{"id":9495,"date":"2012-05-11T07:10:50","date_gmt":"2012-05-11T06:10:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9495"},"modified":"2012-05-11T15:06:09","modified_gmt":"2012-05-11T14:06:09","slug":"aufgelesen-vol-42-i-am-awake","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9495","title":{"rendered":"\/\/ aufgelesen vol. 42 &#8211; &#8222;i am awake&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em>mit neuen B\u00fcchern von John van de Ruit, Rebecca Hunt &amp; Anthony Burgess. <\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-9496\" title=\"spud2\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud2-663x1024.jpg\" alt=\"spud2\" width=\"200\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud2-663x1024.jpg 663w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud2-194x300.jpg 194w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud2.jpg 762w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Wir m\u00f6chten heute mal die M\u00f6glichkeit ergreifen, euch auf eine ebenso verr\u00fcckte wie lesenswerte Reihe von B\u00fcchern aus der Feder von <strong>John van de Ruit<\/strong> aufmerksam zu machen. Die \u201eSpud\u201c-Trilogie wartet zwar weiterhin auf eine deutschsprachige \u00dcbersetzung, was allerdings irrelevant ist, wenn man bedenkt, dass das Werk inzwischen in englischer Sprache vom \u201ePenguin\u201c-Verlag auch hierzulande im gut sortierten Fachhandel erh\u00e4ltlich ist.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Der erste Band aus der Feder des s\u00fcdafrikanischen Schriftstellers dreht sich um das Leben eines Sch\u00fclers namens John Milton. Der ist gerade im ersten Jahr auf einer reinen Jungen-Schule und hat allerhand verr\u00fcckte Dinge im Kopf. So versucht er sich mit der Zeit nicht nur als Geisterj\u00e4ger, sondern auch als n\u00e4chtlicher Schwimmer. Seine senile Gro\u00dfmutter macht ihm genauso zu schaffen, wie sein Hang zum Pessimismus. Selbiger wird im Rahmen zahlreiche<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9497\" title=\"spud\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud.jpg\" alt=\"spud\" width=\"206\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud.jpg 322w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud-193x300.jpg 193w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/>r Tagebuch-Eintr\u00e4ge sp\u00fcrbar, anhand derer die Handlung voran schreitet. Im zweiten Band namens \u201eThe Madness Continues\u201c hat John \u201eSpud\u201c Milton schlie\u00dflich das erste Jahr an der Privatschule hinter sich gebracht. Die Zeit als Frischling ist vorbei und dennoch stolpert er von einem Fettn\u00e4pfchen ins andere. Dabei ist es nicht einmal die Handlung selbst, welche einen als Leser fesselt, es sind die bisweilen tiefsinnigen, oft aber auch \u00fcberaus witzigen Geschichten, die zusammen ein glaubw\u00fcrdiges Bild eines Heranwachsenden zeichnen. \u201eLearning To Fly\u201c \u2013 der finale Part der Trilogie setzt sich schlie\u00dflich mit einem sichtlich gealterten (aber immer noch sehr jungen) Menschen auseinander. Der frisch gebackene \u201eSenior\u201c hadert mit seine<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9498\" title=\"spud3\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/spud3.jpg\" alt=\"spud3\" width=\"214\" height=\"329\" \/>m Platz in der Welt. Er sieht sich mit religi\u00f6sen Fragestellungen und noch dazu den Werken Shakespeares konfrontiert. Er wird kurz gesagt\u2026 erwachsen. Wobei es absolut bemerkenswert ist, dass es dem Autor \u00fcber die komplette Distanz gelingt, die Charaktereigenschaften des Protagonisten zu durchleuchten, ohne dass das auf Kosten des Humors gehen w\u00fcrde. Ganz im Gegenteil: man gewinnt \u201eSpud\u201c Milton nicht nur lieb, man f\u00fchlt regelrecht mit ihm mit, weil man mit der Zeit eine wirkliche Verbindung zu dieser Figur aufbaut. Die humoristischen Passagen sind au\u00dferdem nie so haarstr\u00e4ubend, dass man sich an die platten Gags der \u201eAmerican Pie\u201c-Reihe erinnert f\u00fchlen w\u00fcrde. Ganz im Gegenteil: \u201eSpud\u201c ist ein \u00fcberzeugendes Werk \u2013 ein \u00fcberdrehtes und verr\u00fccktes Buch, das einen hin und wieder auch mal nachdenklich stimmt. Also schaut mal in der Fremdsprachen-Abteilung<span> <\/span>des \u00f6rtlichen Buchladens vorbei. Es lohnt sich.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9499\" title=\"rebecca-hunt-mr-chartwell\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/rebecca-hunt-mr-chartwell.jpg\" alt=\"rebecca-hunt-mr-chartwell\" width=\"216\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/rebecca-hunt-mr-chartwell.jpg 400w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/rebecca-hunt-mr-chartwell-187x300.jpg 187w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/>\/\/ Alle, die von Sarah Kuttners \u201eM\u00e4ngelexemplar\u201c entt\u00e4uscht gewesen sind, sollten sich mal an das aktuelle Werk von <strong>Rebecca Hunt<\/strong> heranwagen. Die Londoner Hochschulabsolventin<span> <\/span>hat mit \u201eMr. Chartwell\u201c n\u00e4mlich alles richtig gemacht. Ein so bedr\u00fcckendes Thema, wie das einer Depression im Rahmen eines Buches abzuhandeln, ist ein \u00e4u\u00dferst schwieriges Unterfangen. Hunt wiederum erz\u00e4hlt auf h\u00f6chst am\u00fcsante Weise davon, wie es ist, seinen eigenen Gef\u00fchlshaushalt nicht mehr in den Griff zu kriegen. Das Buch dreht sich um eine Bibliothekarin namens Esther Hammerhans, welche gerade auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner ist. Sie traut ihren Augen kaum, als pl\u00f6tzlich ein schwarzer Hund vor ihrer T\u00fcr steht und sich als \u201eMr Chartwell\u201c vorstellt. Obwohl sie anfangs noch ein gewisses Unbehagen gegen\u00fcber dem sonderbaren Gast versp\u00fcrt, l\u00e4sst sie ihn bei sich einziehen und findet mit der Zeit sogar Gefallen an dem d\u00fcsteren Sonderling. Der schwarze Hund wiederum steht im \u00fcbertragenen Sinne nat\u00fcrlich f\u00fcr die Depression der Protagonistin. Er ist es, der sie fortw\u00e4hrend nach unten zieht und dessen Verf\u00fchrungsk\u00fcnste f\u00fcr die dunkle Seite der Hauptperson wesentlich reizvoller erscheinen, als die Sonnenseite des Lebens zu genie\u00dfen. Durch die gewitzte und schlagfertige Schreibe der Autorin, ist man schon nach wenigen Seiten nahezu hingerissen von diesem Buch. Rebecca Hunt gelingt es ein schwieriges Thema in einem humorvollen Werk aufzugreifen, ohne dass es unglaubw\u00fcrdig wirkt. Davor verneigen wir uns.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9500\" title=\"clockwork-orange\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/clockwork-orange.jpg\" alt=\"clockwork-orange\" width=\"184\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/clockwork-orange.jpg 261w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/clockwork-orange-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/>\/\/ Und wer bisher immer dachte, \u201eA Clockwork Orange\u201c w\u00e4re lediglich ein cineastisches Meisterwerk, der kann sich nun von <strong>Anthony Burgess<\/strong> eines Besseren belehren lassen. Dessen Original-Roman, auf dem der Film basiert, wird nun n\u00e4mlich per Original-Import auch hierzulande noch mal neu aufgelegt und liefert einen intensiven Einblick in das Innenleben des durchgeknallten Protagonisten. Wer die Story noch nicht kennt: das Buch dreht sich um einen F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen namens Alex, der an so absto\u00dfenden Dingen wie zum Beispiel <span> <\/span>Vergewaltigungen Gefallen findet. Dar\u00fcber hinaus konsumiert er hemmungslos Drogen und macht mit seinen Freunden die Stra\u00dfen unsicher. Alex geilt sich auf am Gewaltrausch und wird irgendwann zu 14 Jahren Haft verurteilt. Kurz darauf darf er einem Experiment teilnehmen, welches dazu dienen soll, seinen kranken Verstand zu heilen. Fortan wird ihm immer dann \u00fcbel, wenn er an eine gewaltt\u00e4tige Handlung denkt. Nach nur 14 Tagen darf Alex das Labor wieder verlassen und ist ein freier Mann.<span> <\/span>Die erneute Konfrontation mit einem seiner Opfer f\u00fchrt allerdings zu einem schweren Zwischenfall, in dessen Folge das Gehirn von Alex wieder auf Gewalt-Modus switcht. Was dann passiert? Am Besten du findest es selbst heraus. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte unbedingt mal reinschnuppern. Die Geschichte ist ebenso packend, wie diskussionsw\u00fcrdig, regt den Leser aber gerade deswegen zum Nachdenken an. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuen B\u00fcchern von John van de Ruit, Rebecca Hunt &amp; Anthony Burgess. \/\/ Wir m\u00f6chten heute mal die M\u00f6glichkeit ergreifen, euch auf eine ebenso verr\u00fcckte wie lesenswerte Reihe von B\u00fcchern aus der Feder von John van de Ruit aufmerksam zu machen. 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