{"id":6023,"date":"2010-09-24T10:46:12","date_gmt":"2010-09-24T09:46:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6023"},"modified":"2010-09-24T10:46:34","modified_gmt":"2010-09-24T09:46:34","slug":"zuckerbeat-vol-164-ich-bin-viel-zu-lange-mit-euch-mitgegangen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6023","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)64 &#8211; ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6022\" title=\"godzilla1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/godzilla1-300x300.jpg\" alt=\"godzilla1\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/godzilla1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/godzilla1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/godzilla1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wer auf Post-Hardcore der Marke At-The Drive-In steht, der  braucht nicht das Fernglas auszupacken, um sich nach einem guten  Nackenmuskeltraining umzuschauen. <strong>Godzilla Was A Friend Of Mine<\/strong> stammen nicht nur aus W\u00fcrzburg, sie haben auch ein eindrucksvolles,  gleich-lautendes Deb\u00fctalbum eingespielt, das mit \u201eRemote Control\u201c einen  astreinen Hit f\u00fcr die Tanzfl\u00e4che bereith\u00e4lt. Die neun dynamischen Songs  sorgen daf\u00fcr, dass man kurzerhand Richtung Mainwiesen sprinten m\u00f6chte,  um eigenh\u00e4ndig das Laub von den B\u00e4umen zu sch\u00fctteln. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Das  Wechselspiel zwischen rockigen Passagen und schwelgerischen Melodien  funktioniert ganz hervorragend, alles auf dieser Platte befindet sich im  Fluss. Man muss sich zwar zweifelsohne einlassen auf diese Scheibe,  schenkt man ihr allerdings ein paar Durchl\u00e4ufe, wird man viel Freude mit  ihr haben. Am 9. Oktober spielen die Jungs im Wasserhaus in Hammelburg.  Lohnt sich mal vorbei zu schauen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6010\" title=\"hauschka\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hauschka.jpg\" alt=\"hauschka\" width=\"178\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hauschka.jpg 280w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/hauschka-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/>Hauschka<\/strong> ist ein renommierter Pianist, der es schafft, die klassische Musik in  einen Pop-Kontext zu \u00fcberf\u00fchren, ohne dass es klischeehaft klingen  w\u00fcrde. Sein aktuelles Album \u201eForeign Landscapes\u201c l\u00e4dt dazu ein, sich  sch\u00f6ne Geschichten zum \u201eAlexanderplatz\u201c auszudenken oder vom ersten  Schnee zu tr\u00e4umen. Dieses Werk schreit geradezu danach, auf einer  monstr\u00f6sen B\u00fchne mit einem kompletten Orchester aufgef\u00fchrt zu werden.  Das Geheimnis von Hauschka ist es, schwierige, klassische Motive ganz  locker-flockig klingen zu lassen. Fast beschwingt wirken seine Songs,  dabei strotzen sie nur so vor Detailreichtum. Geigen, Posaunen und  Klarinetten buhlen um die Aufmerksamkeit des H\u00f6rers und doch wirkt  \u201eForeign Landscapes\u201c zu keinem Zeitpunkt \u00fcberladen. Wer mit klassischer  Musik bisher nichts anfangen konnte, weil er im Grunde seines Herzens  Pop-Fan ist, k\u00f6nnte durch Hauschka seine Meinung \u00e4ndern. Einfach mal  reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6011\" title=\"yann_tiersen_dust_lane_300\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/yann_tiersen_dust_lane_300.jpg\" alt=\"yann_tiersen_dust_lane_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/yann_tiersen_dust_lane_300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/yann_tiersen_dust_lane_300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Yann Tiersen<\/strong> d\u00fcrfte den Meisten durch seine Mitwirkung am \u201eAmelie\u201c-Soundtrack ein  Begriff sein. Wer ihn bisher noch nicht als Solo-K\u00fcnstler f\u00fcr sich  entdeckt hat, d\u00fcrfte \u00fcberrascht sein, wie vertrackt, rotzig und  verspielt sein musikalischer Output doch ist. Auf \u201eDust Line\u201c wendet er  sich wieder der melancholischen Seite des Lebens zu und erz\u00e4hlt  Geschichten von Menschen, die die Hoffnung nicht verlieren. Die Songs  wurden atmosph\u00e4risch arrangiert und d\u00fcrften in diesem Zusammenhang auch  f\u00fcr Fans von Sigur Ros interessant sein. Der nahezu perfekte Soundtrack,  um in einer warmen Nacht mit dem Bike eine lange Stra\u00dfe hinab zu  fahren. Einfach Kopfh\u00f6rer \u00fcberst\u00fclpen und alles um dich herum beginnt zu  flie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6012\" title=\"kort\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/kort.jpg\" alt=\"kort\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/kort.jpg 220w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/kort-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/>Melancholische  Schmachtfetzen, zudem auch noch mit Country-Einschlag, waren noch nie  mein Ding, dementsprechend ernten Lampchops <strong>Kurt Wagner &amp; Courtney Tidwell<\/strong> auch erstmal Kopfsch\u00fctteln, w\u00e4hrend der Opener ihres aktuellen Albums  \u201eInvariable Heartache\u201c seine Runden auf den Plattenteller dreht. Mit  zunehmender Dauer schicken sich in diesem Zusammenhang zwar immer wieder  ein paar himmelhochjauchzende Geigen an, das bodenst\u00e4ndige  Lagerfeuer-Gepl\u00e4nkel zu unterbrechen, alles in allem kann ich das  gemeinsame Cover-Projekt namens Kort aber dennoch nur hartgesottenen  Country-Fans ans Herz legen. Sorry, da warte ich dann doch lieber auf  das n\u00e4chste, regul\u00e4re Lambchop-Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6013\" title=\"athlete_singles\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/athlete_singles.jpg\" alt=\"athlete_singles\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/athlete_singles.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/athlete_singles-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Athlete <\/strong>waren  derweil immer eine Band, die auf jedem Album einige famose St\u00fccke  hervorbrachte, die aber \u00fcber die volle L\u00e4nge nie so recht zu \u00fcberzeugen  wusste. Sch\u00f6n zu sehen, das nun unter dem Titel \u201eSingles 01-10\u201c der  Rundumschlag in Sachen Single-Auskopplungen erfolgt. Die Scheibe liefert  ganz gro\u00dfes Brit-Pop-Kino der Marke \u201eEl Salvador\u201c, \u201eYou Got The Style\u201c,  \u201eSuperhuman Touch\u201c und nat\u00fcrlich den \u00dcberhit \u201eWires\u201c. Doch die Platte  ist nicht nur f\u00fcr Athlete-Neueinsteiger interessant. Mit \u201eBack Track\u201c  wurde ein nicht zu verachtender Bonus-Track hinzugef\u00fcgt. Zudem wurden  auf Seite Zwei zahlreiche Rarit\u00e4ten, B-Seiten und Remixes  zusammengew\u00fcrfelt, die den eigentlichen Hitsingles in nichts nachstehen.  Ein Album, wie geschaffen, um auf dem n\u00e4chsten Tape f\u00fcr die\/den  Liebste\/n f\u00fcr zahlreiche A-Ha-Effekte zu sorgen. Athlete schaffen  Atmosph\u00e4re. In dieser geballten Form ist das ein Hochgenuss.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6014\" title=\"yazoo-reconnected-live-300x278\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/yazoo-reconnected-live-300x278.jpg\" alt=\"yazoo-reconnected-live-300x278\" width=\"246\" height=\"227\" \/>Yazoo<\/strong> haben sich derweil bereits vor zwei Jahren nach nahezu einem  Vierteljahrhundert Funkstille reformiert. Nun erscheint eine Doppel-Cd  im hochwertigen Buch-Einband, welche die sch\u00f6nsten Momente der  vergangenen Tour von Vince Clark und Alison Moyet versammelt. Dass  Songs, wie \u201eYou And Me Both\u201c und \u201eOnly You\u201c heute noch so zeitgem\u00e4\u00df  anmuten, ist bemerkenswert, aber man f\u00fchlt sich auf der Stelle abgeholt,  wenn die ersten Synthesizer-Kl\u00e4nge das Soundsystem fluten. Alles in  allem ist \u201eReconnected Live\u201c nicht nur ein gefundenes Fressen, f\u00fcr  hoffnungslose Nostalgiker, sondern auch f\u00fcr Yazoo-Neueinsteiger. Das  schwarz-wei\u00dfe B\u00fcchlein verschafft einem einen h\u00fcbschen Eindruck von den  atmosph\u00e4rischen Auftritten der letzten zwei Jahre. Fehlt eigentlich nur  noch ein neues Album? Wie sieht\u00b4s damit aus, Yazoo?<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6015\" title=\"matou\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/matou.jpg\" alt=\"matou\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/matou.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/matou-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Matou<\/strong> schreiben derweil poppige Songs, die anfangs noch etwas gleichf\u00f6rmig  anmuten, mit jedem weiteren Durchlauf allerdings, beginnt einen \u201eLost  &amp; Found\u201c ein St\u00fcck weit mehr zu fesseln. Mit \u201eIch bin viel zu lange  mit euch mitgegangen\u201c hat das Quartett sogar einen Hit aus dem Hause  Tocotronic in Klavierwelten \u00fcberf\u00fchrt. W\u00e4hrend des Songs hat man  ununterbrochen G\u00e4nsehaut, weil man das Gef\u00fchl hat, er w\u00e4re genau f\u00fcr  diese Variante entworfen worden. Wer sich mal wieder an Lagerfeuerhymnen  das Herz w\u00e4rmen m\u00f6chte und im Hintergrund ein Jazz-Orchester aufspielen  sehen m\u00f6chte, sollte sich dieses Werk hier ins Regal stellen. \u201eLost  &amp; Found\u201c ist ein echter Geheimtipp f\u00fcr Menschen, die den Glauben an  gute Popmusik noch nicht an die Formatradios dieser Welt verloren haben.  Hier gibt\u2019s das Kontrastprogramm zum Einheitsgedudel. Hoffen wir, dass  der \u00f6rtliche Quotensender diese Hymnen nicht ausschlachtet.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6016\" title=\"two-chix\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/two-chix-292x300.jpg\" alt=\"two-chix\" width=\"208\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/two-chix-292x300.jpg 292w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/two-chix.jpg 312w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/>Two Chix &amp; A Beer<\/strong> klingen derweil wesentlich entspannter, als es der Bandname vermuten  l\u00e4sst. Die Referenzgr\u00f6\u00dfe Bob Dylan wird einem schon nach wenigen  Augenblicken offenbar und \u201eFriends Of Dolores\u201c \u00a0schafft es leider nur  selten, dem Blues-Standard-Repertoire der Marke Stones bis White Stripes  etwas Neues hinzuzuf\u00fcgen. Ein Funk-Schunkler, wie \u201eAll The Girls\u201c  \u00a0sorgt zwar zwischenzeitlich f\u00fcr rege Unterhaltung, schafft es aber  leider nicht, den Gesamteindruck \u00fcber die volle L\u00e4nge auf ein h\u00f6heres  Niveau zu hieven. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4re f\u00fcr  heute. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer auf Post-Hardcore der Marke At-The Drive-In steht, der braucht nicht das Fernglas auszupacken, um sich nach einem guten Nackenmuskeltraining umzuschauen. Godzilla Was A Friend Of Mine stammen nicht nur aus W\u00fcrzburg, sie haben auch ein eindrucksvolles, gleich-lautendes Deb\u00fctalbum eingespielt, das mit \u201eRemote Control\u201c einen astreinen Hit f\u00fcr die Tanzfl\u00e4che bereith\u00e4lt. 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