{"id":7481,"date":"2011-06-30T21:51:25","date_gmt":"2011-06-30T20:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7481"},"modified":"2011-06-30T21:54:53","modified_gmt":"2011-06-30T20:54:53","slug":"zuckerbeat-vol-219-der-letzte-glanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7481","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)20 &#8211; der letzte glanz"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7482\" title=\"sonkas1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas1-300x300.jpg\" alt=\"sonkas1\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas1.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wenn du auch zu den Menschen geh\u00f6rst, die sich von deutschen HipHop aufgrund des ganzen effekthascherischen Getues und Ges\u00fclzes vor einigen Jahren abgewandt haben: jetzt ist es an der Zeit zur\u00fcckzukehren. Summsemann, Casper, der nimmerm\u00fcde Dendemann, Doppel D und wie sie alle hei\u00dfen sorgen bereits seit Jahren daf\u00fcr, dass deutscher HipHop pl\u00f6tzlich wieder an Relevanz gewinnt. F\u00fcr all jene, die in diesem Zusammenhang eher den d\u00fcsteren Momenten der Marke Doppelkopf zugeneigt sind, m\u00f6chten wir in diesem Zusammenhang auf die beiden letzten Alben der Band <strong>Son Kas<\/strong> hinweisen. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Die Scheibe ist kurz gesagt: ein ambitionierter Gegenentwurf zu all den Egomanen im Gesch\u00e4ft. In sich gekehrte Verse der Marke \u201eich bin der Duft der verlorenen Zeit, die ich niemals hatte\u201c geben die Richtung vor. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7483\" title=\"sonkas2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas2.jpg\" alt=\"sonkas2\" width=\"210\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas2.jpg 210w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/sonkas2-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/>Die beiden Alben \u201eWasserleichentreiben\u201c und \u201eDas Jahr der Wasserleiche\u201c, welche derzeit auf der <a href=\"http:\/\/www.sonkas.de\/\">Bandhomepage <\/a>in diversen, zauberhaften Verpackungen angeboten werden, geh\u00f6ren zum tiefsinnigsten und besten, was man in Sachen Rapmusik in den letzten Jahren geh\u00f6rt hat. Hier stimmt einfach alles: mit den Sounds d\u00fcrften sogar Fans von Mogwai ihren Frieden schlie\u00dfen. Alles schreit, kr\u00e4chzt, \u00e4chzt nach Emotionen. Und man verliert sich zunehmend in diesen Sounds aus Hoffnung, Wut und Verzweiflung. Genau so sollte ein \u201ePost Rap\u201c-Album klingen. Wer nach etwas Nachhaltigem sucht, der sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. \u201eSon Kas\u201c kann man nicht beschreiben. Den muss man f\u00fchlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7484\" title=\"shirley-lee\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/shirley-lee-300x300.jpg\" alt=\"shirley-lee\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/shirley-lee-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/shirley-lee-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/shirley-lee.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>Shirley Lee<\/strong> (der ehemalige Frontmann von Spearmint) ist derweil nicht der Erste, der sich daran macht, den Vier Jahreszeiten ein musikalisches Denkmal zu setzen. \u201eWinter Autumn Summer Spring\u201c fesselt einen aber im Gegensatz zu vielen anderen Konzeptalben \u00fcber die volle Distanz. Auf zwei Silberlingen verteilt bekommt man zauberhaften Indie-Pop mit viel Atmosph\u00e4re pr\u00e4sentiert. W\u00e4hrend einen Herbst und Winter mit z\u00e4rtlichen Kl\u00e4ngen und dem Rauschen des Meeres umschmeicheln, darf auf der zweiten Disc dann auch mal \u00fcber Blumenwiesen getrampelt werden. Shirley Lee scheint bei den Aufnahmen von einem wahren Kreativit\u00e4tsschub \u00fcbermannt worden zu sein. 30 Songs auf diesem Niveau zu pr\u00e4sentieren, daran sind schon diverse Szenegr\u00f6\u00dfen gescheitert. Alles in allem: ein bezauberndes Werk epischen Ausma\u00dfes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7485\" title=\"toxic-avenger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/toxic-avenger-300x300.jpg\" alt=\"toxic-avenger\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/toxic-avenger-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/toxic-avenger-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/toxic-avenger.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>The Toxic Avenger<\/strong> klingen derweil, als wollen sie dem Sound von Daft Punk eine Frischzellen-Kur verpassen. Das Album \u201eAngst\u201c d\u00fcrfte mit seinen hoch gestapelten Elektro-Eskapaden auch in der Indietronics-Szene f\u00fcr Aufsehen sorgen, die zahlreichen Gaststars von Annie bis SomethingALaMode machen ganz sch\u00f6n Radau, so dass \u00fcber 16 Tracks keinerlei Langeweile aufkommt. Der franz\u00f6sische Soundt\u00fcftler Simon Delacroix hat also mal wieder alles richtig gemacht. So ein vielseitiges Elektro-Werk wie \u201eAngst\u201c bekommt man nicht alle Tage vor den Latz geknallt. Wer auf synthetische Popmusik steht, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7486\" title=\"blanck-mass\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/blanck-mass-300x300.jpg\" alt=\"blanck-mass\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/blanck-mass-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/blanck-mass-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/blanck-mass.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Blanck Mass<\/strong> f\u00fchrt uns auf seinem Deb\u00fctalbum vor, wie man mit musikalischen Mitteln eine nahezu klaustrophobische Atmosph\u00e4re kreiert. Die ganze Scheibe strotzt nur so vor atmosph\u00e4risch-schr\u00e4gen Momenten, die mal orchestral arrangiert, mal synthetisch aufgeh\u00fcbscht daherkommen. Das gleichnamige Werk ist ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fans von Ennio Morricone bis Tangerine Dream. Am besten man st\u00fclpt sich zwei Kopfh\u00f6rer \u00fcber und l\u00e4sst sich von diesem Sammelsurium an Sounds auf Blade Runner-Modus schubsen. Genau so muss sich das Ende der Welt anf\u00fchlen. Ein bemerkenswertes, \u00e4u\u00dferst eindringliches Werk. Und noch dazu bestens geeignet um die Nachbarn mit einem fiesen Grinsen im Gesicht beim Mittagsschlaf zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7487\" title=\"brooke-fraser\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/brooke-fraser-300x300.jpg\" alt=\"brooke-fraser\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/brooke-fraser-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/brooke-fraser-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/brooke-fraser-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/brooke-fraser.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>Brooke Fraser<\/strong> nennt sich derweil die hei\u00dfeste Pop-Versuchung aus Neuseeland. Schade eigentlich, dass ihr neues Album \u201eFlags\u201c<span> <\/span>so glatt geb\u00fcgelt daher kommt, ein paar h\u00fcbsche Mitsingrefrains sind n\u00e4mlich schon drauf. Lediglich die Celine Dion-m\u00e4\u00dfigen Pianoeskapaden der Marke \u201eOrphans, Kingdom\u201c und das mit Unterst\u00fctzung von Aqualung einges\u00e4uselte \u201eWho Are We Fooling?\u201c wollen nicht so recht ins Gesamtbild passen. Es sind diese Schmachtfetzen, die den positiven Gesamteindruck der Scheibe nach einem gelungenen Auftakt etwas eintr\u00fcben. Wer auf gro\u00dfe Popmomente steht, sollte trotzdem mal reinh\u00f6ren. Einen solch widerborstigen Song wie \u201eJack Kerouac\u201c hat Alanis Morissette jedenfalls schon seit Jahren nicht mehr hinbekommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7488\" title=\"motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7-300x300.jpg\" alt=\"motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/motor-city-drum-ensemble-dj-kicks-k7.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Eine neue, \u00e4u\u00dferst bemerkenswerte Scheibe aus der Reihe \u201eDJ Kicks\u201c steht ebenfalls mal wieder in den Regalen. Das Mixtape von <strong>Motor City Drum Ensemble<\/strong> schickt sich an, Klassisches von Sun Ra mit Zeitgen\u00f6ssischem a la Aphex Twin zu kontern. Dazwischen wird den Emotionen freien Lauf gelassen. Wen schert da schon der eine oder andere holprige \u00dcbergang, wenn zwischenzeitlich Tony Allen und Robert Hood um die Ecke biegen. Ein alles in allem zeitloses Werk, dass man sich am Besten in der H\u00e4ngematte zu Gem\u00fcte f\u00fchrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7489\" title=\"the-innocent\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/the-innocent.jpg\" alt=\"the-innocent\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/the-innocent.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/the-innocent-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>The Innocence Mission <\/strong>aus Lancaster umschmeicheln uns derweil mit Streichern, was dazu f\u00fchrt, dass man auf der Stelle in ferne Welten abdriftet, wenn der Sound ihrer neuen Platte den Raum mit wohlwollenden Harmonien erf\u00fcllt. Wenn dann auch noch in die Tasten eines Klaviers gegriffen wird, f\u00fchlt man sich endg\u00fcltig auf Wolke 7 transformiert. \u201eMy Room In The Trees\u201c ist ein Hort der Ruhe, ein musikalischer Mittelfinger zum schnelllebigen Treiben da drau\u00dfen, der eigentlich nur eins m\u00f6chte: Ruhe, Frieden und ein bisschen Zeit zum Tr\u00e4umen. Deshalb tut der Scheibe einen Gefallen und lehnt euch einfach mal wieder eine Runde im Sessel zur\u00fcck. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn du auch zu den Menschen geh\u00f6rst, die sich von deutschen HipHop aufgrund des ganzen effekthascherischen Getues und Ges\u00fclzes vor einigen Jahren abgewandt haben: jetzt ist es an der Zeit zur\u00fcckzukehren. Summsemann, Casper, der nimmerm\u00fcde Dendemann, Doppel D und wie sie alle hei\u00dfen sorgen bereits seit Jahren daf\u00fcr, dass deutscher HipHop pl\u00f6tzlich wieder an Relevanz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,7,4],"tags":[],"class_list":["post-7481","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-filmkunst","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7481"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7493,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7481\/revisions\/7493"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}