{"id":7009,"date":"2011-04-08T07:29:45","date_gmt":"2011-04-08T06:29:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7009"},"modified":"2011-04-08T07:30:08","modified_gmt":"2011-04-08T06:30:08","slug":"zuckerbeat-vol-203-durchdrahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7009","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)03 &#8211; durchdrahn"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7010\" title=\"attwenger_flux\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/attwenger_flux.jpg\" alt=\"attwenger_flux\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/attwenger_flux.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/attwenger_flux-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Attwenger<\/strong> legen die Latte gleich im Opener ihres aktuellen Album \u201eFlux\u201c ziemlich hoch. Da wird n\u00e4mlich direkt eine Referenz an Bill Withers \u201eAin\u00b4t No Sunshine When She\u00b4s Gone\u201c raus gehauen. Wie das Ganze dann mit einer volksmusikalischen Turbo-Attacke ad absurdum gef\u00fchrt wird, ist der reine Wahnsinn. Also H\u00e4nde hoch und Abtanzen. Alles leuchtet, alles springt. Und mittendrin sorgt diese Platte f\u00fcr den passenden Flow. Die Songs klingen so abwechslungsreich wie nie zu vor. Swing, Rock, Polka und Brass-Kl\u00e4nge werden in einen Topf geworfen und mal eben durchlauf erhitzt, so dass man sich schon nach wenigen Sekunden die Gliedma\u00dfen verrenkt. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Wer nach sechs Studioalben aus dem hause Attwenger mit Abnutzungserscheinungen oder Ersch\u00f6pfungssyndromen gerechnet hat, der sieht sich get\u00e4uscht. \u201eFlux\u201c ist die \u201eBombe\u201c. Der schubst dich auf die Tanzfl\u00e4che, dieser Flow.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7011\" title=\"cocoon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cocoon-300x300.jpg\" alt=\"cocoon\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cocoon-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cocoon-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cocoon.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wer es gerne ein wenig entspannter mag, der darf sich in diesen Tagen \u00fcber das neue Werk aus dem Hause <strong>Cocoon<\/strong> freuen. Das sympathische Duo macht mit seinem zweiten Album \u201eWhere The Oceans End\u201c all diejenigen gl\u00fccklich, die sich bereits an den letzten Werken von Azure Ray und Mumford &amp; Sons erfreuten. Allein der Opener \u201eSushi\u201c ist voll gestopft mit so viel Atmosph\u00e4re, dass man sich f\u00fchlt, als w\u00fcrde man durch einen Himmel voller Geigen wandeln. Alles auf diesem Album strahlt eine bedingungslose Naturverbundenheit aus, so dass sich auch die Lagerfeuer-Fraktion mit diesem stimmungsvollen Werk anfreunden d\u00fcrfte. Wer auf kathedralischen Liedermacher-Pop steht, sollte sich dieses Werk voller verwunschener Ch\u00f6re und weinender Streich(h\u00f6lz)er auf keinen Fall entgehen lassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7012\" title=\"ancient\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/ancient-300x269.jpg\" alt=\"ancient\" width=\"253\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/ancient-300x269.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/ancient.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/>Unter dem Banner <strong>Ancient Astronauts<\/strong> erscheint in diesen Tagen ein verdammt gelungenes TripHop-Album, das ganz unversch\u00e4mt an den Sound der Thievery Corporaton erinnert. Ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass \u201eInto Bass And Time\u201c auf deren bandeigenem Label erscheint. Die Scheibe strotzt nur so vor atmosph\u00e4rischen Momenten und sorgt mit allerhand Breakbeats und Funk-Kl\u00e4ngen f\u00fcr einen klassischen Euphorieschub. Da h\u00e4tten sich die Beastie Boys durchaus eine Scheibe von abschneiden k\u00f6nnen, wenn man sich im Gegensatz dazu deren letzten Instrumental-Output zu Gem\u00fcte f\u00fchrt. Hier passt jeder Ton. Der Bass brummt. Die Zeit rast. Augen schlie\u00dfen und weg.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7013\" title=\"theboxerrebellioncov1111\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/theboxerrebellioncov1111-300x300.jpg\" alt=\"theboxerrebellioncov1111\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/theboxerrebellioncov1111-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/theboxerrebellioncov1111-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/theboxerrebellioncov1111.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>All jene, die sich im vergangenen Jahr die \u00e4u\u00dferst gelungene Klamotte \u201eVerr\u00fcckt nach dir\u201c zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt haben, d\u00fcrften die Band <strong>The Boxer Rebellion<\/strong> inzwischen innigst ins Herz geschlossen haben. Mit ihrem emotional-dynamischen Mix aus Beatles-Ged\u00e4chtnismomenten und stadiontaglichen Hymnen der Marke Coldplay, d\u00fcrften sie die Melancholiefraktion nahezu mit links um den Finger wickeln. Auf ihrem Zweitwerk \u201eThe Cold Still\u201c lassen sie es in diesem Zusammenhang etwas ruhiger angehen, bevor sie dann einen Indie-Pop-Schmachtfetzen nach dem anderen aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln. Wer ein gewisses Faible f\u00fcr melancholisch-arrangierten Poprock mitbringt, findet hier massenhaft Futter, um sich seine eigene Variante der \u201eO.C. California\u201c-Mix-Reihe zu kompilieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7014\" title=\"le-corpse\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/le-corpse.jpg\" alt=\"le-corpse\" width=\"239\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/le-corpse.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/le-corpse-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/>Schon auf dem letzt-j\u00e4hrigen \u201eBerlin Festival\u201c haben <strong>Le Corps Mince De Francoise <\/strong>ein fulminantes Elektro-Pop-Feuerwerk abgebrannt. Mit knackigen Slogans und jeder Menge Enthusiasmus st\u00fcrmten sie aus dem Stand auf Platz 1 der liebensw\u00fcrdigsten Geheimtipps des Wochenendes, weil sie in bester Uffie-Manier die Tanzbeine der Anwesenden in Wallung versetzten. Das Deb\u00fctalbum \u201eLove And Nature\u201c stellt in diesem Zusammenhang vor allem dahingehend eine echte Herausforderung dar, weil so ein Partyprogramm auf Platte schnell mal f\u00fcr G\u00e4hnattacken sorgen kann. Das sympathische Pop-Duo aus Helsinki umschifft diesen Umstand, indem es sich nicht allein auf den Knallbonbon-Effekt der Marke Beastie Boys beschr\u00e4nkt, sondern sich zwischenzeitlich auch mal mit l\u00e4ssigen Parts like Lady Sovereign schm\u00fcckt. Das h\u00e4lt die Platte \u00fcber die komplette Laufl\u00e4nge spannend und sorgt daf\u00fcr, dass man mal wieder eine G\u00e4nsebl\u00fcmchenwiese frisieren m\u00f6chte, um sie alles Anwesenden hinterr\u00fccks \u00fcber den Sch\u00e4del zu kippen. Ein sympathisches, blumiges und verdammt verpopptes Sommeralbum, alles andere als \u201ebo-bo-bo bored\u201c.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7015\" title=\"frederic\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/frederic-300x275.jpg\" alt=\"frederic\" width=\"300\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/frederic-300x275.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/frederic.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Frederico Aubele<\/strong> entf\u00fchrt uns derweil in ein d\u00fcsteres Zwischenreich gespickt mit Dub- und Gitarren-Passagen. Alles scheint zu schweben, wenn diese Musik dein Soundsystem flutet. \u201eBerlin 13\u201c strotzt nur so vor elektroakustischen Eskapaden, die bei aller Tristesse doch immer eine gewisse Lebendigkeit ausstrahlen. Immer dann, wenn n\u00e4mlich alles in Melancholie zu versinken droht, zieht einen eine sch\u00f6ne Melodie oder ein Pulsschlag wieder an die Oberfl\u00e4che und sorgt so daf\u00fcr, dass man nicht wegschlummert. Dieses Album sollte man sich am Besten mit Kopfh\u00f6rern auf den Ohren zu Gem\u00fcte f\u00fchren, w\u00e4hrend man eine dunkle Stra\u00dfe mit dem Fahrrad hinab schie\u00dft. F\u00fchlt sich an, als w\u00fcrde man schweben zu dieser Musik.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7016\" title=\"tape-radio\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/tape-radio.jpg\" alt=\"tape-radio\" width=\"228\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/tape-radio.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/tape-radio-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/>Das erste Album von <strong>Tape The Radio<\/strong> wurde derweil von niemand Geringerem als Jim Lowe produziert, der schon bei den Foo Fighters hinter den Reglern stand. \u201eHeartache And Fear\u201c klingt dann allerdings \u00fcberraschend atmosph\u00e4risch, so als h\u00e4tten Coldplay pl\u00f6tzlich mit Keane fusioniert und sich hin und wieder eine Melodie bei Glasvegas abgebauscht. Bei so viel Namedropping ist es bemerkenswert, dass man der Band trotzdem gerne zuh\u00f6rt. Man merkt der Crew an, dass sie keine Kompromisse machen m\u00f6chte. Der Club wird einfach ausgelassen.<span> <\/span>Tape The Radio wollen gleich ins Stadion. Ob das funktioniert? Warten wir es ab.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7017\" title=\"orwellsmallcover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/orwellsmallcover-300x297.jpg\" alt=\"orwellsmallcover\" width=\"300\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/orwellsmallcover-300x297.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/orwellsmallcover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/orwellsmallcover.jpg 339w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><strong>Orwell<\/strong> machen sich derweil nicht daran, der Welt weitere \u00dcberwachungsstaat-Phantasien vorzustellen, sie entwerfen lieber ein subtil-anmutendes Elektro-Pop-Album, an dem Fans von Phoenix bis Pet Shop Boys ihre helle Freude haben d\u00fcrften. \u201eContinental\u201c lebt von seiner franz\u00f6sischen L\u00e4ssigkeit und seinen z\u00e4rtlichen Melodien, die auch aus der Feder von Belle &amp; Sebastian stammen k\u00f6nnten. Wer sich in der Vergangenheit am Sound von Brian Eno bis Stereolab erfreute, kann durchaus mal einen Durchlauf riskieren. Und wir sind erstmal raus f\u00fcr heute. Bis bald mal wieder. Beim n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Attwenger legen die Latte gleich im Opener ihres aktuellen Album \u201eFlux\u201c ziemlich hoch. Da wird n\u00e4mlich direkt eine Referenz an Bill Withers \u201eAin\u00b4t No Sunshine When She\u00b4s Gone\u201c raus gehauen. Wie das Ganze dann mit einer volksmusikalischen Turbo-Attacke ad absurdum gef\u00fchrt wird, ist der reine Wahnsinn. Also H\u00e4nde hoch und Abtanzen. Alles leuchtet, alles springt. 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