{"id":7683,"date":"2011-09-03T15:00:44","date_gmt":"2011-09-03T14:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7683"},"modified":"2011-09-03T15:01:08","modified_gmt":"2011-09-03T14:01:08","slug":"strichcode-vol-12-ich-schloss-also-die-augen-und-wartete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=7683","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 12 &#8211; &#8222;ich schloss also die augen und wartete&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7684\" title=\"the-unwritten\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/the-unwritten.jpg\" alt=\"the-unwritten\" width=\"250\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/the-unwritten.jpg 262w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/the-unwritten-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Einer \u201eder interessantesten Comics des Jahres\u201c nennt die angesagte, britische Gazette \u201eWired\u201c das neueste Werk von <strong>Mike Carey<\/strong> und <strong>Peter Gross<\/strong>. \u201eThe Unwritten\u201c ist ein nahezu atemberaubender Augenschmaus. Besonders phantasievoll ist in diesem Zusammenhang vor allem die ambitionierte Geschichte der Graphic Novel, die das Leben eines gewissen Tommy Taylor in den Mittelpunkt r\u00fcckt. Der werte Herr ist der Sohn eines \u00fcberaus talentierter und erfolgreicher Romanautors von (na was glaubt ihr\u2026) Fantasy-Geschichten und seit geraumer Zeit wie vom Erdboden verschluckt. Dazu kommt, dass Tommy auch noch von seinem Vater als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr seine Geschichten benutzt wird, weshalb sein literarisches Alter-Ego inzwischen so ungef\u00e4hr den Status eines weitl\u00e4ufig bekannten Zauberlehrlings innehat. <span style=\"color: #262626;\"><!--more--><\/span>Tom hat also damit zu k\u00e4mpfen, dass ihn die Fans der B\u00fccher seines Vaters als lebendige Fantasiefigur verehren. Noch dazu ger\u00e4t sein Leben zunehmend aus den Fugen, als er feststellt, dass sich bisweilen wirklich unerkl\u00e4rliche Dinge in seiner direkten Umgebung abspielen. Sind Daddys Geschichten vielleicht doch mehr wert, als das Papier, auf welchem sie gedruckt wurden? Und was passiert, wenn die Grenze zwischen Realit\u00e4t und Fiktion sich zunehmend aufl\u00f6st? Ist das Leben am Ende nur ein weiterer b\u00f6ser Traum oder steckt da noch mehr dahinter? Es sind die existenziellen Fragen, die im Rahmen der Erz\u00e4hlung thematisiert werden. Womit \u201eThe Unwritten\u201c letztlich nicht nur ein gefundenes Fressen f\u00fcr Fans von Harry Potter sein sollte, sondern dar\u00fcber hinaus auch zweifelsfrei zu den bisher au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Comic-Reihen des Jahres z\u00e4hlt. Mehr davon, bitte\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7685\" title=\"die_besten_zeiten\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/die_besten_zeiten.jpg\" alt=\"die_besten_zeiten\" width=\"235\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/die_besten_zeiten.jpg 292w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/die_besten_zeiten-208x300.jpg 208w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/>Episodisch geht derweil die Graphic Novel \u201eDie besten Zeiten\u201c vor, die sich auf glaubw\u00fcrdige Weise mit dem Leben in der Gro\u00dfstadt auseinander setzt. Und so verkn\u00fcpft Autor <strong>Andreas Dier\u00dfen<\/strong> auf sympathische Weise die unterschiedlichen Lebensl\u00e4ufe eines betrogenen Entf\u00fchrers, eines klauenden Rentners und eines l\u00fcgenden M\u00e4dchens miteinander, ohne dass es am Ende allzu gewollt anmuten w\u00fcrde. Vielmehr erg\u00e4nzen sich die einzelnen Erz\u00e4hlstr\u00e4nge zunehmend zu einem gro\u00dfen Ganzen, was dazu f\u00fchrt, dass man die Erz\u00e4hlung in einem Rutsch durchschm\u00f6kern m\u00f6chte. Aufgrund der kruden Charakterz\u00fcge, mit welchen Dier\u00dfen seine Protagonisten auszeichnet, werden immer wieder sch\u00f6ne Erinnerungen an die Geschichten Woody Allens wach. Der Band hier lebt von seiner Situationscomic und zeigt, dass dem Autor auch nach jahrelanger Abstinenz im Comic-Bereich sein Talent nicht abhanden gekommen ist. Auch wenn mancher Erz\u00e4hlstrang in Sachen Glaubw\u00fcrdigkeit nur schwer nachzuvollziehen ist, erliegt man mit zunehmender Dauer dem Charme dieser Geschichte. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Autor es schafft, das Absurde an unserem Dasein in simple Bilder zu transformieren, so dass dem Leser abschlie\u00dfend immer wieder ein Grinsen \u00fcbers Gesicht huscht. Am Ende steckt n\u00e4mlich der hoffnungsvolle Gedanke in diesem Buch, dass eben doch jeder seine gerechte Strafe bekommt. \u201eDie besten Zeiten\u201c ist ein durch und durch au\u00dfergew\u00f6hnliches Werk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7686\" title=\"fun-home\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/fun-home.jpeg\" alt=\"fun-home\" width=\"283\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/fun-home.jpeg 283w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/fun-home-226x300.jpg 226w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/>Und mit etwas Versp\u00e4tung m\u00f6chten wir im Rahmen des Strichcodes nun auch endlich mal auf eine ganze Reihe von Graphic Novel-Ver\u00f6ffentlichungen hinweisen, welche uns der Verlag der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c derzeit auf dem Silbertablett serviert. Die einzelnen B\u00e4nde sind ein gefundenes Fressen f\u00fcr Neueinsteiger in Sachen gehobener Comickunst. Als Leser wird man auf diese Weise mit hochwertigen Geschichten zu einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Eintrittsgeld versorgt. Die Anschaffung von <strong>Alison Bechdel<\/strong>s \u201eFun Home\u201c lohnt sich dar\u00fcber hinaus schon allein deshalb, weil ihre autobiografische Familiengeschichte an der makellosen Fassade unseres Daseins kratzt. Die junge Protagonistin sieht sich jedenfalls damit konfrontiert, dass ihr Vater homosexuell ist. Das Bl\u00f6de an der ganzen Geschichte ist nur, dass der werte Herr Vater trotzdem ein normales Familienleben f\u00fchren m\u00f6chte, was schlie\u00dflich zu allerhand explosiven Situationen f\u00fchrt. Das Unterdr\u00fccken der eigenen Gef\u00fchle f\u00fchrt dazu, dass Alisons Vater immer wieder dazu neigt, seine Tochter zu tyrannisieren, selbige andererseits leidet unter den st\u00e4ndigen Stimmungsschwankungen von Bruce (so dessen Name) und geht deshalb bei ihrer grafischen Vergangenheitsbew\u00e4ltigung nur umso schonungsloser vor. \u201eFun Home\u201c ist in diesem Zusammenhang aber keine hasserf\u00fcllte Abrechnung mit all den Dingen, die in der Vergangenheit schief gelaufen sind, vielmehr wird immer wieder die Liebe der Tochter zu ihrem Vater sp\u00fcrbar. Die kritische Haltung gegen\u00fcber den gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen, welche das ganze Drama ausl\u00f6sen, sorgt daf\u00fcr, dass man Alison Bechdels Buch auch als Anklage an das konservative Wertesystem vielerorts verstehen darf. Die blassen Zeichnung spiegeln dar\u00fcber hinaus perfekt das distanzierte Verh\u00e4ltnis zwischen Vater und Tochter wieder und machen deutlich, wie viele M\u00f6glichkeiten den beiden noch offen gestanden h\u00e4tten, w\u00e4re Alisons Vater nicht aus dem Leben gerissen worden, nachdem ihn ein LKW erfasste.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7687\" title=\"cash\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/cash.jpg\" alt=\"cash\" width=\"226\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/cash.jpg 371w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/cash-222x300.jpg 222w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/>Womit wir dann auch schon bei <strong>Reinhard Kleist<\/strong>s Comic-Adaption des Lebens von Johnny Cash angelangt w\u00e4ren. All jene, die sich schon bei \u201eWalk The Line\u201c schluchzend in die Arme der Begleiterin\/des Begleiters sinken lie\u00dfen, sollten sich \u201eCash \u2013 I See A Darkness\u201c romantisch am heimischen Kaminfeuer zu Gem\u00fcte f\u00fchren. Nat\u00fcrlich haben biografischen Erz\u00e4hlungen immer so ein bisschen mit dem Problem zu k\u00e4mpfen, dass aus dem Alltag des Protagonisten ein entsprechender Spannungsbogen generiert werden muss. In diesem Zusammenhang gibt es nur wenige gelungene Ausnahmen (der Streifen \u201eI\u00b4m Not There\u201c \u00fcber das Dasein Bob Dylans sei hier lobend erw\u00e4hnt). Reinhard Kleist allerdings h\u00e4lt sich im Gegensatz dazu eng an die biografischen Vorgaben von Cashs Leben, was dazu f\u00fchrt, dass man am Ende nicht nur eine spannende Geschichte lesen darf, sondern sich auch gut informiert f\u00fchlt \u00fcber das irdische Dasein des Meisters. Neben seinem ersten Gehversuchen als Musiker, dem legend\u00e4ren Knastauftritt im \u201eFolsom Prison\u201c wird dar\u00fcber hinaus auch das sp\u00e4te Leben des K\u00fcnstlers in schwarzwei\u00dfen, bisweilen skizzenhaften Bildern eingefangen. Der ganze Band strahlt dar\u00fcber hinaus eine solch bedr\u00fcckende Atmosph\u00e4re aus, dass man sich regelrecht in einen Rausch liest. Es lohnt sich durchaus, sich parallel zur Graphic Novel die Gesamtedition der \u201eAmerican Recordings\u201c zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Die Aufnahmen mit Produzent Rick Rubin haben Cash nicht nur einen zweiten Fr\u00fchling in seiner Karriere beschert, sie kehren auch v\u00f6llig neue Facetten seines Innenlebens nach au\u00dfen, obwohl er sich diesbez\u00fcglich fast ausschlie\u00dflich auf Cover-Versionen beschr\u00e4nkt. \u201eI See A Darkness\u201c bleibt damit seinem d\u00fcsteren Titel treu und breitet auch die Schattenseiten des K\u00fcnstlerdaseins offen vor einem aus. Gerade im Antlitz des drohenden Endes w\u00e4chst Cash in musikalischer Hinsicht noch ein letztes Mal \u00fcber sich hinaus. Trent Reznors Worte dringen aus seinem Mund: \u201eEveryone I Know Goes Away In The End\u201c\u2026 soll hei\u00dfen: alles ist verg\u00e4nglich, nur diese Songs, die werden bleiben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7688 alignright\" title=\"vertraute-fremde\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/vertraute-fremde.jpg\" alt=\"vertraute-fremde\" width=\"262\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/vertraute-fremde.jpg 374w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/vertraute-fremde-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/>Genauso wie das Schaffen des renommierten Zeichners <strong>Jiro Taniguchi<\/strong>, der uns schon zahlreiche, wirklich gelungene Geschichten aus dem Bereich der gehobenen Manga-Unterhaltung pr\u00e4sentierte. Im Vorwort seines bis dato vielleicht gr\u00f6\u00dften Werks \u201eVertraute Fremde\u201c, welches ebenfalls im Rahmen der \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung Bibliothek\u201c erschienen ist, spricht Autor Klaus Schikowski in diesem Zusammenhang von einer \u201ePoesie des Alltags\u201c und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Im Rahmen seiner Erz\u00e4hlung entf\u00fchrt uns Taniguchi in die 60er Jahre. In Japan kommt die Wirtschaft so langsam in die G\u00e4nge und sorgt daf\u00fcr, dass sich die Menschen zunehmend mit dem technologischen Fortschritt auseinander setzen m\u00fcssen. In \u201eVertraute Fremde\u201c geht es darum, sich zurechtzufinden mit ver\u00e4nderten Bedingungen. Es geht um das Leben selbst und den gesellschaftlichen Wandel, welchem wir als Menschen unterworfen sind. Es geht darum nach vorne zu blicken und sich den unterschiedlichen Herausforderungen des Alltags zu stellen. In gewisser Weise ist \u201eVertraute Fremde\u201c damit eine Heldengeschichte im klassischen Sinne, nur dass es hier keine Monster oder Gespenster zu besiegen gilt. Taniguchi hat sich dazu entschlossen das echte Leben zum Schauplatz seiner Geschichte zu machen, was dazu f\u00fchrt, dass man schon nach wenigen Seiten eine gewisse Verbundenheit zur Hauptfigur, einem gewissen Hiroshi Nakahara, versp\u00fcrt. Der 48j\u00e4hrige Architekt f\u00e4llt am Grab seiner Mutter in eine tiefe Ohnmacht und wacht pl\u00f6tzlich als 14j\u00e4hriger wieder auf. Fortan m\u00f6chte er mit der Weisheit, welche ihm das Leben schenkte, herausfinden, warum sein Vater damals seine Familie und ihn selbst hinter sich lie\u00df und seitdem nie wieder auftauchte. \u201eVertraute Fremde\u201c behandelt diesbez\u00fcglich also nicht nur den gesellschaftlichen Wandel der japanischen Gesellschaft, es verkn\u00fcpft ihn auch mit einer pers\u00f6nlichen Trag\u00f6die, was immer wieder f\u00fcr emotionale Momente beim Leser sorgt. Ob sich am Ende doch noch alles zum Guten wendet und Hirsoshi Nakahara seinen inneren Frieden findet? Am Besten du findest es selbst heraus. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7689\" title=\"pluto-5\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/pluto-5.jpg\" alt=\"pluto-5\" width=\"190\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/pluto-5.jpg 441w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/pluto-5-206x300.jpg 206w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/>Die ambitionierte Manga-Reihe \u201ePluto\u201c geht derweil in die n\u00e4chste Runde und erz\u00e4hlt uns von einer fernen Zukunft, in der Mensch und Maschine in friedlicher Ko-Existenz ihr Dasein auf Erden fristen. Bl\u00f6d nur, dass das gute Verh\u00e4ltnis der beiden Lebensformen durch eine Mordserie auf angesehen Roboter auf eine harte Probe gestellt wird. So gilt es f\u00fcr unseren Protagonisten, einen gewissen Inspektor Gesicht, erst einmal herauszufinden, wer hinter den mysteri\u00f6sen Anschl\u00e4gen steckt. Im Stil von grafischen Meisterleistungen wie Akira und Watchmen geleiten einen die beiden Sch\u00f6pfer <strong>Naoki Urasawa<\/strong> und <strong>Takashi Nagasaki<\/strong> durch ihre d\u00fcstere Zukunftsversion und d\u00fcrften diesbez\u00fcglich vor allem bei Fans der Reihe \u201eAstro Boy\u201c f\u00fcr Freudenspr\u00fcnge sorgen. Wie das kindlich anmutende Original in ein Comic f\u00fcr Erwachsene \u00fcberf\u00fchrt wird, verdient Respekt. Drei Eisner-Award-Nominierungen und eine f\u00fcr den &#8222;Preis der Comicl\u00e4den&#8220; in Frankreich konnte das Duo bereits einheimsen und es k\u00f6nnten durchaus noch mehr werden, wenn sie es schaffen, das hohe Niveau der B\u00fccher f\u00fcnf und sechs \u00fcber die volle Distanz dieser auf acht B\u00e4nde angelegten Reihe zu halten. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7690\" title=\"pluto-6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/pluto-6.jpg\" alt=\"pluto-6\" width=\"130\" height=\"190\" \/>In Band f\u00fcnf spitzt sich die Situation weiter zu. Um den Roboter Adolf zu sch\u00fctzen bringt ihn Pluto an einen sicheren Ort, im Laufe des Buches wird er au\u00dferdem von seltsamen Gef\u00fchlen \u00fcbermannt, die er nicht so recht einzuordnen wei\u00df. Roboter sind n\u00e4mlich, so viel sollte man wissen, nicht darauf programmiert, eigene Gef\u00fchle zu entwickeln. Und so hat es Gesicht nicht mehr allein mit seinem unbekannten Gegenspieler zu tun, sondern ringt auch zunehmend mit sich selbst. Die Geschichte selbst wird diesbez\u00fcglich erstmals ein wenig in den Hintergrund ger\u00fcckt, um dem Protagonisten mehr Tiefgang einzuhauchen. Das gef\u00e4llt und sorgt daf\u00fcr, dass Pluto im sechsten Band endlich dem Drahtzieher auf die Spur kommt. Wer es ist, wird hier nat\u00fcrlich noch nicht verraten. Und die Geschichte ist mit dem L\u00fcften der Identit\u00e4t auch noch nicht zu Ende. Das Morden geht n\u00e4mlich weiter. Doch die Polizei klebt an den Fersen des T\u00e4ters. Stellt sich nur die Frage, ob sie den Verantwortlichen auch schnappen k\u00f6nnen\u2026? Wir jedenfalls sind gespannt und freuen uns auf ein fulminantes Abschlussfeuerwerk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7691\" title=\"scott_pilgrim_5_gegen_den_rest_des_universums\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/scott_pilgrim_5_gegen_den_rest_des_universums.jpg\" alt=\"scott_pilgrim_5_gegen_den_rest_des_universums\" width=\"279\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/scott_pilgrim_5_gegen_den_rest_des_universums.jpg 279w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/scott_pilgrim_5_gegen_den_rest_des_universums-199x300.jpg 199w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/>Und nach einer scheinbar endlosen Wartezeit f\u00fcr nimmersatte Fans wie mich erscheint in diesen Tagen auch endlich mal wieder ein neuer Band der sympathischen Slacker-Reihe Scott Pilgrim. Getreu dem Motto: \u201eDas Schicksal ist ein Arsch\u201c macht sich Scott aufs Neue daran, das Herz seiner Angebeteten zu erobern. Doch Ramonas Liebe \u2013 so der Name der Auserw\u00e4hlten \u2013 kann Scott nur f\u00fcr sich gewinnen, wenn er vorher ihre sieben Ex-Freunde besiegt. Und so muss er sich auch diesmal wieder mit allerhand Verr\u00fcckten herumschlagen, um sein gro\u00dfes Ziel zu erreichen. In \u201eScott Pilgrim gegen das Universum\u201c bekommt er es sogar mit Zwillingen zu tun, wobei die K\u00e4mpfe selbst zwar nett anzuschauen sind, das eigentliche Spektakel aber hinter den Kulissen stattfindet, wo sich Scott und Ramona langsam aber sicher immer n\u00e4her kommen. Sch\u00f6pfer <strong>Bryan Lee O\u00b4Malley<\/strong> bleibt diesbez\u00fcglich seinem Zeichenstil treu und beginnt auch die Figur der Ramona mit mehr Tiefgang auszustatten. Als sie herausfindet, dass Scott bisweilen noch ein anderes M\u00e4dchen datet, muss Selbiger pl\u00f6tzlich zwei brenzlige Situationen auf einmal meistern. Ob er aus der ganzen Geschichte am Ende heil herauskommt und es doch noch ein Happy End gibt? Warten wir es ab. Unabh\u00e4ngig davon ist Scott Pilgrim genau der Comic von dem man sich in nicht allzu ferner Zukunft w\u00fcnschen w\u00fcrde, Kevin Smith w\u00fcrde sich seiner noch einmal in Serien-Form annehmen und die zahlreichen popkulturellen Seitenhiebe st\u00e4rker in den Mittelpunkt r\u00fccken.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7693\" title=\"bin-ich-jesus\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/bin-ich-jesus.jpg\" alt=\"bin-ich-jesus\" width=\"216\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/bin-ich-jesus.jpg 312w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/bin-ich-jesus-222x300.jpg 222w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/>Hauck &amp; Bauer<\/strong> aus dem unterfr\u00e4nkischen Alzenau (jetzt wohnhaft in Berlin und Frankfurt), bekannt aus der \u201eFAS\u201c (\u201eAm Rande der Gesellschaft\u201c), \u201eTitanic\u201c oder \u201eSpiegel online\u201c, haben sich f\u00fcr ihren neuesten Ratgeber &#8222;Bin ich Jesus?&#8220; noch einen weiteren Co-Autoren geleistet: <strong>Michael Tetzlaff <\/strong>aus Th\u00fcringen gibt zusammen mit den Beiden auf 95 Seiten hilfreiche Tipps wie man auf Fragen antworten kann, wenn man faktisch nichts zu sagen hat. Nach der \u201eLekt\u00fcre\u201c ist man nicht mehr der sprachlose Hinz und Kunz, sondern antwortet, wenn man f\u00fcr die Beantwortung der Frage Zeit gewinnen m\u00f6chte, im Stile eines Politikers mit \u201eDas muss ich erstmal sacken lassen.\u201c oder \u201eHach, schwierig.\u201c. Des Weiteren geben die Herren auch Ratschl\u00e4ge f\u00fcr Situationen in denen Sie \u201e\u00fcberhaupt nicht wissen, wie Sie reagieren sollen\u201c und f\u00fchren an praktischen Beispielen vor Augen, wie sich ein nerviges Gespr\u00e4ch sofort beenden l\u00e4sst. Dabei bedienen Sie sich nicht nur der \u201ePlattit\u00fcden\u201c von Fettes Brot (\u201eJein\u201c), Aristoteles (\u201eEine Schwalbe macht noch keinen Sommer\u201c) oder Louis de Funes (\u201eAh, oh, ah!\u201c), sondern auch bei Beckenbauer, Kerner, Einstein und vielen Weiteren. Fazit: ein nettes kleines B\u00fcchlein mit praktischen rhetorischen Kniffen f\u00fcr das allt\u00e4gliche Leben. (<em>verfasst von K. Reschke<\/em>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-7694\" title=\"locke-key-4\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/locke-key-4.jpg\" alt=\"locke-key-4\" width=\"254\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/locke-key-4.jpg 327w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/locke-key-4-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px\" \/>Womit wir dann auch schon beim aktuellen Band von \u201eLocke &amp; Key\u201c angelangt w\u00e4ren, der nach langer Wartezeit nun beim \u201ePanini-Verlag\u201c erschienen ist. \u201eSchl\u00fcssel zum K\u00f6nigreich\u201c treibt den Spannungspegel weiter in bester Stephen King-Manier auf die Spitze und ringt den einzelnen Charakteren der Familie Locke zunehmend neue Facetten ab. Selbige wiederum streunen immer noch auf dem Anwesen ihres Onkels Duncan herum und bem\u00e4chtigen sich einiger magischer. Parallel dazu versucht ein gewisser Zack Wells den Schl\u00fcssel zu einer so genannten \u201eSchwarzen T\u00fcr\u201c zu finden, weshalb er sich fortw\u00e4hrend daran macht, die Familienmitglieder zu observieren. Autor <strong>Joe Hill<\/strong> und Zeichner <strong>Gabriel Rodriguez<\/strong> gelingt es das mysteri\u00f6se Treiben weiter spannend zu halten ohne sich vollends in h\u00f6llischen Szenarien zu verlieren. Stattdessen sind f\u00fcr den Leser nach dem \u00e4u\u00dferst d\u00fcsteren, dritten Band auch wieder einzelne Lichtblicke am Ende des Tunnels zu erhaschen, zudem schreitet die Handlung schneller voran. Dass sich der Zeichenstil zu Beginn des Bandes vollkommen ver\u00e4ndert, sorgt dar\u00fcber hinaus f\u00fcr Abwechslung. Es spricht f\u00fcr das talentierte Duo, dass sich am Ende dann doch wieder alles zu einem homogenen Gesamteindruck zusammenf\u00fcgt. Wer auf spannende und hochwertige Comic-Unterhaltung steht, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Und wir sind erstmal raus f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer \u201eder interessantesten Comics des Jahres\u201c nennt die angesagte, britische Gazette \u201eWired\u201c das neueste Werk von Mike Carey und Peter Gross. \u201eThe Unwritten\u201c ist ein nahezu atemberaubender Augenschmaus. Besonders phantasievoll ist in diesem Zusammenhang vor allem die ambitionierte Geschichte der Graphic Novel, die das Leben eines gewissen Tommy Taylor in den Mittelpunkt r\u00fcckt. 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