{"id":6357,"date":"2010-11-13T08:37:49","date_gmt":"2010-11-13T07:37:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6357"},"modified":"2010-11-13T08:39:29","modified_gmt":"2010-11-13T07:39:29","slug":"zuckerbeat-vol-178","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6357","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)78 &#8211; losing my mind"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6353\" title=\"mando-diao-unplugged\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mando-diao-unplugged-300x300.jpg\" alt=\"mando-diao-unplugged\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mando-diao-unplugged-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mando-diao-unplugged-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/mando-diao-unplugged.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Mando Diao<\/strong>, meine verehrten Damen und Herren, sind zur\u00fcck. Nach ihrer illustren B-Seiten-Kollektion, die gut und gerne ein eigenes Album von illustrer Qualit\u00e4t abgeworfen h\u00e4tte, beehren uns die Herren zur Abwechslung mal mit einer Live-Scheibe. Als gef\u00fchlte erste schwedische Band haben sie die Ehre, f\u00fcr MTV aufs Podest zu steigen. Mando Diao bringen das ganze \u201eUnplugged\u201c-Ged\u00f6ns bei ihrem Gig in Berlin auf ein v\u00f6llig neues Niveau. Im Hintergrund des musikalischen Wohnzimmers wird die Bandgeschichte nachgezeichnet. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Juliette Lewis (zu einer Voodoo-Einlage am Lagerfeuer) und Klaus Voormann (mit ein paar schicken Bildchen) kommen auf die B\u00fchne gest\u00fcrmt und dann nat\u00fcrlich diese Songs namens \u201eGloria\u201c und \u201eAll My Senses\u201c, die wie geschaffen sind, um im akustischen Kosmos zu karamellisieren. Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang \u00fcbrigens das Doppel-Cd-Set von \u201eMTV Unplugged \u2013 Above And Beyond\u201c, das mit insgesamt 23 Songs (auf der Single-Scheibe befinden sich immerhin 15) aufwartet, die allesamt ein softrockiges Erlebnis sind. Eine bessere Herbstplatte wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Genau so war das gemeint, als die Band damals gro\u00dfspurig erkl\u00e4rte, sie w\u00fcrden alles und jeden im Popgesch\u00e4ft mit ihrer Musik \u00fcberstrahlen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6354\" title=\"le-pop-6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/le-pop-6.jpg\" alt=\"le-pop-6\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/le-pop-6.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/le-pop-6-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Chansons-Freunde d\u00fcrfen sich derweil \u00fcber ein neues Release aus dem Hause \u201eLe Pop\u201c freuen. Auf dem aktuellen Rundumschlag in Sachen Chanson-Pop, geben sich neben der herzallerliebsten Coeur De Pirate (die erst vor Kurzem in diesem Blog f\u00fcr den \u201eZuckerschock des Monats\u201c nominiert war und ihn dann auch bekam), illustre franz\u00f6sische K\u00fcnstler der Marke Emanuelle Seigner und Marianne Dissard die Klinke in die Hand. Schmankerl des Samplers ist sicherlich Tom Poisson, der aus dem Chanson-Kontext entflieht, sich die Westerngitarre umschnallt und in romantische Folk-Gefilde abwandert. Ansonsten erfreuen wir uns auf \u201e<strong>Le Pop 6 \u2013 Les Chansons De La Nouvelle Sc\u00e8ne Francaise<\/strong>\u201c auch an zahlreichen Ch\u00f6ren und elektronischen Eskapaden. Soll hei\u00dfen: der Sound wird breiter, was f\u00fcr viel Abwechslung beim Durchh\u00f6ren sorgt und am Ende dazu f\u00fchrt, dass man unweigerlich das Plattenregal mit zahlreichen Neuentdeckungen der Marke St\u00e9phanie Lapointe und Alexis HK aufstockt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6355\" title=\"jurgen-teipel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jurgen-teipel-193x300.jpg\" alt=\"jurgen-teipel\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jurgen-teipel-193x300.jpg 193w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jurgen-teipel.jpg 608w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/>Die Leseratten unter euch m\u00f6chten wir diese Woche auf den neuen Roman von <strong>J\u00fcrgen Teipel <\/strong>aufmerksam machen. Der \u201eVerschwende deine Jugend\u201c-Autor widmet sich in seinem ersten Roman \u201eIch weiss nicht\u201c drei jungen Leuten, die sich aufmachen, ein Technofestival in Mexiko City zu besuchen. Die spannende Geschichte um ein ehemaliges P\u00e4rchen und einen Dritten im Bunde, der von romantischen Gef\u00fchlen \u00fcbermannt wird, vermag einen sofort zu fesseln. Wie Teipel auf knappen 124 Seiten einen Beziehungs-Kosmos entwirft, ist bemerkenswert. Sein Roman, dem er ein wohlwollendes \u201ef\u00fcr alle\u201c voranschickt, fesselt einen. Die Geschichte beginnt recht unaufgeregt, bisweilen erz\u00e4hlt er sehr detailliert: \u201eVon au\u00dfen sieht die Kathedrale aus wie eine Felswand unter Wasser. Sie scheint v\u00f6llig in einen Berg hineingebaut zu sein, sodass sich nur die Fassade abzeichnet. Es gibt Seesterne und Fische, die sich auf dem Grau der Steine befinden. Gleichzeitig ist alles sonnenbeschienen.\u201c Diese romantischen S\u00e4tze haut er einem dann nur umso schonungsloser wieder um die Ohren, wenn die zahlreichen Risse zwischen den Protagonisten mehr und mehr zu Bruchstellen werden. Wer von Airens zweiten Roman \u201eI Am Airen Man\u201c ein wenig entt\u00e4uscht gewesen ist, sollte sich dieses Buch unbedingt zu Gem\u00fcte f\u00fchren. \u201eIch weiss nicht\u201c ist zweifelsohne die bessere, weil sprachlich versiertere Alternative.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6356\" title=\"sea-wolf-white-water-white-bloom\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/sea-wolf-white-water-white-bloom-300x300.jpg\" alt=\"sea-wolf-white-water-white-bloom\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/sea-wolf-white-water-white-bloom-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/sea-wolf-white-water-white-bloom-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/sea-wolf-white-water-white-bloom.jpg 342w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Sea Wolf<\/strong> sorgen mit ihrem aktuellen Album derweil f\u00fcr charmante Indie-Pop-Atmosph\u00e4re der alten Schule. Bands, wie die wunderbaren Built To Spill oder j\u00fcngere Schweren\u00f6ter, wie die Shins, standen Pate f\u00fcr dieses melancholischen Gl\u00fcckseligkeits-Pop. Wer schon beim letzten Album von Conor Oberst feuchte H\u00e4nde bekam, sollte sich \u201eWhite Water, White Bloom\u201c auf keinen Fall entgehen lassen. Gerade zum Winterbeginn sorgt so ein hymnischer Indie-Pop mit schwelgerischer Fahne f\u00fcr allerhand vertr\u00e4umte Momente in der heimischen Stereoanlage, w\u00e4hrend man den Blick vom Fenstersims in Richtung Ferne schweifen l\u00e4sst.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6358\" title=\"the-whigs\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-whigs-300x300.jpg\" alt=\"the-whigs\" width=\"193\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-whigs-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-whigs-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-whigs.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><span>Freunde von Kings Of Leon werden derweil schon vor Ehrfurcht erstarren, bevor ihre gro\u00dfen Helden das Blitzlichtgewitter on stage durchschreiten. Im Vorfeld treten n\u00e4mlich <\/span><strong>The Whigs <\/strong><span>auf. Die klingen, als h\u00e4tten sich die Jungs von Franz Ferdinand pl\u00f6tzlich B\u00e4rte stehen lassen, was soviel hei\u00dfen soll wie: sprengt die Bierdose und dann ab in Richtung Gl\u00fcckseligkeit. \u201eIn The Dark\u201c liefert Indie-Rock vom Feinsten. Die Songs machen auch auf der Tanzfl\u00e4che eine gute Figur. Wer immer noch nicht genug hat von der Musik der Mando Diaos und The Clashs da drau\u00dfen, dem m\u00f6chten wir diese Scheibe hier ganz innig ans Herz legen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6359\" title=\"drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom-300x300.jpg\" alt=\"drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom\" width=\"261\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/drums-of-death-generation-hexed-__22887_zoom.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/>Colin Bailey alias <strong>Drums Of Death<\/strong> versucht sich derweil an einer \u201ePartyscheibe mit gebrochenem Herzen\u201c. Nach dem atmosph\u00e4rischen Einstig hat man kurz das Gef\u00fchl, man w\u00fcrde einer olle Euro-Dance-Platte von 2 Unlimited lauschen, doch schon nach 30 Sekunden verkehrt er den lebensbejahenden Sound mit schr\u00e4gen Ch\u00f6ren der Marke Hot Chip meets Franz Ferdinand ins Gegenteil und man groovt sich zum \u00dcberhit \u201eScience &amp; Reason\u201c in Ekstase. Nat\u00fcrlich lebt die \u201eGeneration Hexed\u201c auch von dem gewissen Trash-Faktor, den die Musik ausstrahlt (immer wieder werden Erinnerungen an Haddaway und Konsorten wach), aber das Ganze wird so fulminant ad absurdum gef\u00fchrt, dass man Euro-Dance im Nachhinein vielleicht sogar f\u00fcr ein untersch\u00e4tztes Genre halten k\u00f6nnte. Alles in allem, ein gewagtes Experiment, das am Ende aber voll ins Schwarze trifft. (12.11.)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6362\" title=\"wildbirds2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wildbirds2-300x300.jpg\" alt=\"wildbirds2\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wildbirds2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wildbirds2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/wildbirds2.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Wildbirds &amp; Peacedrums<\/strong> schicken derweil zwei illustre EPs vorbei und radikalisieren ihren Sound. Perkussives Getrommel trifft hier auf zuckers\u00fc\u00dfe Melodien und bisweilen werden sch\u00f6ne Erinnerungen an Bj\u00f6rks ambitionierte \u201eMedulla\u201c-Phase wach, wenn sich die vertrackten Songs in Richtung Geh\u00f6rgang schl\u00e4ngeln. \u201eIris\u201c ist dabei eher f\u00fcr die abstrackten Momente zust\u00e4ndig, w\u00e4hrend uns \u201eRetina\u201c mit ihren Wonneproppen-Wohlf\u00fchlch\u00f6ren um den Finger wickelt. Kein Wunder, dass Bj\u00f6rk da auch gleich die Ohren spitzte und die beiden Protagonisten f\u00fcr eine Coverversion von \u201eHuman Behaviour\u201c ins schwedische Fernsehen einlud. Wer auf ambitionierte Pop-Entw\u00fcrfe mit Engelsfl\u00fcgeln steht, sollte unbedingt zugreifen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6361\" title=\"the-bewitched-hands-birds-drums\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-bewitched-hands-birds-drums.jpg\" alt=\"the-bewitched-hands-birds-drums\" width=\"201\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-bewitched-hands-birds-drums.jpg 201w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/the-bewitched-hands-birds-drums-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/>Alle, die sich gerne an schwelgerischen Indie-Kl\u00e4ngen mit Beach Boys-Einschlag erg\u00f6tzen, sollten sich mal in die ausgebreiteten H\u00e4nde von <strong>The Bewitched Hands<\/strong> sacken lassen. Eine Sintflut an Gitarren bricht \u00fcber einen herein und schon nach wenigen Minuten f\u00fchlt man sich so ein bisschen benommen. Am Besten also einfach mal wieder den geschlauchten K\u00f6rper aufs Sofa plumpsen lassen und die Regler hochdrehen. Die \u201eBirds &amp; Drums\u201c werden dann den Rest erledigen.Womit wir auch schon wieder drau\u00dfen sind f\u00fcr heute. Wir lesen uns beim n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mando Diao, meine verehrten Damen und Herren, sind zur\u00fcck. Nach ihrer illustren B-Seiten-Kollektion, die gut und gerne ein eigenes Album von illustrer Qualit\u00e4t abgeworfen h\u00e4tte, beehren uns die Herren zur Abwechslung mal mit einer Live-Scheibe. Als gef\u00fchlte erste schwedische Band haben sie die Ehre, f\u00fcr MTV aufs Podest zu steigen. 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