{"id":6387,"date":"2010-11-19T07:32:33","date_gmt":"2010-11-19T06:32:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6387"},"modified":"2010-11-19T07:33:41","modified_gmt":"2010-11-19T06:33:41","slug":"zuckerbeat-vol-179-slowly-falling-leaves-red-green-golden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6387","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)79 &#8211; slowly falling leaves, red, green, golden&#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6388\" title=\"fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963-300x300.jpg\" alt=\"fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/fyfe-dangerfield-fly-yellow-moon-492963.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Erinnert sich noch jemand an die New Radicals. Die Jungs um S\u00e4nger Gregg Alexander hatte damals diesen Sommerhit im Gep\u00e4ck, den man einfach nicht mehr aus dem Ohr raus bekam. <strong>Fyfe Dangerfield<\/strong> hat auf seinem aktuellen Album mit der schlagfertigen Single \u201eWhen You Walk In The Room\u201c das passende Update zu \u201eYou Get What You Give\u201c geschrieben. So macht Indie-Pop wieder Spa\u00df. Das Teil d\u00fcrfte sogar im Formatradio funktionieren. Die Indie-Pop-Fans k\u00f6nnen sich derweil heimlich dar\u00fcber freuen, <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>der Mainstream-H\u00f6rerschaft mal wieder ein St\u00fcck voraus gewesen zu sein. Auf dem aktuellen Album \u201eFly Yellow Moon\u201c finden sich neben dem bezaubernden Wohlf\u00fchl-Hit auch noch ein paar echte Piano-Schmachtfetzen. Die eignen sich ganz wunderbar, um an kalten Herbsttagen mal wieder das Licht auszuknipsen, sich die Decke \u00fcbers Gesicht zu ziehen und einfach mal im eigenen Selbstmitleid zu ertrinken.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6389\" title=\"nouvelle-vague\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nouvelle-vague-300x300.jpg\" alt=\"nouvelle-vague\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nouvelle-vague-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nouvelle-vague-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nouvelle-vague.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/span><strong>Nouvelle Vague<\/strong><span> schmieren uns derweil auf ihrem aktuellen Album \u201eCouleurs sur Paris\u201c mal wieder allerhand klebrige Easy Listening-Zuckerwatte ums Maul und lassen sich dabei von illustren Acts, wie Coeur De Pirate und Cocoon unter die Arme greifen. Wenn sich dazu auch noch Yelle und Vanessa Paradis breit schlagen lassen, in waviger Gl\u00fcckseligkeit zu versinken, dauert es nicht mehr lange, bis man als Zuh\u00f6rer in Tagtr\u00e4umen ers\u00e4uft. Mit Charlie Winston und Soko sind dann auch noch zwei echt hippe Nachwuchsk\u00fcnstlerinnen am Start, die den alten Bekannten namens Camille und Coralie Cl\u00e9ment ein wenig die Show stehlen. Das bisher beste Werk der Leichtigkeits-Fanatiker aus Frankreich. Wer noch kein Album der Nouvelle Vague im Schrank stehen hat, sollte die Chance nutzen und zugreifen. Es lohnt sich. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6390\" title=\"palermo\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/palermo.jpg\" alt=\"palermo\" width=\"160\" height=\"250\" \/>Der Roman \u201e<\/span><strong>Palermo. Der Schmerz<\/strong><span>\u201c aus dem \u201eFolio Verlag\u201c nimmt seinen Ausgang nach dem 1992er Bombenattentat auf den Mafia-Ankl\u00e4ger Paolo Borsellino. In der Mafiahochburg Palermo nimmt sich der Protagonist Gioacchino Martinez die eigene Geschichte zur Brust, besucht in einem Zwischenstopp seinen Sohn in Paris, konfrontiert sich mit seiner Verantwortung bez\u00fcglich des Tods seines Vaters und versucht die Depressionen seiner Frau zu lindern. Schwere Kost wird hier mit einem poetischen Schreibstil gekontert und wer durchh\u00e4lt, bekommt sehr viele interessante Fragen \u00fcber unser hiesiges Dasein beantwortet, unter anderem wie sich bestimmte Zusammenh\u00e4nge erbarmungslos auf unser eigenes Leben auswirken und uns den Blick f\u00fcr den letzten Funken Hoffnung am Firmament zu verstellen verm\u00f6gen. Wer einen kurzen Eindruck vermittelt bekommen m\u00f6chte\u2026 bittesch\u00f6n: \u201eDer schrecken am Morgen beim Anblick eines Gesichts, das er nicht wiedererkannte, die Haare wie Stroh, die Augen in Augenh\u00f6hlen versunken, die mageren Wangen, der verbitterte Mund, die tiefe Furche zwischen Kinn und der Lippe, wo das Rasiermesser nicht weiterglitt. Die verhasste Spiegelgruft lie\u00df den Abgrund des Magens noch gr\u00f6\u00dfer erscheinen, den K\u00e4fig der Rippen, den Kr\u00fcckstock des Schl\u00fcsselbeins, die Wirbel und die Fl\u00fcgel des Schulterblatts.\u201c. Es schmerzt beinahe weiter zu lesen. Doch es lohnt sich. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6391\" title=\"nelly\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nelly-300x300.jpg\" alt=\"nelly\" width=\"241\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nelly-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nelly-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/nelly.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/>Wer auf Breitwand-Rap mit Pop-Appeal steht, d\u00fcrfte das neue Album von <\/span><strong>Nelly<\/strong><span> derweil ganz tief ins Herz schlie\u00dfen. Die Produktion basst, der Bass boomt, aber trotz eines viel versprechendes Gastauftritts aus dem Hause T.I. und der durchaus gelungenem Auftakt-Schiffschaukel \u201eI\u00b4m Number 1\u201c beschr\u00e4nkt sich das olle Trostpflaster auf \u201eNelly 5.0.\u201c auf Altbekanntes und ringt allen, die sich nicht dem Hochglanz-Wirr-Warr auf MTViva verschrieben haben, nur ein sanftes L\u00e4cheln ab. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6392\" title=\"rihanna-loud-artwork-cvfh8\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rihanna-loud-artwork-cvfh8.jpg\" alt=\"rihanna-loud-artwork-cvfh8\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rihanna-loud-artwork-cvfh8.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/rihanna-loud-artwork-cvfh8-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Weitaus gelungener mutet da schon die neue Scheibe von <\/span><strong>Rihanna<\/strong><span> an. \u201eLoud\u201c rei\u00dft im wahrsten Sinne des Wortes das Maul ganz gro\u00df auf, ballert einem gagaeske Sythesizer-Phantasien mit La Roux-Breitseite um die Ohren und d\u00fcrfte damit mitten im Trendbreich \u201eMegahit\u201c eintrullern. Schade eigentlich, dass in Sachen Tempomat \u00fcberraschenderweise gerade zu Beginn derbe auf die Bremse getreten wird, so dass man, wenn die Scheibe erst mal so richtig anf\u00e4ngt zu kicken, eigentlich schon wieder den Off-Button bet\u00e4tigen m\u00f6chte. Absoluter H\u00f6hepunkt in diesem Zusammenhang ist sicherlich die Euro Dance-Hymen \u201eOnly Girl (In The World)\u201c, die Magic Affair nicht besser hinbekommen h\u00e4tten. Alles in allem ist \u201eLoud\u201c ein konsequent durchgestylter Pop-Entwurf. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6393\" title=\"jay-z\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jay-z-300x300.jpg\" alt=\"jay-z\" width=\"256\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jay-z-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jay-z-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/jay-z.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><strong>Jay-Z<\/strong> knallt uns derweil p\u00fcnktlich zum Fest seine x-te Best Of um die Ohren und versammelt auf \u201eThe Hits Collection \u2013 Volume One\u201c ein paar seiner gr\u00f6\u00dften Gassenhauer. Der Dinosaurier unter den Rapmusikern l\u00e4dt Rihanna und Kanye West ein, die Stra\u00dfen der Stadt zu durchk\u00e4mmen, spielt mit der Herezallerliebsten \u201eBonnie &amp; Clyde\u201c und spendiert uns als Bonus noch seine ollen Gassenhauer \u201eHard Knock Life\u201c und \u201e99 Problems\u201c oben drauf. Sch\u00f6n zu sehen, dass es auch das famose \u201eRoc Boys (And The Winner Is\u2026)\u201c vom \u201eAmerican Gangster\u201c- Soundtrack auf dem Silberling geschafft hat. Alles in allem ist diese Zusammenstellung ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die im nach hinein noch auf den Jigga-Fanzug mit aufspringen m\u00f6chten. Hier gibt\u2019s die 14 passenden Argumente, um Rapmusik mit dicker Hose wieder ganz tief ins Herz zu schlie\u00dfen. Volume 2 soll in K\u00fcrze folgen. Es sind ja noch genug Hits \u00fcbrig, um eine zweite Scheibe zu f\u00fcllen. Wir halten euch auf dem Laufenden.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6394\" title=\"tim-kasher\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/tim-kasher-300x300.jpg\" alt=\"tim-kasher\" width=\"226\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/tim-kasher-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/tim-kasher-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/tim-kasher.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/>Wer derweil mal wieder ein gelungenes Liedermacher-Werk h\u00f6ren m\u00f6chte, der sollte mal bei <strong>Tim Kasher <\/strong>vorbeistolpern. Der werte Saddle Creeker hat sich auf \u201eThe Game Of Monogamy\u201c n\u00e4mlich voll und ganz der Gl\u00fcckseligkeit verschrieben. Hat man erst einmal die Ouvert\u00fcre hinter sich gelassen, l\u00e4dt er einen dazu ein die Herbstwolken-Formation am Firmament in Richtung Nirgendwo zu verfrachten. Nat\u00fcrlich darf zwischenzeitlich auch mal die Tr\u00e4nendr\u00fcse bem\u00fcht werden, aber alles in allem gelingt es dem Cursive-Member, der auch schon bei David Letterman auf der B\u00fchne stand, niemals in Kitschige abzudriften. Ein alles in allem \u00e4u\u00dferst spritziges und vor allem vielseitiges Liedermacher-Werk.<span> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6395\" title=\"ralf-hildenbeutel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/ralf-hildenbeutel.jpg\" alt=\"ralf-hildenbeutel\" width=\"260\" height=\"240\" \/><strong>Ralf Hildenbeutel<\/strong> l\u00e4utet zum Abschluss mit seinem klassisch-verpoppten Album \u201eWunderland\u201c den Winter ein. Wer sich bereits begeistert von der Filmmusik des Streifens \u201eVincent will Meer\u201c zeigte, sollte die Scheibe unbedingt mal anchekcen. Wie hier Streicher und Pianisten ringelreih tanzen und sich mit atmosph\u00e4rischen Sounds bekleckern, l\u00e4sst einen schon nach wenigen Minuten In Tagtr\u00e4umen versinken. Ein Akkordeon, Glockenspiele und Ukulelen sorgen zwischenzeitlich f\u00fcr Aufregung, am Ende befindet sich Hildenbeutel aber immer wieder auf der Suche nach harmonischen Kl\u00e4ngen. Da kann es in \u201eThe Spirits That I Called\u201c noch so creepy zugehen, schon holt einen \u201eNachtzeit\u201c wieder zur\u00fcck auf den Boden der Tatsachen. Wer sich mal wieder so richtig einlullen lassen m\u00f6chte, sollte zugreifen. Alle anderen freuen sich einfach jetzt schon auf den n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnert sich noch jemand an die New Radicals. 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