{"id":6259,"date":"2010-10-22T09:00:59","date_gmt":"2010-10-22T08:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6259"},"modified":"2010-11-02T20:37:32","modified_gmt":"2010-11-02T19:37:32","slug":"zuckerbeat-vol-174-freyja%c2%b4s-ghost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6259","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)74 &#8211; freyja\u00b4s ghost"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6260\" title=\"paul-smith\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/paul-smith-300x300.jpg\" alt=\"paul-smith\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/paul-smith-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/paul-smith-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/paul-smith.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Paul Smith<\/strong> hat mit seiner Band Maximo Park drei ganz wunderbare, subtil anmutende Indie-Pop-Alben ver\u00f6ffentlicht, die sich aufgrund ihrer tiefsinnigen Texte von dem \u00fcblichen Konsens-Rock abheben, welcher allw\u00f6chentlich die Tanzfl\u00e4chen der Nation flutet. Nun hat er das einzig richtige getan, die Tanzschuhe f\u00fcr einen Moment in die Ecke geschubst und Platz genommen. \u201eMargins\u201c, sein erstes Album als Solo-K\u00fcnstler, ist ein ziemlich entspanntes Werk. Zu diesen Songs muss nicht zwangsl\u00e4ufig getanzt werden. Die Leute sollen zuh\u00f6ren. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Die Stimme des S\u00e4ngers steht auf dem gesamten Album im Vordergrund und manchmal klingt es fast ein bisschen skizziert, was in Sachen Song so abl\u00e4uft. Das Augenmerk richtet sich ganz allein auf Paul Smith selbst und dessen Textzeilen, die um unerf\u00fcllte Realit\u00e4ten kreisen. Mancher Maximo Park-Fan wird da sicher entt\u00e4uscht abwinken, doch Smith macht das einzig Richtige. Er tr\u00e4gt sein Innerstes nach au\u00dfen und schreibt Songs, die nicht so recht zum tanzbaren Ansatz von Maximo Park passen m\u00f6chten. Am Ende erschafft er auf diese Weise ein forderndes Album, das sich erst nach mehreren Durchl\u00e4ufen erschlie\u00dft. Wer bereit ist, sich auf \u201eMargins\u201c einzulassen, wird viel Freude daran haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6261\" title=\"modeselektion\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/modeselektion.jpg\" alt=\"modeselektion\" width=\"208\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/modeselektion.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/modeselektion-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/>Gernot Bronsert und Sebastian Szary alias <strong>Modeselektor<\/strong> pr\u00e4sentieren uns derweil nach zwei vortrefflichen Alben, die immer wieder \u00fcber den elektronischen Tellerrand hinaus blickten, ein imposantes Mixtape, welches passender Weise mit \u201eModeselektion Vol. 01\u201c<span> <\/span>betitelt wurde. Bemerkenswert ist, dass die beiden Jungs darauf ausschlie\u00dflich unver\u00f6ffentlichte Tracks von so illustren Kollegen, wie Feadz und Shed, in ein schl\u00fcssiges Gesamt-Mix \u00fcberf\u00fchren. Weil sie noch dazu gekonnt mit so unterschiedlichen Stilen, wie Dubstep und Funk experimentieren, wird die Geschichte trotz fehlender Angelhaken in Form von bekannten Tracks, niemals langweilig, sondern h\u00e4lt den H\u00f6rer \u00fcber die L\u00e4nge von 18 Tracks bei der Stange.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6262\" title=\"golden-filter-voluspa\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/golden-filter-voluspa-300x300.jpg\" alt=\"golden-filter-voluspa\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/golden-filter-voluspa-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/golden-filter-voluspa-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/golden-filter-voluspa.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Und das nenn ich mal einen Auftakt. <strong>The Golden<\/strong> <strong>Filter<\/strong> hauen uns auf ihrem aktuellen Album ein schmissiges Geigen-\u201eRiff\u201c vor den Latz, so dass man schon nach wenigen Sekunden von einem Sog der Emotionen erfasst wird. Das erinnert musikalisch nicht ganz zuf\u00e4llig an den Sound von The Faint, nistet sich aber stimmtechnisch eher im Grenzgebiet von Little Boots und Empire Of The Sun ein. Artwork-technisch wird dabei versucht Pink Floyd Konkurrenz zu machen und mit zunehmender Dauer, merkt man wie konsequent hier jemand seine musikalischen Obsessionen auslebt. Dass die Scheibe dabei hin und wieder in kitschige Euro-Dance-Gefilde abzudriftet, dar\u00fcber l\u00e4sst sich bei einem solch kompromisslosen Ansatz am Ende gerne hinwegsehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6263\" title=\"erika-rosen\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/erika-rosen.jpg\" alt=\"erika-rosen\" width=\"223\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/erika-rosen.jpg 280w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/erika-rosen-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><strong>Erika Ros\u00e9n<\/strong> aus Malm\u00f6 beschert uns derweil ein vertr\u00e4umtes Herbstmelancholiker-Deb\u00fct, das auf zwei Cds 15 St\u00fccke versammelt, die einem das Herbstlaub aus dem Blickfeld schubsen. Man m\u00f6chte sich zwei Kopfh\u00f6rer aufsetzen und aus den Melodien der jungen Dame einen Schutzwall errichten. Scheibe eins wurde von der werten Katharina Nutall produziert, die auch beim letzten Album von Ane Brun hinter den Reglern sa\u00df. Scheibe zwei, die noch eine Spur unmittelbarer beim H\u00f6rer ankommt, hat Erika direkt in ihrer Kuschelecke zuhause eingespielt. Wer auf melancholischen Pop mit Schr\u00e4glage steht, sollte sich \u201eReload All Emotions And Let Them Collide\u201c unter keinen Umst\u00e4nden entgehen lassen. Diese Scheibe ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fans von Karo bis PJ Harvey.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6264\" title=\"shugo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/shugo.jpg\" alt=\"shugo\" width=\"280\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/shugo.jpg 280w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/shugo-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/>Der japanische K\u00fcnstler <strong>Shugo Tokumaru<\/strong> entf\u00fchrt uns derweil mit allerhand kindlichem Enthusiasmus auf den n\u00e4chsten Kinderspielplatz der Popmusik und l\u00e4sst auf seinem vierten Album \u201ePort Entropy\u201c Fl\u00f6ten, Mundharmonika und Xylofon-Kl\u00e4nge ringelreih tanzen. Mit s\u00fc\u00dflichem Kinderchor im Gep\u00e4ck macht er glattgeb\u00fcgelte Popmusik wieder interessant und k\u00f6nnte als experimentierfreudiger Geselle von John Lennons Sohn Sean durchgehen. Ein \u00e4hnlich inspiriertes und ideenreiches Piano-Album hat man lange nicht mehr geh\u00f6rt. Wer auf Musik zum Tr\u00e4umen steht, sollte unbedingt mal rein h\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6268\" title=\"untertagen2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/untertagen2.jpg\" alt=\"untertagen2\" width=\"219\" height=\"146\" \/>Ein schmissiges Mini-Format kam vor kurzem von Aschaffenburg in unser B\u00fcro geflattert. <strong>Untertagen<\/strong> sorgen mit charmanten Melodien der Marke Fertig, Los! f\u00fcr Aufregung in der \u00f6rtlichen Indie-Disse. Ihre Deb\u00fct-EP \u201eIn dieser Stadt\u201c ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr Indie-Pop-Fans, die von den Fotos und Dorfdiskos dieser Erde gar nicht genug bekommen k\u00f6nnen. Die Refrains (vor allem der gleichnamige Opener) sind so hymnisch, dass man, wie bei den Sportfreunden, gerne mal \u00fcber so manche (leicht) plakative Textzeile hinweg blickt. Wenn Undertagen auf ihrem Deb\u00fct noch eine Schippe Tiefsinn drauf kippen, k\u00f6nnte die Band schon bald \u00fcber die Grenzen der Region hinaus f\u00fcr Furore sorgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6266\" title=\"new-model-army\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/new-model-army.jpg\" alt=\"new-model-army\" width=\"200\" height=\"192\" \/>Seit 30 Jahren begl\u00fcckt und derweil die altehrw\u00fcrdige <strong>New Model Army<\/strong> schon mit ihrer Mischung aus Folk- und Punkrock-Anleihen. Auf ihrer \u201eAnthology\u201c versammelt die Band noch einmal ihr gr\u00f6\u00dften Hits. Die \u201eVagabonds\u201c und \u201eWhitecoats\u201c werden im Dreieck springen, wenn sie die ollen Schmonzetten aufs Neue vor den Latz geknallt bekommen. Neben den drei\u00dfig Songs, die f\u00fcr allerhand Deja Vu-Effekte beim H\u00f6rer sorgen, beinhaltet das Rundum-Sorglos-Paket auch noch drei DVDs mit mehreren Konzertauftritten vom leider seit Jahren stillgelegten Bizarre-Festival (2002) oder der Rockpalast-Show in der Philipshalle anno 1990. Dazu gibt\u2019s zahlreiche Bonus Videos, die ein nostalgisches Flair verspr\u00fchen. Wer die Band bisher noch f\u00fcr sich entdeckt hat, f\u00fcr den k\u00f6nnte diese Zusammenstellung der perfekte Einstieg ins Universum der New Model Army sein.<strong><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6267\" title=\"dan_mangan_album\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dan_mangan_album-297x300.jpg\" alt=\"dan_mangan_album\" width=\"297\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dan_mangan_album-297x300.jpg 297w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/dan_mangan_album.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/>Dan Mangan<\/strong> k\u00f6nnte derweil ein guter Fang f\u00fcr alle sein, die auf amerikanischen Liedermacher-Rock der Marke Frank Turner stehen. Das aktuelle Album des Kanadiers legt los, als wollte es den Zuh\u00f6rer direkt zur Revolte geleiten. Es macht einfach Spa\u00df sich durch die geradlinigen Songs zu w\u00fchlen und immer wieder das eine oder andere Schmuckst\u00fcck auszupuddeln. \u201eNice, Nice, Very Nice\u201c ist zudem fortw\u00e4hrend mit charmanten Details aufgeh\u00fcbscht, so dass die Scheibe niemals \u00f6de anmutet. Wer auf schmissige Liedermacher-Perlen mit Lagerfeuer-Einschlag steht, sollte unbedingt zugreifen. Der Rest freut sich einfach auf den n\u00e4chsten Zuckerbeat. In K\u00fcrze auf dem Kanal deines Vertrauens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul Smith hat mit seiner Band Maximo Park drei ganz wunderbare, subtil anmutende Indie-Pop-Alben ver\u00f6ffentlicht, die sich aufgrund ihrer tiefsinnigen Texte von dem \u00fcblichen Konsens-Rock abheben, welcher allw\u00f6chentlich die Tanzfl\u00e4chen der Nation flutet. 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