{"id":7262,"date":"2011-05-21T10:36:07","date_gmt":"2011-05-21T09:36:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7262"},"modified":"2011-05-21T10:38:07","modified_gmt":"2011-05-21T09:38:07","slug":"zuckerbeat-vol-213-schnakeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7262","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)13 &#8211; schnakeln"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7263\" title=\"kdl\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/kdl-300x268.jpg\" alt=\"kdl\" width=\"250\" height=\"223\" \/>Liebe Leserinnen und Leser. Was bittesch\u00f6n ist denn mit <strong>Kitty, Daisy &amp; Lewis<\/strong> los? Die legen auf ihrem sehnlich erwarteten Nachfolger des selbst betitelten Deb\u00fcts doch glatt los, als wollten sie Amy Winehouse Konkurrenz machen. \u201eSmoking In Heaven\u201c legt eine so entspannte Attit\u00fcde an den Tag, wie man sie dieser Band nie und nimmer zugetraut h\u00e4tte. Sp\u00e4testens wenn ein astreines Bl\u00e4sersolo den Raum mit jazzigen Parts f\u00fcllt, setzt sich ein fettes Grinsen auf dem Gesicht des Zuh\u00f6rers fest. Sch\u00f6n zu sehen, dass sich das Trio dazu entschlossen hat, <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>ein bisschen herumzuexperimentieren. Auf die lieb gewonnen R&amp;B und Rock\u00b4n\u00b4Roll Parts muss man nat\u00fcrlich trotzdem nicht verzichten. Schon der zweite Song \u201eWill I Ever\u201c schubst dich n\u00e4mlich wieder zur\u00fcck in die 50er, um dir mit seinem zeitlosen Charme den Kopf zu verdrehen. Alles in allem machen Kitty, Daisy &amp; Lewis auf ihrem zweiten Album alles richtig. Sie sorgen f\u00fcr Abwechslung, aber auch daf\u00fcr, dass die alten Fans nicht das Weite suchen. Weil ihre Songs noch dazu ein geh\u00f6riges Ma\u00df an Hit-Appeal ausstrahlen, ohne sich dem gegenw\u00e4rtigen Zeitgeist unterzuordnen, sollte das Trio mit diesem Album endg\u00fcltig die Spitze der Charts erklimmen. Und mal ehrlich: Genau da will man diese Band auch sehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7264\" title=\"paul_kalkbrenner_icke_wieder_cover\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/paul_kalkbrenner_icke_wieder_cover.jpg\" alt=\"paul_kalkbrenner_icke_wieder_cover\" width=\"272\" height=\"272\" \/>Und hach, wie lange ist das eigentlich her, seit wir uns \u00fcber <strong>Paul Kalkbrenner<\/strong>s famoses Gastspiel in \u201eBerlin Calling\u201c scheckig gelacht haben. Wie lange haben wir nur darauf gewartet, dass es endlich wieder hei\u00dft: \u201eIcke wieder\u201c. Weil Paul Kalkbrenner es versteht, seine Tanzbodenraketen mit warmen Sounds zu kontern, wird sich auch anno 2011 nicht nur der geneigte Club-G\u00e4nger an seinen Tracks erg\u00f6tzen, auch die Indie-Fraktion d\u00fcrfte zu seiner neuen Platte auf Tagtraum-Modus schalten. Hinterher geht\u2019s dann entweder ab zum \u201eSchnakeln\u201c oder auf ins \u201eJestr\u00fcpp\u201c. Da sieht man am Ende auch \u00fcber das schlappe Cover-Artwork hinweg. Geht ja sowieso nur um Musik und die klingt, als wollte sie in einer warmen Nacht deinen Chauffeur durch den Dschungel der Clubs spielen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7265\" title=\"nik\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/nik.jpg\" alt=\"nik\" width=\"300\" height=\"267\" \/><strong>Nik Freitas<\/strong> wildert diesbez\u00fcglich in ganz anderen Gefilden, ein hohes Ma\u00df an W\u00e4rme stellt sich dennoch ein, wenn sein Album \u201eSaturday Night Underwater\u201c den Boxenturm flutet. Alles scheint zu schweben, w\u00e4hrend Freitas z\u00e4rtlichen Melodien einen einlullen. Es werden sch\u00f6ne Erinnerungen an die Shins wach, aber auch Fans von Conor Oberst d\u00fcrfen mal einen Durchlauf riskieren. Freitas ist nicht umsonst festes Mitglied der Mystic Valley Band des Bright Eyes-S\u00e4ngers. Dieses Album bringt dich an einen Ort, wo die Uhren langsamer zu laufen scheinen. Am besten einfach die Augen schlie\u00dfen und \u201eSaturday Night Underwater\u201c einlegen. Den Rest macht die Musik, die einen als H\u00f6rer die Hektik des Lebens vergessen l\u00e4sst.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7266\" title=\"middle-east\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/middle-east.jpg\" alt=\"middle-east\" width=\"462\" height=\"416\" \/><strong>The Middle East<\/strong> sind ein paar echte Schlawiner. Da nennen sie ihr aktuelles Album doch tats\u00e4chlich \u201eI Want That You Are Always Happy\u201c und legen dann einen Schmachtfetzen Coldplay\u00b4schem Ausma\u00dfes vor, der sich noch dazu \u201eBlack Death 1349\u201c schimpft. Ansonsten h\u00e4tte man aber auch schon beim Betrachten des Totenkopf-Puppenspiels auf dem Frontcover erahnen k\u00f6nnen, wohin der Hase l\u00e4uft. The Middle East machen Tr\u00e4nendr\u00fcsen-Pop der Marke Snow Patrol, stellen sich dabei aber \u00e4u\u00dferst gekonnt an. \u00dcberhaupt geht von dieser Platte ein entr\u00fcckter Charme aus, weshalb sich zu einem Song wie \u201eAs I Go To See Janey\u201c auch alle Beach House-Fans in den hymnischen Ch\u00f6ren verlieren d\u00fcrfen. \u201eI Want That You Are Always Happy\u201d ist ein bemerkenswerter, musikalischer Albtraum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7267\" title=\"dutch\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/dutch.jpg\" alt=\"dutch\" width=\"197\" height=\"197\" \/>Alle Fans von Phoenix werden derweil auf der Stelle die H\u00e4nde in die Luft schmei\u00dfen, wenn sie zum ersten Mal den Track \u201eCadenza\u201c von den<strong> Dutch Uncles<\/strong> pr\u00e4sentiert bekommen. Da geht die Sonne auf, wenn diese Wohlf\u00fchlschleuder von Song mit kandieren Melodien nur so um sich ballert. Es f\u00fchlt sich ein bisschen so an, als wollte diese Band die ganze Welt in Zuckerwatte packen. Sofort schaltet der eigene K\u00f6rper auf Mitwipp-Modus und man verliert sich in diesem Werk, bestehend aus elf Songs, die allesamt dazu einladen auf die Stra\u00dfe zu rennen und alle Anwesenden mit Luftk\u00fcssen zu bedecken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7268\" title=\"sound-of-rum\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sound-of-rum.jpg\" alt=\"sound-of-rum\" width=\"247\" height=\"247\" \/><strong>Sound Of Rum<\/strong> machen auf ihrem aktuellen Album schon nach wenigen Sekunden klar, wohin die Reise gehen soll. Die Scheibe klingt wie der weibliche Gegenpart zum Deb\u00fctalbum der Streets. Alles mutet so schr\u00e4g und gleichzeitig schmissig an, dass man sich sofort zu dem Sound der Truppe eingroovt. W\u00e4hrend die wortgewandte S\u00e4ngerin sich viel M\u00fche gibt, flow-technisch die Rhythmusfraktion auszuhebeln, entsteht daraus ein unmittelbares, \u00e4u\u00dferst aufrichtiges Werk, das \u201eBalance\u201c in eine Welt bringen m\u00f6chte, welche au\u00dfer Kontrolle geraten ist. Wer sich mal wieder an ein wirklich ambitioniertes Post-Grime-Album zu Gem\u00fcte f\u00fchren m\u00f6chte, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7269\" title=\"flogging\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/flogging-300x300.jpg\" alt=\"flogging\" width=\"300\" height=\"300\" \/><strong>Flogging Molly<\/strong> haben sich derweil schon seit Jahren einen festen Platz im Herzen der Folk-Punk-Gemeinde gesichert. Mit ihrem aktuellen Album \u201eSpeed Of Darkness\u201c d\u00fcrfte sich das nicht gro\u00df \u00e4ndern. Vielleicht werden ein paar Sp\u00e4tgeborene dazu kommen, die sich gerne mal eine gelungene Alternative zur aktuellen Yellowcard-Platte reinziehen m\u00f6chten. Ansonsten gilt auch weiterhin: Wer auf Folkpunk der Marke New Model Army oder Nick Cave im Punkrockmantel steht, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7270\" title=\"seasick\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/seasick.jpg\" alt=\"seasick\" width=\"463\" height=\"407\" \/>Womit wir dann auch schon wieder am Ende sind. Vorher allerdings m\u00f6chten wir euch noch kurz auf den altehrw\u00fcrdigen <strong>Seasick Steve<\/strong> aufmerksam machen. Der hat schon einige Lenzen auf dem Buckel, trifft mit seinem aktuellen Album \u201eYou Can\u00b4t Teach An Old Dog New Tricks\u201c aber trotzdem den Nerv der Zeit. Allen Fans der White Stripes wird jedenfalls das Wasser im Munde zusammen laufen, wenn der gleichnamige Titel-Track aus den Boxen scheppert. Ansonsten entpuppt sich das f\u00fcnfte Album des Musikers als nostalgisch angehauchter Mix aus Bluegrass und Country-Gospel. Eine gelungene Kombination, finden wir. Da macht es auch nichts, dass er mal am Banjo zupft, weil seine Songs niemals ins Klischeehafte abdriften. Ein echter Geheimtipp also, dieser Musiker aus Oakland, der auch schon Janis Joplin und Joni Mitchell auf der B\u00fchne begleitete. Deshalb einfach mal reinziehen und in Nostalgie schwelgen. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leserinnen und Leser. Was bittesch\u00f6n ist denn mit Kitty, Daisy &amp; Lewis los? 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