{"id":5706,"date":"2010-06-23T12:04:21","date_gmt":"2010-06-23T11:04:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5706"},"modified":"2010-06-23T12:04:46","modified_gmt":"2010-06-23T11:04:46","slug":"zuckerbeat-vol-147-pop-the-glock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5706","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)47 &#8211; pop the glock"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5707\" title=\"uffie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/uffie.jpg\" alt=\"uffie\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Wurde auch Zeit, dass Porno-Popperin <strong>Uffie<\/strong> endlich mal ihr erstes Album ver\u00f6ffentlicht. Nahezu jede Single der  Trash-Popperin war ein astreiner Smash-Hit f\u00fcr den Tanzboden, der die sch\u00f6nsten Momente von Peaches und Lady Sovereign in astreine Porno-\u00c4sthetik \u00fcberf\u00fchrte. Nun  also versucht sich der feuchte Traum eines Pop-Stars an ihrem ersten Album  und alle Vergleiche zu Ke\u00a7ha k\u00f6nnen sofort wieder in die Tonne gekloppt werden.  Uffie geht mit \u201eSex Dreams And Denim Jeans\u201c keineswegs auf Nummer sicher. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Neben den  bereits bekannten Singles der letzten Jahre, schlendert sie mit frechen Texten  durch vertrackte Elektro-Pop-Kammern, die so subtil eingerichtet wurden, dass  sie erst auf den zweiten Blick f\u00fcr Aufregung sorgen. Seltsamerweise f\u00fchlt  man sich von den verqueren Beats auf Dauer wesentlich mehr umschmeichelt, als von  den offensichtlichen Gassenhauern, wie dem rockigen Titel-Track. Die unterk\u00fchlte Atmosph\u00e4re,  die vielen St\u00fccken inne wohnt, dieser Hang zum Unfertigen, wenn mancher  Track einfach mal ins Leere l\u00e4uft oder den Refrain ausspart, erzeugen eine Langlebigkeit, die man Uffies Musik gar nicht zugetraut h\u00e4tte. Mit Unterst\u00fctzung von Mr. Oizo, Mirwais, Sebastian und Pharrell Williams ist  der K\u00fcnstlerin ein Album gelungen, das sich niemals anbiedert. \u201eSex Dreams  And Denim Jeans\u201c ist ein Werk, das einem stattdessen zuzwinkert, dass da  noch wesentlich mehr gehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5708\" title=\"robyn\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/robyn-298x300.jpg\" alt=\"robyn\" width=\"298\" height=\"300\" \/>Wem das noch nicht reicht, der kann sich hinterher  noch die neue Platte der Elektro-Pop-Koryph\u00e4e <strong>Robyn<\/strong> reinziehen. Die  schwedische S\u00e4ngerin schreibt Songs, welche der K\u00f6nigin des Pop einfach nicht mehr  gelingen wollen. Wer sich die aktuelle Single \u201eDancing On My Own\u201c zu Gem\u00fcte  f\u00fchrt, der wei\u00df: so muss zeitgem\u00e4\u00dfer Elektro-Pop klingen. Beim ersten Mal l\u00e4uft das  St\u00fcck noch einem vorbei, aber mit jedem weiteren Durchlauf entfaltet die Musik  von Robyn eben deshalb ihren Charme, weil sie einem den gro\u00dfen Moment der  Ekstase fast immer vorenth\u00e4lt. Dazu gesellt sich eine Stil-Vielfalt, die auch  vor Reggae-Sounds nicht halt macht. Dass sich auf \u201eBody Talk Pt 1\u201c letztlich  nur acht Songs befinden. Wen juckt das schon? Ist ja schlie\u00dflich ein Hit  nach dem anderen drauf. Rei\u00dft der Madonna die Krone vom Kopf. Robyn is here.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5709\" title=\"herbie-hanock-the-imagine-project\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/herbie-hanock-the-imagine-project-298x300.jpg\" alt=\"herbie-hanock-the-imagine-project\" width=\"244\" height=\"245\" \/>Die lebende Jazz-Pop-Legende <strong>Herbie Hancock<\/strong> hat sich derweil entschlossen mit \u201eThe Imagine Project\u201c ein astreines Pop-Album einzuspielen. Nat\u00fcrlich hat sich der Grammy-Gewinner diesbez\u00fcglich  ordentlich Prominenz ins Studio geholt, um Songs von John Lennon, Peter Gabriel und  Bob Dylan noch mal aufs Neue einzutudeln. Mit freundlicher Unterst\u00fctzung von  Seal, P!nk, Jeff Beck, John Legend, James Morrison und Dave Matthews  erstrahlen nun olle Gassenhauer der Marke \u201eImagine\u201c und \u201eThe Times, They Are A\u00b4  Changin\u00b4\u201c im neuen Glanz. Anfangs klingt das Ganze zwar noch etwas  gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig, mit zunehmender Dauer allerdings, wenn der Blick auf das Original zunehmend  von diesen Sounds hier vernebelt wurde, erfreut man sich an den zahlreichen  Details und improvisierten Passagen, die hier zwischen die poppigen Parts  gestreut wurden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5710\" title=\"silverstein-decade\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/silverstein-decade-300x280.jpg\" alt=\"silverstein-decade\" width=\"198\" height=\"185\" \/><strong>Silverstein<\/strong> d\u00fcrften hierzulande nicht nur  f\u00fcr Aufsehen gesorgt haben, weil sie Billy Talent auf deren letzter Tour begleiteten. Sie bringen es auch seit Jahren fertig zeitgen\u00f6ssischen  Emo-Pop zu spielen, ohne dabei im Einheitsbrei zu ersaufen. Inzwischen wollen sie  zwar lieber Jimmy Eat World sein, als sich an den vertrackten Songstrukturen  aus Anfangstagen abzuarbeiten. Gerade dieses Wechselspiel macht ihr  aktuelles Live-Album \u201eDecade (Live At The El Macambo)\u201c aber so interessant. Da  treffen poppige Smash-Hits der Marke Aiden und Konsorten auf blutige  Riff-Attacken aus Underoath-Gefilden. Der H\u00f6rer wird von einem Gem\u00fctszustand in den  n\u00e4chsten gerissen und kann sich leibhaftig vorstellen, wie die B\u00fchne brennt. Wer trotzdem noch mal nachsehen m\u00f6chte, was auf den Brettern, die die Welt bedeuten, abgeht, bekommt zur Live-Cd noch die passende DVD  dazugeliefert. Darauf befinden sich neben zahlreichen Musik-Videos auch mitrei\u00dfende  Aufnahmen von den vier Gigs in Toronto, welche sie anl\u00e4sslich ihres 10j\u00e4hrigen  Jubil\u00e4ums spielten. Na dann, herzlichen Gl\u00fcckwunsch, Jungs. Auf die n\u00e4chsten zehn.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5711\" title=\"oh-napoleon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/oh-napoleon.jpg\" alt=\"oh-napoleon\" width=\"240\" height=\"240\" \/>Z\u00e4rtliche Pop-Kl\u00e4nge aus Indie-Pop-Gefilden dringen  derweil mit herzlicher Empfehlung von Blickpunkt Pop an unsere Geh\u00f6rg\u00e4nge, wenn  wir die neue EP von <strong>Oh, Napoleon<\/strong> in den Cd-Player werfen. Die Band aus  Krefeld hinterlie\u00df ja schon bei den zahlreichen, knutschenden P\u00e4rchen auf dem diesj\u00e4hrigem Umsonst und Draussen Festival einen bleibenden Eindruck.  Die vier Songs auf der gleichnamigen EP klingen, als h\u00e4tten sich Miles ohne Tobi  Kuhn mit S\u00e4ngerin reformiert und ordentlich ins Taschentuch gew\u00e4ssert. Kurz  gesagt: hier geht\u2019s au\u00dferordentlich emotional zu. Diese Crew hier k\u00f6nnte mit  etwas Gl\u00fcck bald an die Spitzenpl\u00e4tze der Charts h\u00fcpfen, sind hier doch genau  die Melodien drauf, die man sich an Sommertagen beim verliebten Turteln und gemeinsamen Purzelbaumschlagen auf der Sommerwiese zu Gem\u00fcte f\u00fchren  m\u00f6chte. Wir jedenfalls freuen uns schon derbe aufs Deb\u00fct-Album, dass noch in diesem  Jahr erscheinen soll.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5712\" title=\"ganglians\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/ganglians-300x300.jpg\" alt=\"ganglians\" width=\"217\" height=\"217\" \/>Ganglians<\/strong> vollbringen derweil das Kunstst\u00fcck  Beach Boys Harmonien mit charmantem Psycho-Pop der Marke Grizzly Bear ad  absurdum zu f\u00fchren. Ihr \u201eMonster Head Room\u201c klingt genauso verstrahlt wie er sich  anh\u00f6rt, lullt einen aber schon nach wenigen Minuten mit seinen  Zuckerwatte-Melodien ein, als wollte man hier ein musikalisches Schlupfloch ins  Schlaraffenland generieren. Zu diesem Sound verwandelt sich die heimische Kuscheldecke  in einen fliegenden Teppich Richtung LSD-Wunderland. Bleibt nur zu hoffen, dass  sich das Monster nicht beim n\u00e4chsten Album den Kopf waschen l\u00e4sst. Es sind  n\u00e4mlich die abseitigen Momente, die in diesem Reigen der Melodien f\u00fcr Langlebigkeit sorgen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5713\" title=\"kitsune\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/kitsune.jpg\" alt=\"kitsune\" width=\"240\" height=\"240\" \/>Unter dem schicken Banner \u201e<strong>Kitsun\u00e9 X Ponystep<\/strong>\u201c  kann man sich von dem werten Plattendreher Jerry Bouthier die Hits des Labels  im Minutentakt um die Ohren hauen lassen. Schon nach wenigen Sekunden ist  man angekommen, wenn Roisin Murphy mit ihrer famosen neuen Single \u201eMomma\u00b4s  Place\u201c den Takt vorgibt. Es darf anschlie\u00dfend getanzt werden zu poppigen Tunes  aus dem Hause Two Door Cinema Club, Lo-Fi-Fnk und Bunny Lake. Dazu gibt\u2019s  zahlreiche Dancefloor-Raketen von Munk, Florrie und Rainbow Arabia zu entdecken,  die dem Zuh\u00f6rer Beine machen. Alles in allem ein routinierter, sehr tanzbarer  Mix, den sich Fans der Pet Shops Boys bis Hot Chip auf keinen Fall entgehen  lassen sollten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5714\" title=\"local\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/local.jpg\" alt=\"local\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Unter dem Banner \u201e<strong>Local Customs: Lone Star  Lowlands<\/strong>\u201c erscheint derweil ebenfalls eine Song-Sammlung, die einen schicken  Rundumschlag in Sachen Garagen-Rock bereith\u00e4lt. Eingel\u00e4utet von der \u201eLowlands Studio  Band\u201c entpuppt sich das schicke Machwerk als imposantes Sammelsurium skurril-verbluester Momente, die den H\u00f6rer in nostalgische Sph\u00e4ren  abdriften lassen. Die Songs klingen wirklich genau so, als h\u00e4tte sie jemand aus  einer alten, verstaubten Schatulle gekramt, den Grauschleier weggepustet und sich mit  viel Herzblut den sch\u00f6nsten Melodien gewidmet, um sie einer breiten  H\u00f6rerschaft erneut vor den Latz zu knallen. Wer mal wieder auf musikalische Entdeckungsreise gehen m\u00f6chte, sollte sich dieses Kuriosit\u00e4tenkabinett  auf keinen Fall entgehen lassen. Also viel Spa\u00df beim nostalgieren. Bis zum  n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wurde auch Zeit, dass Porno-Popperin Uffie endlich mal ihr erstes Album ver\u00f6ffentlicht. Nahezu jede Single der Trash-Popperin war ein astreiner Smash-Hit f\u00fcr den Tanzboden, der die sch\u00f6nsten Momente von Peaches und Lady Sovereign in astreine Porno-\u00c4sthetik \u00fcberf\u00fchrte. 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