{"id":7562,"date":"2011-07-29T08:48:52","date_gmt":"2011-07-29T07:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7562"},"modified":"2011-08-06T18:29:59","modified_gmt":"2011-08-06T17:29:59","slug":"strichcode-vol-11-hast-du-die-hausaufgaben-fertig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7562","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 11 &#8211; &#8222;hast du die hausaufgaben fertig?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7560\" title=\"chew2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/chew2.jpg\" alt=\"chew2\" width=\"250\" height=\"373\" \/>Und schon ist es wieder so weit. \u201eChew\u201c ist zur\u00fcck. Der Schn\u00fcffler, der bereits renommierte Auszeichnungen in Form des \u201eWill Eisner\u201c- und \u201eHarvey\u201c-Awards abstauben konnte, wurde auch diesmal von Autor <strong>John Layman<\/strong> und Zeichner <strong>Rob Guillory<\/strong> treffend in Szene gesetzt. Nun erscheint der zweite Band namens \u201eReif f\u00fcr die Insel\u201c auch hierzulande im \u201eCross Cult\u201c-Verlag und man kommt abermals aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus, wenn der \u201eBulle mit Biss\u201c seine Sp\u00fcrnase einsetzt, um auf einer S\u00fcdsee-Insel namens Yamapal\u00fc den Machenschaften eines geheimnisvollen Vampirs auf die Schliche zu kommen. Dar\u00fcber hinaus darf Chew nat\u00fcrlich auch in kulinarischer Hinsicht wieder auftrumpfen. Schlie\u00dflich gilt es noch das Geheimnis um die so genannte Gallusfrucht zu l\u00fcften. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Au\u00dferdem hat es eine Agentin des Landwirtschaftministeriums auf Tony Chu abgesehen, der sich diesmal dazu entschlossen hat, auf eigenes Risiko in die H\u00f6hle des L\u00f6wen zu kriechen. Man kann diesen Roman derweil nicht nur als witzigen Grenzg\u00e4nger zwischen Kochstudio und Agententhriller verstehen, es ist auch eine Portion Gesellschaftskritik zu sp\u00fcren, wenn Chew die Lebensmittelindustrie aufs Korn nimmt. Mit seinem hellseherischen Geschmacksinn hat er uns Normalsterblichen da nat\u00fcrlich einiges voraus. Ob der allerdings gen\u00fcgt, um die Insel wieder in einem St\u00fcck zu verlassen, musst du schon selbst herausfinden. \u201eReif f\u00fcr die Insel\u201c ist die perfekte Urlaubslekt\u00fcre f\u00fcr 2011. Lass dir dieses geschmackvolle Werk auf keinen Fall entgehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7561 alignright\" title=\"smoke-city\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/smoke-city.jpg\" alt=\"smoke-city\" width=\"464\" height=\"645\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/smoke-city.jpg 467w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/smoke-city-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px\" \/>Der gro\u00dfformatige, erste Band der Reihe \u201eSmoke City\u201c dreht sich derweil um einen bunten Haufen Diebe, die sich einer ollen Mumie in einem schwer bewachten Gef\u00e4ngnis bem\u00e4chtigen wollen. Die Neugier aller Fans von Streifen der Marke \u201eOcean\u00b4s Eleven\u201c d\u00fcrfte demnach also geweckt sein. Dar\u00fcber hinaus punktet die Novelle durch gehobene Noir-\u00c4sthetik der Marke \u201eThe Last Days Of American Crime\u201c. Fans von \u201eV wie Vendetta\u201c (und wer bittesch\u00f6n ist das nicht) d\u00fcrfen ebenfalls einen Blick in den d\u00fcsteren Comic-Band riskieren. In \u201eSmoke City\u201c bekommt man au\u00dferdem eine geh\u00f6rige Portion schauriger Momente geliefert, die einen eine G\u00e4nsehaut nach der n\u00e4chsten \u00fcber den R\u00fccken jagen. Texter <strong>Mathieu Mariolle<\/strong> und Sch\u00f6pfer <strong>Benjamin Carr\u00e9<\/strong> gelingt das Kunstst\u00fcck die hochtrabenden Dialoge (Marke \u201eSin City\u201c) mit einer gespenstisch angehauchten Kriminalgeschichte zu kontern, so dass man es als Leser gar nicht mehr aus dem Staunen heraus kommt. Bleibt am Ende eigentlich nur zu hoffen, dass uns der renommierte \u201eSplitter\u201c-Verlag nicht allzu lange auf den abschlie\u00dfenden, zweiten Band der Saga warten l\u00e4sst.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7563\" title=\"jamiri-kamikaze\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jamiri-kamikaze.jpg\" alt=\"jamiri-kamikaze\" width=\"250\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jamiri-kamikaze.jpg 632w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jamiri-kamikaze-223x300.jpg 223w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Comics und Comedy-Shows \u00fcber P\u00e4rchen gibt es zuhauf. Im Grunde genommen gelingt es dabei nur den wenigsten K\u00fcnstlern, bestimmte Situationen einerseits witzig zu umrei\u00dfen, andererseits aber nicht in die \u00fcblichen Klischeefallen zu treten. Der Wuppertaler Zeichner <strong>Jamiri<\/strong> alias Jan Michael Richter ist diesbez\u00fcglich mit einem Talent gesegnet, das Zwischenmenschliche tats\u00e4chlich so zu verpacken, dass man immer wieder ins Schmunzeln ger\u00e4t und mit fortw\u00e4hrender Dauer nicht auf Fremdsch\u00e4m-Modus schaltet. Zugegeben. Manche P\u00e4rchen-Episoden, welche hier aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt werden, sind bereits hundert Mal erz\u00e4hlt worden. Jamiris Comic-Reihe \u00fcber seine Frau Beate hat allerdings auch schon zw\u00f6lf Jahre auf dem Buckel und war zuletzt lange vergriffen, bevor sie nun in runderneuerter Form (ver\u00f6ffentlicht von \u201eEdition 52\u201c) noch einmal das Licht der Welt erblickt. Die kurzen Episoden leben vor allem davon, dass Jamiri konsequent dazu bereit ist, seiner Frau das letzte Wort zu \u00fcberlassen. Au\u00dferdem werden in zahlreichen Situationen die Rollen neu verteilt, was ja nur logisch erscheint, wenn man sich die Gesellschaft von heute mal zu Gem\u00fcte f\u00fchrt. Am Ende entpuppt sich \u201eKamikaze D\u00b4Amour\u201c als willkommene Alternative, die all den Nachahmern da drau\u00dfen vortrefflich vor Augen f\u00fchrt, was sie da f\u00fcr einen vorurteilsbeladenen Nonsens von sich geben.<span> <\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7564\" title=\"hot-rock-700\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hot-rock-700.jpg\" alt=\"hot-rock-700\" width=\"463\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hot-rock-700.jpg 542w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hot-rock-700-216x300.jpg 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>Wer auf humoristisch angehauchte Gangstergeschichten steht, der sollte sich mal die gelungene Graphic Novel Hot Rock von Zeichner Christian Lacroix alias <strong>Lax<\/strong> zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Der studierte K\u00fcnstler aus Frankreich hat sich in der Vergangenheit als Kurzgeschichtenzeichner einen Namen gemacht und adaptiert nun einen Roman von <strong>Donald E. Westlake<\/strong>, welcher in den 70ern bereits mit Robert Redford unter dem Titel \u201eFinger weg vom hei\u00dfen Eis\u201c auf Leinwand \u00fcberf\u00fchrt wurde. Der Plot des Ganzen ist schnell umrissen. Alles dreht sich um einen gewissen John Dortmunder, der gerade wieder aus dem Kittchen raus ist. Nat\u00fcrlich warten seine Gef\u00e4hrten von fr\u00fcher bereits auf ihn, um ihn einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten, wie er seine finanzielle Lage ein bisschen aufbessern k\u00f6nnte. Er soll einen Smaragd an sich rei\u00dfen. Bl\u00f6d nur, dass Selbiger in einem Museum platziert ist. Also muss ein entsprechender Beutezug gestartet werden, der sch\u00f6ne Erinnerungen an Oceans Eleven wachruft, in grafischer Hinsicht aber auch f\u00fcr Freunde der gelungenen Reihe \u201eRG\u201c interessant sein d\u00fcrfte. Man verr\u00e4t nicht zu viel, wenn man anmerkt, dass der Einbruch nicht ganz so l\u00e4uft wie geplant. Die anschlie\u00dfende Wiederbeschaffung nimmt einen gro\u00dfen Teil der Geschichte ein, wobei \u201eHot Rock\u201c vor allem von seinen gewitzten Dialogen lebt. Selbige hauchen dem Plot ein ordentliches Ma\u00df an Tiefgang ein und sorgen daf\u00fcr, dass man als Leser bis zum Ende bei der Stange bleibt. Alles in allem ist \u201eHot Rock\u201c eine kurzweilige, \u00e4u\u00dferst spannende Gaunerm\u00e4r, die Lust macht, sich die Geschichte hinterher noch mal in literarischer Form zu Gem\u00fcte f\u00fchren m\u00f6chte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7565\" title=\"albatros_1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/albatros_1.jpg\" alt=\"albatros_1\" width=\"250\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/albatros_1.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/albatros_1-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wer sich gerne mal 120 Jahre in der Zeit zur\u00fcckspulen m\u00f6chte, der sollte zwischendurch mal in die Welt des \u201eAlbatros\u201c eintauchen. Die Geschichte um eine Gruppe durch geknallter Seev\u00f6gel, welche eine winzige Hafenstadt in Angst und Schrecken versetzen, entfaltet einen bemerkenswerten Charme, der sowohl den Anh\u00e4ngern von Alice im Wunderland als auch Tim Burton-Fans ein L\u00e4chelns ins Gesicht zaubern sollte. Durch die Szenerie stolpert eine gewisse Ombeline, die sich just den Ann\u00e4herungen des \u00f6rtlichen Gouverneurs widersetzt und sich als blinder Passgier auf den fliegenden Vogel \u201eAlbatross\u201c rettet. Sie hat allerdings nicht mit der Rachlust des schmierigen Beamten gerechnet, der fortan alles daran setzt, dem fliegenden Piratenschiff, auf welchem sich die Angebetete befindet, die Bordw\u00e4nde zu durchl\u00f6chern. Die Geschichte des Deb\u00fctanten <strong>Vincent<\/strong> lebt in diesem Zusammenhang von ihren melancholischen, prall ausgestatteten Szenerien, die sch\u00f6ne Erinnerungen an Streifen der Marke Moulin Rouge wachrufen. Die opulente Ausstattung verkommt in diesem Zusammenhang allerdings nicht zum blo\u00dfen Eyecatcher f\u00fcr eine kitschige Hintergrund-Geschichte, vielmehr versteht es der Sch\u00f6pfer seine Protagonistin mit geh\u00f6rigem Tiefgang auszustatten. So m\u00f6chte man nach Genuss der knapp 50 Seiten sofort zu den beiden, weiteren B\u00e4nden greifen, die das hohe Niveau dieses Deb\u00fcts hoffentlich zu halten verm\u00f6gen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7566\" title=\"unvergessene-zeiten\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/unvergessene-zeiten.jpg\" alt=\"unvergessene-zeiten\" width=\"250\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/unvergessene-zeiten.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/unvergessene-zeiten-208x300.jpg 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\u201eUnvergessene Zeiten\u201c ist bereits der zweite gro\u00dfe Wurf des amerikanischen Comic-Zeichners <strong>Alex Robinson<\/strong>. Die Graphic Novel vermittelt ein ein Gef\u00fchl daf\u00fcr, was wohl passieren w\u00fcrde, wenn Scott Pilgrim pl\u00f6tzlich in die 80er zur\u00fcck transferiert w\u00fcrde. <span> <\/span>Die Geschichte umreist das Geschehen in einer typischen amerikanischen High School Anfang der 80er. Unser Protagonist wird unter Hypnose gesetzt und schlendert pl\u00f6tzlich wieder durch die G\u00e4nge seiner alten Penne. Dort muss er sich mit den typischen Dem\u00fctigungen seiner schulischen Laufbahn auseinandersetzen, vor allem aber will er auf diese Weise seine Klimmst\u00e4ngel-Sucht bezwingen. Er begibt sich also auf die Suche nach dem Ursprung allen \u00dcbels und sieht sich pl\u00f6tzlich in den K\u00f6rper seines j\u00fcngeren Ichs transformiert. In diesem Zusammenhang hat er nun die M\u00f6glichkeit, einige Dinge richtig zu stellen, was einerseits dazu f\u00fchrt, dass man als Leser aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskommt, andererseits aber auch tiefgr\u00fcndig genug umgesetzt worden ist, dass man \u201eUnvergessene Zeiten\u201c durchaus als gelungene Charakterstudie bezeichnen darf. All jene, die in den 80ern zur Schule gingen werden zudem mit einem gelungen Flashback in Sachen eigener Jugend belohnt, der mit zahlreichen Seitenhieben auf den damaligen Zeitgeist durchsetzt ist. Alles in allem ist Alex Robinsons Werk eine durchweg gelungene Zeitreise.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7567\" title=\"schmetterlingsnetzwerk_band_1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/schmetterlingsnetzwerk_band_1.jpg\" alt=\"schmetterlingsnetzwerk_band_1\" width=\"250\" height=\"347\" \/>\u201eDas Schmetterlingsnetzwerk\u201c ist derweil ein geheimb\u00fcndiger Zusammenschluss aus Langfingern, welche strengen Regeln unterworfen sind. In dem Geheimbund sollte man lieber nicht aus der Reihe tanzen &#8211; die Konsequenzen k\u00f6nnten t\u00f6dlich sein. Als zwei nichts-ahnende Diebe zuf\u00e4llig bei einem Streifzug auf einen fiesen Streifen sto\u00dfen, der einige Prostituierte zeigt, welche zu perversen Spielen gezwungen werden, sto\u00dfen sie die T\u00fcr zum \u201eSchmetterlingsnetzwerk\u201c auf. Fortan machen sie sich daran, die Sch\u00f6pfer des uns\u00e4glichen Streifens aufzusp\u00fcren und hinter die Geheimnisse eines gewissen Barons von Harcourd zu kommen. Wie Texter <strong>Corbeyran<\/strong> im Duett mit Sch\u00f6pfer und Zeichner <strong>Cecil<\/strong> hier konsequent die Spannungsschraube nach oben kurbelt, um seine Leser dann mit ausgefeilten Charakteren in einen Bann zu ziehen, ist ganz gro\u00dfe Kunst. Die komplette \u201eSteampunk\u201c-Gemeinde darf sich dieses Werk sofort ins Regal stellen. \u201eDas Schmetterlingsnetzwerk\u201c d\u00fcrfte unz\u00e4hligen Autoren als Vorlage f\u00fcr ihre post-apokayptischen Geschichten gedient haben. Umso besser, dass der \u201eSplitter\u201c-Verlag die Geschichte von 1999 nun noch mal in drei hochwertigen Comic-B\u00e4nden auf den Markt wirft. Alle \u201eFreakangels\u201c-Anh\u00e4nger sollten unbedingt mal reinschnuppern. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7568 alignright\" title=\"humantarget1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/humantarget1.jpg\" alt=\"humantarget1\" width=\"463\" height=\"693\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/humantarget1.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/humantarget1-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 463px) 100vw, 463px\" \/>Wer es derweil immer noch nicht fassen kann, dass der achten Season \u201e24\u201c keine weitere Staffel folgen soll, der kann sich nun den passenden Ersatzstoff in Form des Comics \u201eHuman Target\u201c zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Die Geschichte dreht sich um einen gewissen Christopher Chance, der sich daran macht, als menschliche Zielscheibe durch die Weltgeschichte zu stolpern. Dass es die Geschichte nun auch auf die Mattscheibe schaffte, ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass \u201eHuman Target\u201c anfangs nur als kleiner Bonus-Teil der 70er Jahre-Reihe \u201eAction Comics\u201c gedacht war, die sich vor allem mit Superman auseinander setzte. Im hei\u00df ersehnten ersten Band der Reihe findet sich neben einer vierteiligen Mini-Serie auch die 2002er Geschichte \u201eFinal Cut\u201c, wobei es vor allem der Mini-Serie von Sch\u00f6pfer <strong>Peter Milligan <\/strong>(Hellblazer, Detective Dee, Batman) und dem inzwischen verstorbenen Zeichner <strong>Devin Biukovic<\/strong> (Star Wars) gelingt, ein bisschen tiefer ins Innenleben des Protagonisten einzudringen. Im Vordergrund stehen in diesem Zusammenhang immer die jeweiligen Auftr\u00e4ge, weshalb sich Chance im Laufe der Geschichten nicht nur mit einem Priester herumschlagen muss, dem allerhand Killer auf den Fersen sind, sondern auch um einen Hollywood Produzenten k\u00fcmmern muss, dessen Sohn in die H\u00e4nde eines Entf\u00fchrers geraten ist. Letztere wurde gestaltet von <strong>Javier Pulido<\/strong> (Amazing Spiderman), der zwar das hohe Niveau der Mini-Serie nicht zu halten vermag, was aber bisweilen auch am Hollywood-Ambiente liegen k\u00f6nnte, welches als Schauplatz f\u00fcr das inhaltliche Drama herzuhalten hat, was am Ende dazu f\u00fchrt, dass man sich als Leser leider nicht richtig in die Figuren hineinversetzen kann. Alles in allem macht der erste Band der \u201eVertigo\u201c-Reihe aber dennoch Lust auf mehr. Wobei sich die Wartezeit durchaus mit der gelungenen, gleichnamigen TV-Serie \u00fcberbr\u00fccken l\u00e4sst, die inzwischen auch hierzulande zu sehen ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7569\" title=\"kein-zuruck\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kein-zuruck.jpg\" alt=\"kein-zuruck\" width=\"250\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kein-zuruck.jpg 354w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kein-zuruck-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><strong>Dani Montero<\/strong> ist ein echter Tierfreund. Schon als Kind begeisterte er sich f\u00fcr die Protagonisten diverser Disney-Streifen und hat es neben seiner regul\u00e4ren Arbeit im Hotelgewerbe vor zwei Jahren endlich geschafft, sein erstes, eigenst\u00e4ndiges Werk zu ver\u00f6ffentlichen. \u201eKein zur\u00fcck\u201c umreist das Leben eines Menschen, der einen Schlussstrich zieht, um noch mal ganz von vorne anzufangen. Mit Sack und Pack kehrt er seinem alten Leben und der verdutzten Freundin den R\u00fccken und macht sich mit seinem Hund Tobias auf, die gro\u00dfe, weite Welt zu erkunden. Was folgt ist eine Art Selbstfindungstrip, dem es beinahe \u00fcber die volle Distanz gelingt, die g\u00e4ngigen Klischees zu umschiffen. Was anfangs noch ziemlich sozial-romantisch anmutet, wird immer mehr zum Albtraum f\u00fcr das unzertrennliche Duo aus Mensch und Tier, die Situation spitzt sich zu, nachdem er von einigen Fremden gekidnapped wird, wobei es bemerkenswert ist, wie Montero hier galant den Sprung zwischen pers\u00f6nlichem Drama und Kriminalgeschichte meistert. Bleibt zu hoffen, dass wir in Zukunft noch weitere, gleichsam gelungene und unkonventionelle Geschichten des spanischen Karikaturisten und Figurenzeichners pr\u00e4sentiert bekommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-7570\" title=\"fee\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fee-768x1024.jpg\" alt=\"fee\" width=\"250\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fee-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fee-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fee.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Auf das Ende der Geschichte braucht man derweil bei der Trilogie \u201eFee\u201c nicht allzu lange zu warten. Im \u201eSplitter\u201c-Verlag wurde n\u00e4mlich inzwischen eine Gesamtausgabe der drei B\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht, die einen in eine andere Umlaufbahn kicken. Die Geschichte dreht sich um einen sonderbaren Automatenbauer, der versucht ein Mischwesen aus Puppe und Roboter zu kreieren, um Selbiges dann in bester \u201eFrankenstein\u201c-Manier zum Leben zu erwecken. W\u00e4hrend sein neuester Versuch namens \u201eJam\u201c erneut in die Hose gegangen zu sein scheint, wendet sich das Blatt schlie\u00dflich doch noch. Der Junge beginnt, die Dinge zu hinterfragen. Mehr noch. Er scheint damit eine weitere Kreatur aus den H\u00e4nden des Meisters zu infizieren: eine gewisse \u201eFee\u201c. Wobei es gar nicht so sehr die Geschichte der Beiden ist, die einen als Leser fasziniert. Es ist das Universum, welches das verantwortlichen Trio <strong>T\u00e9hy<\/strong>, <strong>Tillier<\/strong> und <strong>Leclercq<\/strong> hier aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln. Die futuristische Gesellschaft hat sich n\u00e4mlich zunehmend davon verabschiedet, an das Magische in der Welt zu glauben. Die Roboter dienen ihnen lediglich als helfende H\u00e4nde, um die R\u00e4der ihrer durchstrukturierten Welt weiter am Laufen zu halten. F\u00fcr das Extravagante und Sonderbare scheint in der Welt kein Platz mehr zu sein. Also ist die Geschichte von Jam und Fee auch als Aufruf zur Revolution zu verstehen. Es geht darum, wieder etwas zu f\u00fchlen. Es geht darum die leere H\u00fclle mit etwas Leben anzuf\u00fcllen. Kompromisslos wird dieser Gedanke zu Ende gedacht, wobei man sich am Ende vielleicht etwas mehr Tiefensch\u00e4rfe bez\u00fcglich der beiden Lager gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Die Trennlinien zwischen gut und b\u00f6se scheinen hier doch allzu klar verteilt, um einen als Leser wirklich zum Nachdenken anzuregen. Alles in allem ist \u201eFee\u201c aber dennoch ein bemerkenswertes Fantasiegebilde, das gekonnt die Frage aufwirft, wer wir sind und vor allem: wie wir gerne sein wollen. Womit wir dann auch durch w\u00e4ren f\u00fcr heute. Lasst es euch gut gehen. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n<p>\/\/ verfasst von Alexander Nickel-Hopfengart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und schon ist es wieder so weit. \u201eChew\u201c ist zur\u00fcck. Der Schn\u00fcffler, der bereits renommierte Auszeichnungen in Form des \u201eWill Eisner\u201c- und \u201eHarvey\u201c-Awards abstauben konnte, wurde auch diesmal von Autor John Layman und Zeichner Rob Guillory treffend in Szene gesetzt. 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