{"id":7208,"date":"2011-05-12T15:37:58","date_gmt":"2011-05-12T14:37:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7208"},"modified":"2011-05-12T15:38:31","modified_gmt":"2011-05-12T14:38:31","slug":"zuckerbeat-vol-212-eis-am-stiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7208","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)11 &#8211; eis am stiel"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7209\" title=\"chuckamuck\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/chuckamuck-300x300.jpg\" alt=\"chuckamuck\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Chuckamuck <\/strong>meine Damen und<strong> <\/strong>Herren, sind wohl die sympathischste Underage-Band, welche die Popmusik in den letzten paar Jahren aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat. Die Jungs machen Rock\u00b4n\u00b4Roll der Marke \u201eEis am Stiel\u201c und schrauben damit die Euphorischraube \u00e4hnlich weit nach oben, wie die Kollegen von den Black Lips. Chuckamuck allerdings singen \u00fcber weite Strecken auf deutsch, was auch nicht besonders verwundert, wenn man bedenkt, dass sie aus Berlin stammen. Der sympathischste Song des Albums ist demnach auch derjenige, in dem sie sich selbst allen M\u00e4dels auf der ganzen Welt vorstellen. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>\u201eM\u00e4dchen aus Malm\u00f6 und M\u00e4dchen aus Wien \u2013 Wir sind Chuckamuck und wir kommen aus Berlin\u201c. Das ist frech und witzig zugleich, das l\u00e4sst die Herzen aller Superpunk-Fans h\u00f6her schlagen. Auf eine Band wie Chuckamuck hier haben wir schon so lange gewartet, diese L\u00e4ssigkeit, die die Jungs ausstrahlen, gepaart mit einer geh\u00f6rigen Portion \u00dcbermut, welcher jedes hitzige Schrammelriff mit einer gewitzten Melodie kontert, all das macht \u201eWild For Adventure!\u201c f\u00fcr mich zum bisher besten Deb\u00fctalbum des Jahres. Bitte ewig so weiterrocken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7210\" title=\"tennis-album-cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/tennis-album-cover-300x298.jpg\" alt=\"tennis-album-cover\" width=\"300\" height=\"298\" \/><strong>Tennis<\/strong> werden derzeit ja als hei\u00dfester Schei\u00df in Sachen \u201everstrahlter Indie-Pop\u201c durch die internationalen Musikblogs gereicht, ihr neues Album hat das im Gegensatz zu vielen Anderen aber auch verdient, die Scheibe macht n\u00e4mlich nicht nur covertechnisch eine gute Figur, sie strotzt auch nur so vor vertr\u00e4umten Melodien, die allesamt durch einen Weichzeichnungsfilter gejagt wurden. Wer sich gerne vom Sound der Pains Of Being Pure At Heart berauschen l\u00e4sst, sollte sich die Platte dieses Pop-Duos unbedingt mal zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Klingt ein bisschen so, als h\u00e4tte jemand eine Show der Pipettes eingenebelt. Soll hei\u00dfen: \u201eTennis\u201c ist verschrobener Sommerpop f\u00fcr die verplanten Momente des Lebens.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7211\" title=\"ezra\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/ezra-300x300.jpg\" alt=\"ezra\" width=\"245\" height=\"245\" \/><strong>Ezra Furman &amp; The Harpoons<\/strong> k\u00f6nnten sich schon in K\u00fcrze in die Herzen der Indie-Disco-G\u00e4nger spielen. Mit ihrem aktuellen Album \u201eMysterious Power\u201c schaffen sie es n\u00e4mlich auf dem schmalen Drahtseil zwischen melancholischer Andacht und schmissigen Hymnen zu t\u00e4nzeln. Dass sie dabei nicht abst\u00fcrzen, daf\u00fcr sorgt die elegante Stimme des Frontmanns, die ganz unversch\u00e4mt an die von Friska Viljor erinnert. Wer also in lauen Sommern\u00e4chten gerne mal mit Spoon und Delta Spirit auf den Kopfh\u00f6rern durch die Nacht spaziert, der sollte sich dieses famose Indie-Pop-Werk auf jeden Fall nach Hause holen.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7212\" title=\"william\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/william.jpg\" alt=\"william\" width=\"209\" height=\"188\" \/>William The Contractor<\/strong> schl\u00e4gt da in eine \u00e4hnliche Kerbe. Sein neues Album \u201eTall Stories\u201c klingt, als wollte er einige Melodien von The Arcade Fire in einen Liedermacher-Kontext \u00fcbersetzen und anschlie\u00dfend aufs Wesentliche reduzieren. Lediglich mit Bass Drum und Akustikgitarre ausgestattet, knallt er seiner H\u00f6rerschaft ein schmissiges Soloalbum vor den Latz, das scheinbar mit links einen Drahtseilakt zwischen Euphorie und Melancholie meistert. Bei \u201eLady And A Snake\u201c werden zum Beispiel sch\u00f6ne Erinnerungen an Nick Cave wach, beim Opener hat sein Job als Schlagzeuger von Friska Viljor sichtlich Spuren hinterlassen. Wer sich also mal wieder ein \u00e4u\u00dferst vielseitiges Songwriter-Werk zu Gem\u00fcte f\u00fchren m\u00f6chte und ein gewisses Faible f\u00fcr m\u00f6rderische Themen mitbringt, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7213\" title=\"LP_final_Cover_FINAL\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/rarariot_orchard-300x300.jpg\" alt=\"LP_final_Cover_FINAL\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Der Band<strong> Ra Ra Riot<\/strong> war bisher leider der gro\u00dfe Durchbruch noch nicht verg\u00f6nnt. Mit \u201eThe Orchard\u201c k\u00f6nnte sich das nun \u00e4ndern, genauso stellt man sich n\u00e4mlich den perfekten Zwitter aus Indie-Pop a la Phoenix mit Surf-Pop der Marke Beach Boys vor. Ra Ra Riot haben im Gegensatz zu ihrem euphorischem Bandnamen ein ziemlich zur\u00fcckgelehntes Werk aufgenommen. Die Scheibe lullt einen ein mit Streichern, wurde aber gleichsam so luftig arrangiert, dass die Songs dadurch nicht \u00fcberladen klingen. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie es wohl klingen w\u00fcrde, wenn Coldplay nach ihrem ersten Album ein wenig ambitionierter zu Werke gegangen w\u00e4ren, sollte mal reinh\u00f6ren. Die Spoon-Fraktion stapft derweil zur tanzbaren Single \u201eBoy\u201c im Takt. Ein echter Geheimtipp, diese Jungs. Also schnell zugreifen, bevor es sich herumspricht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7214\" title=\"heather\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/heather.jpg\" alt=\"heather\" width=\"231\" height=\"231\" \/>Um <strong>Heather Nova<\/strong> ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden. Drei Jahre ist es her, seit ihr letztes Album erschienen ist. Umso gespannter durfte man sein, ob die Musikerin aus Bermuda es noch einmal schafft, an die alten Erfolge anzukn\u00fcpfen. Zusammen mit Sheryl Crow wurde sie ja hierzulande Jahre lang als Formatradio-Popperin verkannt, doch ihr aktuelles Album \u201e300 Days At Sea\u201c hat durchaus das Zeug, sie noch mal in die erste Riege in Sachen Songwriter-Pop zu schubsen. \u201e300 Days At Sea\u201c ist ein sehr pers\u00f6nliches Album geworden. Ein nachdenkliches Werk, das sich um den Lauf der Dinge auf unserem Planeten sorgt. Ein Album, dass zum tr\u00e4umen und gr\u00fcbeln gleichzeitig anregt. Bemerkenswert eigentlich, dass die Liedermacher-Poetin mich damit noch mal um den kleinen Finger wickeln kann, aber es gelingt ihr.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7215\" title=\"sam_kills_two-pretty_ugly\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sam_kills_two-pretty_ugly.jpg\" alt=\"sam_kills_two-pretty_ugly\" width=\"254\" height=\"254\" \/><strong>Sam Kills Two<\/strong> scheinen derweil das gro\u00dfe Erbe von Elliott Smith antreten zu wollen und ver\u00f6ffentlich ein Deb\u00fctalbum, das wirklich \u201ePretty Ugly\u201c ist. Wie die Band auf ihrer Platte melancholische Liedermacher-Balladen in Schr\u00e4glage versetzt, ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die die Schnauze voll haben vom immergleichen Strandgedudel der Marke Jack Johnson. Wer mal wieder so richtig sch\u00f6n in einem Meer aus Atmosph\u00e4re ersaufen m\u00f6chte, sollte sich (als H\u00f6rer) dieser Scheibe hier zum Fra\u00df vorwerfen. Ein schrecklich sch\u00f6nes Werk.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7216\" title=\"snail\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/snail.jpg\" alt=\"snail\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Snailhouse<\/strong> schlagen da in eine \u00e4hnliche Kerbe, nur scheint das gro\u00dfe Vorbild hier nicht Smith, sondern Dylan gewesen zu sein. Das Album \u201eSentimental Gentleman\u201c schleicht sich auf sanften Pfoten an, um einen dann hinterr\u00fccks die eine oder andere G\u00e4nsehaut zu verabreichen. Man merkt dem Projekt von Michael Feuerstack an, das da sehr lange dran gefeilt wurde. \u201eSentimental Gentleman\u201c ist sein bereits sechstes Werk als Musiker und erinnert mit seinen Fleet Foxes-Ged\u00e4chtnismomenten daran, dass auch die Indie-Fraktion durchaus mal wieder zu Lagerfeuermelodien tr\u00e4umen darf. Womit wir dann auch schon wieder am Ende sind f\u00fcr heute. Also lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chuckamuck meine Damen und Herren, sind wohl die sympathischste Underage-Band, welche die Popmusik in den letzten paar Jahren aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat. Die Jungs machen Rock\u00b4n\u00b4Roll der Marke \u201eEis am Stiel\u201c und schrauben damit die Euphorischraube \u00e4hnlich weit nach oben, wie die Kollegen von den Black Lips. 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