{"id":7232,"date":"2011-05-13T07:08:15","date_gmt":"2011-05-13T06:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7232"},"modified":"2011-05-13T07:09:49","modified_gmt":"2011-05-13T06:09:49","slug":"zuckerbeat-vol-212-suck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7232","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)12 &#8211; jump into the fog"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7233\" title=\"yuckcover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/yuckcover-300x300.jpg\" alt=\"yuckcover\" width=\"250\" height=\"250\" \/>Wer sich heute gerne mal in die 90er zur\u00fcckspulen m\u00f6chte, als Gitarrenbands noch so richtig viel Krach machten, weshalb es dann nur umso mehr Spa\u00df bereitete, die schicken Melodien dahinter auszubuddeln. All jene, die sich von den letzten beiden Alben von Dinosaur Jr. Honig ums Maul schmieren lie\u00dfen, weil sie so schrecklich sch\u00f6n aus der Zeit gefallen zu sein schienen. All diejenigen, sollten sich jetzt auf der Stelle das neue Album von <strong>Yuck<\/strong> reinziehen. Ich garantiere euch: nach zwei Minuten schwebt ihr im siebten (Gitarren)himmel. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Das gleichnamige Werk des gemischten Quintetts klingt wie die Indie-Rock-Version des aktuellen J Mascis-Akustik-Releases. Das sch\u00f6nste an diesen zw\u00f6lf Songs ist aber, dass sie allesamt funktionieren. Man wird Yuck nicht als hoffnungslose Nostalgiker abstempeln, man wird sie feiern f\u00fcr diesen Sound, weil er heraus sticht, wie Weihnachtspl\u00e4tzchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7234\" title=\"fitz_pickin\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/fitz_pickin.jpg\" alt=\"fitz_pickin\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Fitz And The Tantrums<\/strong> haben mit \u201eMoneygrabber\u201c nicht nur den Sommerhit des Jahres im Gep\u00e4ck, sie haben jetzt auch ein mitrei\u00dfendes Album aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt, das allerhand tanzbare Funk-Perlen beinhaltet. Fans von Eli Reed d\u00fcrfen blind ins Plattenregal greifen, eine bessere Anleitung zum Sonnenanbeten werden sie so schnell nicht mehr vor den Latz geknallt bekommen. \u201ePickin\u00b4 Up The Pieces\u201c ist ein bunter Knallk\u00f6rper voll gepackt mit Radiohits der besseren Sorte. Die sechsk\u00f6pfige Truppe schreibt Songs, die auch beim f\u00fcnfzigsten Durchlauf noch f\u00fcr Wohlf\u00fchlstimmung unter dem ge\u00f6ffneten Autodach sorgen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7235\" title=\"yuri\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/yuri.jpg\" alt=\"yuri\" width=\"230\" height=\"230\" \/><strong>Yuja Wang<\/strong> hat sich in den Vereinigten Staaten inzwischen schon fast zum Superstar in klassischen Gefilden gemausert. Gut gelaunt arbeitet sie sich dementsprechend auch durch zwei anspruchsvolle Werke von Rachmaninov. Zusammen mit dem \u201eMahler Chamber Orchestra\u201c unter der Leitung von Claudio Abbado, der sich inzwischen nur noch sehr selten entschlie\u00dft mit Solo-Musikern zu spielen, zaubert sie ein L\u00e4cheln aufs Gesicht ihrer Zuh\u00f6rer. Entsprechend formvollendet klingt das Ergebnis, dass die beiden hier auf Silberling \u00fcberf\u00fchrt haben. Man sollte sich vor dem H\u00f6rgenuss allerdings erst mal die passende Anlage zulegen, um wirklich das komplette Spektrum an Dynamik dieser Aufnahme miterleben zu k\u00f6nnen. Ansonsten ist ihre Adaption von Rachmaninovs Musik ein weiterer Schritt nach vorne f\u00fcr die chinesische Pianistin. Wer sich also mal wieder eine gute Stunde mit klassischem Liedgut im zeitgem\u00e4\u00dfen Outfit auseinander setzen m\u00f6chte, darf sollte mal reinh\u00f6ren. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7236\" title=\"pigeon\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/pigeon-295x300.jpg\" alt=\"pigeon\" width=\"295\" height=\"300\" \/><strong>The Pigeon Detectives<\/strong> waren schon mit ihrem letzten Werk drauf und dran, sich als die neuen Kaiser Chiefs zu empfehlen. Nach dem wagemutigen Deb\u00fct, das dem ersten Album der <strong>Wombats<\/strong> in nichts nachstand, war der Zweitling eher ein Werk des \u00dcbergangs, welcher mit \u201eUp, Guards And At `Em\u201c nun folgerichtig zu Ende gegangen wird. Das dritte Album ist zweifelsohne auf gro\u00dfe Hits zugeschnitten. Zehn Songs haben es auf den Silberling geschafft und schon der fulminante Opener \u201eShe Wants Me\u201c macht deutlich, dass nach zwei Top Five Alben in den britischen Charts jetzt die Pole-Position geknackt werden soll. Womit wir auch schon wieder bei den Wombats w\u00e4ren. Die haben n\u00e4mlich ein \u00e4hnlich breitenwirksames Werk namens \u201eThis Modern Glinch\u201c rausgebuttert, das vor Hits nur so strotzt. Alles gl\u00e4nzt und das Rotzige von fr\u00fcher wurde durch eine gro\u00dfformatige Produktion an den Kanten ein bisschen abgeschmirgelt. Bemerkenswert an beiden Alben ist allerdings, dass das Ganze so hervorragend funktioniert. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7237\" title=\"wombats__this_modern_glitch\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wombats__this_modern_glitch-300x300.jpg\" alt=\"wombats__this_modern_glitch\" width=\"300\" height=\"300\" \/>Songs wie \u201eWhat Can I Say\u201c von den Pigeon Detectives und \u201e1996\u201c von den Wombats hat man noch Stunden sp\u00e4ter im Ohr. Ein gewisser Hang zu treibenden Elektronik-Riffs zeichnete bereits die Vorab-Single \u201eVampires &amp; Wolves\u201c (Wombats) aus, The Pigeon Detectives kontern diesen Track mit dem ebenso hymnischen \u201eLost\u201c, das in jeder Indie-Disco f\u00fcr Euphoriespr\u00fcnge auf dem Tanzparkett sorgen sollte. Ob nun die<strong> <\/strong>Wombats oder Pigeon Detectives in Sachen Langlebigkeit die Nase vorn haben, muss sich zwar noch unter Beweis stellen. F\u00fcr den Moment genommen sind beide Platten aber einfach nur mit 20 Perlen der Gl\u00fcckseligkeit gesegnet. Deshalb feiert sie, so lange sie noch hei\u00df sind. Kommt schon: \u201eJump Into The Fog With Me!\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7238\" title=\"vsantelope\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/vsantelope.jpg\" alt=\"vsantelope\" width=\"239\" height=\"239\" \/>Mit der Band <strong>Vs. Antelope<\/strong> haben die Kollegen von \u201eArctic Rodeo Recordings\u201c derweil schon wieder ein Allstar-Projekt mit allerhand alten Bekannten aus Klassik-Emo-Kreisen als Kontrastprogramm zum Austauschbaren Modern Rock-Gedudel aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt. Mitglieder von Jets To Brazil und Texas Is The Reason schicken sich auf dem selbst betitelten Werk an, die Welt um neun klassische Indie-Pop-Perlen zu erweitern, die alle in einen Gl\u00fcckstaumel st\u00fcrzen d\u00fcrften, die sich schon immer gefragt haben, wie die Rival Schools wohl in einer Pop-Variante klingen k\u00f6nnten. Wobei mit Pop hier nat\u00fcrlich gemeint ist, dass Gitarren auch mal etwas L\u00e4rm machen d\u00fcrfen und die Gesangsstimme in Schieflage zu geraten hat, wenn das Herz danach verlangt. Wer auf die alten Scheiben von Superchunk steht, sollte sich dieses zeitlose Post-Emo-Werk also auf keinen Fall entgehen lassen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7239\" title=\"head-heart\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/head-heart-300x300.jpg\" alt=\"head-heart\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>The Head and the Heart<\/strong> stehen auf Harmonien, wie die Fleet Foxes, m\u00f6chten aber im Gegensatz zu ihnen nicht nur am Lagerfeuer herumsitzen, sondern auch mal das Tanzbein schwingen. Ihr gleichnamiges Album strotzt nur so vor Melodien, die jedem Fan des aktuellen Bright Eyes-Albums die Tr\u00e4nen in die Augen treiben d\u00fcrften. Man m\u00f6chte auf der Stelle mitklatschen, wenn<span> <\/span>\u201eCoeur d\u00b4Alene\u201c den Raum mit seinen Melodien durchflutet. Bei dieser Band scheinen sich die mal herzerw\u00e4rmenden mal beschwingten Refrains nahezu im Minutentakt die Klinke in die Hand zu geben. Deshalb \u201eD\u00fc D\u00fc D\u00fc D\u00fc D\u00fc D\u00fc\u201c und ab daf\u00fcr. <span lang=\"EN-GB\">\u201eMy Friends\u2026 I\u00b4m Talking About Leaving, I\u00b4m Leaving\u2026\u201c. <\/span>Denn es ist doch so. \u201cOne Day We All Be Gone\u201d. Deshalb vorher noch dieses Album zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Es vers\u00fc\u00dft dir die Zeit bis dahin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7240\" title=\"ladi6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/ladi6.jpg\" alt=\"ladi6\" width=\"463\" height=\"442\" \/>Wer auf Elektro-Pop der Marke M.I.A. steht, das Ganze aber mit einer gr\u00f6\u00dferen Portion Soul-Pop serviert bekommen m\u00f6chte, darf sich schon mal auf das neue Album von <strong>Ladi6<\/strong> freuen. Die Soul-Musikerin reiht sich mit ihrem experimentierfreudigem Werk \u201eThe Liberation Of\u2026\u201c irgendwo zwischen Erykah Badu &amp; der sehnlich vermissten Ms. Dynamite ein. Die zehn Songs der Platte taugen allesamt zu Single-Hits, sorgen aber auch auf Langschleife f\u00fcr erh\u00f6hten Pulsschlag bei der Tanzbodenfraktion. Womit wir dann auch schon wieder am Ende w\u00e4ren f\u00fcr heute. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich heute gerne mal in die 90er zur\u00fcckspulen m\u00f6chte, als Gitarrenbands noch so richtig viel Krach machten, weshalb es dann nur umso mehr Spa\u00df bereitete, die schicken Melodien dahinter auszubuddeln. 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