{"id":6366,"date":"2010-11-14T13:15:50","date_gmt":"2010-11-14T12:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6366"},"modified":"2010-11-14T13:17:09","modified_gmt":"2010-11-14T12:17:09","slug":"strichcode-vol-2-ich-schreibe-um-mich-in-worten-zu-bewegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6366","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 2 &#8211; &#8222;ich schreibe, um mich in worten zu bewegen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6367\" title=\"beats_titel_3.indd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/thebeats_cover.jpg\" alt=\"beats_titel_3.indd\" width=\"250\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/thebeats_cover.jpg 448w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/thebeats_cover-207x300.jpg 207w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wer ein gewisses Faible f\u00fcr Indie-Kom\u00f6dien der Marke American Splendor mitbringt, k\u00f6nnte in \u201e<strong>The Beats\u201c<\/strong> die passende Herbstlekt\u00fcre f\u00fcr sich entdecken. In der Graphic Novel (herausgegeben von Paul Buhle und Harvey Pekar, der leider vor kurzem verstarb) dreht sich alles um Sex, Drogen und das Gef\u00fchl sich zunehmend von der Welt zu entfremden. Das Buch setzt sich in diversen Comic-Strips mit den Protagonisten der Beatniks-Szene auseinander. Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Jack Kerouac wird ausf\u00fchrlich Platz einger\u00e4umt, die schwarz-wei\u00dfen Illustrationen erz\u00e4hlen auf spielerische Weise die Geschichte einer Generation. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Die Zeichner Ed Piskor, Jeffrey Lewis, Jay Kinney, Nick Thorkelson, Peter Kuper, Anne Timmons, Summer McClinton, Gary Dumm, Lance Tooks und Jerome Neukirch leisten ganze Arbeit, hin und wieder allerdings funktioniert dieses Sammelsurium an Geschichten eher wie ein Fachbuch, da viele Zeichner lediglich die Illustrationen zu den Lebenswegen der Protagonisten liefern. Das wiederum st\u00f6rt das Gesamtbild nur geringf\u00fcgig, da sich die Geschichten allesamt fl\u00fcssig lesen. Hin und wieder schimmert auch ein wenig Kritik durch, wenn es um den einen oder anderen diskussionsw\u00fcrdigen K\u00fcnstler geht, alles in allem beschr\u00e4nkt sich The Beats aber vor allem darauf, ein m\u00f6glichst umfassendes Gesamtbild der Szene zu kreieren. Wer sich f\u00fcr Beat-Literatur (f\u00fcr die, die es nicht wissen: der Begriff umfasst im weitesten Sinne zeitgen\u00f6ssische Literatur nach dem zweiten Weltkrieg, die von Autoren verfasst wurde, die eher unkonventionelle Ans\u00e4tze in Sachen Literatur und Sprache, bzw. in ihren Geschichten verfolgten), der sollte sich diese Novelle hier auf keinen Fall entgehen lassen. F\u00fcr alle anderen bietet sie die M\u00f6glichkeit in das breite, aber vor allem spannende Universum der \u201eBeat Generation\u201c einzutauchen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6368\" title=\"hellboy5\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy5.jpg\" alt=\"hellboy5\" width=\"275\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy5.jpg 401w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy5-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>Unser werter Spr\u00fccheklopfer aus der H\u00f6lle begl\u00fcckt uns hinterher mit einer ganzen Reihe weiterer Geschichten aus seinem reichen Fundus in Sachen Monsterjagd. Auch in Band f\u00fcnf macht sich <strong>Hellboy<\/strong> wieder dazu auf, diverse Kurzgeschichten zu durchschreiten. Der Titel des Bandes (\u201eDie Rechte Hand des Schicksals\u201c) bezieht sich in diesem Zusammenhang auf Hellboys schicke Faust, die ihm von einem gewissen Dunstan entrissen werden soll. Dar\u00fcber hinaus bekommt er es noch mit einem enthaupteten K\u00f6nig und einigen Vampiren zu tun, die ihn letztlich zu einem blutr\u00fcnstigen Obermacker geleiten. Die Kurzgeschichten (welche leider immer viel zu schnell vorbei sind) werden aber locker flockig \u00fcbertroffen von Band 6 (\u201eSieger Wurm\u201c), <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6369\" title=\"hellboy6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy6.jpg\" alt=\"hellboy6\" width=\"275\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy6.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hellboy6-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/>das sich ausschweifend mit einer Raumkapsel der Nationalsozialisten auseinandersetzt, die nach 60 Jahren wieder auf die Erde plumpst. Hellboy schl\u00e4gt sich an der Absturzstelle durch ein regelrechtes Kabinett des Grauens und darf dabei zahlreiche Geister, Gorillas, Neonazis und einen monstr\u00f6sen Wurm (bzw. eine Raupe) verhauen, welche die Ausl\u00f6schung der Menschheit zum Ziel hat. Dass er dabei auch mal ins Hintertreffen ger\u00e4t, erh\u00f6ht die Spannung, noch dazu wird einem Agenten eine Bombe eingepflanzt, was f\u00fcr unseren Mordskerl von Protagonisten ein echtes Dilemma darstellt. Muss er ihn jetzt umbringen? Wie er sich letztlich entscheidet und dieses (von allen B\u00e4nden bisher packendste) Buch der Reihe endet, solltest du dir nicht entgehen lassen, noch dazu, weil dem Band auch noch ein Vorwort von Regisseur Guillermo del Toro bereit h\u00e4lt, der Hellboy bereits zweimal kongenial auf die gro\u00dfe Leinwand schubste.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6370\" title=\"welt-von-lucie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/welt-von-lucie.jpg\" alt=\"welt-von-lucie\" width=\"176\" height=\"250\" \/>Wer auf Paranormales steht, sollte derweil mal eine gelungene Neuver\u00f6ffentlichung aus dem \u201eSplitter\u201c-Verlag anteasen. \u201e<strong>Die Welt von Lucie<\/strong>\u201c ist vor allem deshalb so interessant, weil hier ein klassischer Krimi mit \u00fcbersinnlichen Momenten aufgemotzt wird. Die Geschichte nimmt Bezug auf den Irrsinn, den wir Gegenwart schimpfen. Ein Terroranschlag geschieht, ein M\u00e4dchen \u00fcberlebt, zwei Ermittler versuchen die Kleine zum Reden zu bringen. Weil das nicht so recht funktioniert, sind die beiden Beamten dar\u00fcber hinaus mit \u00fcbersinnlichen F\u00e4higkeiten ausgestattet, mit denen sie die Gedankenwelt der \u00dcberlebenden namens Margret Schritt f\u00fcr Schritt durchforsten. Was Lucie (die mitten im Buch pl\u00f6tzlich stillschweigend auf der Bildfl\u00e4che auftaucht) mit dem Ganzen zu tun hat, dar\u00fcber l\u00e4sst das Buch den Leser sehr lange im Ungewissen. \u00dcberhaupt spielt der erste Teil des Romans namens \u201eUnd warum nicht die H\u00f6lle\u2026\u201c immer wieder mir der Neugier des B\u00fccherwurms, der gerade zu Beginn auch etwas Geduld aufbringen muss, weil sich die beiden Sch\u00f6pfer Kris und Guillaume Martinez sehr viel Zeit nehmen, um ihre Geschichte voranzutreiben. Gegen Ende des Comics \u00fcberschlagen sich dann die Ereignisse, alles in allem werden dabei aber viel mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet, was dann wiederum an TV-Serien der Marke \u201eX-Files\u201c oder \u201eLost\u201c erinnert. Wer auf komplexe Comic-Kost steht, sollte unbedingt mal<span> <\/span>rein schnuppern. Da der Comic bisher auch im Original noch nicht abgeschlossen ist, lohnt es sich sicher etwas Geduld mitzubringen. Wir werden euch beim Strichcode auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden halten, wie es so weitergeht in der \u201eWelt von Lucie\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6371\" title=\"haarmann_cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/haarmann_cover-214x300.jpg\" alt=\"haarmann_cover\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/haarmann_cover-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/haarmann_cover.jpg 463w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Wer auf Serienm\u00f6rdergeschichten steht, sollte sich mal die Graphic Novel \u201e<strong>Haarmann<\/strong>\u201c von Peer Meter &amp; Isabel Kreitz zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Die Geschichte spielt im Hannover des Jahres 1924. \u00dcberall verschwinden Menschen. Angst kommt auf. Angst vor dem Unbekannten. Nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen (und ich meine nicht nur in Sachen K\u00f6rperteile). Wie Meter und Kreitz hier die Geschichte des deutschen Serienkillers nachzeichnen, zieht einen sofort in einen Strudel der Emotionen. Der Zeitgeist der 20er wird treffend in Szene gesetzt durch schwarz-wei\u00dfe Illustrationen, die jeden Fan von klassischen Detektiv-Geschichten der Marke Sherlock Holmes mit der Zunge schnalzen lassen. Die Dialogdichte h\u00e4lt sich zudem in Grenzen, l\u00e4sst viel Raum f\u00fcr Spekulationen und das Ende wirkt deshalb nur umso verst\u00f6render. Es wirft die bange Frage auf, wer hier eigentlich auf welcher Seite steht. Wer ist gut, wer ist b\u00f6se und wer verdammt noch mal hat in diesem Theaterst\u00fcck, das sich Leben nennt, die Grenzen verwischt. \u201eHaarmann\u201c lotet die Grenzen der menschlichen Existenz aus. Die Geschichte des Serienm\u00f6rders wirft Fragen auf. Umso wichtiger ist es die Geschichte des Killers im Deckmantel seiner Uniform noch mal aufs Neue \u201enachzuzeichnen\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6372\" title=\"hack_slash_2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hack_slash_2-193x300.jpg\" alt=\"hack_slash_2\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hack_slash_2-193x300.jpg 193w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/hack_slash_2.jpg 310w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/>Wer zwischendurch mal etwas Spa\u00df am Blutr\u00fcnstigen haben m\u00f6chte, sollte sich den zweiten Teil der Splatter-Homage \u201e<strong>Hack\/Slash<\/strong>\u201c nach Hause holen. Passende betitelt mit \u201eT\u00f6dliche Fortsetzung\u201c wird mal wieder ein Genre-Hit nach dem N\u00e4chsten durch den Kakao gezogen. Kein Wunder, dass die Reihe anno 2007 den VIRUS-Award f\u00fcr den \u201eBesten Comic des Jahres\u201c absahnte. Das m\u00f6rderische M\u00f6rder-Duo Cassie Hack und Vlad reist diesmal ins \u201eLand der verlorenen Spielsachen\u201c und muss sich dabei zahlreichen Kuscheltieren entledigen. Stephen King und die Gremlins lassen also gr\u00fc\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus bekommt dann auch noch eine Firma f\u00fcr Kosmetik ihr fett weg, was durchaus als gelungene Kritik am Sch\u00f6nheitswahn unserer Gesellschaft verstanden werden darf. Als Bonus gibt es derweil noch sechs augenzwinkernde \u201eTrailer\u201c obendrauf, die unter anderem den \u201ewei\u00dfen Hai\u201c persiflieren. Diesem Band der Reihe wurde derweil bereits von zahlreichen Seiten angekreidet, dass der Zeichenstil der Geschichten bisweilen stark differiert, ich muss zugeben, dass das bei mir eher den Fun-Faktor erh\u00f6ht. Hostel und Resident Evil kann man ja schlie\u00dflich auch nicht in einen Topf werfen. Dementsprechend f\u00fcr mich im direkten Vergleich mit Band 1 der gelungenere Comic. Und wir sind jetzt schon gespannt, welche Killer demn\u00e4chst noch von Cassie und Vlad verwurstet werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6374\" title=\"diepackardgangmid1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/diepackardgangmid1.jpg\" alt=\"diepackardgangmid1\" width=\"240\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/diepackardgangmid1.jpg 550w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/diepackardgangmid1-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Die grafische Novelle \u201e<strong>Die Packard Gang<\/strong>\u201c des franz\u00f6sischen Zeichners Marc Mal\u00e9s f\u00fchrt derweil vor Augen, wie man einen Comic-Band in Szene setzen sollte, damit er auch f\u00fcr Erwachsenen funktioniert. Die Story ist im \u201eFilm Noir\u201c-Bereich angesiedelt und umkreist eine Gruppe von Bankr\u00e4ubern, welche die \u00f6rtliche Polizei ganz ordentlich auf trab h\u00e4lt. Wie der \u00f6rtliche Inspektor hier fortw\u00e4hrend das b\u00fcrgerliche Leben des Protagonisten John Foster infiltriert und versucht, dessen Fassade zu zerschmettern, erinnert in Sachen Atmosph\u00e4re an Film-Klassiker, wie \u201eCitizen Kane\u201c. Das Schattenspiel im Buch beeindruckt auch deshalb so sehr, weil es sich im \u00fcbertragenen Sinne auch auf die Story des Buches \u00fcbertragen l\u00e4sst. Soll hei\u00dfen: Hier passt einfach alles zusammen und auch wenn die Detektivgeschichte bisweilen etwas dialog-lastig geraten ist und mit zahlreichen Zitaten durchsetzt ist, bemerkenswert ist es schon, wie sich die Geschehnisse in den Gesichtsz\u00fcgen<span> <\/span>der Betroffenen wieder spiegeln, ohne dass Mal\u00e9s dabei das Gef\u00fchl f\u00fcr die Charaktere abhanden kommt. Am Ende hat man das Gef\u00fchl, es h\u00e4tte sich nicht nur in storytechnischer, sondern auch in graphischer Hinsicht etwas ver\u00e4ndert. Der Autor hat alles richtig gemacht. Er bricht hin und wieder mit den Regeln des Genres, wenn dies n\u00f6tig scheint und erschafft auf diese Weise tiefgr\u00fcndige Charaktere, die sich nicht so einfach in die Karten schauen lassen. Alles in allem ist \u201eDie Packard Gang\u201c eine spannende Graphic-Novel, die ihre Leser bis zum bitteren Ende bei der Stange bleibt.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6375\" title=\"bob_dylan_revisited-delcourt\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/bob_dylan_revisited-delcourt.jpg\" alt=\"bob_dylan_revisited-delcourt\" width=\"273\" height=\"363\" \/>Erst vor kurzem wurde in dem Film \u201eI\u00b4m Not There\u201c treffend die Geschichte von Bob Dylan in Szene gesetzt, der ja von sich aus nicht sonderlich gern \u00fcber sein eigenes, irdisches Dasein plaudert. Bob Dylan ist zwar ein Geschichtenerz\u00e4hler, aber aus sich selbst hat er immer ein gro\u00dfes Geheimnis gemacht. Es sollten seine Songs sein, die zu den Menschen sprechen, nicht die Person Bob Dylan, eben deshalb wurden nun auch dreizehn Songs des Musikers von illustren Zeichnern, wie Thierry Murat und Nicolas Nemiri in Szene gesetzt. Der Sammelband \u201e<strong>Bob Dylan Revisited<\/strong>\u201c versammelt die bekanntesten Gassenhauer des K\u00fcnstlers von \u201eKnockin\u00b4 On Heavens Door\u201c bis \u201eLike A Rolling Stone\u201c und gibt den Songs ein Gesicht. Von den Original-Texten wagen sich dabei nur die wenigsten Zeichner weg, ist ja auch ziemlich gewagt, schlie\u00dflich k\u00f6nnte man mit einer allzu offenen Interpretation dem K\u00fcnstler selbst auf den Schlips treten. Dass Dylan das wom\u00f6glich gefallen h\u00e4tte, sei hier mal dahingestellt, denn unabh\u00e4ngig davon kann man diese dreizehn Kurzgeschichten auch in der hier vorliegenden Form genie\u00dfen. Die unterschiedlichen Ans\u00e4tze der Comiczeichner sorgen f\u00fcr Abwechslung und sind auch noch mit zahlreichen Seitenhieben auf die Popkultur gespickt (auch abseits Dylans, so erinnert Dave McKeans Interpretation von \u201eDesolation Row\u201c immer wieder an Tim Burton). Alles in allem ein gefundenes Fressen nicht nur f\u00fcr Dylan-Fans, sondern f\u00fcr alle, die einfach auf gute Geschichten stehen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6376\" title=\"der-schimpansenkomplex-01-paradoxon-bd-1-13448875\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/der-schimpansenkomplex-01-paradoxon-bd-1-13448875.jpeg\" alt=\"der-schimpansenkomplex-01-paradoxon-bd-1-13448875\" width=\"241\" height=\"332\" \/><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201e<strong>Der Schimpansenkomplex<\/strong>\u201c von Autor Richard Marazano und Zeichner Jean-Michel Ponzio ist derweil eine gro\u00dfformatige Science-Fiction-Novelle, die sich um eine olle Weltraumkapsel dreht, die im Jahre 2035 in den indischen Ozean plumpst. Einzigartig ist daran vor allem der Zeichenstil, der bisweilen anmutet, als h\u00e4tte hier jemand reale Fotos im Stile von einem Streifen, wie \u201eA Scanner Darkly\u201c nachgezeichnet. Inhaltlich ist der Comic mehr Krimi als Weltraum-Abenteuer. Der bemannten Raumkapsel entsteigen n\u00e4mlich Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die nach den Gesetzen der Physik eigentlich gar nicht an Bord seinen d\u00fcrften. Eben deshalb setzt man im ersten Band \u201eParadoxon\u201c eine gewisse Helen Freeman auf das mysteri\u00f6se Treiben an, um den nebul\u00f6sen Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Der Comic beschr\u00e4nkt sich diesbez\u00fcglich allerdings nicht auf die Geschichte um die Raumkapsel (im Rahmen derer die beiden Sch\u00f6pfer auch zahlreiche Fragen zu Armstrongs Mondmission thematisieren), sondern dringt tief ins Privatleben der Protagonistin ein, was schon alleine Stoff f\u00fcr zahlreiche B\u00e4nde liefern sollte. Das Verh\u00e4ltnis zur Mutter wird derweil schon zu Beginn der Mission als beinahe zerr\u00fcttet dargestellt. Insgesamt kann man den Schimpansenkomplex deshalb nicht nur Sci-Fi-Anh\u00e4ngern, sondern auch Drama- und Krimi-Freunden bedenkenlos ans Herz legen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6377\" title=\"rg\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rg.jpg\" alt=\"rg\" width=\"237\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rg.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rg-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/>Wer auf gute Krimi-Unterhaltung steht, sollte zum Abschluss in die franz\u00f6sische Comic-Reihe \u201e<strong>RG<\/strong>\u201c rein schn\u00fcffeln. Das K\u00fcrzel steht f\u00fcr den Nachrichtendienst der franz\u00f6sischen Gendarmerie und liefert allerhand Stoff f\u00fcr illustre Krimi-Unterhaltung abseits der g\u00e4ngigen TV-Formate, die man hierzulande im w\u00f6chentlichen Rhythmus vor den Latz geknallt bekommt. Im ersten Band \u201eRiad an der See\u201c dreht sich alles um das Thema Schmuggel, doch gerade als das Teil schon wieder zu Ende ist, wird\u2019s erst richtig spannend. Nachdem unserem werten Protagonisten der Fall entzogen wurde, weil er sich etwas zu tief in die Arbeit reinkniet, was gewissen Individuen in seiner Einheit wiederum gar nicht so gern sehen, weil Selbige in dieser Hinsicht auch ziemlich viel Dreck am Stecken haben, wird man als Leser schon wieder aus der Geschichte entlassen. Trotzdem l\u00e4sst das offene Ende und die Darstellung von Polizist Pierre Dragon, der vor Ecken und Kanten nur so strotzt, reichlich Potenzial erkennen. Man sp\u00fcrt: \u201eRG\u201c ist langfristig konzipiert. Ob das verantwortliche Duo Pierre Dragon &amp; Frederik Peeters das Niveau diesbez\u00fcglich noch zu steigern vermag\u2026 wir halten euch auf dem Laufenden. F\u00fcr sich allein genommen, hinterl\u00e4sst Teil 1 den Leser mit dem Gef\u00fchl, lediglich das Bruchst\u00fcck eines gro\u00dfen Puzzels in den H\u00e4nden zu halten. Wir sind gespannt, wies weitergeht. Und w\u00fcnschen euch viel Spa\u00df beim herbstlichen Nachschm\u00f6kern. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ein gewisses Faible f\u00fcr Indie-Kom\u00f6dien der Marke American Splendor mitbringt, k\u00f6nnte in \u201eThe Beats\u201c die passende Herbstlekt\u00fcre f\u00fcr sich entdecken. In der Graphic Novel (herausgegeben von Paul Buhle und Harvey Pekar, der leider vor kurzem verstarb) dreht sich alles um Sex, Drogen und das Gef\u00fchl sich zunehmend von der Welt zu entfremden. 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