{"id":6688,"date":"2011-02-11T11:39:41","date_gmt":"2011-02-11T10:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6688"},"modified":"2011-02-11T16:15:28","modified_gmt":"2011-02-11T15:15:28","slug":"zuckerbeat-vol-190-winter-on-the-weekend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6688","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)90 &#8211; winter on the weekend"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6689\" title=\"stefandettl_rockstar_rgbjpg\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/stefandettl_rockstar_rgbjpg-300x300.jpg\" alt=\"stefandettl_rockstar_rgbjpg\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/stefandettl_rockstar_rgbjpg-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/stefandettl_rockstar_rgbjpg-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/stefandettl_rockstar_rgbjpg.jpg 340w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Stefan Dettl<\/strong>, S\u00e4nger von LaBrassbanda nutzt die Winterpause seiner Hauptband, um einen Solo-Ausflug in rockige Gefilde zu unternehmen. Mit seinem Soloalbum zielt er auf die Schwei\u00dfdr\u00fcsen seiner H\u00f6rerschaft, was Selbige erstmal irritieren d\u00fcrfte. Die beschwingten, bisweilen auch subtilen Momente von LaBrassBanda sucht man auf seinem Solo-Album vergebens. Stattdessen wird die verzerrte Gitarre eingest\u00f6pselt und die Sache mit dem \u201eauf dicke Hose machen\u201c ins Bayrische \u00fcbersetzt. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Alles in allem kann man sagen, der Groove wurde zugunsten der Atmosph\u00e4re in den Hintergrund gedr\u00e4ngt, was nicht immer funktioniert. Bei den ersten beiden Songs, der Single \u201eRockstar\u201c und dem Track \u201eBleame\u201c wirkt das alles eine Spur zu gewollt. Mit zunehmender Laufl\u00e4nge allerdings findet Dettl dann doch wieder in die Spur zur\u00fcck, \u201eLitanei\u201c und \u201eDrahn\u201c klingen wie LaBrassBanda mit Pop-Schnauze. Und am Ende ist man dann hin und her gerissen. Starten wir jetzt einen neuen Durchlauf? Ja, \u00e4h nein, ich mein\u2026 Jein!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6690\" title=\"juliastone-thememorymachine\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/juliastone-thememorymachine.jpg\" alt=\"juliastone-thememorymachine\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/juliastone-thememorymachine.jpg 500w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/juliastone-thememorymachine-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/juliastone-thememorymachine-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Julia Stone<\/strong> besteigt derweil die \u201eMemory Mashine\u201c und schafft ein atmosph\u00e4risch dichtes Werk mit leichtem Hang zur D\u00fcsterromantik. Das schicke Artwork im Look eines alten Horror-Streifens gibt die Richtung vor. Es folgen 11 Songs, die poppig genug sind, um dem Grusel-Ambiente auch einen Hauch Romantik abzutrotzen. Dabei kippen die melancholischen Tracks nie ins Gef\u00fchlsduselige, weshalb \u201eIn The Memory Machine\u201c auch allen Freunden morbid angehauchter Pop-Poesie im Stile der Raveonettes nur innig ans Herz gelegt werden darf.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6691\" title=\"superpreachers\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/superpreachers-300x300.jpg\" alt=\"superpreachers\" width=\"272\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/superpreachers-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/superpreachers-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/superpreachers.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/>Die <strong>Super Preachers<\/strong> sind franz\u00f6sische Klang-Professoren, die einige vielleicht schon aus dem Chevy Chase-Film \u201eGoose On The Loose\u201c oder wegen ihres Beitrags zur sympathischen Comedy-Reihe \u201eMalcolm Mittendrin\u201c kennen k\u00f6nnten. Falls ihr die Priester-Fraktion bisher verpasst hat, solltet ihr unbedingt mal einen Durchlauf riskieren. Fans von Moloko und Morcheeba werden das Wohnzimmer-Licht sofort auf Modus \u201eschummrig\u201c stellen, wenn Francois Carles mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Maria Timm das Soundsystem fluten. Durch die zahlreichen Feature-G\u00e4ste wird \u201eThe Underdog\u201c \u00fcber die volle L\u00e4nge nie langweilig und strahlt eine Stil-Vielfalt aus, die ihresgleichen sucht. Wer auf franz\u00f6sische Klangexperimente mit viel Pop-Appeal steht, sollte sich die Scheibe auf keinen Fall entgehen lassen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6692\" title=\"enter_the_void_ver2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/enter_the_void_ver2-212x300.jpg\" alt=\"enter_the_void_ver2\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/enter_the_void_ver2-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/enter_the_void_ver2.jpg 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Wer mal wieder einen Film sehen m\u00f6chte. Der die Gem\u00fcter spaltet, sollte sich an Caspar Noes Beitrag zum Fantasy Filmfest halten. \u201e<strong>Enter The Void<\/strong>\u201c dreht sich um einen jungen Drogendealer, der sich Kohle beschaffen muss, um seine traumatisierte Schwester zu sich nach Hause zu holen. Bemerkenswert daran ist, dass Noe es konsequent vermeidet, den Blickwinkel zu ver\u00e4ndern. Man sieht die Welt durch die Augen des Protagonisten Oscar, was vor allem dann, wenn der werte Herr Drogen schmei\u00dft, ziemlich rasant anmutet. Der Film ist ein Experiment, das an den Nerven der Zuschauer zerrt. Damit hat er beste Chancen, demn\u00e4chst in der Kult-Abteilung der \u00f6rtlichen Videothek Platz zu nehmen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6693\" title=\"206\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/206-300x269.jpg\" alt=\"206\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/206-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/206.jpg 396w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das sympathische Label \u201eZick Zack\u201c hat in der Zwischenzeit mal wieder ein \u00dcberraschungs-Ei f\u00fcr euch am Start und das entpuppt sich als \u00e4u\u00dferst tanzbarer Verrecker im Grenzgebiet von Them Crooked Vultures und Turbostaat. \u201eRepublik der Heiserkeit\u201c ist ein deutschsprachiges Indie-Rock-Album, das sich traut, das Gaspedal mal wieder bis zum Anschlag durchzutreten. Die Texte sind gut genug, um den H\u00f6rer nicht in den Fremdsch\u00e4m-Modus zu schicken und auch sonst merkt man den Jungs von <strong>206<\/strong> an, dass sie was rei\u00dfen m\u00f6chten. Wer auf trockene Drums und einpeitschende Lyrics der Marke Mediengruppe Telekommander steht, sollte unbedingt mal einen Durchlauf riskieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6694\" title=\"granthart\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/granthart.jpg\" alt=\"granthart\" width=\"250\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/granthart.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/granthart-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>Grant Hart<\/strong> ist derweil nicht nur Mitbegr\u00fcnder der Band H\u00fcsker D\u00fc, er macht auch sehr sch\u00f6ne Liedermacher-Musik. Die sp\u00e4rliche Instrumentierung seines Rarit\u00e4ten-Albums mit Songs aus den Jahren 1988-95 wirkt im Kontext der Gro\u00dfbildleinw\u00e4nde und Knalleffekte so herrlich aus der Zeit gefallen, dass jeder Dylan-Anh\u00e4nger sich sofort eine Kippe zwischen die Lippen klemmen d\u00fcrfte, um die n\u00e4chste dreiviertel Stunde in Nostalgie zu verfallen. \u201eOuvrevue\u201c ist aber nicht nur ein Album voller kleiner Lagerfeuer-Balladen, die eine bet\u00f6rende Ruhe ausstrahlen. Manches wirkt fast skizzenhaft, kommt daf\u00fcr aber nur umso unmittelbarer beim H\u00f6rer an. \u201eOuvrevue\u201c ist ein nur scheinbar unscheinbares Liedermacher-Werk, das einen nach und nach in seinen Bann zieht und auch hin und wieder die elektrische Gitarre aus der Truhe kramt.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6695\" title=\"gruffrhys_hotelshampoo_resize-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/gruffrhys_hotelshampoo_resize-300x300.jpg\" alt=\"gruffrhys_hotelshampoo_resize-300x300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/gruffrhys_hotelshampoo_resize-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/gruffrhys_hotelshampoo_resize-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Das dritte Solo-Album von <strong>Gruff Rhys<\/strong> aus dem Hause Super Furry Animals hat sich derweil ganz dem Sch\u00f6nheitswahn verschrieben und kommt mit einer Kunstinstallation her, die sich (im wahrsten Sinne des Wortes) gewaschen hat. \u201eHotel Shampoo\u201c ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fans von Sean Lennon, Beck und Konsorten. Die Songs wurden herzlich arrangiert und hin und wieder wird auch ein echter Indie-Funk-Schunkler der Marke \u201eSensations In The Dark\u201c dazwischen gestreut. Wenn Gruff Rhys dann in \u201eVitamin K\u201c auch noch die gro\u00dfe Gef\u00fchlskanone abfeuert, kann man sich das Grinsen nicht mehr verkeifen. Also wie w\u00e4r\u00b4s Auch eine Sp\u00fclung gef\u00e4llig?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6696\" title=\"blue-van\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/blue-van.jpg\" alt=\"blue-van\" width=\"251\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/blue-van.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/blue-van-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/>\u201eLove Shot\u201c nennt sich das neue Album von <strong>The Blue Van<\/strong> und alle Fans von Jet werden im Dreieck springen. Endlich darf mal wieder so richtig sch\u00f6n ge-pop-rockt werden. Nat\u00fcrlich erfinden die Jungs mit ihren Songs nicht das Rad der Musik neu, trotzdem hat die Scheibe ihre Momente. Schon allein der Opener \u201eMama\u00b4s Boy\u201c ist das Eintrittsgeld wert, das nachfolgende \u201eRun To The Sun\u201c zeigt den Kings Of Leon, dass man trotz Bombast nicht auf hittige Refrains verzichten muss, alles in allem kann man sagen: es macht einfach Spa\u00df diesen schn\u00f6rkellosen Power Pop f\u00fcr den Tanzboden zu genie\u00dfen. Wer noch Hits f\u00fcr die n\u00e4chste Studentenparty sucht, ist beim Blue Van genau er an der richtigen Adresse. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Dettl, S\u00e4nger von LaBrassbanda nutzt die Winterpause seiner Hauptband, um einen Solo-Ausflug in rockige Gefilde zu unternehmen. 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