{"id":6758,"date":"2011-02-25T00:08:49","date_gmt":"2011-02-24T23:08:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6758"},"modified":"2011-02-25T00:09:22","modified_gmt":"2011-02-24T23:09:22","slug":"zcukerbeat-vol-195-what-a-glory-morning-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=6758","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (1)94 &#8211; what a glory morning story"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6759\" title=\"beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1-300x300.jpg\" alt=\"beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/beady_eye_-_different_gear_still_speeding_online1.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Ich muss ja zugeben, dass ich bez\u00fcglich des ersten Albums von <strong>Beady Eye<\/strong> rein gar keine Erwartungen hatte. Die neue Band von Liam aus dem Hause Oasis w\u00fcrde sicher ein Reinfall werden \u2013 ich erwartete ein Werk voller halbwegs h\u00f6rbarer Songs, die wohlwollend auf der einen oder anderen Oasis-Single als B-Seite Platz gefunden h\u00e4tten. Doch verdammt noch mal, was ist das denn? Neulich lief die Single \u201eThe Roller\u201c im Radio und auf einmal ist da wieder dieses Gef\u00fchl, als w\u00e4re der Zeiger der Uhr noch mal auf Mitte der 90er zur\u00fcckgedreht worden und das charmante Genre called BritPop gerade von Oasis und Blur in h\u00f6chste H\u00f6hen gehievt worden. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>\u201eDifferent Gear, Still Standing\u201c beginnt im direkten Vergleich mit \u201eThe Roller\u201c ziemlich unaufgeregt, wickelt seine H\u00f6rerschaft dann aber Schritt f\u00fcr Schritt um den Finger. Man l\u00e4sst der Band sogar Songtitel wie \u201eBeatles &amp; Stones\u201c und \u201eThe Beat Goes On\u201c durchgehen, wenn sich dahinter solch gelungene BritPop-Schunkler verstecken. Alles in allem schaffen es Beady Eye damit zwar nicht, an die Hochphase von Oasis Mitte der 90er anzukn\u00fcpfen, ein charmantes Nostalgie-Gef\u00fchl generieren sie aber dennoch.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6760\" title=\"alexwinston\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/alexwinston-300x300.jpg\" alt=\"alexwinston\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/alexwinston-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/alexwinston-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/alexwinston.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Und wenn <strong>Alex Winston<\/strong> so weitermacht, dann wird die 21j\u00e4hrige Detroiterin bald der werten Kollegin aus dem Hause Goulding den Rang in Sachen Disco-Pop ablaufen. Ihre Deb\u00fct-EP \u201eSister Wife\u201c legt jedenfalls ziemlich frech los, sorgt mit einer verrauschten Attit\u00fcde f\u00fcr Verwirrung, nur um dann beim gleichnamigen Titel-Track in poppige Gefilde vorzusto\u00dfen. Mit ihrer pr\u00e4gnanten Stimme, die ganz unversch\u00e4mt an Joanna Newsom erinnert, werden ihr die Luftk\u00fcsse ganz von allein zufliegen. Ob sie allerdings auf Albuml\u00e4nge \u00fcber die hohe Latte dr\u00fcber zu h\u00fcpfen vermag, die sie mit diesen sechs Songs gelegt hat, bleibt abzuwarten.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-6761\" title=\"wye-oak\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/wye-oak-300x300.jpg\" alt=\"wye-oak\" width=\"270\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/wye-oak-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/wye-oak-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/wye-oak.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/>Wer es gerne romantisch verstrahlt mag, der k\u00f6nnte bei <strong>Wye Oak<\/strong> an der richtigen Adresse sein. Das neue Album \u201eCivilian\u201c klingt, als h\u00e4tten sich Belle &amp; Sebastian dazu entschlossen, mit Radiohead zu fusionieren und das neue Album von Sigur Ros einzuspielen. Dass bei so viel Namedropping noch Platz f\u00fcr Gef\u00fchle bleibt, ist durchaus bemerkenswert, genauso wie das schicke Artwork, das sch\u00f6ne Erinnerungen an den Erstling von Vampire Weekend wachruft. Wer sich gerne ein bisschen einlullen l\u00e4sst, der sollte mal einen Durchlauf riskieren. Wye Oak sind n\u00e4mlich ziemlich gewieft, sie h\u00fcllen dein Herz in einen Schleier aus Nebel, um es dir dann hinterr\u00fccks rauszurei\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6762\" title=\"buffalo-tom-skins-album-art\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/buffalo-tom-skins-album-art.jpg\" alt=\"buffalo-tom-skins-album-art\" width=\"463\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/buffalo-tom-skins-album-art.jpg 608w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/buffalo-tom-skins-album-art-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/buffalo-tom-skins-album-art-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Buffalo Tom<\/strong> wiederum geh\u00f6ren zu meinen liebsten Bands, seit damals der Song \u201eLate At Night\u201c im Rahmen der \u201eComing Of Age\u201c-Serie \u201eWillkommen im Leben\u201c die Mattscheibe flutete. Nun hat das Trio sein inzwischen achtes Studioalbum ver\u00f6ffentlicht und dringt dabei auch mal in experimentelle Gefilde vor. Schon der Opener generiert seinen melancholischen Alternative-Rock-Strophen einen imposanten \u00dcberbau aus fast schon Post-Rockschen Momenten. Soll hei\u00dfen, die Jungs geben sich nicht etwa damit zufrieden, ein paar sch\u00f6ne Beitr\u00e4ge f\u00fcr die n\u00e4chste Folge der \u201eAlternative Moments\u201c raus zu hauen, sondern wollen es auch in musikalischer Hinsicht noch mal wissen. Mit \u201eShe\u00b4s Not Your Thing\u201c und zahlreichen weiteren Knallern sind nat\u00fcrlich trotzdem ein paar echte Herzschmerz-Balladen dabei. Alles in allem ein gelungener Mix f\u00fcr die Lemonheads-Fraktion.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6763\" title=\"thelma_and_clyde-white_line\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/thelma_and_clyde-white_line.jpg\" alt=\"thelma_and_clyde-white_line\" width=\"243\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/thelma_and_clyde-white_line.jpg 350w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/thelma_and_clyde-white_line-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/thelma_and_clyde-white_line-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><strong>Thelma &amp; Clyde<\/strong> erinnern derweil nicht nur covertechnisch an die werten Kollegen aus Gangster-Kreisen, ihre Musik w\u00fcrde auch ganz vorz\u00fcglich zur Untermalung eines Remakes des gefeierten Streifens passen. Die Musik klingt im ersten Moment erstmal ziemlich verstrahlt. So, als w\u00e4ren Portishead mit Fever Ray ins Studio gegangen und h\u00e4tten mal geschaut, was da so dabei raus springt. Fortw\u00e4hrend wird das Album \u201eWhite Line\u201c dann allerdings zum Experimentierkasten und arbeitet sich am Erbe Brian Enos ab, ohne dass es abgekupfert anmuten w\u00fcrde. Highlight der Scheibe ist sicherlich das atmosph\u00e4rische \u201eLockstitch\u201c, das sich mit seinem bet\u00f6rend-stampfenden Beat zu einem atmeberaubenden Hit aufschwingt, den man einfach immer lauter drehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6764\" title=\"bosse\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/bosse.jpg\" alt=\"bosse\" width=\"195\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/bosse.jpg 550w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/bosse-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/bosse-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/>Axel<strong> Bosse<\/strong> ist nach seinem Deb\u00fct ein wenig in der Versenkung verreckt und hat mit seinem Zweitling leider das hohe Niveau des Erstlings nicht halten k\u00f6nnen. Das klang alles ein wenig zu entspannt f\u00fcr Bosses Verh\u00e4ltnisse, was er da aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelte. Im \u201eWartesaal\u201c hat er nun neuen Mut gefasst und schafft es tats\u00e4chlich, noch mal auf sich aufmerksam zu machen. Der Opener des dritten Albums klingt dann auch gleich, als w\u00fcrden Klez.e einen Song von Coldplay covern. Gef\u00e4hrlich nah dran am Deutschrock ist das, was der Musiker da fabriziert, macht aber nichts, weil Bosse die Klischee-Keule gleich wieder einpackt und seinen Gef\u00fchlen freien Lauf l\u00e4sst. Stattdessen findet der geneigte Indie-Popper zehn Perlen vor, die allen Fans von Tele sofort den Kopf verdrehen werden. \u201eMein Kopf ist in der Umlaufbahn und wandert\u201c, hei\u00dft es in \u201eWeit weg\u201c und er hat recht: dieser Sound hat wirklich etwas Schwereloses. Mit diesem Werk scheint sogar ein Abstecher in die Charts nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6765\" title=\"ludwig-van\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ludwig-van.jpg\" alt=\"ludwig-van\" width=\"283\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ludwig-van.jpg 283w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/ludwig-van-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/>Ludwig Van<\/strong> wird derweil all jenen gro\u00dfe Freude bereiten, die zuletzt die Alben von den Wombats oder den Neon Trees gefeiert haben. Das ist Wohlf\u00fchl-Pop mit Indie-Einschlag, der sich ganz vorz\u00fcglich dazu eignet, den Fr\u00fchling einzuleiten und mit G\u00e4nsebl\u00fcmchen um sich zu schmei\u00dfen. Allein schon der Opener \u201eCarot\u201c umschmeichelt so liebevoll deine H\u00fcften, dass du dich sofort ins Blitzlichtgewitter des Clubs begeben m\u00f6chtest. Ludwig Van aus Flensburg sind eine dieser Band, die einen selbst dann noch eine Sonne aufs Brillenglas zaubern, wenn gerade ein Wolkenbruch vom Himmel platscht. Tanzbar, frech und liebenswert. Ein gefundenes Fressen f\u00fcr alle, denen die Killers inzwischen zu sehr in Richtung Stadion-Rock schielen.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6766\" title=\"abby_ep_cover-300x300\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/abby_ep_cover-300x300.jpg\" alt=\"abby_ep_cover-300x300\" width=\"235\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/abby_ep_cover-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/abby_ep_cover-300x300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/>Und wer mal wieder ein Album mit kuscheligem Indie-Pop um die Ohren gehauen bekommen m\u00f6chte, dabei aber auch nicht auf ein paar tanzbare Momente verzichten will, der sollte sich mal die kleine, aber feine EP aus dem Hause <strong>Abby<\/strong> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Die f\u00fcnf Songs klingen, als w\u00e4ren sie im Grenzgebiet von Phoenix und den Lemonheads entstanden. Da will man auf der Stelle die Regler nach oben drehen und sich zum schwelgerischen Titeltrack in einen Berg aus Kuscheltieren st\u00fcrzen. Bleibt zu hoffen, dass sie das hohe Niveau auch auf Albuml\u00e4nge halten k\u00f6nnen. Womit wir dann auch schon wieder durch sind f\u00fcr heute. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<span><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss ja zugeben, dass ich bez\u00fcglich des ersten Albums von Beady Eye rein gar keine Erwartungen hatte. Die neue Band von Liam aus dem Hause Oasis w\u00fcrde sicher ein Reinfall werden \u2013 ich erwartete ein Werk voller halbwegs h\u00f6rbarer Songs, die wohlwollend auf der einen oder anderen Oasis-Single als B-Seite Platz gefunden h\u00e4tten. 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