{"id":5718,"date":"2010-07-02T09:55:21","date_gmt":"2010-07-02T08:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5718"},"modified":"2010-07-02T09:55:46","modified_gmt":"2010-07-02T08:55:46","slug":"zuckerbeat-vol-148-ole-ole-ole-harz-for","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5718","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)48 &#8211; ole ole ole harz for"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5719\" title=\"micah\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/micah-300x263.jpg\" alt=\"micah\" width=\"250\" height=\"219\" \/>Schon das Artwork seines neuen Albums l\u00e4sst keine  gro\u00dfen Zweifel aufkommen<strong>. Micah P. Hinson<\/strong> macht keine Gefangenen. Der texanische Liedermacher zielt direkt auf das Herz des H\u00f6rers. Hoch  gepusht von der orchestralen Anmut des Openers \u201eA Call To Arms\u201c entfaltet sein gleichnamiges Album mit den Pioneer Saboteurs einen abseitigen Charme,  der anmutet, als w\u00fcrde sich gerade eine Einheimische mit einem  mannigfaltigen Orchester ein Psycho-Duell vorm Saloon liefern. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Psychedelische Ch\u00f6re  treffen auf Lagerfeuer-Romantik und zwischenrein kommen sch\u00f6ne Erinnerungen an  die Fr\u00fchphase von Bright Eyes hoch. Dieses Werk steckt so voller Details,  dass man noch Stunden sp\u00e4ter gefesselt von der Musik ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5720\" title=\"the-black-keys-brothers-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/the-black-keys-brothers-300x300.jpg\" alt=\"the-black-keys-brothers-300x300\" width=\"227\" height=\"227\" \/>Den<strong> Black Keys<\/strong> ist derweil endlich mal zu  w\u00fcnschen, dass sie hierzulande aus der Nische heraus krabbeln. Denn jeder, der  sich schon immer mal gefragt hat, wie das wohl klingen w\u00fcrde, wenn Gnarls Barkley  und die White Stripes zusammen in den Ring steigen, sollte sich das neue Album \u201eBrothers\u201c zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Auf die Mattscheiben der Nation gepusht von  ihrem Single Hit \u201eTighten Up\u201c, fabrizieren Patrick Carney und Dan Auerbach  eine ganze Reihe Genickbrecher vor dem Herrn, die so poppig-verspuckt anmuten, dass  man sich das Ganze auch 15 Akte lang zu Gem\u00fcte f\u00fchrt, ohne von einer  ausgiebigen G\u00e4hnattacke befallen zu werden. The Black Keys haben ein Album voller  Hits geschrieben. Mal wieder. Dreht die Regler auf Anschlag und erfreut eure Nachbarn mit  diesem Sound. Sie werden vor Gl\u00fcck gegen die Wand trommeln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5721\" title=\"eminem\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/eminem-300x300.jpg\" alt=\"eminem\" width=\"267\" height=\"267\" \/><strong>Eminem<\/strong> hatten wir derweil eigentlich schon abgeschrieben. Und die \u201eRecovery\u201c des K\u00fcnstlers erschien nicht unbedingt  nahe liegend, wenn man sich das uns\u00e4gliche Covermotiv des gleichnamigen,  neuen Albums zu Gem\u00fcte f\u00fchrt. Komischerweise allerdings b\u00fcndelt er auf seinem aktuellen Album mal wieder seinen Hang zum pomp\u00f6sen Pop-Moment mit  spritzigen Raps, die zwar von einer gewissen Routine durchzogen sind, aber trotzdem  zum Mitnicken einladen. Kurz gesagt: Eminem funktioniert pl\u00f6tzlich wieder  als Bass-Monsters f\u00fcr die durchgesessenen Autosessel. Songs, wie \u201eTalkin\u00b4 2  Myself\u201c mit Unterst\u00fctzung von Kobe und der Rihanna-S\u00e4usler \u201eLove The Way You  Lie\u201c geh\u00f6ren zum Besten, was dem K\u00fcnstler in den letzten Jahren \u00fcber die Lippen kam.  Der Rest der Scheibe sorgt zwar nicht unbedingt f\u00fcr einen gro\u00dfen A-ha-Effekt  beim H\u00f6rer, weshalb Eminem mit dieser Scheibe wohl nicht zum innovativsten  Rapper 2010 gek\u00fcrt wird, unabh\u00e4ngig davon aber ist \u201eRecovery\u201c ein zeitgem\u00e4\u00dfes Rap-Album, das man gut durchh\u00f6ren kann. Lediglich das uns\u00e4gliche \u201eWon\u00b4t  Back Down\u201c mit P!nk und die Haddaway-Hommage \u201eNo Love\u201c mit Lil Wayne tr\u00fcbt  die Stimmung ein bisschen, alles in allem aber keine schlechte Quote, bei 14  Tracks. <span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5722\" title=\"linus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/linus-200x300.jpg\" alt=\"linus\" width=\"200\" height=\"300\" \/>Zwischendurch mal ein kurzer Hinweis auf eine  sch\u00f6ne Lesung im Jugendkulturhaus Cairo in W\u00fcrzburg. Am 23. Juli stehen da Jens Friebe  und <strong>Linus Volkmann<\/strong>, seines Zeichens schreibender Schlaumeier aus dem Hause  \u201eIntro\u201c, auf der B\u00fchne. Letztere liest aus seinem neuen Buch mit dem imposanten  Titel \u201eWie sehr muss man sich eigentlich noch verstellen, um endlich nat\u00fcrlich  r\u00fcber zu kommen?\u201c. Ein gefundenes Fressen f\u00fcr all diejenigen, die sich lieber  im heimischen Wohnzimmer gen\u00fcsslich eine dreiviertel Stunde Musik  reinziehen, statt sich mit netten Bekannten in einem Caf\u00e9 zu treffen. Ein gefundenes Fressen, nicht nur f\u00fcr Nerds, weil witzig geschrieben und scharfsinnig beobachtet. Also schaut mal rein. Um 20 Uhr geht\u2019s los. Pr\u00e4sentiert von  komm k\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5723\" title=\"hgicht\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/hgicht.jpg\" alt=\"hgicht\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>HGich.T <\/strong>(sprich HaGeIchTee) fr\u00f6nt auf seinem  neuen Album \u201eMein Hobby: Arschloch\u201c seinen Vorlieben und schiebt uns ein paar charmante Punk-Hymnen der Marke \u201eHarz For\u201c unter, die zum  sympathischsten geh\u00f6ren, was uns in Sachen Gaga-Pop zuletzt aus hiesigen Gefilden um die  Ohren gehauen wurde. Elektro-Klopper, wie \u201eHauptschule\u201c treffen auf  Genick-Brecher, wie \u201eFranz Kafka\u201c. \u201eOleoleole, Harz For\u201c \u2013 feiert den Sozialstaat \u2013 so  geht Gesellschaftskritik. So kontert man Gesellschaftskritik. So  gesellschaftet man Kritik. So klingt HGich.T. \u201eMama, ich muss a a\u201c? Meint der jetzt den  Staat oder die Mutti, also die Merkel. Noch Fragen? \u201eMein Hobby: Arschloch\u201c wei\u00df  die Antwort.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5724\" title=\"tokyo-police-club-champ-cover-art\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/tokyo-police-club-champ-cover-art-300x269.jpg\" alt=\"tokyo-police-club-champ-cover-art\" width=\"260\" height=\"234\" \/>Der <strong>Tokyo Police Club<\/strong> k\u00f6nnte derweil Bloc  Party Konkurrenz machen, so einen verschlungenen, zum Ende hin explodierenden  Opener haben wir schon lange nicht mehr vor den Latz geknallt bekommen. Auf  \u201eChamp\u201c geht\u2019s aber auch hinterher noch \u00e4u\u00dfert sommerlich und poppig zu. Zu  \u201eFavourite Colour\u201c wippt der Minirock im Takt, und zu \u201eWait Up (Boots Of Danger)\u201c  darf hemmungslos geknutscht werden. Mit diesem Album machen Tokyo Police Club  fast schon den Wannadies Konkurrenz und schreiben lauter schmissige \u201eYou And  Me Songs\u201c, die einem angrinsen, als wollten sie die Sommersonne in die  Indie-Disco schupsen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5725\" title=\"au-revoir-simone\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/au-revoir-simone-300x300.jpg\" alt=\"au-revoir-simone\" width=\"213\" height=\"213\" \/><strong>Au Revoir Simone<\/strong> werden derweil von  zahlreichen Kollegen durch den Remix-Wolf gedreht und so entstehen ein paar  Tanzfl\u00e4chen-Hits, die f\u00fcr ordentlichen Wumms im Club sorgen. Eingel\u00e4utet wird \u201eNight  Light\u201c von Neon Indian, der mit seiner Version von \u201eAnother Likely Story\u201c alle  T-Shirts mit Schwei\u00dfr\u00e4nder verziert. Jens Lekman l\u00e4sst es anschlie\u00dfend erstmal  etwas ruhiger angehen, bevor zu Jensen Sportags Remix von \u201eAll Or Nothing\u201c  endg\u00fcltig ein astreiner H\u00fcftschwung ge\u00fcbt werden darf. Die Musik von Au Revoir Simone  hat trotz aller melancholischen Zwischent\u00f6ne ja immer etwas Beschwingtes ausgestrahlt. Dieses Album ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die  gerne mal hinter die Tr\u00e4nen in ihren Augen blicken m\u00f6chten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5726\" title=\"kele\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kele-300x300.jpg\" alt=\"kele\" width=\"248\" height=\"248\" \/><strong>Kele<\/strong>, seines Zeichens Frontmann von Bloc  Party, vermittelt mit dem Artwork seines Solo-Albums \u201eThe Boxer\u201c das Gef\u00fchl,  als wollte er zum R&amp;B-K\u00fcnstler transformieren. Skeptisch schiebt man die Scheibe in den Player uns ist hoch erfreut, dass er stattdessen den Weg weitergeht, den Bloc Party auf ihrem letzten Album eingeschlagen haben.  Soll hei\u00dfen. Es knirscht und zischt an allen Ecken und Enden. Die  elektronischen Eskapaden lassen ihn zwar zwischenzeitlich etwas ins Kiesbett  schlittern, wenn er die Melodie hinter den Effekt-Reigen zur\u00fcckstellt, der Musiker findet  aber immer wieder in die Spur zur\u00fcck und liefert alles in allem zahlreiche  gute Gr\u00fcnde, warum man demn\u00e4chst in jeder Indie-Disco die H\u00fcften zu seinen  neuen Songs schwingen sollte. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4ren.  Genie\u00dft die Hitzewelle. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon das Artwork seines neuen Albums l\u00e4sst keine gro\u00dfen Zweifel aufkommen. Micah P. Hinson macht keine Gefangenen. Der texanische Liedermacher zielt direkt auf das Herz des H\u00f6rers. 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