{"id":9205,"date":"2012-03-23T11:58:17","date_gmt":"2012-03-23T10:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9205"},"modified":"2012-03-23T13:53:31","modified_gmt":"2012-03-23T12:53:31","slug":"strichcode-vol-23-in-ihren-augen-standen-monde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9205","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 23 &#8211; &#8222;in ihren augen standen monde&#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em>mit den B\u00e4nden \u201eStiche\u201c, \u201eDie Ballade vom Seemann und Albatros\u201c, \u201ePackeis\u201c, \u201eUnd dann gabs nichts mehr\u201c, \u201eRocket Blues\u201c, \u201eDave Grigger\u201c, \u201eManhole\u201c, \u201e3\/11 \u2013 Tagebuch nach Fukushima\u201c &amp; \u201eWild Life\u201c.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9199\" title=\"stiche\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/stiche.jpg\" alt=\"stiche\" width=\"200\" height=\"284\" \/>\/\/ Wow! Das Leben eines jungen Menschen mit Kehlkopfkrebs im Rahmen einer Graphic Novel zu umrei\u00dfen &#8211; das verdient Respekt. Der geb\u00fcrtige Detroiter und Yale-Absolvent <strong>David Small <\/strong>hat sich an seine eigene, bewegte Geschichte herangewagt und ein zauberhaftes Werk voller poetischer Momente geschaffen. \u201eStiche\u201c ist auch deshalb so glaubw\u00fcrdig, weil der Autor darin aus seinem eigenen Leben erz\u00e4hlt. Er er\u00f6ffnet seinen Lesern ein Blick in sein Innerstes und beschreibt, wie er unter den folgenschweren Entscheidungen seines Vaters zu leiden hatte. Mit seinem Werk f\u00fchrt er den Lesern vor Augen, was der Preis f\u00fcr unseren Glauben an den immerw\u00e4hrenden Fortschritt ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Das Schlimmste an diesem Roman ist, dass der junge Mann eigentlich gar keine Wahl hat, er ist schlicht und ergreifend gezwungen sich den W\u00fcnschen des Vaters zu beugen, der ihn als Forschungsobjekt missbraucht. Nur so hat der Junge die M\u00f6glichkeit, ein Gef\u00fchl der N\u00e4he zu seinem alten Herrn herzustellen. Die Mutter von David verh\u00e4lt sich ebenfalls sehr k\u00fchl und distanziert ihm gegen\u00fcber. Also ergibt sich der Junge in sein Schicksal und l\u00e4sst sich von seinem Vater regelm\u00e4\u00dfig mit R\u00f6ntgenstrahlen behandeln. Die Folge davon: David verliert seine Stimme. Und so scheint es nur folgerichtig, dass seine Autobiografie nun in grafischer Form erscheint. Diese Bilder n\u00e4mlich sagen mehr als tausend Worte. Die Unsch\u00e4rfe in den Gesichtsz\u00fcgen der Eltern verweist auf die komplexe Beziehung zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Davids unbeantwortete Fragen scheinen sich in den dunklen Schatten auf den Gesichtern der Eltern widerzuspiegeln. Umso mehr stellt sich die Frage, warum Selbige ihm so gef\u00fchlskalt und distanziert gegen\u00fcber stehen. Warum sind sie nicht bereit gewesen, ihre Hand auszustrecken und ihn durch diese so schwierigen Tage zu f\u00fchren. \u201eStiche\u201c ist ein bewegendes Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9200\" title=\"hayes\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/hayes.jpg\" alt=\"hayes\" width=\"249\" height=\"411\" \/>\/\/ Im \u201emare\u201c-Verlag erscheint in diesen Tagen ebenfalls eine aufw\u00e4ndig gestaltete Graphic Novel von <strong>Nick Hayes<\/strong>, die einen \u00e4u\u00dferst erstaunt zur\u00fcckl\u00e4sst. \u201eDie Ballade vom Seemann und Albatros\u201c umrei\u00dft die Geschichte eines Seemanns, der aus seiner eigenen Vergangenheit erz\u00e4hlt. Das Buch ist im Grunde genommen eine Neu-Adaption der Ballade \u201e<span>The Rime of the Ancient Mariner\u201c<\/span> von S. T. Coleridge, welche bereits im Jahre 1798 erschienen ist. Im Gegensatz zum Original wird in Hayes Version allerdings ein riesiger M\u00fcllwirbel dem Seefahrer zum Verh\u00e4ngnis. Pl\u00f6tzlich ist er umgeben von Plastikteilen, Nylonnetzen und sonstigem Unrat und wird auf diese Weise zum Opfer des fortw\u00e4hrenden Konsumstrebens auf unserer Welt. Nick Hayes wirft mit seiner Geschichte die Frage auf, wie viel man nehmen kann, ohne etwas zur\u00fcckgeben zu m\u00fcssen. Er h\u00e4lt den Menschen den Spiegel vor und f\u00fchrt ihnen auf diese Weise vor Augen, was sie mit unserem Planeten anrichten. Hayes gelingt es in diesem Zusammenhang die Handlung des Buches auf eine entscheidende Frage zu verdichten: Schafft es der Seemann einen Durchschnittsb\u00fcrger davon zu \u00fcberzeugen, dass er seine Aufmerksamkeit lieber auf seine Geschichte, als auf das Handy in seiner Hand richten sollte. Gelingt es dem Seefahrer den jungen Menschen davon zu \u00fcberzeugen, dass es wichtig ist, ihm zuzuh\u00f6ren? Schafft es der Matrose, einem ganz normalen Menschen den Irrsinn da drau\u00dfen zu verdeutlichen &#8211; <span> <\/span>und ihn auf diese Weise davon zu \u00fcberzeugen, dass wir kurz davor stehen, unseren Planeten zu Grunde zu richten. Wird der Angestellte zuh\u00f6ren, bevor es zu sp\u00e4t ist? Noch besser; Werden wir zuh\u00f6ren bevor es zu sp\u00e4t ist? Eine spannende Frage, der man unbedingt auf den Grund gehen sollte.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-9201\" title=\"schwartz\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/schwartz-738x1024.jpg\" alt=\"schwartz\" width=\"463\" height=\"642\" \/>\/\/ In der Graphic Novel \u201ePackeis\u201c dreht sich alles um Matthew Henson. Er ist der erste Mensch der im Jahr 1909 den Nordpol erreicht hat und gleicherma\u00dfen der erste, welcher laut der Sagenwelt der Inuit, Satan h\u00f6chstpers\u00f6nlich besiegen konnte. Der Erfurter Illustrator <strong>Simon Schwartz <\/strong>hat sich daran gemacht, seine bewegte Geschichte in blauschimmernde Motive zu \u00fcberf\u00fchren. Die erste Ver\u00f6ffentlichung des K\u00fcnstlers (namentlich: \u201edr\u00fcben!\u201c) heimste unter anderem den \u201eICOM Independent-Comic-Preis\u201c ein und war f\u00fcr den \u201eDeutschen Jugendliteraturpreis\u201c nominiert. Dar\u00fcber hinaus erscheinen Simon Schwartz\u00b4s Comics regelm\u00e4\u00dfig in der \u201eZeit\u201c, dem \u201eTagesspiegel\u201c und der Wochenzeitung \u201eDer Freitag\u201c. Sein aktuelles Werk hat ebenfalls das Zeug zum Klassiker. Die Geschichte fesselt einen von der ersten Seite an und der Comic-Band enth\u00e4lt dar\u00fcber hinaus zahlreiche Skizzen und historische Fotos, die einen interessanten Einblick in das Leben des Protagonisten liefern. Anhand einer Zeitachse werden dar\u00fcber hinaus die wichtigsten Stationen im Leben von Matthew Henson umrissen. Interessanterweise konnte man die Entstehung des Buches auch auf einem eigens eingerichteten Blog mitverfolgen. Auf Selbigem lassen sich auch zahlreiche weitere Hintergrundinformationen (unter anderem zur Release-Party des Werkes und dem Produktionsprozess) finden. Also surft mal vorbei. Es lohnt sich. Die Adresse lautet: packeis.blogspot.com<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9202\" title=\"christie\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/christie.jpg\" alt=\"christie\" width=\"227\" height=\"300\" \/>\/\/ Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit bis auch hierzulande ein Werk von Agatha Christie in Form einer Graphic Novel erscheinen w\u00fcrde. Dem Schriftsteller und Journalisten <strong>Fran\u00e7ois Rivi\u00e8re<\/strong><span>, welcher sich auf die Adaption von Krimis aus der Feder Christies spezialisiert hat,<\/span> gelingt es in \u201eUnd dann gabs nichts mehr\u201c ganz vorz\u00fcglich die spannende Vorlage in eine Bildergeschichte zu transformieren. Sein Werk erscheint nur erstmals in deutscher Sprache beim \u201eKnesebeck\u201c-Verlag und entstand mit freundlicher Unterst\u00fctzung des Zeichners und Koloristen <strong>Frank Leclercq<\/strong>. Die Geschichte spielt auf einer kleinen Insel vor der K\u00fcste Devons. Ein unbekannter Gastgeber hat sich dazu entschlossen, zehn Damen und Herren aus reichem Hause zu einem gemeinsamen Wochenende einzuladen. Ziel des ganzen Veranstaltung ist es, ihre dunkelsten Geheimnisse aus dem Versteck zu zerren und damit ihr ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. Die Beweggr\u00fcnde des mysteri\u00f6sen Gastgebers bleiben in diesem Zusammenhang lange im Dunkeln, was die Geschichte \u00fcber die volle Distanz spannend h\u00e4lt. Das Buch trug \u00fcbrigens urspr\u00fcnglich den Titel \u201eZehn kleine Negerlein\u201c, welcher 1985 im Rahmen einer Neu-\u00dcbersetzung aus naheliegenden Gr\u00fcnden ge\u00e4ndert wurde. (Vorsicht SPOILER!) Dass die Anwesenden im Rahmen der Handlung nach und nach das Zeitliche segnen ist auch dem Umstand geschuldet, dass sich Agatha Christie mit diesem Werk zum Thema Selbstjustiz \u00e4u\u00dfern wollte. Sie wollte deutlich machen, dass die Gesetze manchmal nicht ausreichen, wenn es darum ging, Recht zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9203\" title=\"kircheisrocket\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/kircheisrocket.jpg\" alt=\"kircheisrocket\" width=\"204\" height=\"288\" \/>\/\/ Wir m\u00f6chten euch in der Zwischenzeit auf einen ganz au\u00dfergew\u00f6hnlichen Comic-K\u00fcnstler aus Freiberg in Sachsen hinweisen. <strong>Ivo Kircheis<\/strong> hat nicht nur Grafikdesign, sondern auch Mikroelektroniktechnologie studiert und fr\u00f6nt seither seiner Liebe f\u00fcr schr\u00e4ge Charaktere, die er mit Tusche und Feder auf wei\u00dfes Papier transferiert. Seine schwarzwei\u00dfen Zeichnungen strahlen einen schr\u00e4gen Charme aus, dem man sich als Leser kaum zu entziehen vermag. In seinem Werk \u201eRocket Blues\u201c, an dem auch der Zeichner Mamei als zweiter Autor mitarbeitete und die H\u00e4lfte der schr\u00e4gen Einf\u00e4lle beisteuerte,  begibt sich ein gewisser Laszlo Lommatzsch auf gro\u00dfe Abenteuerreise. In Folge eines Verkehrsunfalls entsteht ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum und der werte Herr findet sich pl\u00f6tzlich auf der so genannten \u201eLibelle\u201c wieder. Das ist ein Raumschiff, das von einem verr\u00fcckten Herrn namens \u201eMister Rocket\u201c geleitet wird. Ob es ihm gelingt wieder zur\u00fcck auf die Erde zu kommen? Mamei und Kircheis schildern das in Form eines \u201eMilchstra\u00dfen-Road-Movies\u201c, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Es strotzt nur so vor verr\u00fcckten Einf\u00e4llen und lebt von seinem schr\u00e4gen Charme, der immer wieder sch\u00f6ne Erinnerungen an die Reihe \u201ePer Anhalter durch die Galaxis\u201c wachruft. Kein Wunder, dass die Beiden daf\u00fcr den \u201e<span>ICOM Independent Comicpreis 2011\u201c abgestaubt haben. Eine solch abgefahrene Geschichte muss man erst mal aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln\u2026<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9204 alignright\" title=\"kircheisdave\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/kircheisdave.jpg\" alt=\"kircheisdave\" width=\"463\" height=\"660\" \/>\/\/ \u2026was uns schlie\u00dflich direkt zu einem weiteren Werk der beiden Comic-Zeichner f\u00fchrt, das bereits im Jahre 2009 erschienen ist. \u201eDave Grigger\u201c dreht sich, wie der Name es bereits vermuten l\u00e4sst, um einen Totengr\u00e4ber. Selbiger h\u00f6rt auf den Namen David und haust in einem alten Bauwagen. Wenn er mal zur Ruhe kommen m\u00f6chte allerdings plagen ihn so komische Stimmen, die einfach nicht aus seinem Kopf verschwinden wollen. Als dann pl\u00f6tzlich auch noch ein paar D\u00e4monen aus der Unterwelt in Richtung Erdoberfl\u00e4che huschen, scheint das Ende der Welt nicht mehr allzu fern zu sein. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Ist das alles wirklich real? <strong>Mamei <\/strong>setzt sich hier auf originelle Weise mit einem verr\u00fcckten Charakter auseinander. Durch seine grotesken Motive verwirrt er den Leser und sorgt auf diese Weise f\u00fcr ein geh\u00f6riges Ma\u00df an Spannung. Mamei, der auch ein gemeinsames Atelier mit Kircheis unterh\u00e4lt, gelingt es eine gespenstische Atmosph\u00e4re zu kreieren, die jeden Fan von Tim Burton gefallen d\u00fcrfte. Ob sich am Ende alles nur als Hirngespinst des Protagonisten herausstellt? Am besten du findest es selbst heraus. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9206\" title=\"manhole1\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/manhole1-207x300.jpg\" alt=\"manhole1\" width=\"207\" height=\"300\" \/>\/\/ Abseits der Manga-Stangenware in den einschl\u00e4gigen Buchhandlungen bewegt sich das Werk \u201eManhole\u201c, dessen beide ersten Ausgaben gerade beim \u201eCarlsen\u201c-Verlag erschienen sind. Die Geschichte \u201eManhole\u201c des japanischen Autors <strong>Tetsuya Tsutsui<\/strong>, der bereits zuvor mit den Werken \u201eReset\u201c und \u201eDuds Hunt\u201c f\u00fcr Furore sorgte, hebt sich mit schon aufgrund der Detailsch\u00e4rfe seiner Motive von den zahlreichen, weiteren Ver\u00f6ffentlichungen in diesem Bereich ab. Nachdem ein nackter Mann blut\u00fcberstr\u00f6mt auf der Stra\u00dfe zusammenbricht, stellen Forscher fest, dass er von einem Parasiten befallen ist. Noch w\u00e4hrend die Ermittlungen laufen, kommt es zu einem weiteren Todesfall und die Kl\u00e4rung des Falles wird immer mehr zu einem Wettlauf mit der Zeit. Die beiden Kommissare Mizoguchi und Inoue versuchen die H<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9207\" title=\"manhole2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/manhole2.jpg\" alt=\"manhole2\" width=\"206\" height=\"298\" \/>erkunft der m\u00f6rderischen W\u00fcrmer aufzukl\u00e4ren, die sich im K\u00f6rper ihres Wirts breit gemacht haben. Waren es am Ende vielleicht sogar offizielle Beh\u00f6rden, die das Virus versehentlich auf die Bev\u00f6lkerung loslie\u00dfen. Und was haben diverse Strafgefangene mit der ganzen Geschichte zu tun. Mit seinem Werk ruft Tetsuya Tsutsui sch\u00f6ne Erinnerungen an die<strong> <\/strong>\u201ePluto\u201c-Saga von Urasawa und Tezuka wach, die erst vor kurzem in voller L\u00e4nge ebenfalls bei \u201eCarlsen\u201c erschienen ist. Fans des Zombie-Epos \u201eThe Walking Dead\u201c d\u00fcrfen ebenfalls mal einen Blick riskieren, weil die Geschichte mit zunehmender L\u00e4nge auch eine gewisse Endzeitatmosph\u00e4re ausstrahlt. \u201eManhole\u201c ist ein echter Geheimtipp (nicht nur) f\u00fcr Manga-Fans, den du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9208\" title=\"rittmann\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/rittmann-205x300.jpg\" alt=\"rittmann\" width=\"205\" height=\"300\" \/>\/\/ Eine illustrierte Erz\u00e4hlung der Geschehnisse vom 11. M\u00e4rz erscheint derzeit ebenfalls im \u201eCarlsen\u201c-Verlag. In \u201e3\/11 \u2013 Tagebuch nach Fukushima\u201c erz\u00e4hlt die japanische Illustratorin Yuko Ichimura die Geschichte des folgenschweren Erdbebens von Fukushima. Nachdem eine riesige Welle auf die K\u00fcste Japans zuschie\u00dft, havariert das \u00f6rtliche Atomkraftwerk. Jeder Leser d\u00fcrfte die schrecklichen Bilder noch direkt vor Augen haben. Die Autorin versucht das Unfassbare greifbar zu machen. Die unsichtbare Angst, die das Land ergreift. Der freie Journalist <strong>Tim Rittmann<\/strong>, welcher untere anderem f\u00fcr \u201eZeit Online\u201c und das Magazin \u201eGee\u201c t\u00e4tig ist, erz\u00e4hlt dazu die Geschichten aus dem Alltag nun auch f\u00fcr die Menschen hierzulande. Er hat Yuko Ichimuras Texte ins Deutsche \u00fcbersetzt und sie vorab bereits im Rahmen der Online-Ausgabe des \u201eSZ\u201c-Magazins ver\u00f6ffentlicht. In Zusammenhang mit Ichimuras-Zeichnungen entwickeln seine Worte einen Sog, dem man sich als Leser kaum entziehen kann. Die Geschichten aus dem Alltag, welche hier erz\u00e4hlt werden, sind so greifbar, dass sie einen immer wieder ins Gr\u00fcbeln bringen. Das Buch dreht sich n\u00e4mlich vor allem um die Menschen, die nicht direkt von der Katastrophe betroffen waren. Es dreht sich um das Innenleben derjenigen, die davon gekommen sind und fortan immer wieder von den Gespenstern der Vergangenheit eingeholt werden. Einige trennen sich, andere haben Angst zu essen, andere versuchen zwanghaft den eigenen Alltag aufrecht zu erhalten, doch in all ihren K\u00f6pfen ver\u00e4ndert sich etwas durch die tragischen Ereignisse. Ein lesenswertes Werk \u00fcber ein verst\u00f6rendes Kapitel in der Geschichte der Menschheit.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9209\" title=\"wildlife2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/wildlife2-235x300.jpg\" alt=\"wildlife2\" width=\"181\" height=\"232\" \/>\/\/ Im Rahmen der letzten Ausgabe haben wir euch bereits auf den Band \u201eBody Language\u201c des Zeichner-Duos <strong>Bringmann &amp; Kopetzki<\/strong> aufmerksam gemacht. Weil uns deren Zeichnungen derma\u00dfen erfreut haben, nutzen wir die Gelegenheit euch auch noch den ersten Band ihrer \u201eWild Life\u201c-Reihe ans Herz zu legen. \u201eWelcome To The Club\u201c ist wie sein Nachfolger ein schick aufgemachtes Comic Strip-Sammelsurium an grotesken Situationen, die allabendlich in den einschl\u00e4gigen Techno-Clubs des Landes zu beobachten sind. Die beiden Autoren stellen die unterschiedlichen Ereignisse derma\u00dfen \u00fcberspitzt dar, dass man aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskommt. So wird unter anderem ein Clubbesitzer nicht in seinen eigenen Club gelassen, weil er nicht entsprechend gekleidet ist. Hin und wieder bricht auch schon mal eine Eisplatte ein, wenn beim \u201eRave On Ice\u201c so richtig auf die Kacke gehauen wird. Oder es wird bl\u00f6d aus der W\u00e4sche geguckt, wenn pl\u00f6tzlich zum \u201eTechno-Karaoke\u201c eingeladen wird. Was unser lieber Yoda mit der ganzen Geschichte zu schaffen hat\u2026? Am besten du findest es selbst heraus. Es lohnt sich. Auch deshalb, weil am Ende noch ein paar ein- bis zweiseitige Geschichten aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt werden, die auf sympathische Weise den Streifen \u201eZur\u00fcck in die Zukunft\u201c parodieren oder vom allt\u00e4glichen Wahnsinn auf den einschl\u00e4gigen Techno-Festivals erz\u00e4hlen. \u201eWild Life\u201c ist ein schrecklich schr\u00e4ges Vergn\u00fcgen. Deshalb hoffen wir jetzt schon auf weitere Fortsetzungen. Und machen Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit den B\u00e4nden \u201eStiche\u201c, \u201eDie Ballade vom Seemann und Albatros\u201c, \u201ePackeis\u201c, \u201eUnd dann gabs nichts mehr\u201c, \u201eRocket Blues\u201c, \u201eDave Grigger\u201c, \u201eManhole\u201c, \u201e3\/11 \u2013 Tagebuch nach Fukushima\u201c &amp; \u201eWild Life\u201c. \/\/ Wow! Das Leben eines jungen Menschen mit Kehlkopfkrebs im Rahmen einer Graphic Novel zu umrei\u00dfen &#8211; das verdient Respekt. 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