{"id":7032,"date":"2011-04-09T10:48:05","date_gmt":"2011-04-09T09:48:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7032"},"modified":"2011-04-09T10:49:08","modified_gmt":"2011-04-09T09:49:08","slug":"zuckerbeat-vol-204-it%c2%b4s-home-where-i%c2%b4m-not","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7032","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)04 &#8211; road noise"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7033\" title=\"jonathaninc_losttime_albumcover-280x280\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/jonathaninc_losttime_albumcover-280x280.jpg\" alt=\"jonathaninc_losttime_albumcover-280x280\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/jonathaninc_losttime_albumcover-280x280.jpg 280w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/jonathaninc_losttime_albumcover-280x280-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Jonathan Inc.<\/strong> haben eines dieser Alben geschrieben, dass in einer besseren Welt die neue Coldplay an der Spitze der Charts abl\u00f6sen w\u00fcrde. Der atmosph\u00e4rische Indie-Pop auf \u201eLost:Time\u201c schlittert immer wieder in hymnische Gefilde und widerlegt damit das Vorurteil, dass sich sph\u00e4rische Feedback-Kl\u00e4nge nicht mit schmissigen Melodien vereinen lassen. Hier tanzen alle Stile Engtanz und doch klappt es zwischenzeitlich mal mit dem H\u00fcftschwung. Wer auf die Kollegen von Spiritualized und Aereogramme steht, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. Und sp\u00e4testens bei \u201eImpatiant\u201c wirft dann auch die Counting Crows-Fraktion mit Luftk\u00fcssen um sich.<span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Anschlie\u00dfend wird dann noch mit Posaunen um die Gunst des Zuh\u00f6rers gebuhlt. Ein Banjo aus der Schatulle gekramt und ein orchestraler Sound aufgefahren, der dazu f\u00fchrt, dass es im Opernhaus pl\u00f6tzlich G\u00e4nsebl\u00fcmchen vom Himmel regnet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7034\" title=\"youngknives-ornamentsfromthesilverarcade\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/youngknives-ornamentsfromthesilverarcade.jpg\" alt=\"youngknives-ornamentsfromthesilverarcade\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/youngknives-ornamentsfromthesilverarcade.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/youngknives-ornamentsfromthesilverarcade-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Fans der gehobenen Pop-Rock Schule im Grenzgebiet von Gang Of Four und den Kinks sollten sich derweil mal an das neuste Pulverfass der <strong>Young Knives<\/strong> heranpirschen. \u201eOrnaments From The Silver Arcade\u201c ist eine Groove-Klatsche, die jeder guten Tanzfl\u00e4che den Parkettboden massiert. Man kommt gar nicht mehr raus aus dem Nebelschwaden-Getummel, das passend zu diesen bet\u00f6rend-t\u00e4nzelnden Kl\u00e4ngen die eigenen H\u00fcften in Wallung versetzt. Wer sich vom letzten Album von Spoon ein wenig mehr Tanzbarkeit und etwas weniger Experimentierkunst erhofft hatte, hier findet er passenden Ersatz.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7035\" title=\"colourmusic_mypink184\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/colourmusic_mypink184.jpg\" alt=\"colourmusic_mypink184\" width=\"86\" height=\"86\" \/><strong>Coloursmusic<\/strong> knallen uns derweil nicht nur die Pop-Art-Variante des Zweitwerk-Artworks von Rival Schools vor die Linse, die machen auch ziemlich verschrobenen Grusel-Pop mit reichlich Beschw\u00f6rungsformeln und einer fetten Schicht L\u00e4rm, der sch\u00f6ne Erinnerungen an Jesus &amp; Mary Chain wach ruft. Alles auf diesem Album schreit geradezu danach, einem direkt in die Glieder zu fahren, um dort f\u00fcr G\u00e4nsehaut-Atmosph\u00e4re zu sorgen. In der Folgezeit treffen dann Garage-Rock-Tunes und Gospel-Passagen aufeinander, wobei einen das Gef\u00fchl beschleicht, dass \u201eMy ______ Is Pink!\u201c in musikalischer Hinsicht nicht nur als zeitgem\u00e4\u00dfes Hendrix-Update durchgeht, sondern Selbigem aufgrund der geballten Experimentierfreude auch noch ziemlich gut gefallen w\u00fcrde.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7036\" title=\"cargocity-dancesleep\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cargocity-dancesleep-300x299.jpg\" alt=\"cargocity-dancesleep\" width=\"198\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cargocity-dancesleep-300x299.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cargocity-dancesleep-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/cargocity-dancesleep.jpg 401w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><strong>Cargo City<\/strong> setzen nach ihrem Stelldichein als Soundtrack-Lieferanten f\u00fcr den eben \u201eLola\u201c-ausgezeichneten Streifen \u201eVincent will Meer\u201c den Blinker links und versuchen vom seeligen Indie-Hafen in Richtung Pop-Gefilde aufzubrechen. Der gleichnamige Opener ihres Albums \u201eDance\/Sleep\u201c legt die Messlatte derma\u00dfen hoch an, dass man sich schon ein bisschen Sorgen dar\u00fcber macht, ob die Band da \u00fcber zehn Runden dr\u00fcber zu h\u00fcpfen vermag. Die Zweifel allerdings sind unbegr\u00fcndet. Cargo City haben ein astreines Band-Album abgeliefert, das klingt, als h\u00e4tten sich die Kollegen von Sophia dazu entschlossen, ein paar Songs von Coldplay abzubauschen. Womit die Jungs um den Frankfurter Musiker Simon Konrad auch spielend die Herzen der Indie-Pop-affinen Tanzgemeinde f\u00fcr sich erobern sollten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7037\" title=\"vs-rome\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/vs-rome.jpg\" alt=\"vs-rome\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/vs-rome.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/vs-rome-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Vs. Rome<\/strong> sind derweil ein echter Geheimtipp f\u00fcr alle Fans von Blackmail. Mit ihrem brutalen Indie-Rock-Gewitter und den dazu geh\u00f6rigen Hooklines sorgen sie schon nach wenigen Sekunden daf\u00fcr, dass man als H\u00f6rer die Faust gen Clubhimmel reckt. Da sp\u00fcrt man die tiefe Verwurzelung der Band im Hardcore-Bereich, es wird aber auch eine gewisse Affinit\u00e4t zu poppigen Melodien sichtbar. \u201eAll Ending\u201c, der zweite Song des Werks zum Beispiel k\u00f6nnte in dieser Form als verschollene Single der Blood Brothers durchgehen, das dynamisch arrangierte \u201ePlaces\u201c ruft sch\u00f6ne Erinnerungen an Sunny Day Real Estate wach. \u201eThe Ende Is Important In All Things\u201c verweigert sich soundtechnisch komplett dem Zeitgeist und schenkt seinen H\u00f6rern gerade deswegen das Gef\u00fchl, etwas Langlebigem beizuwohnen. Vs. Rome st\u00fcrmen mit dieser Platte direkt in Richtung Post-Rock-Gefilde, wobei sie allerdings sehr viel Wert auf den \u201eRock\u201c-Aspekt dieser Zuschreibung legen. Am Ende klingt ihre Musik ziemlich eigen und noch dazu \u00e4u\u00dferst bemerkenswert, man h\u00e4tte ja nicht unbedingt vermutet, dass f\u00fcnf Jungspunde aus dem Ruhrgebiet dem Rock-Genre eine Frischzellen-Kur verabreichen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7038\" title=\"beardyman-i-done-a-album\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/beardyman-i-done-a-album-300x300.jpg\" alt=\"beardyman-i-done-a-album\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/beardyman-i-done-a-album-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/beardyman-i-done-a-album-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/beardyman-i-done-a-album.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wer sich hinterher mal wieder einen zeitgem\u00e4\u00dfen Rundumschlag in Sachen Vokalakrobatik abholen m\u00f6chte, der sollte sich das neue Album von <strong>Beardyman<\/strong> in die Boombox packen. \u201eI Done A Album\u201c kriegt tats\u00e4chlich hin, was man schon nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hatte. 20 Songs lang wird ge-beat-boxt, bis die Bassline einknickt. Da f\u00e4ngt man schon nach zwei Minuten ungl\u00e4ubig an, sich den Hals zu verrenken zu diesen abstrakten Sounds, die der werte Beatbox-Maestro hier abliefert. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie es wohl klingen k\u00f6nnte, wenn Bauchklang von DJ Koze und Magnetic Man durch den Mixer geschubst werden, sollte sich in dieser Stolperfalle von Album verheddern. Ein beeindruckendes Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7040\" title=\"sawoff-shotgun\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/sawoff-shotgun.jpg\" alt=\"sawoff-shotgun\" width=\"230\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/sawoff-shotgun.jpg 230w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/sawoff-shotgun-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/>Sawoff Shotgun <\/strong>haben sich in der Zwischenzeit nicht nur entschlossen den Gaul verkehrt herum zu besteigen, sie machen auch keinen Hehl daraus, dass sie in musikalischer Hinsicht ein bisschen Herumexperimentieren m\u00f6chten. \u201eFor Our Sanity\u201c<span> <\/span>legt in diesem Zusammenhang ziemlich euphorisch los und beschert dem Zuh\u00f6rer eine illustre Tanzparty. CocoRosie werden hier als Referenzpunkt genannt, was gar nicht so abwegig ist, man muss sich die Kolleginnen allerdings in einem Blitzlichtgewitter vorstellen. Unser dynamisches Trio macht schn\u00f6rkellosen Elektro-Pop, der zum Tanzen einl\u00e4dt. Wer Gefallen an einem musikalischen Bastard aus Lady Sovereign und Ace Of Base finden k\u00f6nnte, der sollte unbedingt mal reinschnuppern. Ein durch und durch euphorisches Werk<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7041\" title=\"dave-depper\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/dave-depper.jpg\" alt=\"dave-depper\" width=\"463\" height=\"482\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/dave-depper.jpg 600w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/dave-depper-288x300.jpg 288w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/><strong>Dave Depper<\/strong> hat sich derweil nach einigen Aushilfsjobs bei den Decemberists und Mirah dazu entschlossen, sein eigenes Ding durchzuziehen und knallt uns mit \u201eThe Ram Project\u201c ein nostalgisch angehauchtes Liedermacher-Album um die Ohren, welches den Geist von Paul McCartney atmet, aber auch gehobener Lo-Fi-Romantik der Marke Moldy Peaches gegen\u00fcber nicht abgeneigt ist. Wer sich schon immer mal gew\u00fcnscht hat, mit einer Zeitmaschine direkt auf ein Konzert der Kinks zu springen, sollte mal reinh\u00f6ren. Es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jonathan Inc. haben eines dieser Alben geschrieben, dass in einer besseren Welt die neue Coldplay an der Spitze der Charts abl\u00f6sen w\u00fcrde. Der atmosph\u00e4rische Indie-Pop auf \u201eLost:Time\u201c schlittert immer wieder in hymnische Gefilde und widerlegt damit das Vorurteil, dass sich sph\u00e4rische Feedback-Kl\u00e4nge nicht mit schmissigen Melodien vereinen lassen. 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