{"id":9188,"date":"2012-03-23T08:32:39","date_gmt":"2012-03-23T07:32:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9188"},"modified":"2012-03-23T08:33:07","modified_gmt":"2012-03-23T07:33:07","slug":"aufgelesen-vol-34-ich-nannte-ihn-krawatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9188","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 34 &#8211; &#8222;ich nannte ihn krawatte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em>mit neuen B\u00fcchern von <span>Milena Michiko<\/span> Fla\u0161ar, Oliver Uschmann, <span>Katie-Arnold-Ratliff, Simone Felice und Matthias Stolz &amp; J\u00f6rg Block.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9190\" title=\"flasar1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/flasar1.jpg\" alt=\"flasar1\" width=\"200\" height=\"318\" \/>\/\/ Wir m\u00f6chten jetzt erst mal dazu aufrufen den Buchtitel \u201eIch nannte ihn Krawatte\u201c zum Besten des Jahres zu k\u00fcren. Die Wienerin und Halbjapanerin <strong><span>Milena Michiko<\/span> Fla\u0161ar<\/strong> hat unter dem Banner ein Buch ver\u00f6ffentlicht, dass sich sehr gekonnt mit den Fallstricken unserer Leistungsgesellschaft auseinander setzt. Das Werk dreht sich um zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Menschen, die ein gemeinsames Schicksal verbindet: sie sind beide Au\u00dfenseiter.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ihr Dasein auf dem Abstellgleis wiederum resultiert aus ihrem Unmut \u00fcber den Stand der Dinge. Wer sagt denn bittesch\u00f6n, dass die Welt sich nur weiterdreht, wenn alle dem Leistungsprinzip fr\u00f6nen? Und so treffen sich die beiden Charaktere eines Nachmittags zuf\u00e4llig im Park. Sie beginnen zu plaudern und schon f\u00fcgt sich eins zum anderen. Sie verstehen sich. Erz\u00e4hlen von dem Gef\u00fchl der Ohnmacht, dass sie beide durchdringt. Von Hoffnungen, von \u00c4ngsten, von gl\u00fccklichen Momenten in ihrem Leben. In poetischer Sprache schreitet die Handlung voran und man f\u00fchlt sich als Leser zunehmend mit der Frage konfrontiert, ob der eigene Lebensweg eigentlich der ist, f\u00fcr den man sich tief drinnen entschieden h\u00e4tte, wenn einem wirklich alle T\u00fcren offen gestanden w\u00e4ren? Man sollte sich ein wenig Zeit nehmen f\u00fcr dieses Buch. Es vielleicht wirklich auf einer Parkbank lesen und das bunte Treiben um sich herum auf sich wirken lassen. Sich fragen, was diese Menschen wohl antreibt. Was einen selbst wohl antreibt. Mit \u201eIch nannte ihn Krawatte\u201c wirft <span>Milena Michiko<\/span> Fla\u0161ar die Frage auf, ob es nicht vielleicht doch m\u00f6glich ist, als Mensch aus dem Rahmen zu fallen, ohne dass das Selbstbild darunter leidet. Wir jedenfalls hoffen das\u2026<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9191\" title=\"uschmann\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/uschmann.jpg\" alt=\"uschmann\" width=\"231\" height=\"334\" \/>\/\/ <strong>Oliver Uschmann<\/strong> ist seit \u00fcber 20 Jahren auf diversen Musikevents aktiv. Ob als Gast oder hinter den Kulissen kennt er das bunte Treiben vor und hinter der B\u00fchne aus dem FF. In seinem Werk \u201e\u00dcberleben auf Festivals\u201c konzentriert er nun seinen geballten Erfahrungsschatz auf das Wesentliche und pr\u00e4sentiert seinen Lesern einen lustigen Rundumschlag in Sachen Festivalwahnsinn. Der Autor, der in den vergangenen Jahren mit der Reihe \u201eHartmut und ich\u201c seinen Bekanntheitsgrad ordentlich zu steigern wusste, widmet sich in seinem Werk den unterschiedlichen Prototypen, die auf dem Festival-Gel\u00e4nde ihr Unwesen treiben. \u201eDie Gattungen der Besucher\u201c umfassen alles vom \u201eBarbaren\u201c bis zur \u201eLese-Lara\u201c. Auch dem \u201eBollo\u201c und der \u201eBetty\u201c wird ein Abschnitt gewidmet. Anschlie\u00dfend wird dann \u00fcber Verhaltensrituale fabuliert und Musikergattungen durchdekliniert. Abhandlungen zum Thema Ern\u00e4hrungsberatung und Siedlungsbau d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch nicht fehlen. All das macht \u201e\u00dcberleben auf Festivals\u201c zu einem sympathischen Begleiter in verrockten Lebenslagen. Au\u00dferdem steigert das Buch jetzt schon die Vorfreude auf die anstehende Festivalsaison. Das Beste aber ist: wir haben vier Exemplare zum Verlosen f\u00fcr euch. <em>Wer bei dem Gewinnspiel mitmachen m\u00f6chte, schickt uns eine Mail mit dem Stichwort \u201eUschmann\u201c an die Addi <\/em><a href=\"mailto:contact@zuckerkick.com\"><em>contact@zuckerkick.com<\/em><\/a><em>. Anschrift nicht vergessen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9192\" title=\"arnoldratliff\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/arnoldratliff.jpg\" alt=\"arnoldratliff\" width=\"228\" height=\"362\" \/><span>\/\/ Die Autorin <strong>Katie-Arnold-Ratliff<\/strong> wurde 1982 in Sacramento geboren und hat sich in den vergangenen Jahren als Autorin f\u00fcr \u201eThe Oprah Magazin\u201c einen Namen gemacht. Nun legt die 31j\u00e4hrige ihren ersten Roman vor und erz\u00e4hlt darin die Geschichte eines folgenschweren Strandausflugs. Ein junger Lehrer namens Francis macht sich mit einer Gruppe von Zweitkl\u00e4sslern auf, die \u00f6rtliche Umgebung zu erkunden. Bl\u00f6derweise st\u00f6\u00dft die Gruppe dabei auf die Leiche einer jungen Frau, die von der Golden Gate Bridge gest\u00fcrzt ist. Je l\u00e4nger Francis \u00fcber den Vorfall nachdenkt, umso fester ist er davon \u00fcberzeugt, dass es sich bei der Toten um eine gewisse Nora handelt. Selbige wiederum war einst die Liebe seines Lebens und ist vor zwei Jahren urpl\u00f6tzlich aus seinem Leben verschwunden. Kurz nach dem Fund bricht das ganze Drama wieder \u00fcber den jungen Lehrer herein und zwingt ihn, sich endg\u00fcltig mit den Geistern seiner Vergangenheit zu befassen. Die poetische Sprache des Romans und der psychologische Tiefgang sorgen daf\u00fcr, dass man als Leser regelrecht mitleidet mit dem Protagonisten. Man erlebt, wie der Vorfall an Francis r\u00fcttelt, ihn ins Wanken bringt und letztlich sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Was unerf\u00fcllte Liebe anrichtet: darum geht es in \u201eWas uns bleibt\u201c \u2013 einer Geschichte, die den Leser selbst immer wieder dazu bringt, der eigenen Vergangenheit ins Gesicht zu sehen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9193\" title=\"felice\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/felice.jpg\" alt=\"felice\" width=\"229\" height=\"362\" \/>\/\/ Ein echtes Schmankerl \u2013 nicht nur f\u00fcr Musik-Fans &#8211; erscheint in diesen Tagen beim Verlag \u201eHeyne Hardcore\u201c. \u201eBlack Jesus\u201c von Liedermacher <strong>Simone Felice<\/strong> (aus dem Hause der Felice Brothers und The Duke &amp; The King) erz\u00e4hlt eine tiefsch\u00fcrfende Liebesgeschichte von zwei verlorenen Seelen, die ziellos auf Erden herum wandeln. Black Jesus, der Protagonist des Buches, welcher eigentlich Lionel White hei\u00dft, hat bei einem Anschlag im Irak sein Augenlicht verloren. Zur\u00fcck in der Heimat versucht er die Geschehnisse zu vergessen und lernt eine junge T\u00e4nzerin namens Gloria kennen. Sie tr\u00e4gt \u00e4hnlich schwer an ihrem eigenen Schicksal und so kommen sich die beiden einsamen Seelen schrittweise n\u00e4her. Simone Felice erz\u00e4hlt in seinem Roman die Geschichte von Menschen, die irgendwann auf der Strecke geblieben sind. Von Personen, die das System wieder ausspuckte und f\u00fcr die es scheinbar keine M\u00f6glichkeit auf R\u00fcckkehr gibt. \u201eBlack Jesus\u201c ist die Geschichte zweier Gescheiterten, die versuchen sich noch einmal ans Licht zur\u00fcck zu k\u00e4mpfen. Die sich nicht l\u00e4nger verstecken wollen hinter einer \u201eStevie Wonder\u201c-Sonnenbrille, weil sie vom Leben gezeichnet sind.<span> <\/span>Sie m\u00f6chten leben \u2013 und zwar nach ihren Vorstellungen. Und erreichen auf diese Weise ein Empfinden von Freiheit, dass sie l\u00e4ngst verloren geglaubt hatten. \u201eBlack Jesus\u201c ist in bewegendes Buch.<span> <\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9194\" title=\"zeit\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/zeit.jpg\" alt=\"zeit\" width=\"212\" height=\"299\" \/>\/\/ Regelm\u00e4\u00dfige Leser des Magazins der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c wissen, was sie jetzt erwartet. Im Knaur-Verlag erscheint eine neue \u201eDeutschlandkarte\u201c in gebundener Fassung. <strong>Matthias Stolz<\/strong> und <strong>J\u00f6rg Block<\/strong> versprechen \u201e102 neue Wahrheiten\u201c \u00fcber das Leben hierzulande aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln und es ist ein aufschlussreicher Spa\u00df sich durch die unterschiedlichen Erhebungen zu w\u00fchlen. Im Rahmen des Werkes wird in diesem Zusammenhang nicht nur die Bioladen-Dichte in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern ermittelt und grafisch dargereicht, sondern auch Politisches wie zum Beispiel das Thema \u201eRechte Gewalt\u201c aufgegriffen. Dar\u00fcber hinaus bekommt man interessante Informationen \u00fcber Cola-Sorten, Schwimmbadnamen, Stadtstr\u00e4nde, 3-D-Kinos, Wildschweine, Kn\u00f6llchen, Eiscaf\u00e9s, Kampfhunde, Lokalzeitungen, Zivis, Fernsehserien und vieles mehr. Die kurzen Texte erg\u00e4nzen die Landkarten mit schmissigen Hintergrundinformationen und machen die aktuelle Ausgabe der \u201eDeutschlandkarte\u201c zu einem ebenso informativen wie kurzweiligen Vergn\u00fcgen. Wer also wissen m\u00f6chte, wo der Strom besonders \u201e\u00f6ko\u201c ist oder die Menschen besonders dick, der sollte unbedingt mal reinschauen. Es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Mal. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von Milena Michiko Fla\u0161ar, Oliver Uschmann, Katie-Arnold-Ratliff, Simone Felice und Matthias Stolz &amp; J\u00f6rg Block. \/\/ Wir m\u00f6chten jetzt erst mal dazu aufrufen den Buchtitel \u201eIch nannte ihn Krawatte\u201c zum Besten des Jahres zu k\u00fcren. Die Wienerin und Halbjapanerin Milena Michiko Fla\u0161ar hat unter dem Banner ein Buch ver\u00f6ffentlicht, dass sich sehr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-9188","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--unter-der-haut"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9188"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9197,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9188\/revisions\/9197"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}