb  lieben wir diese Compilation. Auch oder gerade deshalb, weil wir eh schon jedes  Lied auswendig kennen. Also kommt schon: Erheben wir noch mal unser Glas.  Erheben wir noch mal unsere Stimmen. \u201eWir sind bereit, gib uns Korn &amp;  Sprite\u201c. Und was hei\u00dft jetzt, falsch zitiert? Wen schert das schon inmitten von  lauter guten Freunden.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5693\" title=\"dan-le-sac-vs-scroobius-pip-logic\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/dan-le-sac-vs-scroobius-pip-logic-300x300.jpg\" alt=\"dan-le-sac-vs-scroobius-pip-logic\" width=\"185\" height=\"185\" \/>Dan Le Sac Vs Scroobius Pip <\/strong>holen uns  hinterher dann schnell wieder von Wolke 7 und geleiten Rapmusik in experimentelle  Gefilde. So macht HipHop wieder Spa\u00df. Die Aussage in den Vordergrund gestellt und  dazu jeglichen Konventionen abgeschworen. So entfaltet \u201eThe Logic Of Chance\u201c  einen anarchistischen Charme, der die Scheibe auch f\u00fcr Fans von Major Lazor  bis Uffie interessant macht. Die verstrahlten Elektro-Sounds, die  detail-verliebten Beats und Texte. Diese Offenheit gegen\u00fcber Dancehall und Grime-Kl\u00e4ngen. Den  Mut, diesen zerhackst\u00fcckelten Sounds mit glasklaren Pop-Refrains zu kontern,  auch wenn das noch so abseitig wirkt und dar\u00fcber hinaus noch ein St\u00fcck  abzuliefern, das man mit einem alten Song von 2 Unlimited verwechseln k\u00f6nnte. All das fusioniert auf diesem Album zu einer gro\u00dfen Party. Diese Scheibe ist  reines Dynamit. Dan Le Sac Vs Scroobius Pip feiern den Moment. Zeit sich die Tanzschuhe \u00fcberzustreifen und das Leben zu genie\u00dfen. Hier ist der  Soundtrack dazu.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5694\" title=\"katze\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/katze.jpeg\" alt=\"katze\" width=\"200\" height=\"200\" \/><strong>Katze<\/strong> (nicht zu verwechseln mit Bratze)  schaffen es derweil auf \u201eDu und meine Freunde\u201c schmissigen Pop der Marke  Karpatenhund mit der l\u00e4ssigen Attit\u00fcde der Lassie Singers zu verkn\u00fcpfen. \u201eDu bist meine  Freunde\u201c besticht nicht nur aufgrund charmanter Songtitel, wie \u201eFranzi wir  wollen, dass du bei uns in der Band mitmachst\u201c, sondern geleitet den H\u00f6rer auch zum  \u201eShampoo Beach\u201c oder zum \u201eLove Planet\u201c. Klingt jetzt alles viel kitschiger, als  es ist. Stattdessen lebt die Band von ihrer Unbek\u00fcmmertheit, die Songs, wie \u201eBei  mir wird immer alles schmutzig\u201c \u00fcber die Ziellinie schleppt und dem H\u00f6rer  ein sanftes Grinsen abringt. \u201eKatze\u201c! \u201eDu bist meine Freunde!\u201c. \u201eKomm her,  lass knuddeln\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5695\" title=\"deltaspirithistoryfrombelow_sm_1_0\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/deltaspirithistoryfrombelow_sm_1_0.jpg\" alt=\"deltaspirithistoryfrombelow_sm_1_0\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Delta Spirit<\/strong> haben sich derweil dazu  entschlossen, ihren seligen Country-Rock mit einer geh\u00f6rigen Portion Hit-Appeal  aufzumotzen. Ganz hervorragend funktioniert das im Song \u201eBushwick Blues\u201c, in dem man  sich die Band tr\u00e4nenreich in Richtung Heiserkeit empor gr\u00f6lt und gegen Ende  Gl\u00e4ser zu Bruch gehen. Diese Scheibe hier ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fans  von Tom Waits bis Kings Of Leon. Einige Uptempo-Kracher sorgen daf\u00fcr, dass auch  die Tanzfl\u00e4chenfreunde auf ihre Kosten kommen und machen \u201eHistory From  Below\u201c zu einem abwechslungsreichen Erlebnis f\u00fcr Freunde zeitgem\u00e4\u00dfer Americana-Kl\u00e4nge.  Wenn dieser Sturm hier losbricht, siehst du bildlich die Strohballen vorm  Haus Richtung Horizont spazieren.<span> <\/span>(2.7.)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5696\" title=\"grupo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/grupo.jpg\" alt=\"grupo\" width=\"170\" height=\"170\" \/>Lateinamerikanische Kl\u00e4nge beschert uns hinterher  ein s\u00fcdamerikanisches Orchester namens <strong>Grupo Fantasma<\/strong>, das einen auf  seinem Album \u201eEl Existential\u201c beschwingte Sommerpop-Hymnen um die Ohren haut.  Zehn Jahre nach Gr\u00fcndung der Band w\u00e4hnt sich die Combo auf dem neuen Album am  Zenith ihres Schaffens. Selbst Menschen, die mit Latin-Sounds sonst nichts am  Hut haben, d\u00fcrften zwangsl\u00e4ufig schon nach wenigen Sekunden mit dem Popo  wackeln. Zu diesem Sound hier geht die Sonne auf. Ein Album, wie geschaffen f\u00fcr  all jene, die von dem ewig gleiche Chartged\u00f6nse so langsam die Nase voll  haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5697\" title=\"here-we-go-magic-pigeons-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/here-we-go-magic-pigeons-300x300.jpg\" alt=\"here-we-go-magic-pigeons-300x300\" width=\"236\" height=\"236\" \/><strong>Here We Go Magic<\/strong> verschleiern derweil den  Luftraum mit nebul\u00f6sen Indie-Sounds der Marke Grizzly Bear &amp; Animal  Collective. So viel Kunstfertigkeit kann einem hin und wieder nat\u00fcrlich auch mal auf  die Nerven gehen, wird hier aber schon im zweiten Song \u201eCollector\u201c von  tanzbaren, treibenden Drums nach vorne gepusht, zu denen man schon nach wenigen  Sekunden die H\u00fcften schwingt. Alles in allem kommen Here We Go Magic mit  \u201ePigeons\u201c vielleicht eine Weile zu sp\u00e4t um die Ecke, um damit noch den gro\u00dfen  Preis f\u00fcr Innovationen im zeitgen\u00f6ssischen Pop abzur\u00e4umen. Gut durchh\u00f6ren l\u00e4sst  sich das hit-affine Werk aber trotzdem \u00fcber die volle L\u00e4nge.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5698\" title=\"gemma-ray-shame_packshot_sm_0\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/gemma-ray-shame_packshot_sm_0.jpg\" alt=\"gemma-ray-shame_packshot_sm_0\" width=\"300\" height=\"283\" \/>Rock-Darling <strong>Gemma Ray<\/strong> macht sich derweil  auf in morbide Gefilde und l\u00e4sst auf ihrem Grusel-Schunkler \u201eIt\u00b4s A Shame About Gemma  Ray\u201c Rosemary\u00b4s Baby gegen betrunkenen Schmetterlinge antreten. Der Opener  wildert in Nick Cave-Gefilden und ruft sanfte Erinnerungen an dessen \u201eMurder Ballads\u201c-Phase wach. Danach darf dann aber auch wieder von der Theke aus mitgegr\u00f6lt werden. Unterteilt in \u201eM\u00e4dchen\u201c und \u201eJungs\u201c-Mucke zehrt die  \u201eBoys\u201c-H\u00e4lfte der Scheibe von ihrer D\u00fcster-\u00c4sthetik, die sich Gemma Ray hier in fetten Schichten auf die Nasespitze tupft, in H\u00e4lfte zwei versucht sie dann  bisweilen Fever Ray Konkurrenz zu machen, wenn sie ihren \u201eBig Spender\u201c durch den  H\u00e4cksler jagt. Fans von Amy Winehouse und Norah Jones mit einem Faible f\u00fcr  Vollmondn\u00e4chte sollten unbedingt mal einen Durchlauf riskieren. Sie werden \u00fcberrascht  sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5699\" title=\"more-assured\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/more-assured-300x297.jpg\" alt=\"more-assured\" width=\"236\" height=\"233\" \/><strong>The More Assured<\/strong> d\u00fcrften derweil bei der  n\u00e4chsten Indie-Disco im Vorprogramm von Maximo Park und The Jam Platz nehmen. Die  Songs ihres Albums called \u201eI Do Not Want A Free London Life\u201c klingen  schmissig, sind aber nie so hoffnungslos \u00fcberproduziert, dass man sie demn\u00e4chst im Musikfernsehen rauf und runter leiern wird. Die Scheibe will im Stillen  genossen werden. Man m\u00f6chte sich einen K\u00fcbel Konfetti \u00fcber die Birne kippen und  zu den zahlreichen Hits dieser Scheibe im Kreis h\u00fcpfen, bis man nicht mehr  wei\u00df, wo oben und unten ist. Ein durchweg schmissiges Album, das sich irgendwo im Grenzgebiet von den Kinks und den Wombats einnistet. Womit wir dann auch  schon wieder am Ende w\u00e4ren. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten  Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oasis wird ja immer nachgesagt, sie h\u00e4tten ihre besten Tage bereits hinter sich. Lieben oder hassen konnte man diese Band allerdings auf Lebenszeit. Feiern und verzweifeln konnte man an ihrer Musik. 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