{"id":6562,"date":"2011-01-09T10:50:54","date_gmt":"2011-01-09T09:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6562"},"modified":"2011-01-09T10:51:28","modified_gmt":"2011-01-09T09:51:28","slug":"strichcode-vol-4-knarre-schlagt-messer-arschloch-du-verlierst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6562","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 4 &#8211; &#8222;knarre schl\u00e4gt messer, arschloch. du verlierst.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6557\" title=\"american-vampire\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/american-vampire.jpg\" alt=\"american-vampire\" width=\"250\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/american-vampire.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/american-vampire-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Von Stephen King h\u00f6chstpers\u00f6nlich bekommen wir derweil nicht nur gruselige Weihnachtsromane um die Ohren gehauen, sondern auch einen imposanten Bildband. Zusammen mit Scott Snyder (Storyboard) und Rafael Albuquerque (Illustrationen) macht er sich daran, den <strong>American Vampire <\/strong>auf Hochglanz in Szene zu setzen. Eines m\u00f6chte ich vorweg schicken. Das Ding ist nichts f\u00fcr Schwache nerven. Allein die Vampir-Zeichnungen jagen einem eine G\u00e4nsehaut nach der N\u00e4chsten \u00fcber den R\u00fccken. Man merkt einfach, dass hier ein echter Meister am Werk ist. Storytechnisch dreht sich der erste Teil der Reihe um eine neue Gattung von Vampir, einen amerikanischen (jetzt bitte nicht gleich zu g\u00e4hnen anfangen\u2026 weiter lesen), die Geschichte von \u201eSweet\u201c nimmt ihren Ausgang im Scheinwerferlicht Hollywoods. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Pearl Jones, eine Nachwuchshoffnung in der Traumfabrik<span> <\/span>ist entt\u00e4uscht, denn das errettende Licht am Ende des Tunnels scheint nach einem kurzen H\u00f6henflug gerade ausgeknipst worden zu sein, da kommt ihr ein Vampir zu Hilfe und gibt der jungen Dame die M\u00f6glichkeit, sich f\u00fcr das Unrecht zu revanchieren. Dieser Comic ist ein Frontalangriff auf alle Hochglanz-Magazine. Zeichnerisch d\u00fcrfte er f\u00fcr Freunde der \u201eUmbrella Academy\u201c ein gefundenes Fressen sein. Die zynischen Passagen sind eine augenzwinkernde Abrechnung mit dem hemmungslosen Blitzlichtgewitter, das im Zentrum des Massengeschmacks auf einen einprasselt. Hollywood saugt dich aus. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Weil Tageslicht evolutionstechnisch auch kein Problem mehr ist, darf sich am Ende keiner mehr sicher f\u00fchlen. Trotz des gro\u00dfen Werbeaufwands mit viel Name-Dropping bekommt man hier keinen blutleeren Comic untergeschoben, sondern eine wirklich gruselige Geschichte, die hoffentlich ein paar B\u00fccherw\u00fcrmer ins Comic-Regal greifen l\u00e4sst. Es lohnt sich. Und wir freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6558\" title=\"chew-1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/chew-1.jpg\" alt=\"chew-1\" width=\"265\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/chew-1.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/chew-1-187x300.jpg 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><strong>Chew<\/strong> wiederum nennt sich ein gewisser \u201eBulle mit Biss!\u201c, der uns vom schicken Frontcover der neusten Versuchung aus dem Hause \u201eCross Cult\u201c zuzwinkert. Der erste Band der Reihe ist ein ausgesprochen hirnrissiges Satire-Spektakel. Chew ist kein normaler Polizist und zugegeben: auf die Idee muss man erstmal kommen ihn als Geschmacksknospen-Telepath oder besser \u201eCibopath\u201c zu kreieren, schon allein dieser Umstand verdient einen Bonus-Button mit Grinse-Gesicht oben drauf. Chew futtert sich also im Laufe des Bandes durch allerhand Essensreste um den B\u00f6sewichten auf die Spur zu kommen und tritt in \u201eLeichenschmaus\u201c erstmals als Ermittler f\u00fcr die Nahrungsmittelbeh\u00f6rde auf, als welcher er sich sofort in Herz der Leser schleicht. John Laymans und Rob Guillorys satirische Antwort auf die ganzen Sci-Fi-Krimis im TV l\u00e4sst gekonnt die Frage offen, ob das Comic jetzt eine Hommage oder eine Abrechnung mit dem g\u00e4ngigen Klischees auf der Mattscheibe ist. Chew wandelt auf dem schmalen Grad zwischen Gesellschaftskritik und Komik und ist dabei immer genau so verr\u00fcckt, dass das Ganze nicht ins L\u00e4cherliche abdriftet. Kein Wunder also, dass die Reihe erst im letzten Jahr zur \u201eBesten Neuen Comic-Serie 2010\u201c gek\u00fcrt wurde. Freunde von abgedrehten Kriminal-Parodien sollten unbedingt mal rein spitzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6559\" title=\"hauckbauer-sackgasse\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/hauckbauer-sackgasse-213x300.jpg\" alt=\"hauckbauer-sackgasse\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/hauckbauer-sackgasse-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/hauckbauer-sackgasse-729x1024.jpg 729w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/hauckbauer-sackgasse.jpg 1010w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/>Elias Hauck und Dominik Bauer, kurz <strong>Hauck &amp; Bauer<\/strong>, begeistern derweil seit Jahren alle Leser von \u201eTitanic\u201c bis \u201eFAS\u201c mit ihren gekonnten Illustrationen, die sich inhaltlich mit aktuellen, gesellschaftlichen Themen auseinander setzen. Hat man bei vielen Comic-Strips, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in Zeitungen oder Zeitschriften erscheinen, das Gef\u00fchl, die Geschichten w\u00fcrden mit zunehmender Lebensdauer ihre Spritzigkeit verlieren, schaffen es Hauck und Bauer immer wieder, ihre Unbek\u00fcmmertheit aufs wei\u00dfe Papier zu \u00fcberf\u00fchren. Den beiden scheinen einfach nie die Ideen auszugehen. Stefan Niggermeier bringt es in seinem Vorwort treffend auf den Punkt. Die Comics der beiden sind einfach \u201etotal lustig\u201c. Man muss sich nicht etwa ein sanftes Schmunzeln abringen, man lacht lauthals los, wenn sie mal wieder das wirkliche Leben in Bildergeschichten-Quartette \u00fcbersetzen. Normalerweise zitiere ich hier gerne einzelne Passagen des Bandes, in diesem Fall allerdings ist das bisweilen unm\u00f6glich, denn der Witz funktioniert nur, wenn Zeichnungen und Worte miteinander ringelreih tanzen. Eben deshalb m\u00f6chte ich \u201eHier entsteht f\u00fcr Sie eine neue Sackgasse\u201c auch all jenen ans Herz legen, die sich bei den zahlreichen Karikaturen in diversen Tageszeitungen schon immer gefragt haben, wo da jetzt eigentlich der Witz versteckt sein soll. Hauck &amp; Bauer sind anders. Sie pr\u00e4sentieren Gesellschaftskritik humorvoll verpackt. Soll hei\u00dfen: unbedingt mal austesten, diesen Band.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6560\" title=\"umsonst-ist-der-tod\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/umsonst-ist-der-tod.jpg\" alt=\"umsonst-ist-der-tod\" width=\"212\" height=\"300\" \/>Der \u201eSchreiber &amp; Leser\u201c-Verlag hat ein gutes H\u00e4ndchen f\u00fcr Kriminalgeschichten mit psychologischem Tiefgang. Nachdem wir uns erst vor kurzem begeistert in die \u201ePackard Gang\u201c vertieften, erscheint nun unter dem Namen <strong>Umsonst ist der Tod<\/strong> schon wieder ein neuer Comic, der einen hinterh\u00e4ltigen Mord thematisiert. Marie Furillo, Frau eines Staatsanwalts, wurde ermordet, das bl\u00f6de daran ist: die Ermittlungen geraten ins Stocken. Der Roman f\u00fchrt gekonnt vor Augen, wie das kriminelle und gesellschaftliche Leben in der Stadt miteinander verwoben sind.<span> <\/span>Der spanischen Jungspund Sergi \u00c1lvarez (Autor) und Sagar Forni\u00e9s (Zeichner) entwerfen einen spannenden \u201eNoir\u201c-Roman \u2013 und ich sage deshalb Roman, weil hier von \u00c1lvarez immer wieder Textpassagen eingestreut sind, die sich mit der Geschichte der Protagonisten auseinander setzen. Dazu liefert Forni\u00e9s skizzenhafte Zeichnungen, die den Roman eine Rasanz verleihen, die man anfangs gar nicht vermutet h\u00e4tte. Aufgrund der d\u00fcsteren Grundstimmung erinnert \u201eUmsonst ist der Tod\u201c bisweilen auch an Millers Sin City, das macht den Comic-Band zu einem echten Erlebnis. Dar\u00fcber hinaus beschr\u00e4nkt sich die Geschichte nie darauf, in Kategorien wie gut und b\u00f6se zu unterteilen, alles ist wie es ist, die Geschehnisse zu bewerten bleibt dem Beobachter selbst \u00fcberlassen. \u00c4hnlich wie in der Serie \u201eThe Wire\u201c findet eine gleichberechtigte Darstellung der einzelnen Personen statt, so dass die Entscheidungen der Protagonisten besser nachvollzogen werden k\u00f6nnen. Aufgrund des gro\u00dfen Erfolgs von \u201eUmsonst ist der Tod\u201c in Spanien, ist es kein Wunder, dass die beiden Sch\u00f6pfer bereits an einer Fortsetzung arbeiten. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6561\" title=\"logicomix\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/logicomix.jpg\" alt=\"logicomix\" width=\"236\" height=\"331\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/logicomix.jpg 286w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/logicomix-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/>Wer derweil beim Lesen etwas lernen m\u00f6chte, der sollte sich mal an dem Mammut-Werk <strong>Logicomix<\/strong> versuchen, das eben erst im \u201eAtrium Verlag\u201c erschienen ist. In dem Buch um einen gewissen Bertrand Russel, der Ende des 18. Jahrhunderts auf unserem hiesigen Planeten dar\u00fcber nachdachte, wie man ein logisches Fundament der gesamten Mathematik errichtet, dreht sich alles um die Auseinandersetzungen mit Gleichgesinnten, unter anderem seinem eigenen Sch\u00fcler, den ber\u00fchmten Philosophen Ludwig Wittgenstein. Was anfangs noch knochentrocken anmutet, entfaltet mit zunehmender Lesedauer einen ganz besonderen Charme, der neugierig stimmt. \u201eDie epische Suche nach der Wahrheit\u201c wird zum gleichsam lehrreichen, wie spannenden Trip, der jedem Fan von \u201eA Beautiful Mind\u201c mit breiten Grinsebacken zur\u00fcckl\u00e4sst. Nachdem man die knapp 350 Seiten durchgeschm\u00f6kert hat ist man nicht nur gut unterhalten worden, man f\u00fchlt sich auch als Nicht-Mathe-Profi um einiges schlauer als zuvor. Wie das Buch diesen Drahtseilakt zwischen leichtf\u00fc\u00dfiger Story und trockener Mathematik meistert, ist bemerkenswert und in diesem Zusammenhang nicht nut Studenten der mathematischen K\u00fcnste aufs W\u00e4rmste zu empfehlen. Die beiden Erz\u00e4hler <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/s\/ref=ntt_athr_dp_sr_1?_encoding=UTF8&amp;search-alias=books-de&amp;field-author=Apostolos%20Doxiadis\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Apostolos Doxiadis<\/span><\/a> und <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/s\/ref=ntt_athr_dp_sr_2?_encoding=UTF8&amp;search-alias=books-de&amp;field-author=Christos%20H%20Papadimitriou\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Christos H Papadimitriou<\/span><\/a> und die Grafiker Alecos Papadatos und Annie Di Donna haben ganze Arbeit geleistet. Alles in allem ein beeindruckendes Werk, wobei es mich nicht wundern w\u00fcrde, wenn es so mancher Professor demn\u00e4chst als Leselekt\u00fcre auf die Literatur-Liste kritzelt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6563\" title=\"metronom\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/metronom-225x300.jpg\" alt=\"metronom\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/metronom-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/metronom.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Wer auf gro\u00dfformatige Comics im klassischen Antlitz steht, muss auf futuristische Geschichten dennoch nicht verzichten. <strong>Metronom<\/strong> aus dem Splitter-Verlag f\u00fchrt vor Augen, wie man eine Vermisstengeschichte in fantastische Welten transformiert. Storytechnisch geht\u2019s kurz gesagt darum, dass eine gewisse Lynn Forester ihren Liebsten sucht, der auf merkw\u00fcrdige Art und Weise verschwunden ist. Sie bekommt dabei Unterst\u00fctzung von einem systemkritischen Journalisten (Big Brother l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen), was dem ersten Band der Reihe von Grun \/ Corbeyran auch eine gewisse politische Dimension verleiht. \u201eNull Toleranz\u201c lebt zudem von der Diskrepanz zwischen den klassischen Zeichnungen, die man eher in einem historischen Comic-Roman verorten w\u00fcrde und der spannenden Kriminalgeschichte, die einen als Leser immer wieder an der Nase herumf\u00fchrt. Wer auf Enth\u00fcllungsromane steht, sollte mal in das \u201eMetronom\u201c reinspitzen. Es k\u00f6nnte sich als lohnenswert erweisen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6564\" title=\"locke-key-3\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/locke-key-3.jpg\" alt=\"locke-key-3\" width=\"170\" height=\"260\" \/>Im dritten Band der bereits im letzten Strichcode gefeierten Comic-Reihe <strong>Locke &amp; Key<\/strong> dreht sich alles um \u201eDie Schattenkrone\u201c. Der Band ist wesentlich abgedrehter als die beiden Vorg\u00e4nger, l\u00e4uft dabei allerdings nie Gefahr storytechnisch aus dem Ruder zu laufen. Nach dem Genuss des Vorwortes von Fernsehautor Brian K. Vaughan erg\u00f6tzt man sich an den brillant ausgearbeiteten Charakteren der Geschichte. Nachdem die Figuren in den ersten beiden B\u00e4nden detailliert eingef\u00fchrt wurden, fiebert man regelrecht mit, wenn sich die Kids gegen ihr Schicksal wehren. Die beiden Sch\u00f6pfer Joe Hill &amp; Gabriel Rodriguez spielen ein brillantes Psycho-Spiel mit ihren Lesern und \u00f6ffnen T\u00fcren, welche die Protagonisten mit ihren inneren D\u00e4monen konfrontieren. Neben \u201eThe Walking Dead\u201c gibt es derzeit wohl keine Comic-Reihe, die bei aller Fantasterei so tiefsinnig anmutet, wie dieses Werk. Also schnapp dir den Schl\u00fcssel und tritt ein. Alle Fans von bildgewaltigen Psychospielen, sollten sich diesen Brain-Fuck auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6565\" title=\"freakangelsband1_911\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/freakangelsband1_911.jpg\" alt=\"freakangelsband1_911\" width=\"463\" height=\"650\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/freakangelsband1_911.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/freakangelsband1_911-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>Wer auf Endzeit-Punk steht, sollte sich mal das grafische Pulverfass <strong>Freak Angels<\/strong> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Die Welt ist am Arsch, kurz gesagt untergegangen, und die menschlichen \u00dcberbleibsel versuchen ihr post-apokalyptisches Dasein irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Die grafische Umsetzung ist atemberaubend, die Story dreht sich um elf hochbegabte 23-j\u00e4hrige und einen Abtr\u00fcnnigen, der ihnen das Leben zur H\u00f6lle macht. Im ersten Band der Reihe verwenden die beiden Sch\u00f6pfern Warren Ellis und Paul Duffield viel Zeit darauf, die Protagonisten einzuf\u00fchren und sorgt auf diese Weise daf\u00fcr, dass die Figuren eine bemerkenswerte Tiefe ausstrahlen. Die telepathischen F\u00e4higkeiten der Hauptpersonen tun ihr \u00fcbriges, um den Eindruck zu vermitteln, dass \u201eFreak Angels\u201c von Beginn an als \u00e4u\u00dferst langlebiges Steampunk-Erlebnis angelegt worden ist. Wer bei einer Drama-Serie von HBO bereits nach drei Folgen abschaltet, weil da in Sachen Storyline nichts voran geht, der sollte lieber die Finger davon lassen. Wer schnelle Action sucht, ist bei \u201eFreak Angels\u201c definitiv an der falschen Adresse. Dieser Comic setzt auf Langlebigkeit und nimmt sich dementsprechend viel Zeit, um dem Leser die kleine Exoten-Gemeinde nahe zu bringen. Die Dialogdichte von Band 1 ist entsprechend immens und gro\u00dfes Tohuwabohu kommt erst gegen Ende auf. All das macht den Leser, der durchh\u00e4lt, massiv neugierig, wie es weitergeht. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6566\" title=\"sunvillage-347x490\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sunvillage-347x490.jpg\" alt=\"sunvillage-347x490\" width=\"264\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sunvillage-347x490.jpg 347w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sunvillage-347x490-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/>Nachdem Mangas in unserer Rubrik bisher etwas kurz gekommen sind, m\u00f6chten wir in zum Abschluss mal darauf hinweisen, dass es in diesem Zusammenhang auch f\u00fcr die erwachsenen Leser einiges zu entdecken gibt. <strong>Sun Village <\/strong>von Inio Asano zum Beispiel ist ein gelungenes Beispiel daf\u00fcr, wie man existenzielle Fragen mit einer mitrei\u00dfenden Geschichte vermengt. Der Roman dreht sich um einen Stadtteil namens Sun Village, das Bemerkenswerte an der Geschichte ist aber, dass hier zwar eine desillusionierte Gesellschaft nachgezeichnet wird, der Roman aber trotzdem nicht mit humorvollen Momenten geizt, obwohl sich die Protagonisten dessen v\u00f6llig bewusst sind. Noch dazu bekommt man st\u00e4ndig Gedankenfetzen vor den Latz geknallt, was dazu f\u00fchrt, dass die Geschichte niemals ins Oberfl\u00e4chliche abdriftet. Die tr\u00fcgerische Idylle des \u201esonnigen Viertels\u201c sorgt zudem daf\u00fcr, dass sich die Menschen mit ihren inneren D\u00e4monen konfrontiert sehen und weil sie damit nicht klarkommen, schnellt die Selbstmordrate dort, wo man sich doch eigentlich dem Himmel am N\u00e4chsten gew\u00e4hnt hatte, nur umso erbarmungsloser in die H\u00f6he. \u201eSun Village\u201c ist ein gelungenes Beispiel daf\u00fcr, wie man der tr\u00fcgerischen Idylle die Maske aus dem Gesicht kratzt. In diesem Sinne: nicht nur f\u00fcr Manga-Fans zu empfehlen. Wir w\u00fcnschen euch deshalb jetzt schon viel Spa\u00df beim schm\u00f6kern. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Stephen King h\u00f6chstpers\u00f6nlich bekommen wir derweil nicht nur gruselige Weihnachtsromane um die Ohren gehauen, sondern auch einen imposanten Bildband. Zusammen mit Scott Snyder (Storyboard) und Rafael Albuquerque (Illustrationen) macht er sich daran, den American Vampire auf Hochglanz in Szene zu setzen. Eines m\u00f6chte ich vorweg schicken. Das Ding ist nichts f\u00fcr Schwache nerven. 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