{"id":6298,"date":"2010-11-04T11:06:35","date_gmt":"2010-11-04T10:06:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6298"},"modified":"2010-11-04T11:07:04","modified_gmt":"2010-11-04T10:07:04","slug":"zuckerbeat-vol-175-hide-seek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6298","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)75 &#8211; hide &#038; seek"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6294\" title=\"badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1-300x300.jpg\" alt=\"badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/badly-drawn-boy-its-what-im-thinking-part-1-photographing-snowflakes1.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Nach der gelungenen R\u00fcckbesinnung auf seine Zeit als Soundtrack-K\u00fcnstler hat sich unser Liedermacher-Herzblatt <strong>Badly Drawn Boy<\/strong> dazu entschlossen, eine Album Trilogie vorzulegen. Der erste Teil des gro\u00df angelegten Projekts h\u00f6rt auf den Namen \u201eIt\u00b4s What I\u00b4m Thinking (Part One \u2013 Photographing Snowflakes)\u201d und beginnt ziemlich \u00f6de, schickt sich aber nach dem verstrahlten \u201cIn Safe Hands\u201d an, den blutleeren Auftakt schnell wieder vergessen zu machen. Alles in allem scheint dem Zeichner-Lehrling hier eine Art Pop-Oper vorzuschweben, die sich im ersten Akt mit fallenden Schneeflocken auseinandersetzt. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Klingt abgedreht, mutet aber in diesen stillen Tagen sehr herzlich an. Sp\u00e4testens, wenn ein Song, wie \u201eThe Order Of Things\u201c den Raum erf\u00fcllt, m\u00f6chte man einfach nur unter der sch\u00fctzenden Bettedecke verschwinden. Man kann ihr im wahrsten Sinne des Wortes den Schneeflocken beim Purzeln zuschauen. Alles klingt so unaufdringlich und unaufgeregt, dass sich fortw\u00e4hrend eine entspannte Stimmung im Raum ausbreitet. Alle H\u00f6rer, die das nach den ersten Durchgang einschl\u00e4fernd finden (so wie ich), sollten der Scheibe ein paar weitere Runden g\u00f6nnen. In dieses Album lohnt es sich einzutauchen. Ob es allerdings eine popmusikalische Gro\u00dftat ist, m\u00fcssen die beiden weiteren Teile erst noch unter Beweis stellen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6295\" title=\"an-pierle\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/an-pierle-300x294.jpg\" alt=\"an-pierle\" width=\"300\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/an-pierle-300x294.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/an-pierle.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>An Pierl\u00e9 &amp; White Velvet<\/strong> sind auf Theatralik geb\u00fcrstet und r\u00e4keln sich auf den verruchten Off-B\u00fchnen der \u00f6rtlichen Stra\u00dfencafes. Schon nach wenigen Sekunden folgt man ihnen ins \u201eHinterland\u201c. Allein der Album-Opener \u201eLittle By Little\u201c ist seinen Eintritt wert, das Kuriosit\u00e4tenkabinett, das Pierl\u00e9 und Koen Gisen hier aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln, hat nicht nur schicke Kost\u00fcme am Start, sondern liefert auch warmherzige Songs. Die pappigen Ch\u00f6re k\u00f6nnten bisweilen zwar klischeehaft anmuten, tun sie aber nicht. Sie sind allein dazu da, den gro\u00dfen Popmoment noch ein bisschen heller scheinen zu lassen. Wer auf pr\u00e4chtig arrangierte Popmusik mit lieblicher Stimme der Marke Hello Saferide steht, sollte sich diesen franz\u00f6sisch-englisch Geheimtipp auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6296\" title=\"last-days-of-april\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/last-days-of-april.jpg\" alt=\"last-days-of-april\" width=\"200\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/last-days-of-april.jpg 200w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/last-days-of-april-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Auf das aktuelle Album von den hierzulande str\u00e4flich untersch\u00e4tzten Indie-Legenden <strong>Last Days Of April<\/strong> hat so mancher Hardcore-Fan eine halbe Ewigkeit warten m\u00fcssen. Nun also steht \u201eGooey\u201c im Regal und man m\u00f6chte sofort in dieses Meer aus Melodien eintauchen. Schon der Opener \u201eNo Time For Dreams\u201c klingt als h\u00e4tten sich die Lemonheads mit Belle &amp; Sebastian im Studio verabredet und eine Herzschmerz-Ballade f\u00fcr die Ewigkeit gezimmert. Sch\u00f6n zu sehen, dass zwischenzeitlich auch Lemonheads-Frontmann Evan Dando und Tegan Quin aus dem Hause Tegan &amp; Sara ihren Senf dazu geben. Das sorgt n\u00e4mlich f\u00fcr eine ganze Menge Abwechslung und macht \u201eGooey\u201c zu einer der herzallerliebsten Indie-Ver\u00f6ffentlichungen des Herbstes. Wer auf sch\u00f6ne Melodien der Marke Dinosaur Jr. steht, sollte sich dieses klassische Indie-Werk auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6297\" title=\"frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs-300x300.jpg\" alt=\"frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/frankie-rose-and-the-outs-frankie-rose-and-the-outs.jpg 608w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Frankie Rose And The Outs<\/strong> starten derweil einen harmonischen Singsang der Marke Best Coast und schmieren uns im Opener ihres aktuellen Albums reichlich Honig ums Maul. Ziemlich raffiniert haben sie unter den einzelnen Soundschichten s\u00fc\u00dfliche Melodien versteckt, was vor allem beim klebrigen \u201eCandy\u201c ganz vorz\u00fcglich funktioniert. Diese 11-teilige Zuckerwatte-Schleuder ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr alle Fans von Velvet Underground bis zu den Vivian Girls. Es klingt ein bisschen so, als w\u00fcrden Jesus &amp; Mary Jane mit einer Girlgroup aus den 60s auf der B\u00fchne stehen. Wer sich die Zeit nimmt, wird viel Freude mit der Scheibe haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6299\" title=\"laokoongruppe\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/laokoongruppe.jpg\" alt=\"laokoongruppe\" width=\"193\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/laokoongruppe.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/laokoongruppe-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/>Die <strong>Laokoongruppe<\/strong> versucht sich derweil an ambitionierten Soundentw\u00fcrfen, die alle Fans von Kante mit der Zunge schnalzen lassen. Deutschsprachige Popmusik mit Anspruch gibt\u2019s zwar heutzutage zuhauf, aber in solch vollendeter Form schmuggelt sie sich nur ganz selten in den heimischen Cd-Spieler. Man muss nat\u00fcrlich einen gewissen Hang zur Theatralik mitbringen, um sich an dieser \u201eStaatsoper\u201c zu erg\u00f6tzen, wer aber die Musik schon immer als \u201eTheater mit anderen Mitteln\u201c angesehen hat, sollte sich dieses pomp\u00f6se Werk auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6300\" title=\"dinner\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/dinner-300x300.jpg\" alt=\"dinner\" width=\"239\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/dinner-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/dinner-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/dinner.jpg 604w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/><strong>Dinner At The Thompson\u00b4s<\/strong>, ein franz\u00f6sisch-amerikanisches Duo, haben sich auf ihrem aktuellen Album daran versucht, den Soul der 70er neues Leben einzuhauchen und klingen im Direktvergleich \u00fcberraschend authentisch. Der Einfluss von Dilla und DJ Shadow ist auf \u201eOff The Grid\u201c jederzeit sp\u00fcrbar, so dass man sich schon nach wenigen Minuten in die n\u00e4chste H\u00e4ngematte schmei\u00dfen m\u00f6chte, um zu Tracks, wie dem wundervollen \u201eHow Can I\u201c mit den Zehenspitzen im Takt zu wippen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6301\" title=\"lucas-renney-strange-glory-485520\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/lucas-renney-strange-glory-485520-300x300.jpg\" alt=\"lucas-renney-strange-glory-485520\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/lucas-renney-strange-glory-485520-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/lucas-renney-strange-glory-485520-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/lucas-renney-strange-glory-485520.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Lucas Renney<\/strong> aus dem Nordosten Englands hat sich daran gemacht einen literarischen Aspekt in die Musik zu \u00fcberf\u00fchren und tritt damit in die Fu\u00dfstapfen von so renommierten K\u00fcnstlern wie Elvis Costello und Nick Drake. W\u00e4hrend er musikalisch eher bei Letzterem anzusiedeln ist, kann er gegen die ganz Gro\u00dfen im Gesch\u00e4ft nat\u00fcrlich noch nicht anstinken, trotz allem hat \u201eStrange Glory\u201c zahlreiche herzergreifende Momente auf Lager, was der NME gleich mal mit dem \u00fcblichen Hype-Ged\u00f6nse unterst\u00fctzte. Unabh\u00e4ngig davon allerdings gelingt Renney das Kunstst\u00fcck emotionale Songs mit romantischer Note zu verzieren, ohne dabei Gefahr zu laufen, ins Klischeehafte abzudriften. Ein \u2013 vor allem textlich \u2013 bemerkenswertes Liedermacher Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6302\" title=\"convertible\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/convertible.jpg\" alt=\"convertible\" width=\"244\" height=\"244\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/convertible.jpg 244w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/convertible-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><strong>Convertible<\/strong> scheinen derweil die Elektrowelt auf <span> <\/span>psychedelischen Modus schalten zu wollen. Das aktuelle Album des Lagerfeuergitarren-Elektro-Kollektivs, mutet an, als wolle Hans Platzgummer seinen ganz pers\u00f6nlichen Drogenrausch auf Platte \u00fcberf\u00fchren. Sexy klingt das nicht, aber herzlich verstrahlt. Die tiefe Gesangsstimme tut ihr \u00fcbriges, um den entr\u00fcckten Eindruck zu verst\u00e4rken. Wer meint, er h\u00e4tte in Sachen Liedermacher-Pop mit Elektro-Einschlag schon alles geh\u00f6rt, sollte sich unbedingt dieses Werk hier zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Es k\u00f6nnte ihn vom Lagerfeuer aus mitsamt dem Funkenmeer in noch unerforschte Gebiete entf\u00fchren. Also lasst euch mal wieder treiben. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der gelungenen R\u00fcckbesinnung auf seine Zeit als Soundtrack-K\u00fcnstler hat sich unser Liedermacher-Herzblatt Badly Drawn Boy dazu entschlossen, eine Album Trilogie vorzulegen. 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