{"id":6643,"date":"2011-01-28T08:13:02","date_gmt":"2011-01-28T07:13:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6643"},"modified":"2011-01-28T08:24:52","modified_gmt":"2011-01-28T07:24:52","slug":"zuckerbeat-vol-187-buy-nothing-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6643","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)87 &#8211; buy nothing day"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6644\" title=\"go-team-rolling-blackouts-400x398\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/go-team-rolling-blackouts-400x398-300x298.jpg\" alt=\"go-team-rolling-blackouts-400x398\" width=\"250\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/go-team-rolling-blackouts-400x398-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/go-team-rolling-blackouts-400x398-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/go-team-rolling-blackouts-400x398.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Huch, haben die Beastie Boys etwa schon wieder ein neues Album drau\u00dfen? Nicht ganz, aber wenn juckts, wenn <strong>The Go! Team<\/strong> am Start ist. Den Opener \u201eT.O.R.N.A.D.O.\u201c h\u00e4tten die drei New Yorker auch nicht besser hinbekommen. Schon der zweite Track macht dann aber deutlich, dass sich die fr\u00f6hliche Bande stilistisch nicht beschr\u00e4nken lassen m\u00f6chte. Da treffen dann Girlgroup-Hymnen auf Rap-Sprengsel und Hasstiraden. L\u00e4rm, Lust und Liebe tanzen Tango auf \u201eRolling Blackouts\u201c und machen das Go! Team endg\u00fcltig zum Gl\u00fcckseligkeits-Verein der popkulturellen Gegenwart. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Diese Scheibe hier will gefeiert werden. Wer auf poppige Rundumschl\u00e4ge steht, sollte sich \u201eRolling Blackouts\u201c auf keinen Fall entgehen lassen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6645\" title=\"joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy-300x300.jpg\" alt=\"joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/joan-as-police-woman-the-deep-field-packshot-copy.jpg 1475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die New Yorker Musikerin <strong>Joan As Police Woman<\/strong> hat sich mit den Jahren zu einer echten Indie-Ikone gemausert. Ihr Folk-Pop mit einer Portion Seele strahlt einen entr\u00fcckten Charme aus, so dass man schon nach wenigen Minuten der dritten Platte verf\u00e4llt. \u201eThe Deep Field\u201c empf\u00e4ngt einen zwar nicht unbedingt mit offenen Armen, auch wenn das Frontcover dies impliziert, das Album packt einen daf\u00fcr aber immer wieder am Rockzipfel und wirbelt die Geschmacksnerven durcheinander. Der Opener \u201eNervous\u201c klingt als h\u00e4tte Cat Power ein Psychedelic-Seminar absolviert. Die Musikerin wagt sich bisweilen schon ziemlich weit raus, kriegt aber immer wieder die Kurve in Richtung Romantik-Pop. Joan hat in der Vergangenheit sicher viel PJ Harvey geh\u00f6rt und l\u00e4sst sich deshalb auch den Spa\u00df am Experimentieren nicht verderben. Alles in allem: ein Liedermacheralbum mit Widerhaken. Wie geschaffen, um den Schneemann vor der Haust\u00fcr zu grillen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6646\" title=\"simian-mobile-disco-delicacies\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/simian-mobile-disco-delicacies.jpg\" alt=\"simian-mobile-disco-delicacies\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/simian-mobile-disco-delicacies.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/simian-mobile-disco-delicacies-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/simian-mobile-disco-delicacies-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>Um die <strong>Simian Mobile Disco<\/strong> ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden. Das zweite Werk der Jungs war zwar ein \u00e4u\u00dferst breit gef\u00e4cherter Verrecker von einem Disco-Album, der gro\u00dfe Hype um Justice und Konsorten war allerdings bereits verflogen, als die Scheibe in den Plattenl\u00e4den stand. \u201eDelicacies\u201c versteht sich nach dem experimentierfreudigen Vorg\u00e4nger als astreines Techno-Album ohne Kompromisse. Das wird sicher einige alte Fans verschrecken, wirkt aber nur konsequent. \u201eDelicacies\u201c ist ein Befreiungsschlag, die Scheibe erscheint auf dem erst k\u00fcrzlich gegr\u00fcndeten, gleichnamigen Label der Jungs und versteht sich als Teil einer Party-Reihe namens \u201eDelicatessen\u201c. Im Club knallen die Tracks derma\u00dfen rein, als wollten Sie mit ihren Schall-Wellen die W\u00e4nde zum wackeln bringen. Ansonsten eignen sich die 17 St\u00fccke (auf zwei Cds versammelt: \u201eMixed\u201c und \u201eUnmixed\u201c) auch ganz vorz\u00fcglich, um sich Kopfh\u00f6rer \u00fcberzust\u00fclpen, mit dem Fahrrad eine Runde durch die City zu drehen und die Welt wie im Rausch an sich vorbeiziehen zu lassen. Treibt ganz sch\u00f6n rein, dieser Sound.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6647\" title=\"mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will.jpg\" alt=\"mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will\" width=\"289\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will.jpg 452w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/mogwai-hardcore-will-never-die-but-you-will-300x298.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/>Mogwai<\/strong> trauen sich derweil ihrem inzwischen siebten Album einen 26min\u00fctigen Bonus-Track namens \u201eMonument for Forgotten Future\u201c beizulegen, der einen direkt in Richtung Atmosph\u00e4re schie\u00dft. Schwerelos wie eh und je wandelt \u201eHarcore Will Never Die, But You Will\u201c zwischen Rockmonument und Fl\u00e4chenbrand hin und her. Das Album schlie\u00dft direkt dort an, wo die Jungs mit ihrem gefeierten Vorg\u00e4nger aufgeh\u00f6rt haben. Man l\u00e4sst sich schon nach wenigen Sekunden treiben, wenn der Opener \u201eWhite Noise\u201c in verstrahlte Gefilde abdriftet. Zu diesem Sound flutet man am Besten das Wohnzimmer mit einer Nebelmaschine. Genau so klingt zauberhafte Rockmusik.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6648\" title=\"boeoes\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/boeoes-300x300.jpg\" alt=\"boeoes\" width=\"268\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/boeoes-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/boeoes-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/boeoes.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px\" \/><strong>Boeoes Kaelstigen<\/strong> nennt sich derweil ein gr\u00f6\u00dfenwahnsinniges Sci-Fi-Duo, das sich kurzerhand ins Jahr 2038 beamt und dort f\u00fcr allerhand Unruhe sorgt. Die Infrastruktur ist am Arsch und die L\u00e4nder im Norden rotten sich in Schweden zusammen. Soundtracktechnisch ballert uns das Album \u201eTanum Teleport\u201c einen post-apokalyptischen Minimal-Trance-Sound um die Ohren, dass man sich schon nach wenigen Sekunden ein neues Soundsystem zulegen m\u00f6chte. Was hier in Sachen Experimentierfreude an den Start gebracht wird, ist meilenweit entfernt vom elektronischen Allerlei der heutigen Zeit, d\u00fcrfte aber dennoch alle Fans von Daft Punks \u201eTron\u201c-Soundtrack fr\u00f6hlich im Kreis h\u00fcpfen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6649\" title=\"kenzari\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kenzari.jpg\" alt=\"kenzari\" width=\"222\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kenzari.jpg 260w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kenzari-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>Kenzari\u00b4s Middle Kata<\/strong> knallen uns derweil ein dynamisches Postrock-Werk vor den Latz, f\u00fcr das sich so mancher Kollege sicher den Gitarrenhals verrenken w\u00fcrde. Auf \u201eBody Vs. Function\u201c finden sich Songs, die in ihren besten Momenten sch\u00f6ne Erinnerungen an die Jungs von At The Drive-In wachrufen, trotz allem l\u00e4sst man sich von dieser Guido Lucas-Prouktion nur zu gern Honig ums Maul schmieren. Wer auf klassischen Postrock mit Hardcore-Anleihen steht, sollte sich diese dynamische Kn\u00fcppeltirade auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6650\" title=\"kitty_solaris__golden_future_paris__cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kitty_solaris__golden_future_paris__cover-300x270.jpg\" alt=\"kitty_solaris__golden_future_paris__cover\" width=\"300\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kitty_solaris__golden_future_paris__cover-300x270.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/kitty_solaris__golden_future_paris__cover.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Kitty Solaris <\/strong>macht den Eindruck, als wollte sie sich als n\u00e4chste Sophie Hunger empfehlen. Vom soundtechnischen Anspruch her hat sie es faustdick hinter den Ohren, auch wenn ihre Musik zumeist etwas gleichf\u00f6rmig anmutet. Suzanne Vega bis Norah Jones standen f\u00fcr die Songs Pate, wobei das ausdr\u00fccklich positiv gemeint ist. Es ist n\u00e4mlich vor allem die Frische, die \u201eGolden Future Paris\u201c zu einem echten Vergn\u00fcgen macht. Wenn alles gut l\u00e4uft, begegnet sie uns demn\u00e4chst in den oberen R\u00e4ngen der Charts, wenn nicht k\u00f6nnen wir uns immer noch dar\u00fcber freuen, mal wieder einen echten Geheimtipp von Liedermacherin ganz f\u00fcr uns allein entdeckt zu haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Tomzack<\/strong> wagen sich derweil daran, ein Konzeptalbum aufzunehmen und bevor ihr gleich weiterdr\u00fcckt, lasst doch \u201eF\u00fcr ihn gab es nirgends ein Grab mit Blumen\u201c erstmal auf euch wirken. Die Songs sind sorgsam nach Wochentagen gegliedert und gipfeln im finalen \u201eDamonacht\u201c. Was Protagonisten von Can, Genepool und Urlaub in Polen hier zusammentragen, d\u00fcrfte nicht nur alten Krautrock-Fans die Geschmacksnerven verstopfen, was hier im Grenzgebiet von Noise, Space-Pop und psychedelischen Ans\u00e4tzen fabriziert wurde, wird auch bei der tanzenden Laufkundschaft f\u00fcr Furore sorgen. Womit wir auch schon wieder am Ende sind f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Huch, haben die Beastie Boys etwa schon wieder ein neues Album drau\u00dfen? Nicht ganz, aber wenn juckts, wenn The Go! Team am Start ist. Den Opener \u201eT.O.R.N.A.D.O.\u201c h\u00e4tten die drei New Yorker auch nicht besser hinbekommen. Schon der zweite Track macht dann aber deutlich, dass sich die fr\u00f6hliche Bande stilistisch nicht beschr\u00e4nken lassen m\u00f6chte. 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