{"id":9246,"date":"2012-03-30T09:32:34","date_gmt":"2012-03-30T08:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9246"},"modified":"2012-03-30T09:46:06","modified_gmt":"2012-03-30T08:46:06","slug":"zuckerbeat-vol-255-leaves-that-are-green","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9246","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)55 &#8211; leaves that are green"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em><span lang=\"EN-US\">mit neuer Musik von Aphroe, The Jezabels, The Mars Volta, Timid Tiger, Pete Philly, dem Sopundtrack \u201eThe Hunger Games\u201c, der Compilation \u201eFuture Sounds Of Jazz\u201d und Lisa Hannigan.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"EN-US\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9247\" title=\"aphroe90\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/aphroe90-300x266.jpg\" alt=\"aphroe90\" width=\"250\" height=\"221\" \/><\/span>\/\/ Nachdem MoTrip mit \u201eEmbryo\u201c bereits einen beeindruckenden Erstling aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat, welcher deutschen HipHop endlich mal wieder die eigenen M\u00f6glichkeiten aufgezeigt hat, macht sich der Rapper <strong>Aphroe<\/strong> daran, eine neue Rap-Generation von sich zu \u00fcberzeugen. Er schreitet allerdings nicht etwa nach vorn, sondern wendet sich zur\u00fcck. Der Musiker verabschiedet sich in Richtung 90er Jahre, wo zahlreiche HipHop-Klassiker entstanden sind und fr\u00f6nt dem zur\u00fcckgelehnten Sound von Musikern wie Gang Starr und Eric B &amp; Rakim. Sein Album \u201e90\u201c kommt ohne stampfende Beats aus, stattdessen wird der Zeitgeist der 90er in die Gegenwart transferiert und von Aphroes gelungenen Raps unterf\u00fcttert. Der Musiker, der fr\u00fcher bei der \u201eRuhrpott AG\u201c aktiv gewesen ist, versammelt in diesem Zusammenhang langj\u00e4hrige Weggef\u00e4hrten wie Mirko Machine und DJ Stylewarz um sich, denen es gelingt, einen durch und durch zeitlosen Sound zu kreieren. Dass nochmal ein solches Album erscheinen w\u00fcrde, damit h\u00e4tte wohl niemand gerechnet. Dass es dennoch passiert ist, macht die Scheibe nur umso bemerkenswerter. Wer sich vor Jahren vom deutschen Rap verabschiedet hat, wird durch \u201e90\u201c wieder dazu angeregt, erneut auf den Zug aufzuspringen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9248\" title=\"jezabels\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/jezabels-300x300.jpg\" alt=\"jezabels\" width=\"300\" height=\"300\" \/>\/\/ <strong>The Jezabels <\/strong>werden gerade als hei\u00dfester Anw\u00e4rter auf den Indie-Rock-Thron gehandelt. Die Band aus Sydney deckt in diesem Zusammenhang ein irrsinniges Spektrum an Sounds ab und k\u00f6nnte glatt als Grenzg\u00e4nger zwischen The Jesus &amp; Mary Chain und U2 durchgehen. \u201ePrisoner\u201c ist ein Album, das aufs Stadion schielt, aber seine Unterground-Wurzeln nicht verleugnet. Am Ehesten ist die Platte noch mit der letzten Scheibe von den Mystery Jets vergleichbar, die diesen Spagat ebenfalls recht bezaubernd gemeistert haben. Die Jezabels haben sich mit diesem Werk entg\u00fcltig freigeschwommen von jeglichen Erwartungen. Ihre Musik l\u00e4sst einen dementsprechend auf einer Welle des Wohlgefallens surfen. Man sollte \u201ePrisoner\u201c auf einer wirklich guten Soundanlage h\u00f6ren. Erst dann entfaltet sich jedes Detail dieser bet\u00f6renden Scheibe. Dann gilt es nur noch die Augen zu schlie\u00dfen und zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9249\" title=\"mars-volta\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/mars-volta-300x300.jpg\" alt=\"mars-volta\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ <strong>The Mars Volta<\/strong> standen Zeit ihres Lebens immer im Schatten der \u00dcber-Band At The Drive-In, die nun auch noch wiederbelebt wurde. Die Jungs haben sich dennoch entschlossen, ein neues Album aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln, das abermals nur so strotzt vor kreativen Einf\u00e4llen. Liefen viele Tracks auf den vergangenen Werken noch ins Leere, gelingt es der Band diesmal ihr musikalisches Verm\u00f6gen in fast geregelte Bahnen zu lenken, wie zum Beispiel das bewegende \u201eEmpty Vessels Make The Loudest Sound\u201c unetr Beweis stellt. \u00dcberhaupt ist es bemerkenswert, wie es der Band pl\u00f6tzlich gelingt, ihre Songs auf den Punkt zu bringen. Es ist fast so, als h\u00e4tten sie die H\u00f6rer jahrelang nur auf dieses Werk vorbereitet. Auf \u201eNoctourniquet\u201c d\u00fcrften sich in diesem Zusammenhang sogar Fans von Queen und Radiohead einigen k\u00f6nnen. Diese Musik \u00fcberf\u00e4llt einen nicht mehr, sie ber\u00fchrt einen. Und scheint in diesem Zusammenhang auch ein Vorbote auf die Vers\u00f6hnung mit der eigenen Vergangenheit zu sein. Wer seit Jahren kein Mars Volta Album mehr urchh\u00f6ren mochte, weil ihm die Band zu weit \u201eout of space\u201c gewesen ist, sollte es jetzt noch mal drauf ankommen lassen. Es lohnt sich. <span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9250\" title=\"timid-tiger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/timid-tiger-300x300.jpg\" alt=\"timid-tiger\" width=\"300\" height=\"300\" \/>\/\/ Wenn ein neues Album von <strong>Timid Tiger<\/strong> in den Startl\u00f6chern steht, darf man sich auf klassischen Indie-Pop mit hohem Sympathie-Faktor freuen. Das Albumcover von \u201eThe Streets Are Black\u201c gibt in diesem Zusammenhang bereits dir Richtung vor. Und so d\u00fcsen wir \u00fcber die Palmenpromenade und lassen uns vom sonnigen Gem\u00fct dieses Albums Richtung Sonne geleiten. \u201eHangin\u00b4 In The Sun\u201c zaubert uns ein Grinsen ins Gesicht und \u201eThe New Catastrophe\u201c l\u00e4dt zum Mitschunkeln ein. Die zahlreichen, instrumentellen Passagen<span> <\/span>und HipHop-Anleihen machen dar\u00fcber hinaus deutlich, dass die Band sich mit diesem Album endg\u00fcltig von Image des braven Indie-Acts befreien m\u00f6chte. So richtig gelingt ihnen das zwar nicht, weil die Melodien noch immer das Herz jedes Phoenix-Fans durchfluten. Da hilft am Ende nur Seele baumeln lassen. Und zu Sounds wie diesen d\u00fcrfte das auch \u00fcberhaupt kein Problem sein.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9251\" title=\"petephilly\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/petephilly-300x268.jpg\" alt=\"petephilly\" width=\"250\" height=\"223\" \/>\/\/ Der Rap-K\u00fcnstler <strong>Pete Philly<\/strong> hat in den vergangenen Jahren immer wieder jegliche Szene-Grenzen \u00fcberschritten und wird auch auf seinem aktuellen Longplayer \u201eOne\u201c nicht m\u00fcde damit fortzufahren. Die Scheibe bewegt sich im Grenzgebiet von Rock, Jazz, Rap und Grunge. Dem Musiker gelingt es aus den unterschiedlichsten Sounds eine eigenwillige Melange zu kreieren, die einzigartig ist. Am Naheliegendsten w\u00e4re vielleicht noch ein Vergleich mit den Roots, wobei Phillys Sound wesentlich experimentierfreudiger ist. Wer auf die verquere Attit\u00fcde von Outkast steht, aber mit der Musik von Tailb Kweli aufgewachsen ist, sollte mal einen Durchlauf riskieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9252\" title=\"the-hunger-games\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/the-hunger-games-300x300.jpg\" alt=\"the-hunger-games\" width=\"300\" height=\"300\" \/>\/\/ F\u00fcr den ersten Teil des Kassenschlagers \u201e<strong>The Hunger Games<\/strong>\u201c lohnt sich wie schon bei der \u201eTwilight-Reihe\u201c auch der Griff ins Plattenregal. Da steht n\u00e4mlich der gleichnamige Soundtrack und der punktet mit zahlreichen Tracks von so renommierten K\u00fcnstlern wie Neko Cas und Kid Cudi. Sogar Arcade Fire, The Decemberists und The Civil Wars geben sich ein Stelldichein, bevor der illustre Indie-Pop-Reigen von Birdy formvollendet beendet wird. Ein insgesamt \u00fcberraschend homogener Soundtrack, der zwar im Laufe des Films nur eine untergeordnete Rolle spielt, daf\u00fcr aber auf Silberling umso gelungener anmutet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9253\" title=\"future-sounds-of-jazz-vol-12\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/future-sounds-of-jazz-vol-12-276x300.jpg\" alt=\"future-sounds-of-jazz-vol-12\" width=\"250\" height=\"272\" \/>\/\/ Und ganze f\u00fcnf Jahre haben wir auf einen neuen Teil der renommierten Compilation-Reihe \u201e<strong>Future Sounds Of Jazz<\/strong>\u201c warten m\u00fcssen. Nun ist es endlich soweit und schon beim Opener von Silberling Eins (\u201eSwing Pop\u201c von Der Dritte Raum im Acid Pauli\u00b4s Kosmik Remix) stellt sich dieses wohlige Gef\u00fchl ein, hier zuhause zu sein. Die beiden Scheiben sind wie geschaffen, um sie sich bei n\u00e4chtlichen Fahrradfahrten durch Stra\u00dfenschluchten \u00fcber Kopfh\u00f6rer zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren. Neben Hypnoloves \u201eMidnight Cruising\u201c (im zauberhaften Mickey Moonlight Dub) haben es auch Sepalcure und Bibia Tanga auf dieses zeitgen\u00f6ssische Chill-Out-Tape geschafft. Im Grenzgebiet von Jazz und Pop hat sich diese Sampler-Reihe ihren Status als \u201eBest Of All Time Compilations\u201c-Status weiterhin redlich verdient. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht wieder weitere f\u00fcnf Jahre dauert, bis ein Nachfolger erscheint.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9254\" title=\"lisa-hannigan-passenger\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/lisa-hannigan-passenger-300x300.jpg\" alt=\"lisa-hannigan-passenger\" width=\"300\" height=\"300\" \/>\/\/ Wer genau hinguckt, kann auf dem Cover-Artwortk der neuen Platte von <strong>Lisa Hannigan<\/strong> die Orte entdecken, an denen die Musik entstanden ist. Die atmosph\u00e4rischen Kl\u00e4nge der Liedermacherin erzeugen einen Sog der Emotionen, den man sich kaum zu entziehen vermag. \u201ePassenger\u201c ist Lisas ganz pers\u00f6nliches Reise-Tagebuch. Es erz\u00e4hlt vom irgendwo ankommen und irgendwann weiterziehen. Es ist ein ergreifendes Album, das sich dar\u00fcber hinaus auch mit der schwierigen Beziehung der K\u00fcnstlerin zu ihrem Ex-Freund auseinander setzt. Wer auf anspruchsvollen und abwechslungsreichen Liedermacher-Pop abseits der g\u00e4ngigen Formatradiokl\u00e4nge steht, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. Es lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von Aphroe, The Jezabels, The Mars Volta, Timid Tiger, Pete Philly, dem Sopundtrack \u201eThe Hunger Games\u201c, der Compilation \u201eFuture Sounds Of Jazz\u201d und Lisa Hannigan. \/\/ Nachdem MoTrip mit \u201eEmbryo\u201c bereits einen beeindruckenden Erstling aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat, welcher deutschen HipHop endlich mal wieder die eigenen M\u00f6glichkeiten aufgezeigt hat, macht sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-9246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9246"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9257,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9246\/revisions\/9257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}