{"id":6703,"date":"2011-02-12T10:13:41","date_gmt":"2011-02-12T09:13:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6703"},"modified":"2011-02-12T10:14:03","modified_gmt":"2011-02-12T09:14:03","slug":"zuckerbeat-vol-191-the-everchanging-spectrum-of-a-lie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6703","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)91 &#8211; the everchanging spectrum of a lie"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6704\" title=\"joy\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/joy-298x300.jpg\" alt=\"joy\" width=\"250\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/joy-298x300.jpg 298w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/joy-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/joy.jpg 452w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wer mal wieder auf der Suche nach dem hei\u00dfesten Schei\u00df in Sachen Zeitgeist ist, der sollte sich mal das aktuelle Album von <strong>The Joy Formidable<\/strong> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. \u201eThe Big Roar\u201c ist ein rei\u00dferisches Werk, das sich elegant zwischen die St\u00fchle setzt. Manchmal meint man den Einfluss der Killers rauszuh\u00f6ren, wenn man wieder ein hymnischer Refrain aus dem Soundsystem dringt, dann wieder schichtet die Band um S\u00e4ngerin und Gitarristin Ritzy Bryan so viele st\u00fcrmische und Krawallmachende Passagen \u00fcbereinander, dass man das Gef\u00fchl hat, die Anlage w\u00fcrde gleich vor der Band in die Knie gehen. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Das geht dann bisweilen sogar in post-rocksche Gefilde, was The Joy Formidable hier abliefern. Vor allem rei\u00dft es einen mit, wenn in siebenmin\u00fctigen Songs so richtig auf die Kacke gehauen wird und kurz darauf eine schmissige Hymne das gepeinigte Trommelfell flutet. The Joy Formidable stecken an mit ihrem Enthusiasmus. Genauso muss es sein. Mehr davon bitte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6705\" title=\"ton-diskussionen_300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ton-diskussionen_300.jpg\" alt=\"ton-diskussionen_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ton-diskussionen_300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ton-diskussionen_300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Wohlstandskinder? Zeit ihres Lebens wurden die Band massiv untersch\u00e4tzt, dabei haben sie mit \u201eDelikatessen 500 SL\u201c eines der tiefsinnigsten Deutsch-Punk oder besser -Pop Alben hierzulande ver\u00f6ffentlicht. Nun also gibt\u2019s Nachschub von deren S\u00e4nger Tobias R\u00f6ger, der hat n\u00e4mlich eine neue Kappelle am Start. Im Endeffekt schlie\u00dft er mit seiner neuen Band <strong>Ton<\/strong> genau dort an, wo er mit dem letzten WSK-Album aufgeh\u00f6rt hat. Die Texte suhlen sich in Befindlichkeits-Pop-Gefilden, ohne dass das irgendwie b\u00f6se gemeint w\u00e4re. \u201eDiskussionen mit dem Eisberg\u201c ist einfach nur ein schn\u00f6rkelloses, melancholiegetr\u00e4nktes und liebenswertes Pop-Album, das einem im richtigen Moment den Tag rettet. Weil zudem in musikalischer Hinsicht nicht allzu sehr auf die Tr\u00e4nendr\u00fcse gedr\u00fcckt wird, ist die ganze Geschichte auch noch tanzbar\u2026 und trifft damit genau den richtigen Ton f\u00fcr all jene, denen Anajo zu weichgesp\u00fclt und Madsen zu effektiv sind.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6706\" title=\"navel-neo-noir\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/navel-neo-noir.jpg\" alt=\"navel-neo-noir\" width=\"463\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/navel-neo-noir.jpg 600w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/navel-neo-noir-300x277.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Navel<\/strong> k\u00f6nnen es derweil einfach nicht lassen und lassen auf \u201eNeoNOIR\u201c mal wieder ihrer Vorliebe f\u00fcr tanzbaren Grunge freien Lauf. Man kann regelrecht sp\u00fcren, wie hier im Live-Kontext der Boden zu vibrieren anf\u00e4ngt. Sp\u00e4testens wenn \u201eSpeedbox\u201c dein Soundsystem flutet, wirst du einen Salto auf dein Ledersofa schlagen, um anschlie\u00dfend das Polster zu zerkratzen. Dieses Werk strotzt nur so vor Emotion. Die Ausfl\u00fcge in Blues und Garagenrock-Gefilde sorgen daf\u00fcr, dass die ganze Geschichte auch gegen Ende hin nicht langweilig wird. Wer mal wieder so richtig durchgerockt werden m\u00f6chte, ist bei \u201eNeoNoir\u201c an der richtigen Adresse.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6707\" title=\"siriusmo-mosaik\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/siriusmo-mosaik-300x300.jpg\" alt=\"siriusmo-mosaik\" width=\"289\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/siriusmo-mosaik-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/siriusmo-mosaik-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/siriusmo-mosaik.jpg 560w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><strong>Siriusmo<\/strong> nennt sich derweil das erste Signing des Berliner Labels \u201eMonkeytown\u201c und punktet mit einer tanzbaren Mischung aus House-, Elektro und Disco-Anleihen. Dazwischen ein paar Sprenksel Dubstep und HipHop und fertig ist die Hitfabrik. \u201eMosaik\u201c ist ein 60min\u00fctiges, ziemlich futuristisches Konzeptalbum f\u00fcrs Disco-Fanvolk. Wer vom letzten Output aus dem Hause Daft Punk etwas entt\u00e4uscht gewesen ist, sollte hier mal reinh\u00f6ren. Genauso klingt es, wenn elektronische Musik dem verrauchten Keller-Club zu entfliehen versucht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6708\" title=\"spokes-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/spokes-300x300.jpg\" alt=\"spokes-300x300\" width=\"238\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/spokes-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/spokes-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/>Wer sich mal wieder ein melancholisches BritPop-Album im Grenzgebiet von Coldplay und den Doves ins Regal stellen m\u00f6chte, der sollte sich mal das Deb\u00fct von den <strong>Spokes<\/strong> anh\u00f6ren. \u201eEveryone I Ever Met\u201c ist ein bombastisches Werk, das von himmelhochjauchzenden Ch\u00f6ren durchsetzt ist. Die dick aufgetragene Produktion erinnert bisweilen an den Sound von U2 und wird der Band bestimmt den Vorwurf einbringen, dass viele Songs auch mit zwei Minuten weniger ausgekommen w\u00e4ren. Die Spokes allerdings suhlen sich im Bombast und so ist es auch nur folgerichtig, dass ihre Hymnen von Geigen in Engelschor-gleiche Gefilde empor getragen werden. Die f\u00fcnfk\u00f6pfige Crew aus Manchester versteht es sehr gut, atmosph\u00e4risch dichte Musik zu schreiben ohne dabei den Song aus den Augen zu verlieren. Wer es im Winter gerne melancholisch mag, der sollte durchaus mal einen Durchlauf riskieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6709\" title=\"sven\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/sven-300x269.jpg\" alt=\"sven\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/sven-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/sven.jpg 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der Hamburger <strong>Sven Kacirek<\/strong> hat derweil ein kenianisches Ensemble um sich herum versammelt, um in Sachen Weltmusik mal ein wenig \u00fcber die Klischeematte hinaus zu h\u00fcpfen. \u201eThe Kenya Sessions\u201c ist in dieser Hinsicht ziemlich weit vorn, allerdings bisweilen auch ein gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftiges Vergn\u00fcgen. Die Scheibe strotzt so sehr vor abseitigen Ideen, so dass das am hiesigen Klangsalat geschulte Geh\u00f6r sich erst einmal daran gew\u00f6hnen darf. Einen besonderen Charme erh\u00e4lt die Musik auch dadurch, dass vieles wirklich so klingt, als w\u00e4re es direkt im Strudel der Emotionen von einem Aufnahmeger\u00e4t erhascht worden, um nun noch mal konserviert auf Silberling das Licht der Welt zu erblicken.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6710\" title=\"this-is-head-0001_front\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/this-is-head-0001_front-300x300.jpg\" alt=\"this-is-head-0001_front\" width=\"230\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/this-is-head-0001_front-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/this-is-head-0001_front-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/this-is-head-0001_front.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/>This Is Head<\/strong> sorgen derweil mit einem Album voller Zahlenspiele f\u00fcr Furore. Die Tracks von \u201e0001\u201c lassen derweil allen Freunden von Yeasayer und (!!!) Chk Chk Chk das Wasser im Munde zusammen laufen. Die Scheibe zieht einen zunehmend in einen Rausch der Emotionen, was umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass die Jungs hier aus dem schwedischen Schonen stammen. Musikalisch klingt das dann bisweilen auch gerne mal so, als ob Sigur Ros sich dazu entschlossen h\u00e4tten, eine Rockband zu werden. Soll hei\u00dfen: phantastisch.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6711\" title=\"djmehdibusyp-400x379\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/djmehdibusyp-400x379-300x284.jpg\" alt=\"djmehdibusyp-400x379\" width=\"300\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/djmehdibusyp-400x379-300x284.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/djmehdibusyp-400x379.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Busy P &amp; DJ Mehdi<\/strong> wollen derweil ihre Lieblingsmusik an den Mann bringen und knallen uns zwanzig Tracks von Mr. Oizo bis Sebastian vor den Latz. Gerade, wenn sie sich gegen Ende auch mal in dubbige Gefilde der Marke Skream vorwagen, verliert man sich als Zuh\u00f6rer zunehmend in diesem Mix. Ansonsten ist \u201eLet The Children Techno\u201c ein \u00e4u\u00dferst tanzbares Werk mit freundlicher Unterst\u00fctzung von Feadz, Zombi Nation und Flying Lotus. Wer mal wieder eine Stunde durchtanzen m\u00f6chte, sollte sich die Scheibe unbedingt nach Hause holen. Da wird der K\u00fcchentisch zum Podest. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer mal wieder auf der Suche nach dem hei\u00dfesten Schei\u00df in Sachen Zeitgeist ist, der sollte sich mal das aktuelle Album von The Joy Formidable zu Gem\u00fcte f\u00fchren. \u201eThe Big Roar\u201c ist ein rei\u00dferisches Werk, das sich elegant zwischen die St\u00fchle setzt. 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