{"id":6050,"date":"2010-09-26T11:05:56","date_gmt":"2010-09-26T10:05:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6050"},"modified":"2010-09-26T11:05:56","modified_gmt":"2010-09-26T10:05:56","slug":"zuckerbeat-vol-166-fieber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6050","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)66 &#8211; fieber"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6047\" title=\"1000robota_ufo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/1000robota_ufo.jpg\" alt=\"1000robota_ufo\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/1000robota_ufo.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/1000robota_ufo-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>1000 Robota<\/strong> waren auf ihrem Erstling noch ziemlich ungest\u00fcm unterwegs und erinnerten bisweilen an eine rockige Variante der Mediengruppe Telekommander. Nun haben sie das Tempo etwas runtergeschraubt und schicken ein \u201eUfo\u201c vorbei, um den H\u00f6rer in experimentelle Gefilde zu geleiten. Wer braucht heutzutage schon noch Refrains? 1000 Robota spurten von Gipfel zu H\u00f6hepunkt und dann ab Richtung Wolkenhimmel rauf zum Mann im Mond. \u201eWeinen tun wir nicht und lachen tun wir nicht\u201c. \u201eWir rei\u00dfen uns zusammen und stehen mittendrin\u201c. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Ist das jetzt wirklich ihr ernst? Mit\u201cnicht\u201cen mit Betonung auf: \u201enicht\u201c! \u201eDu k\u00e4mpfst, du k\u00e4mpfst, du k\u00e4mpfst. Ich sag dir eins, du spinnst\u201c. So klingt die frische Version einer Kapitulation, werte Kollegen von Tocotronic. Alles in allem ein gefundenes Fressen, f\u00fcr alle, denen die Goldenen Zitronen schon immer imponiert haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6048\" title=\"gonzales-ivory-tower-album\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/gonzales-ivory-tower-album-300x300.jpg\" alt=\"gonzales-ivory-tower-album\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/gonzales-ivory-tower-album-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/gonzales-ivory-tower-album-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/gonzales-ivory-tower-album.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><strong>Chilly Gonzales <\/strong>ist ja ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt f\u00fcr seine Live-Performances. Wenn er sich nicht gerade ein Piano-Battle mit Helge Schneider liefert, platziert er sich mit zwei Schlagzeugern auf der B\u00fchne und haut schon mal mit seinen Zehenspitzen in die Tasten seines Klaviers. Seine Studioalben haben in diesem Zusammenhang einen eher schweren Stand. Fallen sie doch immer ein bisschen zur\u00fcck im direkten Vergleich. \u201eIvory Tower\u201c ist in diesem Zusammenhang eine gern gesehen Ausnahme. Wie sich hier simple Piano-Passagen im Kopf des H\u00f6rers einnisten und mit jedem weiteren Durchlauf neue Details von sich Preis geben, ist spitzenklasse. (Hab ich wirklich spitzenklasse geschrieben?!) Ja, verdammt noch mal. Spitzenklasse! Songs wie \u201eI Am Europe\u201c und \u201eNever Stop\u201c steuern unaufh\u00f6rlich auf den emotionalen H\u00f6hepunkt zu, um den H\u00f6rer dann kurz vor dem Durchbruch immer wieder aufs Neue zu vertr\u00f6sten. Das wiederum steigert nur Lust auf einen weiteren Durchlauf. Was soll man dazu noch sagen? \u201eI\u00b4m A Sentimental Song\u201c. Hach, sind wir das nicht alle?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6049\" title=\"prof-green\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/prof-green-300x300.jpg\" alt=\"prof-green\" width=\"219\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/prof-green-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/prof-green-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/prof-green.jpg 399w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/>Professor Green<\/strong> hat derzeit wohl den hei\u00dfesten Grime-Pop am Start, den man seit dem letzten Werk von Kano vor den Latz geknallt bekam. Im Duett mit Lily Allen l\u00e4sst er der Nostalgie freien Lauf und proklamiert \u201eJust Be Good To Green\u201c, um die Menschen an die werten Kollegen von INXS zu erinnern. Was f\u00fcr eine Ansage. Wassn Hit, meine Damen und Herren. Und so geht das dann weiter auf \u201eAlive Till I\u00b4m Dead\u201c. Ist ja gerade mal 26, der werte Herr Green und das merkt man. Die Tracks strahlen eine Unbek\u00fcmmertheit aus, die vielen Kollegen vollkommen abgeht. Dass so was nat\u00fcrlich nur aus England zu uns her\u00fcberschwappen kann\u2026 Ehrensache! Alles in allem das frischeste Rap-Album des ausklingenden Sommers. Kano kann ja dann demn\u00e4chst wieder nachlegen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6051\" title=\"nagel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/nagel.jpg\" alt=\"nagel\" width=\"150\" height=\"240\" \/><strong>Nagel<\/strong> kann sich nach dem Ende von Muff Potter nun voll auf seine Karriere als Schreiberling konzentrieren und stellt in seinem zweiten Roman die berechtigte Frage: \u201e<em>Was kostet die Welt<\/em>\u201c\u2026 und zwar ohne Fragezeichen. \u201eDer Missionar, den niemand wollte\u201c l\u00e4sst seinen Helden namens Meise die Welt entdecken. Weil er keinen Bock hat, wie sein Vater zu enden, macht er sich auf, der Welt zu beweisen, dass es auch anders geht<span> <\/span>Dabei landet er irgendwann in der tiefsten Provinz. Zwischen Weinfest und Kinderspielplatz sucht Meise seinen Platz im Leben. Pflegt seine Neurosen. Scheitert mal an den anderen, mal an sich selbst. H\u00e4lt dem B\u00fcrgertum einen Spiegel vors Gesicht, wenn er klischeehaftes Geblabber der Marke \u201eje sp\u00e4ter der Abend, desto sch\u00f6ner die G\u00e4ste\u201c mit ironischer Breitseite kontert. Sind doch eh aller zum Saufen hier. Am Ende f\u00fcgt sich all das zu einer schmissig getexteten Geschichte zusammen. Meises Geschichte, welcher man als Leser durchaus ein paar herbstliche Stunden schenken sollte. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6052\" title=\"mit\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/mit.jpg\" alt=\"mit\" width=\"260\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/mit.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/mit-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><strong>Mit<\/strong> geh\u00f6rten auf dem diesj\u00e4hrigen Berlin-Festival zu den besten Live-Acts des Wochenendes und man hatte bisweilen das Gef\u00fchl einen Auftritt von Kraftwerk miterleben zu d\u00fcrfen. Das neue Album der Jungs setzt nun genau dort an und vermengt deutschsprachige Melodien mit elektronischen Firlefanz. \u201eNanonotes\u201c klingt so kompromisslos zur\u00fcckgewandt, dass man der Band f\u00fcr dieses nostalgisch-futuristische Konzept zu Boden knutschen m\u00f6chte. Wenn \u201eFieber\u201c und \u201ePudong\u201c sich anschicken, den H\u00f6rer mit st\u00e4ndigen Loops von Zeilen, wie \u201eHightech verpflichtet\u201c zu roboterhaften Verrenkungen anzuregen, kommt man nicht umhin, ihnen zuzurufen: Experiment gelungen. \u201eMorgen\u201c ist eben doch schon wieder \u201eGestern\u201c. Vorausgesetzt man steckt mit Mit im \u00dcbermorgen fest.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6053\" title=\"bon_homme_cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/bon_homme_cover.jpg\" alt=\"bon_homme_cover\" width=\"460\" height=\"460\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/bon_homme_cover.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/bon_homme_cover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/bon_homme_cover-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><strong>Bon Homme<\/strong> von den gefeierten Breitband-Elektronikern WhoMadeWho hat sich derweil entschlossen sein erstes Soloalbum einzuspielen und macht darauf nicht nur in \u00e4sthetischer Hinsicht eine gute Figur. Schon der Opener des gleichnamigen Werks legt los, als wollte er Depeche Mode vor Augen f\u00fchren, wie man die Renaissance des D\u00fcster-Pop-Genres einl\u00e4utet. Interpol h\u00e4tten sich wohl auch gew\u00fcnscht einen flackernden Beat, wie den von \u201eThe Battery Inside Your Heart\u201c zur Verf\u00fcgung gestellt zu bekommen, um ihren \u201elebensm\u00fcden\u201c Pop-Entwurf etwas aufzupeppen. Der gr\u00f6\u00dfte Hit aus dem Hause Homme allerdings h\u00f6rt auf den Namen \u201eMother\u201c und d\u00fcrfte mit seiner Hot Chip-m\u00e4\u00dfigen Hymnenhaftigkeit alle Tanzfl\u00e4chen der Nation in helle Aufregung versetzen. Ein imposantes Deb\u00fct. Hoffen wir, dass da demn\u00e4chst noch mehr nachkommt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6054\" title=\"luke-haines\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/luke-haines.jpg\" alt=\"luke-haines\" width=\"262\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/luke-haines.jpg 262w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/luke-haines-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/><strong>Luke Haines<\/strong> von den wunderbaren Auteurs (die hierzulande leider nie den Erfolg hatten, der ihnen geb\u00fchrte) hat derweil eine dreckige Abhandlung zum Thema Brit-Pop ver\u00f6ffentlicht und zieht in seinem Roman \u201eBad Vibes\u201c \u00fcber die Plattenindustrie her. Die Entt\u00e4uschung bez\u00fcglich des Erlebten ist in seinem Buch allgegenw\u00e4rtig. \u201eIch verbringe die Tage damit, n\u00fcchtern aus dem K\u00fcchenfenster zu starren und den \u00fcberwuchernden Garten dabei zu beobachten, wie er mich \u00fcberwuchert\u201c. Die Hoffnungslosigkeit ist greifbar. Die Lage aussichtslos. Luke Haines Rachefeldzug in Buchform ist nicht nur ein Muss f\u00fcr jeden Brit-Pop-Fan, \u201eBad Vibes\u201c liest sich dar\u00fcber hinaus auch wie eine herzergreifende und geh\u00e4ssige Fabel auf die Oberfl\u00e4chlichkeit unserer Gesellschaft. Fans von John Nivens \u201eKill Your Friends\u201c sollten unbedingt zugreifen. Ein boshafteres Buch werdet ihr in diesem Sommer nicht mehr vor den Latz geknallt bekommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6055\" title=\"john-roberts\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/john-roberts.jpg\" alt=\"john-roberts\" width=\"190\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/john-roberts.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/john-roberts-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><strong>John Roberts<\/strong> hat nach zwei Jahren unter dem Schriftzug des Labels \u201eDial\u201c nun endlich sein Deb\u00fctalbum \u201eGlass Eights\u201c an den Start gebracht und knallt uns darauf einige verspielte Deep-House-Entw\u00fcrfe um die Ohren. Man muss sich erstmal einlassen auf die zahlreichen Echos, Delays und Sound-Fragmente, die er hier zusammenknetet, wird dann aber mit zehn tiefgr\u00fcndigen Songs belohnt, die mit ihren sp\u00e4rlich eingestreuten Pop-Momenten f\u00fcr grinsende Gesichter auf den Tanzfl\u00e4chen der Clubs sorgen d\u00fcrften. Womit wir uns dann mal wieder so richtig ausgrinsen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1000 Robota waren auf ihrem Erstling noch ziemlich ungest\u00fcm unterwegs und erinnerten bisweilen an eine rockige Variante der Mediengruppe Telekommander. Nun haben sie das Tempo etwas runtergeschraubt und schicken ein \u201eUfo\u201c vorbei, um den H\u00f6rer in experimentelle Gefilde zu geleiten. 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