{"id":9222,"date":"2012-03-25T18:41:17","date_gmt":"2012-03-25T17:41:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9222"},"modified":"2012-03-26T11:50:33","modified_gmt":"2012-03-26T10:50:33","slug":"filmwochenende-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9222","title":{"rendered":"\/\/ filmwochenende 2012 << reloaded"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-9223\" title=\"p1010386\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/p1010386-1024x768.jpg\" alt=\"p1010386\" width=\"200\" height=\"150\" \/>\/\/ W\u00fcrzburg, wo seid ihr? Das 38. Internationale Filmwochenende ist in vollem Gange und gerade mal drei\u00dfig Menschen verirren sich am Donnerstagabend in den vierten Saal des W\u00fcrzburger \u201eCinemaxx\u201c um sich die charmante Dokumentation \u201e<strong><em>Do It Again<\/em><\/strong>\u201c (4,5\/6 &#8211; USA) von Robert Patton-Spruill zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. In dem Film wagt sich der nimmerm\u00fcde Protagonist daran, die Kinks zu einem Comeback zu \u00fcberreden. In diesem Zusammenhang gelingt es ihm im Rahmen zahlreicher Interviews so illustre Musiker wie Sting, Peter Buck (R.E.M.) und Indie-Queen Zooey Deschanel vor die Kamera zu zerren und mit ihnen diverse Kinks-Klassiker zum Besten zu geben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Einen sch\u00f6neren Einstieg in ein cineastisches Wochenende kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Gleich im Anschluss folgte dann ein franz\u00f6sischer Hochgeschwindigkeitsthriller namens \u201e<strong><em>\u00c0 bout portant<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6 &#8211; Frankreich), der zwar ein paar logische Schw\u00e4chen aufweist, dar\u00fcber hinaus aber sch\u00f6ne Erinnerungen an die rasante Attit\u00fcde von \u201eLola rennt\u201c wachruft \u2013 alles in allem also durchaus empfehlenswert ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">\/\/ Womit wir auch schon am Freitag angelangt w\u00e4ren. Die Sonne scheint unerbittlich \u00fcber W\u00fcrzburgs D\u00e4cher und man m\u00f6chte immer wieder Richtung Firmament br\u00fcllen: \u201eVerdr\u00fcckt doch endlich mal endlich ein paar Tr\u00e4nen, ihr nicht vorhandenen Wolken da oben\u201c. Im \u201eCentral\u201c wiederum<span> <\/span>l\u00e4uft am fr\u00fchen Abend harte norwegische Kost in Form des Streifens \u201e<strong><em>Kongen av Bast\u00f8y<\/em>\u201c<\/strong><span>(4\/6 &#8211; Norwegen), welcher sich um einen 17j\u00e4hrigen dreht, der in eine sadistisches Erziehungsanstalt auf der Insel Bast\u00f8y im Fjord vor Oslo gesteckt wird. Der Film geht einem \u00e4u\u00dferst nahe, was manchen Anwesenden sogar dazu verleitet haben soll, den Saal fr\u00fchzeitig zu verlassen. Hinterher gab es dann noch den Zeichentrick-Nostalgiefetzen \u201e<strong><em>The Illusionist<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6 &#8211; UK\/Frankreich) zu bewundern, der sich mit einem erfolglosen Zauberer auseinander setzt. Der Film kommt in diesem Zusammenhang fast ohne Worte aus und lebt von der bet\u00f6renden Atmosph\u00e4re. Nachdem der Streifen in der Mitte ein bisschen ins Klischeehafte abdriftet, vers\u00f6hnt einen das gelungene (und ziemlich traurige) Ende wieder. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span> \/\/ Am Samstag ist dann ein Gewinner des renommierten \u201eSundance\u201c-Festivals auf dem Filmwochenende zu sehen. \u201e<strong><em>Happy Happy<\/em><\/strong>\u201c (4\/6 &#8211; Niederlande) von Anne Sewitsky umrei\u00dft die Geschichte zweier desillusionierter Ehepaare, die vor der schweren Entscheidung stehen, ob sich ihre Beziehung auch weiterhin lohnt. Der Streifen ist f\u00fcr die Mittagszeit au\u00dferordentlich gut besucht und kommt auch bei den Besuchern gut an. Mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt die schr\u00e4g-verstrahlte Coming Of Age-Dram\u00f6die \u201e<strong><em>The Immaculate Conception Of Little Dizzle<\/em><\/strong>\u201c (5\/6 &#8211; USA)<span> <\/span>&#8211; auch gerne \u201eWizzle Diddel\u201c, \u201eLizzle Dittle\u201c oder \u201eShizzle Fizzle\u201c genannt \u2013 wesentlich besser. Das Ganze ist so eine Mischung aus \u201eBig Lebowski\u201c und \u201eYouth in Revolt\u201c und dreht sich um einen Typen, der irgendwelche Kekse mampft und dann ein blaues Monster geb\u00e4rt\u2026 mir f\u00e4llt gerade auf, dass man das nicht so recht beschreiben kann &#8211; das muss man einfach gesehen haben. Der Film hat definitiv das Zeug zum Kult-Movie. Und st\u00f6\u00dft in diesem Zusammenhang genauso auf strikte Ablehnung oder hemmungslose Begeisterung wie \u201e<strong><em>Kalevet<\/em><\/strong>\u201c (2,5\/6 &#8211; Israel). Man hat zwischenzeitlich das Gef\u00fchl pl\u00f6tzlich beim \u201eFantasy\u201c-Filmfest zu Gast zu sein, nur das die Besucher nicht wirklich darauf vorbereitet sind. Nachdem der eine Typ dem anderen mit einem Vorschlaghammer das Gesicht zertr\u00fcmmert hat und einige Finger abhandengekommen sind, ist bereits das halbe Publikum wieder rausgegangen. Der Rest allerdings f\u00fchlt sich blendend unterhalten von diesem Horror-Geheimtipp und wird mit weiteren blutr\u00fcnstigen Szenen begl\u00fcckt. Schade eigentlich, dass die Story dar\u00fcber hinaus nicht allzu viel hergibt. Aber in einem Horrorfilm kommt es ja eh nur darauf an, ob die Sache schockt. Und das tut sie recht gut. Auch wenn zwischendurch mal kurz der Ton ausf\u00e4llt und ich der Meinung bin, das man von Seiten der Produktionsfirma in Zukunft Obertitel statt Untertitel einf\u00fchren sollte. Im \u201eCentral\u201c, das ich wirklich sehr sch\u00e4tze und nie wieder missen m\u00f6chte, ist es praktisch unm\u00f6glich einen freien Blick auf die untere H\u00e4lfte der Leinwand zu ergattern (zumindest wenn der Saal voll ist). Zu guter Letzt l\u00e4uft dann noch \u201e<strong><em>Extraterrestre<\/em><\/strong>\u201c (3,5\/6 &#8211; Spanien) in der Nachtschleife. Wie man mit f\u00fcnf Darstellern einen solch spannungsgeladenen Streifen hinbekommt, ist schon bemerkenswert. Statt irgendwelche Au\u00dferirdischen in Independence Day-Manier die Erde angreifen zu lassen, wird hier nach einer Invasion lieber das Innenleben der Protagonisten ausgeleuchtet. Es fliegen Tennisb\u00e4lle, statt Laserstrahlen. Und man erliegt dem Charme dieses schr\u00e4gen Ensembles, welches einige Logik-L\u00fccken in der Handlung wieder vergessen macht. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-9224\" title=\"p1010389\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/p1010389-1024x768.jpg\" alt=\"p1010389\" width=\"463\" height=\"347\" \/>\/\/ Am Sonntag scheint die Sonne dann weiterhin gnadenlos. Daf\u00fcr ist der erste Film des Tages exzellent. \u201e<strong><em>Am Ende des Tages<\/em><\/strong>\u201c (4,5\/6 &#8211; \u00d6sterreich) erz\u00e4hlt die Geschichte eines Ehepaars, das einen idyllischen Berg-Ausflug plant, in diesem Zusammenhang aber von einem zwielichtigen Typen verfolgt wird. Es entwickelt sich ein spannendes Psycho-Duell, das sich immer weiter zuspitzt, weil der Zuschauer (wie auch die Ehefrau des Protagonisten) lange im Unklaren gelassen werden, wer hier eigentlich die Wahrheit sagt. Das Ende geht einem dann wirklich nahe und sorgt daf\u00fcr, dass man zum Plastik-Cartoon \u201e<strong><em>Panique Au Village<\/em><\/strong>\u201c (3\/6 &#8211; Frankreich) zur zu gerne ein bisschen die Seele baumeln l\u00e4sst. Das Beste an diesem Film ist die brillante Umsetzung. Plastikfiguren als Akteure in solch formvollendeter Form agieren zu sehen, hat schon einen gewissen Charme. Handlungstechnisch hat der Film zwar nicht viel zu bieten, die h\u00fcbsche Ausstattung tr\u00e4gt den Streifen aber trotzdem \u00fcber die volle Distanz von 75 Minuten. Womit wir dann auch schon wieder fast am Ende w\u00e4ren. Nachher wird noch der Streifen \u201e<strong><em>Kill List<\/em><\/strong>\u201c (Nachtrag: \u00e4u\u00dferst komplex und spannend&#8230; 4,5\/6 &#8211; UK) unser pers\u00f6nliches Wochenende beschlie\u00dfen und es bleibt zu hoffen, dass am Ende trotz des guten Wetters genug Zuschauer da waren, um das Festival als Erfolg verbuchen zu k\u00f6nnen. Ein erstes Statement von Festivalchef Hannes Tietze auf der Homepage stimmt in diesem Zusammenhang schon mal positiv: &#8222;Wahrscheinlich werden wir die Zuschauerzahl aus dem vergangenen Jahr sp\u00fcrbar \u00fcbertreffen. Angesichts des Fr\u00fchlingswetters ist das ein gutes Ergebnis\u201c.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><span> \/\/ Zu guter Letzt fehlen dann eigentlich nur noch die nackten Fakten: Den Publikumspreis hat in diesem Jahr der Film \u201e<strong><em>Lal Gece<\/em><\/strong>\u201c (&#8222;Stumme Nacht&#8220;) von Reis Celik abgestaubt. Zum Besten Dokumentarfilm wurde der Streifen &#8222;<strong><em>Gangsterl\u00e4ufer<\/em><\/strong>&#8220; von Christian Stahl gekr\u00f6nt. Bei den Kurzfilmen setzte sich &#8222;<strong><em>Der letzte Gast<\/em><\/strong>&#8220; vor \u201e<strong><em>La mort est dans le champ<\/em><\/strong>\u201c und \u201e<strong><em>1.000 Gramm<\/em><\/strong>\u201c durch. Au\u00dferdem gewann der Film &#8222;<strong><em>Axel<\/em><\/strong>&#8220; vom\u00a0Friedrich-Koenig-Gymnasium bei den \u201eSelbstgedrehten\u201c.\u00a0Alles Weitere (inklusive der Nachspieltermine im \u201eCentral\u201c) erfahrt ihr unter: <a href=\"http:\/\/www.filmwochenende.de\">www.filmwochenende.de<\/a>.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\/\/ W\u00fcrzburg, wo seid ihr? Das 38. Internationale Filmwochenende ist in vollem Gange und gerade mal drei\u00dfig Menschen verirren sich am Donnerstagabend in den vierten Saal des W\u00fcrzburger \u201eCinemaxx\u201c um sich die charmante Dokumentation \u201eDo It Again\u201c (4,5\/6 &#8211; USA) von Robert Patton-Spruill zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. In dem Film wagt sich der nimmerm\u00fcde Protagonist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-9222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-filmkunst"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9222"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9227,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9222\/revisions\/9227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}