{"id":9313,"date":"2012-04-08T08:38:39","date_gmt":"2012-04-08T07:38:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9313"},"modified":"2012-04-08T08:40:04","modified_gmt":"2012-04-08T07:40:04","slug":"9313","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9313","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)58 &#8211; the machine in your hand"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em>mit neuer Musik von Chiddy Bang, Odd Future Wolf Gang Kill Them All, Fun., The Magnetic Fields, den Compilations &#8222;British Hit Parade 1961 &#8211; Part 1 &amp; 2&#8220;, The Shins und Slagsmalsklubben. <\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9314\" title=\"chiddy-bang\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/chiddy-bang-300x299.jpg\" alt=\"chiddy-bang\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Vor kurzem erst hat ein aufstrebender junger Rapper aus hiesigen Gefilden via \u201eTwitter\u201c die Frage in den Raum geworfen, ob man eigentlich einen MP3-Download zur\u00fcckgeben kann. Gute Frage eigentlich? Allerdings lag das Problem in diesem Zusammenhang nicht an der Musik, die aus seinen Boxen str\u00f6mte, sondern daran, das versehentlich die zensierte Version ohne Schimpfw\u00f6rter geordert wurde. Dar\u00fcber, dass bestimmte \u201eAusdr\u00fccke\u201c hinter Piept\u00f6nen oder \u201eWhoo Whoos\u201c versteckt werden, wird seid Jahren intensiv diskutiert und gerade im Falle des vorliegenden Albums von <strong>Chiddy Bang<\/strong> (auf welches sich auch der \u201eTwitter\u201c-Eintrag des besagten Musikers bezog), er\u00fcbrigt sich die Diskussion eigentlich. Denn bei den Jungs geht es vor allem um den Spa\u00df an der Sache. Ihr Album ist ein einiziges Sammelsurium an nerdigen Tracks, die man einfach nur abfeiern m\u00f6chte. Zur Single \u201eRay Charles\u201c wurde noch dazu ein kongeniales \u201eVideo\u201c aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt, was auch den letzten Zweifler \u00fcberzeugen sollte. Es ist zwar ein bi\u00dfchen schade, dass sich die MGMT-Hommage \u201eOpposite Of Adults\u201c nicht auf diesem Silberling wiederfindet, ansonsten aber gibt es an \u201eBreakfast\u201c rein gar nichts auszusetzen. Die elektronischen Beats rufen sch\u00f6ne Erinnerungen an die Mitchell Brothers wach und Songs wie \u201eHandclaps &amp; Guitars\u201c und \u201e4th Quarter\u201c werden die Anwesenden auf den \u00f6rtlichen Tanzfl\u00e4chen in pure Euphorie st\u00fcrzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9315\" title=\"MJS cdspot23p_odd_future.jpg\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/odd-future-300x300.jpg\" alt=\"MJS cdspot23p_odd_future.jpg\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Und es ist kaum zu glauben. Nach sage und schreibe vier Jahren erscheint mit \u201eThe Of Tape Vol. 2\u201c doch tats\u00e4chlich das erste offiziell Album der durchgeknallten Rap-Crew <strong>Odd Future Wolf Gang Kill Them All<\/strong> (oder kurz: Odd Future, oder noch k\u00fcrzer OFWGKTA). Der Name basiert \u00fcbrigens auf dem Deb\u00fct-Mixtape der Band, das bereits 2008 erschien und einen regelrechten Hype um die Band ausl\u00f6ste. Nachdem Tyler, The Creator vor geraumer Zeit mit seinem gefeierten Solo-Deb\u00fct um die Ecke bog, kommt man nun in den Genuss der ganzen Crew um die Rapper <a title=\"Hodgy Beats\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Hodgy_Beats\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Hodgy Beats<\/span><\/a>, <a title=\"Earl Sweatshirt\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Earl_Sweatshirt\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Earl Sweatshirt<\/span><\/a>, <a title=\"Domo Genesis\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Domo_Genesis\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Domo Genesis<\/span><\/a>, <a title=\"Mike G\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mike_G\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Mike G<\/span><\/a> und S\u00e4nger <a title=\"Frank Ocean\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Frank_Ocean\"><span style=\"color: windowtext; text-decoration: none;\">Frank Ocean<\/span><\/a>. Passend dazu fallen nat\u00fcrlich auch hier mal wieder diverse Schimpfw\u00f6rter bereits im ersten Satz. Man w\u00e4re aber falsch beraten, diese Crew lediglich auf ihre provokante Attit\u00fcde zu reduzieren. Es gibt derzeit einfach kaum eine andere Formation, die so unberechenbare Rap-Musik aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt. In diesem Zusammenhang werden auch diesmal wieder sch\u00f6ne Erinnerungen an die Fr\u00fchphase des Wu-Tang-Clan wach. Bleibt nur zu hoffen, dass die Band sich auch in Zukunft ihre Unbek\u00fcmmertheit beh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9316\" title=\"fun\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/fun.jpg\" alt=\"fun\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Nachdem ihr zauberhaftes Deb\u00fctalbum \u201eAim And Ignite\u201c aus dem Jahr 2009 deutschlandweit vollkommen untergegangen ist, machen sich die Jungs von <strong>Fun.<\/strong> nun daran auch hierzulande ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Im direkten Vergleich mit Panic At The Disco und Mika waren sie soweiso schon immer die bessere Alternative und nachdem gleich zu Beginn die gro\u00dfen Hits \u201eSome Nights\u201c und \u201eCarry On\u201c aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt werden, stellt sich in der zweiten H\u00e4lfte das Albums dann auch wieder dieser Hauch von Queen-Atmosph\u00e4re ein, wenn Songs wie \u201eWho Am I The One\u201c oder \u201eAll Right\u201c aus den Boxen str\u00f6men. Mit \u201eSome Night\u201c legen es Fun. nun endg\u00fcltig darauf an, den gro\u00dfen Durchbruch zu schaffen. Und mit \u201eWe Are Young\u201c (zusammen mit Janelle Mon\u00e1e) haben sie auch das passende Argument im im Gep\u00e4ck, um in den Single-Charts erfolgreich zu sein. Ich empfehle trotzdem allen H\u00f6rern sich neben diesem Album nochmal den gelungenen Erstling vozunehmen. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9317\" title=\"magnetic-fields\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/magnetic-fields-300x300.jpg\" alt=\"magnetic-fields\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Nachdem sich die <strong>Magnetic Fields<\/strong> auf ihren letzten Alben weitestgehend auf handgemachte Sounds beschr\u00e4nkt haben, kehren sie nun in musikalischer Hinsicht zu ihren Wurzeln zur\u00fcck. \u201eLove At The Bottom Of The Sea\u201c, das aktuelle Album der Band, welches erstmals beim renommierten Label \u201eDomino Records\u201c ver\u00f6ffentlicht wird, strotzt nur so vor synthetischen Sounds, welche das klassische Pop-Korsett zahlreicher Tracks unterf\u00fcttern. \u00dcber f\u00fcnfzehn Runden bekommt man auf diese Weise einen interessanten Stilmix pr\u00e4sentiert, der wohl noch am Ehesten mit dem Sound von The Tough Alliance oder diversen, poppigeren Flaming Lips-Songs vergleichbar ist. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie sich Post-Lagerfeuer-Musik im synthetischen Gewand anh\u00f6rt, sollte unbedingt mal einen Durchlauf riskieren. Es lohnt sich. Den Magnetic Fields gelingt mit diesem Album ein echter Befreiuungsschlag. Es lebt gar nicht so sehr von den zahllossen Effekten, sondern von den famosen Songs. Mastermind Stephin Merritt hat ganze Arbeit geleistet. Hoffen wir, dass es nicht allzu lange dauert, bis der Nachfolger erscheint. Denn diese 34 Minuten und 13 Sekunden sind einfach viel zu schnell vorbei.<span> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9318\" title=\"19611\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/19611.jpg\" alt=\"19611\" width=\"253\" height=\"500\" \/>\/\/ Ein echtes Wahnsinnspakt in gro\u00dfformatiger Verpackung erscheint derweil aus dem Hause \u201eFantastic Voyage\u201c. Auf jeweils sechs Silberlingen versammeln die beiden Boxen der \u201e<strong>1961 British Hit Parade<\/strong>\u201c alle New-Entrys in die damaligen britischen Charts. Dar\u00fcber hinaus finden sich auch zahlreiche Gassenhauer aus den damaligen Hitlisten des New Musical Express (kurz: NME), den Record Retailer Top 50 und dem Melody Maker auf den Scheiben. Die gelungene, sehr schlichte Verpackung macht \u201eBritain\u00b4s Greatest Hits Volume 10\u201c nicht nur zu einem gefunden Fressen f\u00fcr Zeitzeugen, sondern auch f\u00fcr all jene, die sich intensiv mit der britischen Pop-Geschichte auseinander setzen m\u00f6chten. Wie auch in den einzelnen Ausgaben der \u201eCounter Culture\u201c-Reihe aus dem Hause \u201eRough Trade\u201c finden sich hier zu allen Songs kleine Anektoden und Informationen in einem beiligend Booklet \u2013<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9319\" title=\"19612\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/19612.jpg\" alt=\"19612\" width=\"128\" height=\"245\" \/> das man eigentlich fast schon ein kleines Buch nennen darf, welche den damaligen Zeitgeist treffend wiederspiegeln. Wer wei\u00df denn heutzutage schon noch, dass Fats Domino damals nur noch zum Einsingen der fertig produzierten Arrangements ins Studio stapfte. Wer mehr wissen m\u00f6chte, sollte sich die beiden Boxen unbedingt nach Hause holen. In musikalischer Hinsicht lassen die Sets n\u00e4mlich ebenfalls keine W\u00fcnsche offen. Von Elvis Presley bis Buddy Holly sind alle gro\u00dfen Stars mit drauf und man wird sich die Augen reiben, zu wievielen St\u00fccken sich sofort ein wohliges Gef\u00fchl der Nostalgie im Raum breit macht. Soll hei\u00dfen: Wer auf den Sound von Chubby Checker, Ben E. King oder Benny Hill steht, sollte unbedingt mal reinh\u00f6ren. Es lohnt sich. Auf der ersten Box (Januar bis Juni) finden sich 163 Tracks, auf der zweiten (Juni bis Dezember) 162 St\u00fccke. Einen besseren Einblick in die britische Pop-Geschichte der 60er wird man derzeit kaum bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9320\" title=\"Print\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/shins.jpg\" alt=\"Print\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ <strong>The Shins <\/strong>haben sich in den vergangenen Jahren ziemlich rar gemacht. S\u00e4nger James Mercer turtelte lieber ein wenig mit dem Beat-Bastler Danger Mouse und erschuf auf dem Deb\u00fctalbum seines Projekts Broken Bells einen dynamischen Sound, von dem man hoffen durfte, dass er nun auch auf die Musik der Shins abf\u00e4rbt. Das wiederum l\u00e4sst sich nach den ersten Durchl\u00e4ufen der Scheibe zumindest bedingt best\u00e4tigen. Es finden sich zwar immer noch klassische Shins-St\u00fccke wie \u201eIt\u00b4s Only Life\u201c und \u201eSeptember\u201c auf der Scheibe, ansonsten aber wird vermehrt aufs Gaspedal getreten und in Stadionrock-Gefilde abgedriftet. \u201ePort Of Morrow\u201c ist ganz eindeutig darauf hin zugeschnitten, die Massen zu bedienen, ist aber trotzdem kein massentaugliches Album. Die Scheibe strotzt nur so vor Hits, hat aber \u00fcberhaupt kein Interesse daran, sich mit den Releases der Killers zu messen. The Shins agieren vielmehr aus der Rolle des sympathischen Underdogs heraus und das steht ihnen au\u00dferordentlich gut.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9321\" title=\"slagmalsklubben\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/slagmalsklubben-300x300.jpg\" alt=\"slagmalsklubben\" width=\"250\" height=\"250\" \/>\/\/ Die schwedische Band mit dem unaussprechlichen Namen <strong>Slagsmalsklubben<\/strong> macht sich auf ihrem aktuellen Album daran, vertrackte Elektro-Beats mit verr\u00fccktem Geschwafel anzureichern. Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut. Der Bandname bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie \u201eFight Club\u201c und bezieht sich auch auf den gleichnamigen Streifen aus Hollywood. Wer ein gewisses Faible f\u00fcr C64-Beats und synthetisches Geballer mitbringt, sollte mal reinh\u00f6ren. \u201eThe Garage\u201c ist ein pumpendes Biest, auf das man sich einlassen sollte, wenn man es z\u00e4hmen will. Nur so viel sei gesagt: die M\u00fche lohnt sich. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von Chiddy Bang, Odd Future Wolf Gang Kill Them All, Fun., The Magnetic Fields, den Compilations &#8222;British Hit Parade 1961 &#8211; Part 1 &amp; 2&#8220;, The Shins und Slagsmalsklubben. \/\/ Vor kurzem erst hat ein aufstrebender junger Rapper aus hiesigen Gefilden via \u201eTwitter\u201c die Frage in den Raum geworfen, ob man eigentlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-9313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--stadtgesprach"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9313"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9313\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9323,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9313\/revisions\/9323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}