{"id":6227,"date":"2010-10-15T07:20:49","date_gmt":"2010-10-15T06:20:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6227"},"modified":"2010-11-02T20:38:21","modified_gmt":"2010-11-02T19:38:21","slug":"zuckerbeat-vol-172-wake-up-sleepyhead","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6227","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)72 &#8211; wake up, sleepyhead"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6228\" title=\"carlbarat_dito\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/carlbarat_dito.jpg\" alt=\"carlbarat_dito\" width=\"250\" height=\"226\" \/>Der werte <strong>Carl Bar\u00e2t<\/strong> hat keinen Bock mehr sich allein auf seinen Teilzeitjob bei den Libertines und den Dirty Pretty Things zu beschr\u00e4nken, also hat er, wie es sich f\u00fcr einen echten Freiheitsk\u00e4mpfer eben geh\u00f6rt, sein erstes Solo-Album unter eigenem Namen ver\u00f6ffentlicht. Wir erinnern uns ja alle noch an schlimme Vergehen aus dem Hause Billy Corgan und Konsorten, doch Bar\u00e2t gelingt das Kunstst\u00fcck, sich aus dem Schatten seiner Bands zu l\u00f6sen. Sein gleichnamiges Werk ist eine funkelnde Perle, die sich nicht von der Indie-Rock-Schlammlawine platt walzen l\u00e4sst. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Schon der Opener \u201eThe Magnus\u201c erstickt nicht in seinen produktionstechnischen Gr\u00f6\u00dfenwahn, er klingt locker-flockig, wie sich das eben so geh\u00f6rt aus der Feder eines Libertines-Mitbegr\u00fcnders. Fortan bewegt sich Bar\u00e2t auf dem schmalen Grad zwischen pomp\u00f6sen Arrangements und unverkrampft dahin gerotzten Pop-Nummern, deren Charme sich oft erst nach mehreren Durchl\u00e4ufen entfaltet. Alles in allem, liefert Carl Bar\u00e2t hier illustren Nachschub f\u00fcr das Tanzparkett der \u00f6rtlichen Indie-H\u00fctte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Pete Doherty\u2026 bitte nachziehen. Oder am Besten gleich ein neues Libertines-Album mit dem Kollegen ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6229\" title=\"black-mountain\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/black-mountain.jpg\" alt=\"black-mountain\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/black-mountain.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/black-mountain-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Black Mountain<\/strong> sorgen f\u00fcr einen Nostalgie-Flash, wenn sie uns ihre psychedelisch, verruchten Rocksongs um die Ohren hauen, als wollten sie King Crimson und Janis Joplin die letzte Ehre erweisen. Ein \u201eWilderness Heart\u201c m\u00f6chte von der Leine gelassen werden und irgendwie macht es schon ziemlich viel Spa\u00df, sich in diesen Songs zu verlieren, weil man nie das Gef\u00fchl hat, hier einen Abklatsch von altbekannten vor den Latz geknallt zu bekommen. Hinter den spacigen Gitarrenkrachern schlummert immer eine hymnische Songidee, die sich aus dem Hinterhalt anschleicht, um sich dann hartn\u00e4ckig im Ged\u00e4chtnis des H\u00f6rers einzunisten. Fans von Band Of Skulls, Wolfmother und Konsorten werden die Luftgitarre auspacken und sich an den verstrahlten Riffs erfreuen. Hin und wieder werden aber auch sch\u00f6n Erinnerungen an die experimentellen Momente von Blackmail wach. Black Mountain gelingt damit der Spagat, sowohl Indie- als auch Altrocker auf ihre Seite zu ziehen. Und das ist am Ende dann doch ziemlich bemerkenswert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6230\" title=\"azure\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/azure.jpg\" alt=\"azure\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/azure.jpg 452w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/azure-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/azure-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Azure Ray<\/strong> haben sich auf ihrem aktuellen Album mal wieder zum Besingen von traurigen Szenerien entschlossen. Einsam stehen sie am Stra\u00dfenrand und \u00f6ffnen an einem verregneten Tag ihr Herz f\u00fcr all jene, die unter weinerlichen Wolken durch die asphaltierten Stra\u00dfenschluchten der Stadt str\u00f6men. Diese Band ist wie geschaffen, um einen in eine andere Welt zu schubsen. \u201eDrawing Down The Moon\u201c ist ein echter Schweren\u00f6ter, der all jenen das Herz \u00f6ffnen d\u00fcrfte, die sich schon immer gew\u00fcnscht haben, die werte Karin aus dem Hause Fever Ray h\u00e4tte ein bisschen weniger experimentiert und ihre Songs in klassische Formate \u00fcberf\u00fchrt. Ein starkes, stimmungsvolles Werk. Wie geschaffen f\u00fcr den Herbstanfang.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6231\" title=\"fritz\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/fritz-300x268.jpg\" alt=\"fritz\" width=\"300\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/fritz-300x268.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/fritz.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Fritz Kalkbrenner<\/strong> macht sich derweil daran den Soul in technoide Sph\u00e4ren zu schubsen. Auf seinem aktuellen Album \u201eHere Today Gone Tomorrow\u201c gelingt ihm das vorz\u00fcglich, so dass man schon nach wenigen Minuten aufs Sofa plumpst, um sich an den seeligen Kl\u00e4ngen das Herz zu erw\u00e4rmen. Guetta und Konsorten k\u00f6nnen Kalkbrenner gestohlen bleiben, er m\u00f6chte ein Album erschaffen, das nachhaltig wirkt. Eines im Sinne von Marvin Gayes Klassiker \u201eWhat\u00b4s Going On\u201c, das auch im Beilagschreiben als Bezugspunkt herhalten muss. Nat\u00fcrlich kann man einen Klassiker, wie den von Gaye nicht kalkulieren und eben deshalb bleibt Kalkbrenners neuster Wurf erstmal \u201enur\u201c ein vertr\u00e4umtes, bisweilen beinahe herzliches Techno-Album, das sich auch nicht scheut einmal Ausfl\u00fcge in Country- und D\u00fcster-Pop-Gefilde zu unternehmen. Mit zunehmender Dauer entfalten sich die sp\u00e4rlich instrumentierten Songs immer weiter, hin und wieder werden auch sch\u00f6ne Erinnerungen an Paul Kalkbrenner wach, z.B. wenn einen eine z\u00e4rtliche Gesangsstimme in \u201eRight In The Dark\u201c pl\u00f6tzlich aus allen Tr\u00e4umen rei\u00dft. Wer auf Techno mit Tiefgang steht, sollte sich \u201eHere Today Gone Tomorrow\u201c auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6232\" title=\"apparat\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/apparat-300x300.jpg\" alt=\"apparat\" width=\"221\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/apparat-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/apparat-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/apparat.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/>Niemand Geringeres als <strong>Apparat<\/strong> hat sich derweil daran gemacht, den aktuellen Part der \u201eDJ-Kicks\u201c mit seinen Lieblingstracks zu best\u00fccken und er zerrt einen gleich zu Beginn hinunter in d\u00fcstere Gefilde. \u201eCircles\u201c vernebelt einem zum Auftakt die Sinne und gibt die Richtung vor f\u00fcr ein Klangerlebnis im Grenzgebiet von Burial und Thom Yorke. Man sollte sich die Scheibe unbedingt \u00fcber Kopfh\u00f6rer zu Gem\u00fcte f\u00fchren, um in den Genuss aller Details zu kommen. Zuweilen ist es schlicht grandios, wie hier Songs von Born Ruffians mit Joy Orbison und Pantha Du Prince verschmelzen. Wer auf elektronische Musik der anspruchsvollen, atmosph\u00e4rischen Sorte steht, f\u00fcr den ist dieses Mixtape ein Muss.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6233\" title=\"kyrie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/kyrie.jpg\" alt=\"kyrie\" width=\"272\" height=\"244\" \/><strong>Kyrie Kristmansson<\/strong> vollbringt derweil das Kunstst\u00fcck, geheimnisvollen Grusel-Pop mit Lagerfeuerromantik zu kombinieren. W\u00e4re nicht schon Herbst-K\u00e4lte angesagt, w\u00fcrde man sich wohl auf der Stelle ein Zelt unter die Arme klemmen, in den Wald d\u00fcsen und sich diese Scheibe in einer dunklen Vollmondnacht unter freiem Himmel zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Was die Kanadierin hier f\u00fcr quirlige Folk-Pop Experimente mit zwischenzeitlichem Jazz-Einschlag aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt, da k\u00f6nnen sich zahlreiche Liedermacher eine Scheibe von abschneiden. Keine Ahnung, wo die Dame ihre schr\u00e4gen Einf\u00e4lle zusammensammelt, \u201eOrigin Of Stars\u201c funkelt jedenfalls so hell am Firmament, dass man nach den elf schmissigen Songs sofort die Repeat-Taste der Anlage bet\u00e4tigt und hemmungslos den Mond anheult. Schrecklich sch\u00f6n.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6234\" title=\"TheAmplifetes_Cover.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/amplifetes-300x300.jpg\" alt=\"TheAmplifetes_Cover.indd\" width=\"214\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/amplifetes-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/amplifetes-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/amplifetes.jpg 340w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><strong>The Amplifetes<\/strong> aus Schweden versuchen derweil Pop-Punk mit elektronischem Gebretter zu verschmelzen. Klingt auf den ersten Eindruck ziemlich schlimm, macht aber nach kurzer Eingew\u00f6hnungsphase doch so viel Spa\u00df, dass man mit zunehmender L\u00e4nge doch noch in Stimmung kommt. Mit \u201eIt\u00b4s My Life\u201c ist sogar ein Hit drauf, den Kinog\u00e4nger bereits aus einem der Werbespots kennen werden, die immer im Vorprogramm der g\u00e4ngigen Multiplex-Kinos laufen. Alles in allem ist vielleicht nicht jeder Track ein musikalischer Gaumenschmaus, trotz allem kann man hin und wieder eine wohlschmeckende Leckerei im B\u00fcffet entdecken.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6235\" title=\"botox\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/botox-300x300.jpg\" alt=\"botox\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/botox-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/botox-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/botox.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Bot\u00b4Ox<\/strong> klingen derweil auf ihrem aktuellen Konzeptalbum, als wollten sie dem Sound von Elektro-Vorreitern wie Kraftwerk und Konsorten ein zeitgem\u00e4\u00dfes Outfit \u00fcberstreifen. Ihre elektronischen Eskapaden machen \u201eBabylon By Car\u201c zum optimalen Album, um es sich bei einer endlosen Fahrt durch die Nacht in einem verlassenen Industriegebiet zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Durch die zwischenzeitliche gesangliche Unterst\u00fctzung von Judy Nylon, Anna Jean oder Mark Kerr mutet das Ganze nie zu gleichf\u00f6rmig an und das Duo sorgt daf\u00fcr, dass der H\u00f6rer sich nur zu gerne in diesem Sammelsurium an futuristischen Kl\u00e4ngen einnistet. Womit wir auch schon wieder durch sind f\u00fcr heute. Lasst es euch gut gehen. Wir lesen uns beim n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der werte Carl Bar\u00e2t hat keinen Bock mehr sich allein auf seinen Teilzeitjob bei den Libertines und den Dirty Pretty Things zu beschr\u00e4nken, also hat er, wie es sich f\u00fcr einen echten Freiheitsk\u00e4mpfer eben geh\u00f6rt, sein erstes Solo-Album unter eigenem Namen ver\u00f6ffentlicht. 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