{"id":93,"date":"2007-09-27T17:42:02","date_gmt":"2007-09-27T15:42:02","guid":{"rendered":"http:\/\/zuckerkick.com\/weblog\/?p=93"},"modified":"2009-04-29T14:35:55","modified_gmt":"2009-04-29T13:35:55","slug":"93","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=93","title":{"rendered":"\/\/ der eigene boss"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/jungunternehmer2.jpg\" alt=\"w-net\" class=\"right\" \/><\/p>\n<p><em>\u201eNormalerweise verplempert man als Student sehr viel Zeit\u201c<br \/>\nMit erst 22 Jahren ist Jonas R\u00fcgemer  wohl einer der j\u00fcngsten Unternehmer W\u00fcrzburgs \u2013 wobei er sein Telekommunikationsgesch\u00e4ft \u201eW.NET\u201c  von dem fernen Aachen aus steuert, da er dort noch studiert. Wir waren neugierig und haben nachgefragt.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Jonas, du bist erst 22 Jahre alt. Die meisten Menschen in diesem Alter sind schon froh, wenn sie in einem Laden arbeiten k\u00f6nnen \u2013 du hast gleich deinen eigenen aufgemacht. Wie kams?<\/strong>  Anfgefangen hat das ganze im Januar mit der Idee, in W\u00fcrzburg g\u00fcnstiges Internet anzubieten. Mein Partner betreibt in Aachen schon seit einigen Jahren erfolgreich einen lokalen Internetprovider. Hervor gegangen ist das ganze hier aus einer Studenteninitiative.<\/p>\n<p><strong>Wie treibt man das Geld f\u00fcr so einen Schritt auf?<\/strong><br \/>\nAus dem Unternehmen in Aachen.<\/p>\n<p><strong>Hm. Ja. Und wo hatte die Gr\u00fcndungsmannschaft in Aachen ihr Geld her?<\/strong> Das ist organisch gewachsen. Zuallererst ging es nur um eine einfache Telefonverwaltungsanlage in einem Studentenhaus.<\/p>\n<p><strong>Deine Tr\u00e4ume? Das weltumspannende Telekommunikationsimperium mit 37 geostation\u00e4ren Satelliten <em>(und eigenem Handy f\u00fcr den Chef)?<\/em><\/strong> Das und nicht weniger &#8230; (lacht) &#8230; nein, haupts\u00e4chlich  geht es darum, den Leuten zu helfen. Wir wollen eine Win-Win-Situation herbeif\u00fchren, bei der beide Seiten profitieren. Seit der Privatisierung der ehemals staatlichen Telekom hat sich sehr viel getan, was bei vielen Leuten einfach noch nicht angekommen ist. Man kann eine Menge sparen&#8230; Kommunikation ist heute Grundlage f\u00fcr fast alles und kein Luxusgut mehr, also braucht es auch nicht wie ein Luxusgut bezahlt werden.<\/p>\n<p><strong>Wie kams, dass du als Aachener Student deinen Laden in W\u00fcrzburg aufgemacht hast? <\/strong>Ich bin W\u00fcrzburger und kenne die Stadt noch recht gut. Es ist eine lebendige Studentenstadt\u2026 und irgendwo musste ich ja anfangen.<br \/>\n<strong><br \/>\nW-Net ist ja jetzt nicht der erste Laden dieser Art in W\u00fcrzburg. Wie sch\u00e4tzt du deine Erfolgschancen ein?<\/strong> Kurzfristig ist nat\u00fcrlich ein enormer Konkurrenzdruck da, weil die Marke WNet noch nicht sehr bekannt ist, aber mittel- und langfristig malen wir uns sehr gute Chancen aus, da wir uns, was Qualit\u00e4t, Dienstleistung, Preisniveau und Service anbelangt, auf jeden Fall durchsetzen werden. Das ist zun\u00e4chst eine Sache der Psyche, aber wenn wir erst mal etabliert sind, werden wir telekommunikationstechnisch sicher ein fester Bestandteil W\u00fcrzburgs sein.<\/p>\n<p><strong>Bleibt noch Zeit f\u00fcr anderes? Leidet das Studium? Die Damenwelt?<\/strong> Mein -sehr zeitintensives- Elektrotechnik-Studium leidet schon etwas, aber das ist alles eine Frage des Zeitmanagements. Normalerweise verplempert man als Student sehr viel Zeit, die ich halt eben hierf\u00fcr nutze.<\/p>\n<p><strong>Hast du noch andere Hobbies?<\/strong> Na klar. Karate und Fu\u00dfball.<\/p>\n<p><strong>Hast du manchmal Autorit\u00e4tsprobleme, wenn Angestellte gleich alt oder sogar \u00e4lter sind als du?<\/strong> Nein, bisher keine. Wenn ich jemandem was klar machen will, dann schaffe ich das auch.<\/p>\n<p><strong>Ausger\u00fcstet mit deinen jetzigen Erfahrungen- w\u00fcrdest du es nochmal machen?<\/strong> Jetzt in der konkreten Situation ist es noch zu fr\u00fch, eine Aussage zu treffen, aber insgesamt ist es f\u00fcr mich wohl der einzige Weg. Selbstst\u00e4ndigkeit ist mein Lebensziel und -motto, macht auch Spa\u00df, au\u00dfergew\u00f6hnliche Sachen zu machen, aus dem normalen Leben herauszukommen&#8230; ja, ich w\u00fcrde mich wohl nochmal dazu entscheiden.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrdest du auch anderen jungen Studenten empfehlen, m\u00f6glichst fr\u00fch den Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit zu w\u00e4hlen?<\/strong> Jein &#8211; schwierige Frage. Man braucht schon ein gewisses finanzielles Polster. Au\u00dferdem gibts vor allem am Anfang sehr viel dazuzulernen &#8211; man muss sich in juristischen Dingen auskennen und in Buchhaltungsfragen, und man muss gut mit Menschen umgehen k\u00f6nnen. Alleine hat man eigentlich keine Chance. Bei manchen Studieng\u00e4ngen, etwa Medizin, kann ich mir kaum vorstellen, dass man nebenher noch genug Zeit f\u00fcr all das zusammen kriegt.<\/p>\n<p><strong>Jonas, vielen Dank f\u00fcr das Interview! Wir w\u00fcnschen Dir auch weiterhin viel Erfolg!<br \/>\n<\/strong><br \/>\n<em>\/\/ das interview f\u00fchrte dirk b\u00f6hler <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNormalerweise verplempert man als Student sehr viel Zeit\u201c Mit erst 22 Jahren ist Jonas R\u00fcgemer wohl einer der j\u00fcngsten Unternehmer W\u00fcrzburgs \u2013 wobei er sein Telekommunikationsgesch\u00e4ft \u201eW.NET\u201c von dem fernen Aachen aus steuert, da er dort noch studiert. 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