{"id":5867,"date":"2010-08-18T12:05:49","date_gmt":"2010-08-18T11:05:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5867"},"modified":"2010-08-18T12:06:23","modified_gmt":"2010-08-18T11:06:23","slug":"zuckerbeat-vol-156-some-may-call-it-rain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=5867","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)56 &#8211; some may call it rain"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5868\" title=\"thievesandvillains\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/thievesandvillains.jpg\" alt=\"thievesandvillains\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/thievesandvillains.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/thievesandvillains-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Ob Fans von Vampire Weekend wirklich Gefallen am neuen Album von <strong>Thieves And Villains<\/strong> finden werden, wie es der Presse-Sticker verspricht, sei jetzt einmal dahin gestellt, aber alle Fans von Panic At The Disco, The Audition und Fall Out Boy sollten sich \u201eSouth America\u201c auf keinen Fall entgehen lassen. Das schicke Artwork l\u00e4dt bereits zur gro\u00dfen Baggersee-Sause ein und sp\u00e4testens, wenn man den z\u00e4hen Opener \u201e16 Hits\u201c hinter sich gelassen hat, entfaltet sich ein Hit-Reigen, <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>der im Gegensatz zu vielen anderen Emo-Gesellen so luftig arrangiert wurde, dass man sich von der Masse an Melodien nicht gleich erschlagen f\u00fchlt. Stattdessen schwirren einem die Hookline von \u201eDrunk In Amsterdam\u201c und der akustische Rausschmei\u00dfer \u201eSouth Street Hymnal\u201c noch Stunden sp\u00e4ter im Kopf herum. Alles in allem sicher kein weltbewegendes, aber durchaus liebenswertes Emo -Pop-Werk f\u00fcr anstehende Sommerpartys.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5869\" title=\"gavin-bain\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/gavin-bain-189x300.jpg\" alt=\"gavin-bain\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/gavin-bain-189x300.jpg 189w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/gavin-bain.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/>In dem Buch \u201e<em>Fake<\/em>\u201c dreht sich derweil alles um ein Duo schottischer Studenten, die mit ihrem Rap-Projekt den gro\u00dfen Reibach machen m\u00f6chten. Autor <strong>Gavin Bain<\/strong> versteht es bisweilen gekonnt, dem Musik-Gesch\u00e4ft einen Spiegel vorzuhalten, wenn er seine Protagonisten fortw\u00e4hrend dazu anleitet, sich f\u00fcr den kommerziellen Erfolg zu verrenken bis letztlich jegliche autobiografische Note aus der Musik verschwunden ist. \u201eWenn uns als schottische Rapper niemand ernst nimmt, dann versuchen wir es eben als Amis\u201c gibt Schlaumeier Bill die Richtung vor. Und dann bekommt man eine Geschichte vor den Latz geknallt, die all jene Oberfl\u00e4chlichkeiten durchdekliniert, denen man sich im Reich der Stars und Sternchen eben so ausgeliefert sieht. Dieser Roman handelt vor allem von Exzessen und der Suche nach der eigenen Identit\u00e4t. Der Hinweis am Ende, dass der Autor inzwischen eine neue Band am Start hat, wirkt zwar bisweilen etwas kalkuliert. Alles in allem aber trotzdem eine nette, leicht \u00fcbertrieben anmutende Sommerlekt\u00fcre, die vom Leser nicht viel Aufmerksamkeit einfordert, die sich daf\u00fcr aber sch\u00f6n in einem Rutsch durchschm\u00f6kern l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5870\" title=\"comeback-kid\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/comeback-kid.jpg\" alt=\"comeback-kid\" width=\"460\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/comeback-kid.jpg 450w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/comeback-kid-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/comeback-kid-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/>Richtig viel L\u00e4rm machen hinterher <strong>Comeback Kid<\/strong>, die ihr hei\u00df ersehntes, neues Album \u201eSymptoms + Cures\u201c \u00a0rauskegeln. Die Scheibe bewegt sich konsequent im Grenzgebiet von Gallows und Konsorten und sorgt so daf\u00fcr, dass man schon nach wenigen Sekunden die F\u00e4uste gen Firmament reckt. \u00a0Es gibt derzeit kaum eine Band, die ihre Hardcore-Riff-Attacken so punktgenau ansetzt &#8211; im Track \u201eBecause Of All\u201c wird es zwar mal kurz etwas melodi\u00f6ser Marke Slipknot (ruhigere Abteilung), danach wird aber wieder das Gaspedal durchgetreten und mit Anlauf in die schwitzende Menge gehechtet. \u00a0Die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke dieser Band liegt darin, dass sie es schafft, dem Zuh\u00f6rer das Gef\u00fchl zu vermitteln, unmittelbar dabei zu sein. Wie sie es hinkriegen, das Ganze so zielgerichtet auf Platte zu transformieren, bleibt ihr gro\u00dfes Geheimnis. Also Regler hoch und abgehen: \u201eGet Alone!\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5871\" title=\"zola-jesus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/zola-jesus.jpg\" alt=\"zola-jesus\" width=\"245\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/zola-jesus.jpg 283w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/zola-jesus-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/>Zum Runterkommen empfiehlt sich hinterher das aktuelle Album von <strong>Zola Jesus<\/strong>, einer russisch-st\u00e4mmigen Sirene, die anmutet, als k\u00e4me die Protagonistin gerade eben aus einem Opernhaus geh\u00fcpft, um ihre himmelhochjauchzenden Melodien mit poppigen Arrangements ad absurdum zu f\u00fchren. \u201eStridulum II\u201c erinnert nicht zuf\u00e4llig an die mysteri\u00f6sen Sounds von Fever Ray und Bat For Lashes, kommt aber alles in allem nicht ganz so creepy r\u00fcber. Die Drum-Phantasien sorgen fortw\u00e4hrend daf\u00fcr, dass man die Augen schlie\u00dft und in wundersame Welten abdriftet. Wirkt irgendwie seltsam aus der Zeit gerissen, dieses Werk. So als wollte die Musikerin ihre H\u00f6rer ganz bewusst in eine Zwischenwelt entf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5872\" title=\"annuals\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/annuals.jpg\" alt=\"annuals\" width=\"194\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/annuals.jpg 283w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/annuals-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/>Die <strong>Annuals<\/strong> machen sich derweil auf in beschwingte Gefilde und lassen ihre melodi\u00f6sen Songs einen Salto nach dem anderen schlagen. Freunde von Animal Collective d\u00fcrften sich bereits nach wenigen Minuten pudelwohl f\u00fchlen. Hier allerdings steht im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfe der Pop-Aspekt der Songs im Vordergrund, was so viel hei\u00dft, wie: das Zeug kannste auch mal in der Indie-Disco auflegen, ohne dass sich die H\u00e4lfte der G\u00e4ste fragt, wie man jetzt dazu tanzen soll. \u201eCount The Rings\u201c ist Bubble-Gum-Pop f\u00fcr Fortgeschrittene. Wer auf die Flaming Lips steht, sollte diesem abgefahrenen Sammelsurium aus B-Seiten und Lieblingssongs einen Durchlauf in der heimischen Stereoanlagen genehmigen. Es d\u00fcrfte sich lohnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5873\" title=\"smooth\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/smooth-300x281.jpg\" alt=\"smooth\" width=\"225\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/smooth-300x281.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/smooth.jpg 404w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><strong>Smooth<\/strong> l\u00e4sst es hinterher die gleichnamige Combo aus Nantes angehen, die sich auf \u201eThe Parade\u201c daran versucht, die epischen Anleihen von The Verve mit einer distanzierten Haltung zu vermengen. Unterst\u00fctzt von zahlreichen Gast-Stars, wie Dominique A und Am\u00e9lie entsteht daraus ein vielseitiges Album, dessen reservierte Haltung allerdings zwischenzeitlich auch mal etwas Geduld einfordert, wenn Songs mit einem ausgiebigen Intro ausgestattet werden, um den H\u00f6rer darauf einzustimmen, was da noch kommen mag. Wer mal wieder in anderen Sph\u00e4ren schwelgen m\u00f6chte, sollte sich das Teil gen\u00fcsslich in der H\u00e4ngematte zu Gem\u00fcte f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5874\" title=\"summer-camp\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/summer-camp.jpg\" alt=\"summer-camp\" width=\"460\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/summer-camp.jpg 600w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/summer-camp-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/summer-camp-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/>Aufs Wesentliche beschr\u00e4nken sich auch die Lo-Fi-Popper von <strong>Summer Camp<\/strong> auf ihrer aktuellen EP \u201eYoung\u201c. Mit sechs schmissigen St\u00fccken, die jedem Fan von Bombay Bicycle Club bis Magnetic Fields das Herz \u00f6ffnen, schubsen sie einen zur\u00fcck in die 80er und sorgen mit der alles \u00fcberstrahlenden Hit-Single \u201eWas It Worth It\u201c f\u00fcr Freudentr\u00e4nen bei all jenen, die noch mal ihren eigenen Abschlussball revivaln m\u00f6chten. Wenn das Londoner Duo es schafft, diese Unbek\u00fcmmertheit auch auf Albuml\u00e4nge zu transformieren, d\u00fcrfte es bald \u00fcber die Szene-Blogs hinaus f\u00fcr Aufsehen sorgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5875\" title=\"casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar-300x300.jpg\" alt=\"casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar\" width=\"263\" height=\"263\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/casiokids-topp-stemning-pa-lokal-bar.jpg 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/>Die <strong>Casiokids<\/strong> f\u00fchren einem derweil eindrucksvoll vor Augen, wie man in norwegischer Mundart die Welt erobert. Schon der Opener ihres Albums \u201eTopp Stemning Pa Lokal Bar\u201c klingt, als h\u00e4tten sich The Whitest Boy Alive mit Hot Chip verm\u00e4hlt. Die restlichen sieben Songs<span> <\/span>peppen Indie-Pop der Marke Phoenix mit Techno-, und Afro-Beat-Anleihen auf und weil das Ganze so ruckizucki durchgeleiert ist, dr\u00fcckt man ebenso hurtig die \u201eRepeat\u201c-Taste, um sich mit diesem kurzweiligen Sommer-Pop noch mal ein bisschen die Zeit zu vertreiben. Dementsprechend\u2026 genie\u00dft die Sommersonne (wenn sie denn kommt). Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Fans von Vampire Weekend wirklich Gefallen am neuen Album von Thieves And Villains finden werden, wie es der Presse-Sticker verspricht, sei jetzt einmal dahin gestellt, aber alle Fans von Panic At The Disco, The Audition und Fall Out Boy sollten sich \u201eSouth America\u201c auf keinen Fall entgehen lassen. 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