{"id":8542,"date":"2011-12-23T10:04:41","date_gmt":"2011-12-23T09:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=8542"},"modified":"2011-12-23T15:42:00","modified_gmt":"2011-12-23T14:42:00","slug":"zuckerbeat-vol-243-the-sound-of-winter-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=8542","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)43 &#8211; the sound of winter"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em>mit neuer Musik von Gotye, Cymbals Eat Guitars, Lal, &#8222;FM4 Soundselection 25&#8220;, Bush, Boys Noize, Immanu El &amp; Wrongkong. <\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8529\" title=\"gotye\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/gotye-300x300.jpg\" alt=\"gotye\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/gotye-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/gotye-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/gotye.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Es ist schon irgendwie bemerkenswert, dass sich ausgerechnet die neue Single von <strong>Gotye<\/strong> zum heimlichen X-Mas-Hit des Jahres gemausert hat. Mit \u201eSomething That I  Used To Know\u201c hat der K\u00fcnstler wahrscheinlich den eindrucksvollsten  Dubstep-Pop-Bastard des Jahres seit James Blakes \u201eLimit To Your Love\u201c  hingelegt. Das aktuelle Album \u201eMaking Mirrors\u201c imponiert vor allem wegen  seiner Experimentierfreude. Hier treffen famose Disco-Pop-Knaller wie  \u201eEyes Wide Open\u201c auf psychedelische Verschlepper der Marke \u201eSmoke &amp;  Mirrors\u201c. Der Facettenreichtum von Gotyes Songs ist f\u00fcr sich allein  genommen schon ansehnlich, wie er aber einzelne Soundschichten  \u00fcbereinander stapelt und anschlie\u00dfend wieder dekonstruiert, verschafft  einem fast das Gef\u00fchl, als H\u00f6rer selbst hinter den Reglern zu stehen.  F\u00fcr Platten wie diese wurde der Kopfh\u00f6rer erfunden. Denn nur so  entfaltet sich jedes noch so winzige Detail dieses vor Ideen nur so  \u00fcbersch\u00e4umenden Pop-Manifests. <!--more-->F\u00fcr mich ist \u201eMaking Mirrors\u201c auf jeden Fall jetzt schon das Pop-Album des Jahres.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-8530\" title=\"cymbals-eat-guitars\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/cymbals-eat-guitars-300x300.jpg\" alt=\"cymbals-eat-guitars\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/cymbals-eat-guitars-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/cymbals-eat-guitars-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/cymbals-eat-guitars.jpg 452w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die New Yorker Indie-Popper von <strong>Cymbals Eat Guitars<\/strong> haben in ihrer Jugend einen Narren an der Musik von The Velvet  Underground gefressen. Jedenfalls klingt auch ihr aktuelles Album  \u201eLenses Alien\u201c wie ein zeitgen\u00f6ssisches Update des Sounds der  Psycho-Popper um Mastermind Lou Reed. Sogar der Bandname bezieht sich  auf das Kollektiv \u2013 was im Bl\u00e4tterwald nat\u00fcrlich f\u00fcr allerlei  Huldigungen sorgt. Nach dem Genuss der zehn Songs muss man allerdings  auch abseits des breitenwirksamen Ged\u00f6nses um die Band feststellen, dass  Cymbals Eat Guitars hier ein nostalgisch stimmendes Kunstst\u00fcck gelungen  ist. Hat man sich n\u00e4mlich erst mal die Melodien hinter den l\u00e4rmigen  Passagen frei geschaufelt, stellt sich ein \u00e4hnliches Wohlgef\u00fchl ein wie  bei den Kollegen von Jesus &amp; Mary Chain. Gekr\u00f6nt wird das Ganze vom  d\u00fcsteren Videoclip zu \u201eKeep Me Waiting\u201c, den sich alle Fans bedrohlicher  \u201eComing Of Age\u201c-Movies auf keinen Fall entgehen lassen sollten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8531\" title=\"lal\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/lal.jpg\" alt=\"lal\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/lal.jpg 250w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/lal-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Das aktuelle Album der Band <strong>LAL<\/strong> steckt nicht nur in einem h\u00fcbsch aufgemachten Comic-Schuber aus Pappe,  es hat auch extravagante Songs im Grenzgebiet von HipHop, Soul und Jazz  im Gep\u00e4ck. Die Musik des Kollektivs strahlt eine sonderbare W\u00e4rme aus,  die sich einfach nicht in ein bestimmtes Muster pressen l\u00e4sst. Sie  pulsiert im Ungef\u00e4hren und sorgt daf\u00fcr, dass man sich einfach mal wieder  fallen l\u00e4sst. Mal werden sch\u00f6ne Erinnerungen an Massive Attack  wachgerufen, dann wiederum schmiegen sich abstrakte Sounds der Marke  Georgia Anne Muldrow an einen heran. Wer auf l\u00e4ssige Grooves in  ambitionierter Verkleidung steht, sollte mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-8546\" title=\"fm425\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/fm425-300x267.jpg\" alt=\"fm425\" width=\"300\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/fm425-300x267.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/fm425.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Und  huch, so schnell geht das. Einmal auf den Geschmack gekommen, l\u00e4sst uns  der \u00f6sterreichische Radiosender \u201eFM4\u201c einfach nicht mehr los. Grund  daf\u00fcr ist die nun auch hierzulande erh\u00e4ltliche \u201e<strong>FM4 Soundselection<\/strong>\u201c,  deren 25ter Teil nun in den L\u00e4den steht. An dem g\u00e4ngigen Erfolgsrezept,  \u00f6sterreichische Musiker mit internationalen Gr\u00f6\u00dfen in den Ring zu  schicken, hat sich auch diesmal nichts ge\u00e4ndert. Und w\u00e4hrend auf  Silberling Nummer Eins alte Bekannte aus dem Hause The Kooks (\u201eJunk Of  The Heart (Happy)\u201c), The Drums (\u201eMoney\u201c) oder The Rapture (die  Intro-Charts No.1.-Hymne \u201eHow Deep Is Your Love\u201c) um die Gunst des  Publikums buhlen, bekommt man auf Scheibe Nummer Zwei zahlreiche,  hierzulande kaum geh\u00f6rte (aber absolut h\u00f6renswerte) Tracks von Musikern  wie der Rapcrew Die Vamummtn (mit der Videospiele-Hommage \u201eNintendo\u201c)  oder den sympathischen M\u00e4dels von Luise Pop (\u201eBlack Cat\u201c) pr\u00e4sentiert.  Wenn dann auch noch The Horrors (\u201eStill Life\u201c), Thees Uhlmann (\u201eZum  Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf\u201c) und Metronomy  (\u201eThe Bay\u201c) um die Ecke biegen, kommt man aus dem Grinsen gar nicht mehr  heraus. Auch nach f\u00fcnfundzwanzig Ausgaben hat die \u201eFM4 Soundselection\u201c  nichts von ihrem Charme verloren. Zudem ist dieses Sammelsurium des  guten Geschmacks geradezu ideal, um die pers\u00f6nlichen Jahrescharts noch  einmal um ein paar lupenreine Hits zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8533\" title=\"bush\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/bush.jpg\" alt=\"bush\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/bush.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/bush-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Nach  seinem Experimentier-Rockalbum mit der Band Institute und einem  halbgaren Soloalbum unter eigenem Namen hat sich Gavin Rossdale nun dazu  durchgerungen, seine ollen Kollegen von <strong>Bush<\/strong> wieder  zusammenzutrommeln. Die Reunion war schon seit geraumer Zeit erwartet  worden. In den vergangenen Jahren hat man schlie\u00dflich bei Rossdales  Solo-Gigs immer wieder diverse Bush-Klassiker vor den Latz geknallt  bekommen. \u201eThe Sea Of Memories\u201c konnte demnach also nur ein waschechtes  Desaster werden. Kein Mensch hat allen ernstes damit gerechnet, dass  ausgerechnet diese Band, die schon damals von zahlreichen H\u00f6rern, als  Trittbrettfahrer-Kollektiv abgestempelt worden war, tats\u00e4chlich noch mal  ein relevantes Album ver\u00f6ffentlichen w\u00fcrde. Dann aber erklingen die  ersten paar Sekunden von \u201eThe Sound Of Winter\u201c und sofort stellt sich  dieses warme Gef\u00fchl wieder ein, Bush tragen zwar immer noch genauso dick  auf wie fr\u00fcher, zeigen den Kollegen von 30 Seconds To Mars aber, worauf  es ankommt. Man sollte n\u00e4mlich vor lauter produktionstechnischem  Aufwand nicht vergessen, gute Songs zu schreiben. Von denen wiederum  haben Bush hier mindestens neun untergebracht. Und w\u00fcrden einzelne  St\u00fccke nicht gelegentlich etwas ausfleddern, man k\u00f6nnte \u201eThe Sea Of  Memories\u201c als das ultimative Bush-Album bezeichnen. All jene, die sich  am letzten Werk der Foo Fighters erfreuten, bekommen hier eine  unerwartete Zugabe pr\u00e4sentiert. \u201eAll My Life I Am Waiting for This  Moment\u201c\u2026 soll hei\u00dfen\u2026: sch\u00f6n, dass ihr wieder da seit Jungs. Und  entschuldigt bitte vielmals meine Voreingenommenheit. \u201eThe Sea Of  Memories\u201c ist ein unerwartet gelungenes Werk. Und wir freuen uns jetzt  schon auf Weiteres.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8534\" title=\"boys-noize\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/boys-noize.jpg\" alt=\"boys-noize\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/boys-noize.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/boys-noize-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der Elektro-Musiker <strong>Boys Noize<\/strong> geh\u00f6rt nicht erst seit seinem Headliner-Auftritt beim letztj\u00e4hrigen  Berlin-Festival zu den Gr\u00f6\u00dfen der Szene. Mit seinen brachialen  Elektro-Stampfern sorgte er nicht nur bei eingefleischten Clubg\u00e4ngern,  sondern auch bei der Indie-Rock-Fraktion f\u00fcr erfreutes Herumgehopse.  Weil sich im Laufe der Jahre noch dazu ein breites Sammelsurium an  Remixen f\u00fcr andere K\u00fcnstler angesammelt hat, hat sich Alex Ridha nun  entschlossen, die gelungensten davon auf zwei Silberlingen zu  versammeln. So kommt man in den Genuss ballernder Elektro-Punk-Versionen  von Depeche Mode, Feist, Snoop Dogg, Editors, David Lynch, Justice (wer  sonst?!), The Chemical Brothers, Gonzales, Daft Punk, Marilyn Manson,  den Kaiser Chiefs und vielen mehr. Sogar Charlotte Gainsbourg ist drauf.  Und Ridha darf endlich mal unter Beweis stellen, dass seine Tracks auch  mit angezogener Handbremse funktionieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8535\" title=\"immanu-el\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/immanu-el-300x284.jpg\" alt=\"immanu-el\" width=\"251\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/immanu-el-300x284.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/immanu-el.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><strong>Immanu El<\/strong> versuchen sich auf ihrem aktuellen Album \u201eIn Passage\u201c daran,  orchestrale Kl\u00e4nge mit poppigen Melodien zu vereinen. Was entsteht ist  eine sonderbare Art von Post-Pop, die geradezu dazu einl\u00e4dt, die Augen  zu schlie\u00dfen und in ferne Welten abzudriften. H\u00e4tte man so etwas nicht  schon zigmal in \u00e4hnlicher Form von Sigur Ros und Konsorten pr\u00e4sentiert  bekommen, man w\u00fcrde wohl vor Freude auf Tagtraum-Modus schalten und mit  geschlossenen Augen entlang schneebedeckter Felder stapfen. So aber  stellt sich schon nach wenigen Minuten ein Gef\u00fchl der Langeweile ein,  das nicht unbedingt auf die F\u00e4higkeiten der Band zur\u00fcckzuf\u00fchren ist,  sondern darauf, dass Selbige sich immer wieder streng an den eigenen  Richtlinien orientiert. Ein emotionaler Aufschrei (oder nennen wir es:  Momente, die einen im Innersten aufr\u00fctteln) h\u00e4tte am Ende sicher nicht  geschadet. Trotzdem sollten Fans, die von oben genannten Bands gar nicht  genug kriegen k\u00f6nnen, einen Durchlauf riskieren. Es k\u00f6nnte sich lohnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-8536\" title=\"wrongkong\" src=\"..\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/wrongkong.jpg\" alt=\"wrongkong\" width=\"250\" height=\"219\" \/>Die pop-affinen Kollegen von <strong>Wrongkong<\/strong> sind derweil auch noch nie eine Band f\u00fcr die kleinen B\u00fchnen des Landes  gewesen. Das machten sie unter anderem w\u00e4hrend ihres letztj\u00e4hrigen  Auftritts beim W\u00fcrzburger Hafensommer deutlich, bei welchem sie ihre  elektronischen Pop-Songs exzentrisch in Szene setzten. Diese Band m\u00f6chte  Pop sein und tut auch auf ihrem zweiten Album \u201eSo Electric\u201c alles  daf\u00fcr, dass dieser Traum Wirklichkeit wird. Inzwischen kann die Band auf  eine ganze Reihe illustrer Support-Slots verweisen, muss aber erst noch  unter Beweis stellen, dass sie einen ganzen Abend auch auf eigene Faust  zu meistern vermag. Wir w\u00fcnschen deshalb viel Gl\u00fcck dabei und euch  allen ein besinnliches Weihnachtsfest. Der \u201eZuckerbeat\u201c verabschiedet  sich in die Weihnachtsfeiertage, traurig sein m\u00fcsst ihr deshalb aber  noch lange nicht. Nach den Feiertagen begl\u00fccken wir euch n\u00e4mlich noch  mit den sch\u00f6nsten Alben des Jahres in unseren Jahrescharts\u2026 also seit  gespannt. Wir lesen uns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von Gotye, Cymbals Eat Guitars, Lal, &#8222;FM4 Soundselection 25&#8220;, Bush, Boys Noize, Immanu El &amp; Wrongkong. Es ist schon irgendwie bemerkenswert, dass sich ausgerechnet die neue Single von Gotye zum heimlichen X-Mas-Hit des Jahres gemausert hat. 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