{"id":6615,"date":"2011-01-21T10:58:10","date_gmt":"2011-01-21T09:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6615"},"modified":"2011-01-21T10:58:42","modified_gmt":"2011-01-21T09:58:42","slug":"zuckerbeat-vol-186-you-was-me","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6615","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)86 &#8211; you was me"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6616\" title=\"white-lies-ritual\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/white-lies-ritual-300x279.jpg\" alt=\"white-lies-ritual\" width=\"250\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/white-lies-ritual-300x279.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/white-lies-ritual.jpg 560w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wer sich im letzten Jahr zum eleganten Pop-Streich aus dem Hause Hurts ins F\u00e4ustchen lachte, der k\u00f6nnte sich nun spitzb\u00fcbisch an die <strong>White Lies<\/strong> heranwagen. Gibt\u2019s zwar schon etwas l\u00e4nger, die Jungs, aber mit \u201eRitual\u201c sollte sich ihr in England bereits eingesetzter H\u00f6henflug auch hierzulande in einen einstelligen Chartplatz umm\u00fcnzen lassen. Mit ihren zehn Songs landen sie soundtechnisch irgendwo zwischen Joy Division und Depeche Mode, gerade der Auftakt des Albums mit der melo-hymnischen Single \u201eBigger Than Us\u201c <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>und dem Stadion-Pop-Hit \u201eStrangers\u201c ist dramaturgisch perfekt inszeniert. Der Rest des Albums setzt auf Atmosph\u00e4re, Hall und gro\u00dfe Pop-Melodien. Alles hier schielt auf die gro\u00dfe B\u00fchne. Wer es gerne pomp\u00f6s mag, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren und sich die aufgeblasenen B\u00e4ckchen mit einer Runde Tr\u00e4nenfl\u00fcssigkeit umsp\u00fclen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6617\" title=\"unntzes-wissen-2-weitere-1374-skurrile-fakten-die-man-nie-mehr-vergisst-30691158\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/unntzes-wissen-2-weitere-1374-skurrile-fakten-die-man-nie-mehr-vergisst-30691158-189x300.jpg\" alt=\"unntzes-wissen-2-weitere-1374-skurrile-fakten-die-man-nie-mehr-vergisst-30691158\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/unntzes-wissen-2-weitere-1374-skurrile-fakten-die-man-nie-mehr-vergisst-30691158-189x300.jpg 189w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/unntzes-wissen-2-weitere-1374-skurrile-fakten-die-man-nie-mehr-vergisst-30691158.jpeg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/>Wer sich in der Mittagspause ein bisschen die Zeit vertreiben m\u00f6chte, der sollte sich den zweiten Teil der <strong>Neon<\/strong>-Buch-Reihe \u201eUnn\u00fctzes Wissen\u201c in den Schulranzen kloppen. Die neidischen Blicke der Mitsch\u00fcler \/Schr\u00e4gstrich\/ Mitarbeiter werden ihm sicher, sein, wenn er dem \u00d6ko nebenan klugschei\u00dferm\u00e4\u00dfig zufl\u00fcstert: \u201eKarotten war urspr\u00fcnglich lila\u201c oder dem Zuckerwasserschl\u00fcrfer erl\u00e4utert: \u201eF\u00fcr die Herstellung von einem Liter Coca-Cola sind 2,6 Liter Wasser n\u00f6tig\u201c. Dabei sollte sie\/er allerdings darauf hoffen, dass das Gegen\u00fcber nicht auf die Idee kommt, mal genauer nachzuhaken, denn Hintergrundinfos sucht man auch im zweiten Band der Reihe vergebens. Daf\u00fcr findet man umso mehr kurzweilige bis interessante Informationen, die einem anektoden-technisch den Tag retten. Au\u00dferdem macht das Buch Lust darauf, so manchen Spruch auf seinen Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Soll hei\u00dfen: hier lernt man auch was und zwar auf spielerische Art und Weise.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6618\" title=\"jonnycover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/jonnycover-292x300.jpg\" alt=\"jonnycover\" width=\"292\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/jonnycover-292x300.jpg 292w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/jonnycover.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 292px) 100vw, 292px\" \/><strong>Jonny<\/strong> werden derweil noch von sich h\u00f6ren machen, wenn es darum geht, den passenden Soundtrack zum Hitchhiker-Trip des Sommers in der Boombox zu platzieren. Das Album \u201eTogether They Are\u2026 Jonny\u201c ist ein einziger Hitreigen f\u00fcr alle, die auf Schnellstra\u00dfen-Pop mit Indie-Einschlag stehen. Man m\u00f6chte einfach nur das Verdeck nach hinten schieben und in Richtung Sonnenuntergang abbiegen. Sich auf einen verlassenen Bergsims niederlassen, ein Sandwich aus der Verpackung kr\u00fcmeln und der Natur beim Schlafenlegen zusehen. Ein herzhaft-poppiges Indie-Album mit leichtf\u00fc\u00dfigem Country-Einschlag. Sommer, ich komme.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6619\" title=\"sarsparilla\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sarsparilla-300x265.jpg\" alt=\"sarsparilla\" width=\"300\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sarsparilla-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/sarsparilla.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Sarsaparilla<\/strong> sind derweil ein gefundenes Fressen f\u00fcr alle Melancholiker. Da werden Wintertr\u00e4ume war, wenn sich die Lieder von Brandon Miller im Nervensystem des H\u00f6rers festsetzen. Die gute, alte Akustikklampfe ist eben immer noch f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. \u201eEveryone Here Seems So Familiar\u201c ist n\u00e4mlich nicht nur ein schickes Liedermacher-Werk, es strotz auch nur so vor futuristischen Sounds und Trompeten -Anleihen. \u00dcberall h\u00e4ngen Geigen am Himmel und die musikalischen Einfl\u00fcsse von Tom Waits bis zu den Pixies sorgen f\u00fcr ein entspanntes Nostalgie-Feeling.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6620\" title=\"nils-mohl\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/nils-mohl-178x300.jpg\" alt=\"nils-mohl\" width=\"178\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/nils-mohl-178x300.jpg 178w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/nils-mohl.jpg 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/>\u201eEs war einmal Indianerland\u201c ist derweil ein gefundenes Fressen f\u00fcr alle Fans von abgedrehten Streifen der Marke Tarantino. Im Grunde genommen dreht sich der Roman um einen 17j\u00e4hrigen, der erwachsen wird und sich mit einem Mord in seiner direkten Umgebung konfrontiert sieht. Des Weiteren dreht sich das Buch um zahlreiche weitere Geschehnisse, die das Leben manchmal so bereith\u00e4lt, wenn man in einer Gro\u00dfstadt lebt. Im Vorwort wird ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass das Ganze nicht autobiografisch ist. Gerade das macht einen stutzig und die Neugier \u00fcbermannt mich. Wir befinden uns also in einem belebten Vorort einer gro\u00dfen deutschen Stadt. Ein Mord ist geschehen. Es regnet. Es ist Sonntag. Am Mittwoch darauf sind noch f\u00fcnf Tage Sommerferien. Was soll man anfangen mit dieser Zeit? Erstmal die Bruchst\u00fccke der eigenen Existenz sortieren. Zur\u00fcckspulen, Vorspulen, Zusammenh\u00e4nge herstellen. So geht das die ganze Zeit, in kurzen, schmissigen Passagen wird das Leben skizziert und man hat anfangs durchaus seine Probleme, den \u00dcberblick zu behalten. Da werden Zeitungsartikel zu Recherchezwecken benutzt und mit Dialogen gekontert. Kurzgeschichten aus dem Leben werden zu Puzzle-Teilen, welche die Geschehnisse nachzuvollziehen versuchen. Beispiel gef\u00e4llig? \u201eBei der Obduktion findet man Haare im Magen, das M\u00e4dchen hat sie sich ausgerissen. Fasern aus dem Teppich gekratzt, Flusen herausgerupft, den Putz von den W\u00e4nden geschabt, im D\u00e4mmerlicht eines Zimmers ohne Heizk\u00f6rper, in dem es schimmelt, in dem das einzige Fenster zugeschraubt und mit Plastikfolie abgeklebt ist; um das Geld f\u00fcr die Jalousie zu sparen\u2026\u201c <strong>Nils Mohl<\/strong> hat einen Roman geschrieben, der anders ist. Er schert sich einen Dreck um Konventionen und verliert dabei niemals den Faden. Hat man sich nach f\u00fcnfzig Seiten n\u00e4mlich erstmal eingefunden in das Werk, spielt der Autor gekonnt mit der Neugier des Lesers, wenn er den zeitlichen Ablauf durcheinander wirbelt und Ankn\u00fcpfungspunkte erst nach und nach zusammenf\u00fcgt. Alles in allem: eine \u201eMordsgeschichte\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6621\" title=\"isbells\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/isbells.jpg\" alt=\"isbells\" width=\"299\" height=\"283\" \/>Die <strong>Isbells<\/strong> verlagern derweil gerne mal eins ihrer Konzerte an das \u201eUfer\u201c des ortsans\u00e4ssigen Brunnens, wenn im Club zuvor der Strom ausf\u00e4llt. Musikalisch sind sie verortet zwischen den Magic Kids und Mumford &amp; Sons. Z\u00e4rtliche Folk-Balladen treffen auf Beach Boys-Ch\u00f6re, weshalb das nun erschienene Deb\u00fct-Album auch ganz hervorragend das Weihnachtsfest ein wenig in den Januar hinein verl\u00e4ngert. Wer auf melancholische Hymnen ohne Pathos, daf\u00fcr aber mit umso mehr Herz steht, sollte sich das gleichnamige Album auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6622\" title=\"kisses\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kisses.jpg\" alt=\"kisses\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kisses.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kisses-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kisses-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Kisses<\/strong> scheint es derweil nicht sonderlich zu st\u00f6ren, eine Runde in elektronischer Nostalgie zu schwelgen. Ihr Album klingt ein bisschen so, als h\u00e4tten sich New Order in einen Experimentierkasten verliebt und sich in die K\u00f6rper von Neuzug\u00e4ngen der Marke Cut Copy und Konsorten transformieren lassen. Bei so viel Namedropping verwundert es fast schon wieder ein bisschen, dass \u201eThe Heart Of The Nightlife\u201c trotzdem ein sehr fesselndes Werk geworden ist. Wer auf romantischen Elektro-Pop mit experimentellen Schlenkern steht, sollte mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6623\" title=\"puta-madre\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/puta-madre.jpg\" alt=\"puta-madre\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/puta-madre.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/puta-madre-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die <strong>Puta Madre Brothers<\/strong> klingen derweil, als wollten sie sich als Begleitband f\u00fcr Bela B. und Calexico empfehlen. Das Bemerkenswerte an ihrem Sound ist, dass sie ihr Mariachi-Geballer mit einer geh\u00f6rigen Portion Rock aufmotzen, so dass man die ganze Geschichte kurzerhand mit elektrischen Gitarren vor den Latz geknallt bekommt. Freunde der Leningrad Cowboys werden sich vor Gl\u00fcck die Sombreros vom Haupt rei\u00dfen und einen irrwitzigen Ententanz auff\u00fchren. Wer auf experimentelle Instrumentalmusik mit hohem Pogo-Faktor steht, sollte sich \u201eQueso Y Cojones\u201c nicht durch die Lappen gehen lassen. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Wir lesen uns beim n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n<p>w<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich im letzten Jahr zum eleganten Pop-Streich aus dem Hause Hurts ins F\u00e4ustchen lachte, der k\u00f6nnte sich nun spitzb\u00fcbisch an die White Lies heranwagen. Gibt\u2019s zwar schon etwas l\u00e4nger, die Jungs, aber mit \u201eRitual\u201c sollte sich ihr in England bereits eingesetzter H\u00f6henflug auch hierzulande in einen einstelligen Chartplatz umm\u00fcnzen lassen. 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