{"id":7541,"date":"2011-07-29T08:30:54","date_gmt":"2011-07-29T07:30:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7541"},"modified":"2011-08-06T18:27:09","modified_gmt":"2011-08-06T17:27:09","slug":"aufgelesen-vol-13-so-wutend-und-bitter-war-noah-nicht-immer-gewesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7541","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 13 &#8211; &#8222;so w\u00fctend und bitter war noah nicht immer gewesen&#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7542\" title=\"charlaine1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine1.jpg\" alt=\"charlaine1\" width=\"250\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine1.jpg 393w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine1-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Heute wollen wir mal auf eine illustre Vampir-Reihe aufmerksam machen, die den blutleeren Biss-Romanen schon bald den Rang ablaufen k\u00f6nnte. Inzwischen ist die Serie \u201eTrue Blood\u201c n\u00e4mlich nicht mehr l\u00e4nger DVD- und Pay-TV-Guckern vorenthalten, sie l\u00e4uft jetzt auch regul\u00e4r im deutschen Fernsehen. Bemerkenswert an der Reihe ist, dass sie sich, \u00e4hnlich wie \u201eBuffy\u201c, mit zunehmender Laufl\u00e4nge daran wagt, den Protagonisten eine geh\u00f6rige Portion Tiefsinn einzuhauchen. Das famose Staffelfinale der dritten Season macht deutlich, warum sich der renommierte Sender \u201eHBO\u201c an die Umsetzung der Romane gewagt hat. Waren die Charaktere in den ersten beiden Staffeln noch zweidimensional gezeichnet, scheint nun alles m\u00f6glich. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Genau hier schlie\u00dft nun die Story des vierten Bandes an, der wie auch die B\u00e4nde f\u00fcnf bis zehn im \u201eDeutschen Taschenbuch Verlag\u201c erschienen ist. Vampir Bill (die Gro\u00dfe Liebe von Protagonistin Sookie Stackhouse) und Vampir Eric (Bills \u201eVorgesetzter\u201c, der ebenfalls gerne an Sookies Haut knabbern m\u00f6chte) wurden von Sookie aus ihrem Leben verbannt, weil sie am Ende des dritten Romans herausfindet, dass Bill sie betrogen hat. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7543\" title=\"charlaine-2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine-2-188x300.jpg\" alt=\"charlaine-2\" width=\"153\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine-2-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine-2.jpg 393w\" sizes=\"auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-7544\" title=\"charlaine3\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine3-189x300.jpg\" alt=\"charlaine3\" width=\"153\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine3-189x300.jpg 189w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine3.jpg 315w\" sizes=\"auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px\" \/>Nat\u00fcrlich kreuzen sich ihre Wege dennoch im vierten Band (\u201eDer Vampir, der mich liebte\u201c). Die liebe Sookie muss n\u00e4mlich nicht nur erfahren, dass sich ihr (ehemals) geliebter Bill ins Ausland absetzen m\u00f6chte, sie schnappt sich auch noch den werten Eric, welcher gerade halbnackt durch die Stra\u00dfen torkelt und nimmt ihn mit all seinen pl\u00f6tzlich vorhandenen Ged\u00e4chtnisl\u00fccken bei sich auf. Das wiederum ruft eine Horde wild gewordener Hexen auf den Plan, die aus Eric noch ein bisschen Schutzgeld herauspressen m\u00f6chten. Um an dieser Stelle noch nic<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7545\" title=\"charlaine4\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine4-188x300.jpg\" alt=\"charlaine4\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine4-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine4.jpg 264w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/>ht zu viel zu verraten, sparen wir uns mal den weiteren Verlauf der Handlungsstr\u00e4nge. Nur so viel sei gesagt. Der Roman schafft es mit links an das hohe Niveau der Vorl\u00e4ufer anzukn\u00fcpfen, was dazu f\u00fchrt, dass man auch die folgenden B\u00e4nde verschlingt, wie Seemannsknoten. Die folgenden B\u00fccher \u201eVampire bevorzugt\u201c, \u201eBall der Vampire\u201c, \u201eVampire schlafen fest\u201c und \u201eEin Vampir f\u00fcr alle F\u00e4lle\u201c schaffen es, trotz der einf\u00e4ltigen Titel und des gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Artworks, glaubhafte Geschichten zu erz\u00e4hlen, die sich mit einer blutr\u00fcnstigen Parallelgesellschaft auseinandersetzen. Das Ganze ist zwar nicht komplett frei von kitschigen Momenten, die \u00fcberraschenden Wendungen und seelischen Abgr\u00fcnde der Charaktere sorgen aber immer wieder daf\u00fcr, dass man sich als Leser ein \u00e4u\u00dferst differenziertes Bild von einer Blutsauger-Gesellschaft bilden kann. Sc<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7546 alignright\" title=\"charlaine6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine6-188x300.jpg\" alt=\"charlaine6\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine6-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine6.jpg 264w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/>h\u00f6pferin <strong>Charlaine Harris <\/strong>bastelt sich Schritt f\u00fcr Schritt ihr eigenes, kleines Universum zusammen und l\u00e4sst anfangs geliebte\/verhasste Figuren fortw\u00e4hrend in einem anderen Licht erscheinen. Jedem Engel klopft eben doch immer ein kleiner Satansbraten auf die Schulter. Was dazu f\u00fchrt, dass sich das Geschehen in den beiden aktuellen B\u00e4nden \u201eVampirgefl\u00fcster\u201c und \u201eVor Vampiren wird gewarnt\u201c noch mal immens zuspitzt. Dabei ist es imposant, dass das Ganze niemals unglaubw\u00fcrdig anmutet. Wenn man bedenkt, dass die Reihe davon lebt, dass immer wieder \u00fcberraschende Twists in die Handlung eingeflochten werden, ist es schon bemerkenswert, dass man die Figuren auch nach zehn bisher ver\u00f6ffentlichten B\u00e4nden noch als glaubw\u00fcrdig einstuft. Am Besten also einfach mal vorbei schauen in der Welt von Sookie Stackhouse. Es lohnt sich (nicht nur f\u00fcr Vampirfans). F\u00fcr alle, die sowieso schon zum Fan gewo<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7547  alignleft\" title=\"charlaine7\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine7-188x300.jpg\" alt=\"charlaine7\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine7-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/charlaine7.jpg 298w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/>rden sind, sei au\u00dferdem angemerkt, dass erst vor kurzem ein elftes Buch erschienen ist. \u201eDead Reckoning\u201c hei\u00dft es und wird hoffentlich bald auf Deutsch erscheinen. Unser (bisheriges) Fazit lautet demnach: Macht schlichtweg s\u00fcchtig, die Geschichte. Und f\u00fcr alle, die es jetzt schon nicht mehr erwarten k\u00f6nnen: Grabt doch mal im Archiv des \u201edtv\u201c-Verlags und holt euch den Schm\u00f6ker \u201eHappy Bissday \u2013 Vampirgeschichten\u201c nach Hause. Die Kurzgeschichtensammlung mit Beitr\u00e4gen von Jim Butcher, Tanya Huff, Kelley Armstrong, Elaine Viets und vielen Anderen, welche von <strong>Charlaine Harris<\/strong> und <strong>Toni L.P. Kelner<\/strong> zusammengestellt wurde, ist ein netter Zeitvertreib f\u00fcr gruslige Vollmondn\u00e4chte und sollte die Zeit bis zum n\u00e4chsten Sookie Stackhouse-Release in Windeseile verstreichen lassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7548\" title=\"williamsburroughs\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/williamsburroughs.jpg\" alt=\"williamsburroughs\" width=\"254\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/williamsburroughs.jpg 254w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/williamsburroughs-181x300.jpg 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/>Einen Klassiker der \u201eBeat-Literatur\u201c kann man sich in diesen Tagen noch mal in seiner urspr\u00fcnglichen Form zu Gem\u00fcte f\u00fchren. \u201eNaked Lunch\u201c von <strong>William S. Burroughs<\/strong> beeinflusste nicht nur Pop Musiker wie Kurt Cobain und Lou Reed, es z\u00e4hlt auch zu den wichtigsten Werken des vergangenen Jahrhunderts. Die Geschichte selbst dreht sich um einen homosexuellen Drogenabh\u00e4ngigen. Wobei der Roman vor allem deshalb so eingeschlagen haben d\u00fcrfte, weil hier keine zusammenh\u00e4ngende Geschichte erz\u00e4hlt wird. Alles scheint irgendwie aus dem Gef\u00fcge gerissen, einen roten Faden gibt es nicht. Stattdessen l\u00e4sst man sich als Leser von dem Strudel der Emotionen mitrei\u00dfen, bis es kein Entkommen mehr gibt. Immer wieder blinzelt einem ein Hauch von Gesellschaftskritik entgegen: \u201eUnd dann diese \u00f6de Dumpfheit in den USA, die einen umgibt wie nirgendwo sonst in der Welt, schlimmer als hoch oben in den Bergst\u00e4dten der Anden, wo der kalte Wind von den Postkartengipfeln weht, die d\u00fcnne Luft kratzt wie der Tod in der Kehle, die St\u00e4dte an den Fl\u00fcssen Ecuadors, grau von Malaria wie Junk unter schwarzen Stetsons\u2026\u201c S\u00e4tze, die ins Endlose driften. Das ist kein Roman, das ist die pure Poesie. Man m\u00f6chte die Welt in einen Pappkarton packen und einmal kurz durchsch\u00fctteln. Kein Stein darf auf dem Anderen bleiben. Immer wieder taumelt Burroughs\u00b4 Tonfall dabei ins Satirische, was dem geneigten Leser den einen oder anderen Lacher abringt. Selbige allerdings bleiben einem immer wieder im Halse stecken, denn die Themen, die der Autor hier streift (picken wir uns mal die \u00dcberwachungsgesellschaft heraus), sind heutzutage aktueller denn je. Dementsprechend kann man diesen Roman hier auch als Aufruf verstehen, die Welt zum Besseren zu ver\u00e4ndern. F\u00fcr William S. Burroughs scheint die Realit\u00e4t ein gro\u00dfes Puzzle zu sein, dessen Teile man nach Lust und Laune vertauschen kann. Auch deshalb ist \u201eNaked Lunch\u201c ein vision\u00e4res Werk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7549\" title=\"garyshyntegart\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/garyshyntegart.jpg\" alt=\"garyshyntegart\" width=\"266\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/garyshyntegart.jpg 296w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/garyshyntegart-209x300.jpg 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" \/><strong>Gary Shteyngart<\/strong> l\u00e4utet seinen aktuellen Roman \u201eSuper Sad True Love Story\u201c mit einem Tagebuch-Eintrag ein: darin hei\u00dft es, der Protagonist habe beschlossen, er w\u00fcrde niemals sterben. Womit bereits klar sein d\u00fcrfte, dass hier jemand das Ein mal Eins des menschlichen Daseins noch mal aufs Neue aufrollen m\u00f6chte. Bl\u00f6d nur, dass die Themen \u201eLiebe\u201c und \u201eLeben\u201c bereits anhand zahlloser, literarischer Abhandlungen durchdekliniert wurden, was dem Leser ein hohes Ma\u00df an Geduld abverlangt. Bemerkenswert allerdings, dass es dem Leningrader Autoren und studierten Politikwissenschaftler gelingt, etwas Eigenst\u00e4ndiges aus diesem alten Hut zu kreieren, was dazu f\u00fchrt, dass man seiner \u201eLove Story\u201c nur allzu bereitwillig beim Entfalten zuschaut. Die Geschichte dreht sich in diesem Zusammenhang um einen gewissen Lenny Abramov, Sohn eines Hausmeisters, der nicht nur einen ausgepr\u00e4gten Fimmel f\u00fcr Literatur mitbekommen hat, sondern auch f\u00fcr ein koreanisches Herzblatt namens Eunice Park, ihres Zeichens 24 und Studentin, die gerade in Rom um die H\u00e4user zieht. Die junge Dame nimmt den weltfremden B\u00fccherwurm also bei der Hand und erkl\u00e4rt ihm das Leben. Das wiederum f\u00fchrt dazu, dass ihr Lenny die Liebe \/ Schr\u00e4gstrich \/ die menschlichen Aspekte unserer Existenz vor Augen f\u00fchrt. Das Ganze wiederum ger\u00e4t zum Spektakel, weil ich schon lange keine so melankomische Geschichte mehr gelesen habe wie diese. F\u00fcr Gary Shteyngart scheint das ganze Leben eine Realsatire zu sein, was auch dadurch deutlich wird, dass der Autor seine illustre Geschichte bereits einige Jahre vor dem gegenw\u00e4rtig drohenden Kollaps des Wirtschaftssystems getextet hat. Um es deshalb in Noahs Worten auszudr\u00fccken: \u201eWir streamen diese Emotionen live\u201c &#8211; man muss nur die Gotze anschalten und sich die gegenw\u00e4rtige Situation in den USA vor Augen f\u00fchren, sp\u00e4testens dann merkt man, dass die Realit\u00e4t diese fiktive Zukunftsvision bereits eingeholt hat. Wenn du herausfinden m\u00f6chtest, was im Angesicht eines kollabierenden Finanzsystems noch in Sachen Menschlichkeit \u00fcbrig bleiben k\u00f6nnte: Lies dieses Buch.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7550\" title=\"jameswood\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jameswood.jpg\" alt=\"jameswood\" width=\"225\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jameswood.jpg 225w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jameswood-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Wer sich derweil schon immer mal gefragt hat, was ein literarisches Meisterwerk von einem Groschenroman unterscheidet, der sollte sich mal den gelungenen Schm\u00f6ker \u201eDie Kunst des Erz\u00e4hlens\u201c zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Autor und Harvard-Absolvent <strong>James Wood<\/strong> richtet den Blick auf die Details, die einen als Laie den Unterschied erkennen lassen. Er schnappt sich in diesem Zusammenhang die Lyrik der Gr\u00f6\u00dften ihrer Zeit (ich sage nur: David Wallace Foster, auf dessen Roman \u201eUnendlicher Spa\u00df und das famose \u201eSchrecklich am\u00fcsant\u201c wir in diesem Zusammenhang noch mal hinweisen m\u00f6chten) und erl\u00e4utert seinen Lesern, was er an deren Schaffen so besonders findet. Hierbei wird deutlich, dass Wood selbst ein begnadeter Texter ist. Nicht umsonst hat ihn das Magazin \u201eNewsweek\u201c als einen der \u201ebesten Kritiker unserer Zeit\u201c bezeichnet. Das liegt unter anderem daran, dass er seine lyrischen Erg\u00fcsse mit einer geh\u00f6rigen Portion Enthusiasmus durchsetzt. Man kann regelrecht f\u00fchlen, wie er brennt f\u00fcr das, was er tut. Weshalb es sich Daniel Kehlmann auch nicht nehmen l\u00e4sst, im Vorwort die Werbetrommel f\u00fcr den langj\u00e4hrigen Chefkritiker des \u201eGuardian\u201c zu r\u00fchren. Alles in allem ist \u201eDie Kunst des Erz\u00e4hlens\u201c ein gefundenes Fressen f\u00fcr all jene, die gerne mal einen Blick hinter die Kulissen wagen. Das wirklich Bemerkenswerte an James Woods Geschichte ist allerdings, dass der Zauber auch, nachdem das Geheimnis gel\u00fcftet ist, nicht verfliegt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7551\" title=\"hanswilhelmhaefs\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hanswilhelmhaefs.jpg\" alt=\"hanswilhelmhaefs\" width=\"264\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hanswilhelmhaefs.jpg 264w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hanswilhelmhaefs-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/>Zum Abschluss haben wir dann noch einen kleinen Bonbon f\u00fcr alle Fans des \u00fcberfl\u00fcssigen Wissens im Gep\u00e4ck. Das \u201eHandbuch des nutzlosen Wissens\u201c von <strong>Hanswilhelm Haefs<\/strong> versammelt zahlreiche Infos \u00fcber schwarzen Schnee, der in Schweden vom Himmel purzelt und rote Meere, das eigentlich blau sind. Wussten sie zum Beispiel, dass in Zitronen mehr Zucker ist, als in Erdbeeren. Oder das die Verpackung von Cornflakes n\u00e4hrstoffhaltiger ist, als die Cornflakes selbst. Hanswilhelm Haefs, der Verantwortliche f\u00fcr diesen schicken Almanach und ehemaliger Chefredakteur des \u201eArchivs der Gegenwart\u201c, hat sich reichlich M\u00fche gegeben, die Menschheit auf ihre Absurdit\u00e4ten abzuklopfen. Mit diesem Schinken wirst du zum Publikumsmagnet auf jeder WG-Party. Dar\u00fcber hinaus macht es tierisch Spa\u00df, das Ganze hinterher noch \u00fcbers Web auf seinen Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Soll hei\u00dfen: auch unn\u00fctzes Wissen bildet. Und wir verziehen uns jetzt erstmal zur Strandpromenade. Genie\u00dft die Ferien. Wir \u201elesen\u201c uns demn\u00e4chst mal wieder.<\/p>\n<p>\/\/ verfasst von Alexander Nickel-Hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wollen wir mal auf eine illustre Vampir-Reihe aufmerksam machen, die den blutleeren Biss-Romanen schon bald den Rang ablaufen k\u00f6nnte. Inzwischen ist die Serie \u201eTrue Blood\u201c n\u00e4mlich nicht mehr l\u00e4nger DVD- und Pay-TV-Guckern vorenthalten, sie l\u00e4uft jetzt auch regul\u00e4r im deutschen Fernsehen. 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