{"id":5730,"date":"2010-07-10T09:39:10","date_gmt":"2010-07-10T08:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5730"},"modified":"2010-07-12T16:25:19","modified_gmt":"2010-07-12T15:25:19","slug":"zuckerbeat-149-rotes-hoserl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5730","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)49 &#8211; deskonstglam"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5731\" title=\"wolf-parade\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/wolf-parade-300x300.jpg\" alt=\"wolf-parade\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Es ist soweit. Willkommen auf dem Faschingsball.  Etwas sp\u00e4t im Jahr, zugegeben. Aber gibt ja genug Gr\u00fcnde, sich zu verkleiden. Zum  Beispiel zu Ehren eines neuen Albums. Auf \u201eExpo 68\u201c kehren die Jungs von <strong>Wolf  Parade<\/strong> ihren inneren Jungspund nach au\u00dfen und rocken, was das Zeug h\u00e4lt. Das  Zeug auf dem Album h\u00e4lt sich dabei nur selten an g\u00e4ngige Rock-Schemata.  Stattdessen bekommt man spannend arrangierte St\u00fccke um die Ohren gehauen, die Kings  Of Leon vor Augen f\u00fchren sollte, wie man wieder aus der Formatradio-Falle  krabbelt. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>\u201eExpo 68\u201c ist ein Album, das dazu anregt, die Regler immer weiter nach  oben zu drehen. Die Jungs wollen, dass man zu diesem Sound hier ein  Luftschlagzeug bearbeitet, als ob es kein Morgen g\u00e4be. Wer in diesem Jahr noch auf ein  spannend arrangiertes Rock-Album wartet, bei Wolf Parade k\u00f6nnte er an der  richtigen Adresse sein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5732\" title=\"die-zukunft\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/die-zukunft.jpg\" alt=\"die-zukunft\" width=\"230\" height=\"230\" \/>Und jetzt, meine Damen und Herren, beginnt <strong>Die  Zukunft<\/strong>. Anschnallen bitte, wir heben ab. Bernadette La Hengst, Knarf Rell\u00f6m  &amp; Guz sind am Start, um einen charmanten Wurf namens \u201eBrothers &amp; Sisters\u201c  raus zu hauen, der versucht, in bester Superpunk-Manier Soul mit Punkrock ins  Bett zu schicken. Dort wird dann eine hemmungslose Kissenschlacht mit einem  Sampler gestartet, was den einen oder anderen Tanzboden-Kracher, wie \u201eIch kann den Hit h\u00f6ren\u201c abwirft. Ansonsten kann man nach einer ausgiebigen  Schwei\u00dfdr\u00fcsen-Vollbedienung am Ende nur zustimmen, wenn die Jungs schmissiger Weise proklamieren:  \u201eMein Bett stinkt\u201c. Die M\u00e4dels und Jungs hier \u201eessen Bio-Produkte, ern\u00e4hren  sich bewusst\u201c und meinen das so herrlich ironisch, dass man am Ende schon wieder die  Welt retten m\u00f6chte. Willkommen im Ironie-Camp der politisch engagierten  Elektro-SoulPop-Liedermacher-Garde. Regler hoch und Spa\u00df dabei.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5733\" title=\"spandau-ballet-parade-special-edition-225\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/spandau-ballet-parade-special-edition-225.jpg\" alt=\"spandau-ballet-parade-special-edition-225\" width=\"225\" height=\"225\" \/>Das altehrw\u00fcrdige <strong>Spandau Ballet<\/strong> beehrt uns  derweil mit einem kleinen Rundumschlag in Sachen Vergangenheitsbew\u00e4ltigung. Wer hemmungslos auf der eigenen Abi-Party vor sich hinknutschen m\u00f6chte und  einen gewissen Hang zu poppigen Melodien aus den 80ern hat, der sollte sich  auf der Stelle auf die beiden Klassiker \u201eParade\u201c und \u201eTrue\u201c st\u00fcrzen, die nun runderneuert unters grinsende Volk gestreut werden. Die beiden Alben, in  der Special Edition aufgestockt um zahlreichen Bonus-Tracks (\u201eTrue),  Live-Aufnahmen aus dem Wembley-Stadion (\u201eParade\u201c) und einer schicken DVD (\u201eTrue\u201c) mit  einem Gig im \u201eSadler\u00b4s Wells\u201c in London, dazu noch Schmankerl aus der \u201eBBC\u201c-Schat<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5734\" title=\"spandau-ballet-true-special-edition-225\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/spandau-ballet-true-special-edition-225.jpg\" alt=\"spandau-ballet-true-special-edition-225\" width=\"192\" height=\"192\" \/>ulle, lassen keine W\u00fcnsche offen. Selbst Besitzer der  Originale sollten dar\u00fcber nachdenken, sich diese beiden Wohlf\u00fchl-Popper noch mal  in neuer Aufmachung in den Schrank zu stellen. Dass dabei nat\u00fcrlich auch der  angestaubte Sound noch mal auf Hochglanz poliert wurde, kommt der Musik eher zu  Gute, als dass es ihr schadet. Nostalgisch wird man trotzdem. Und genau darum  geht\u2019s ja hier.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5735\" title=\"labrassbanda\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/labrassbanda-219x300.jpg\" alt=\"labrassbanda\" width=\"217\" height=\"296\" \/><strong>LaBrassBanda <\/strong>beschenken uns derweil nach  ihrem gro\u00dfartigen, zweiten Album mit einer DVD, die sie dort zeigt, wo die  Band hingeh\u00f6rt: auf der B\u00fchne. Genauer gesagt im Circus Krone in M\u00fcnchen, wo  die Jungs ihren Sturmlauf beginnen. Schon nach wenigen Sekunden rocken die  Jungs das ungewohnte Ambiente in Grund und Boden. Marcus H. Rosenm\u00fcller setzt die  Band dabei so gekonnt in Szene, dass einem selbst auf dem heimischen Sofa der Schwei\u00df aus den Achselh\u00f6hlen tropft. Der Gig geh\u00f6rt sicher zum eindrucksvollsten, was diese Band jemals gespielt hat. Die Begeisterung schwappt auf der Stelle auf die andere Seite der Mattscheibe \u00fcber. Kurz  darauf m\u00f6chte man seinen Fernseher in den Arm nehmen und ihn zu Boden  knutschen. Was f\u00fcr eine Band, verdammt, was f\u00fcr eine Live-Band.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5745\" title=\"arihest_albumcover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/arihest_albumcover-300x270.jpg\" alt=\"arihest_albumcover\" width=\"300\" height=\"270\" \/><strong>Ari Hest<\/strong>, seines Zeichens amerikanischer Liedermacher, der sich vor kurzem aus den Klauen seines Major-Labels  befreite, um seinen Songs eine individuelle Note zu schenken, hat nun ein neues  Album namens \u201eTwelve Mondays\u201c ver\u00f6ffentlicht. Auf selbigem befinden sich zw\u00f6lf  Songs, die im Rahmen eines ambitionierten Projekts entstanden sind, welches beinhaltete, dass der K\u00fcnstler in den 52 Wochen des Jahres 2008 jeweils  ein Lied schrieb, dass er dann am Montag seiner Fangemeinde vor den Latz  knallte. Die St\u00fccke auf dem Album wurden von den Fans selbst ausgew\u00e4hlt und noch  mal \u00fcberarbeitet, bevor sie auf Longplayer gepresst wurden. Mit einem Jahr Versp\u00e4tung ist unser Lieblings-Emo-Indie-Label Arctic Rodeo nun auf  diesen musikalischen Schatz aufmerksam geworden und ver\u00f6ffentlicht die Scheibe  in illustrer Verpackung, so dass allen Fans von Kevin Devine und Fleet Foxes das  Wasser im Mund zusammen laufen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5737\" title=\"school\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/school-300x300.jpg\" alt=\"school\" width=\"235\" height=\"235\" \/><strong>School Of Seven Bells<\/strong> werden allerweil von  allen Seiten mit Lobeshymnen \u00fcbersch\u00fcttet und sie schaffen es auf ihrem neuen  Album, den verstrahlten Melodien von My Bloody Valentine eine poppige  Wohlf\u00fchl-Spritze zu injizieren, so dass man sofort seine H\u00e4nde gen Himmel schleudert und hemmungslos im Kreis springt. \u201eDisconnected From Desire\u201c reist dich in  einen Strudel der Emotionen, die Scheibe beschr\u00e4nkt sich niemals darauf, eine  sch\u00f6ne Melodie nach der anderen raus zu hauen, sondern schm\u00fcckt das Ganze so gen\u00fcsslich mit verschwurbelten Wave-Anleihen auf, dass man eine  Hippie-Ecke im \u00f6rtlichen Indie-Club einrichten m\u00f6chte. Kramt die Picknick-Decken und R\u00e4ucherst\u00e4bchen aus der Kiste. Hier kommt der musikalische Knutschmund  des Sommers.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5738\" title=\"lissie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/lissie.jpg\" alt=\"lissie\" width=\"260\" height=\"260\" \/><strong>Lissie<\/strong> kann sich derweil r\u00fchmen, dass ihr  erstes Stelldichein als K\u00fcnstlerin von niemand Geringerem, als Bill Reynolds  von Band Of Horses in Szene gesetzt wurde. Mit \u201eWhen I\u00b4m Alone\u201c hat sie dazu auch  noch einen astreinen Sommerhit f\u00fcrs Formatradio im Gep\u00e4ck. Der Track gef\u00e4llt  trotz seiner explosiven Produktion, weil sich dahinter eine charmante Melodie versteckt, die man noch Stunden sp\u00e4ter im Ohr hat. Der sch\u00f6nste Song  dieses Albums allerdings ist \u201eIn Sleep\u201c \u2013 da m\u00f6chte man sofort ins Auto  springen und Richtung Sandstrand aufbrechen. Insgesamt ist \u201eCatching A Tiger\u201c sicher  nicht die Neuerfindung der Pop-Musik. Macht aber gute Laune und d\u00fcrfte allen  Anh\u00e4ngern von K\u00b4s Choice bis Anouk ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern. Also  lehnt euch zur\u00fcck. Genie\u00dft die Sonne. Wir lesen uns beim n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist soweit. Willkommen auf dem Faschingsball. Etwas sp\u00e4t im Jahr, zugegeben. Aber gibt ja genug Gr\u00fcnde, sich zu verkleiden. Zum Beispiel zu Ehren eines neuen Albums. Auf \u201eExpo 68\u201c kehren die Jungs von Wolf Parade ihren inneren Jungspund nach au\u00dfen und rocken, was das Zeug h\u00e4lt. 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