{"id":9724,"date":"2012-07-01T10:19:41","date_gmt":"2012-07-01T09:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9724"},"modified":"2012-07-01T10:20:03","modified_gmt":"2012-07-01T09:20:03","slug":"zuckerbeat-vol-274-oceania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9724","title":{"rendered":"\/\/ zuckerbeat vol. (2)74 &#8211; oceania"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><em><span lang=\"EN-US\">mit neuer Musik von The Smashing Pumpkins, Lykke Li, Xavier Rudd, The Magnetic North, Cornershop, Sigur R\u00f3s, Evening Hymns und The Tallest Man On Earth. <\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"EN-US\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9725\" title=\"pumpkins\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/pumpkins-300x300.jpg\" alt=\"pumpkins\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/pumpkins-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/pumpkins-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/pumpkins.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/span>\/\/ Billy Corgan scheint sich auf seiner alten Tage ein Beispiel an Conor Oberst von Bright Eyes genommen zu haben. So einen ausladenden Opener wie \u201eQuasar\u201c hatten die <strong>Smashing Pumkins<\/strong> jedenfalls noch nie im Gep\u00e4ck. Die Geduld des Zuh\u00f6rers wird aber schon kurz darauf mit einigen der gelungsten Pumpkins-Songs aller Zeiten belohnt. Es zieht sich zwar grunds\u00e4tzlich so ein schwelgerischer Moment durch die Songs des aktuellen Albums, das in diesem Zusammenhang sehr passend mit dem Namen \u201eOceania\u201c betitelt wurde. \u201eMy Love Is Winter\u201c, \u201eOne Diamond, One Heart\u201c und \u201eThe Celestials\u201c geh\u00f6ren aber dennoch zu den ergreifendsten (Song-)Momenten, die Billy Corgan jemals aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt hat. Allein der Titeltrack franzt in traditioneller U2-Manier aus (die neun Minuten Laufzeit w\u00e4ren beileibe nicht n\u00f6tig gewesen, um den schwerelosen Titel zu rechtfertigen), ansonsten aber beschr\u00e4nkt sich Corgan aufs Wesentliche und hat nach dem ausfernden \u201eTeargarden\u201c von 2009 mit \u201eOceania\u201c das wohl gelungenste Werk seit \u201eAdore\u201c aus dem \u00c4rmel gesch\u00fcttelt. So kanns weitergehen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9726\" title=\"lykke-special\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lykke-special-300x297.jpg\" alt=\"lykke-special\" width=\"250\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lykke-special-300x297.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lykke-special.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Ebenfalls \u00e4u\u00dferst prickelnd wurde das aktuelle Album von <strong>Lykke Li<\/strong> in Szene gesetzt. Die Hit-Single \u201eGet Some\u201c mit ihrer hintersinnigen Hookline \u201eI\u00b4m Your Prostitute, You Gon\u00b4 Get Some\u201d rotiert ja schon seit Monaten im Beck-Remix in den einschl\u00e4gigen Indie-Clubs des Landes rauf und runter. Umso besser, dass Selbige nun auf der k\u00fcrzlich erschienenen \u201eSpecial Edition\u201c des Albums \u201eWounded Rhymes\u201c zu finden ist, das urspr\u00fcnglich bereits im vergangenen Jahr erschienen ist. Neben Beck geben sich au\u00dferdem so illustre Kollegen wie Mike D, The Magician und Tyler The Creator aus dem Hause Odd Future die Ehre und lassen die St\u00fccke von Lykke Li im neuen Licht erstrahlen. Neben den vier Remix-Krachern bekommt man au\u00dferdem das aktuelle Album nochmal mit runderneuertem Artwork pr\u00e4sentiert und so viel sei gesagt: es lohnt sich der Musik von Lykke Li zu lauschen, weil sie im Gegensatz zum Erstling \u00fcber jegliche Stilgrenzen hinweghechtet. Wer auf tanzbaren Indie-Rock mit melancholischen Zwischent\u00f6nen steht, d\u00fcrfte aus dem Schw\u00e4rmen gar nicht mehr herauskommen. Deshalb gilt: All diejenigen, die \u201eWounded Rhymes\u201c bisher noch nicht im Regal stehen haben, sollten unbedingt zugreifen!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9727\" title=\"xavier-rudd\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/xavier-rudd.jpg\" alt=\"xavier-rudd\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/xavier-rudd.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/xavier-rudd-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ <strong>Xavier Rudd<\/strong> hat es einem als H\u00f6rer nicht immer leicht gemacht. Auf seinem aktuellen Album \u201eSpirit Bird\u201c sch\u00fcttelt er nun einige sp\u00e4rlich arragierte Tracks im Grenzgebiet von karibischem Pop und amerikanischen Blues aus dem \u00c4rmel. Der geb\u00fcrtige Australier macht in diesem Zusammenhang keinerlei Kompromisse und schreckt auch vor Songs mit sieben bis zehn Minuten Laufl\u00e4nge nicht zur\u00fcck. Diese Unberechenbarkeit macht sein siebtes Album am Ende zu etwas ganz Besonderem, denn es w\u00e4re sicher ein Leichtes f\u00fcr den K\u00fcnstler gewesen, den beschwingten Liedermacher-Kl\u00e4ngen eines Jack Johnson nachzueifern. Stattdessen setzt Rudd mit \u201eSpirit Bird\u201c alles auf eine Karte und sch\u00fcttelt mal eben das mutigste Album seiner musikalischen Laufbahn aus dem \u00c4rmel.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9728\" title=\"magnetic-north\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/magnetic-north-299x300.jpg\" alt=\"magnetic-north\" width=\"250\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/magnetic-north-299x300.jpg 299w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/magnetic-north-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/magnetic-north.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Schon das aufwendig gestaltete Artwork des aktuellen Albums von <strong>The Magnetic North<\/strong> (welches sich hinter einen klassischen Buchr\u00fccken versteckt) macht deutlich, dass die Band keine halben Sachen mag. Mit ihrem Werk \u201eOrkney: Symphony Of The Magnetic North\u201c nehmen sie den H\u00f6rer bei der Hand und entf\u00fchren ihn auf die sogenannten \u201eOrkney Islands\u201c \u2013 den Heimatort des Kollektivs um S\u00e4nger Erland Cooper, der auch bei Erland &amp; The Carival als Frontmann aktiv ist. Zusammen mit seinen Bandkollegen(innen) Simon Tong und Hannah Peel bewegt sich das irirsche Trio auf dem schmalen Grad zwischen traditioneller Folklore und orchestraler Pop-Musik. Man scheint regelrecht den Wind durchs Haar der Protagonisten streifen zu sehen, w\u00e4hrend ihre schwelgerischen Kl\u00e4nge durch den Raum zischen. Wer sich gerne mal wieder ein formvollendetes Gesamtunstwerk von einem Album ins Regal stellen m\u00f6chte, sollte mal reinh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9729\" title=\"cornershop\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/cornershop-300x300.jpg\" alt=\"cornershop\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/cornershop-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/cornershop-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/cornershop.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ <strong>Cornershop<\/strong> sind in den vergangenen Jahren leider weitesgehend von der Bildfl\u00e4che verschwunden. Nach ein paar halbgaren Werken musste man beim Anblick des aktuellen Albums schon aufgrund des Titels \u201eUrban Turban \u2013 The Singhles Club\u201c ein bi\u00dfchen Angst bekommen, dass sich da jemand mit einem Best Of-Compilation so langsam von der gro\u00dfen B\u00fchne verabschiedet. Doch denkste. Die Scheibe ist n\u00e4mlich gar keine Zusammenstellung der gr\u00f6\u00dften Gassenhauer der Band, sondern ein gro\u00df angelegtes Experiment. Cornershop haben sich f\u00fcr \u201eUrban Turban\u201c n\u00e4mlich einige Musiker ins Studio eingeladen, um mit ihnen zusammen elf Tracks aus dem \u00c4rmel zu sch\u00fctteln, die das komplette Spektrum von Rap (Kay Kwong) bis Pop (Soko) abdecken. Dadurch wirkt ihr achtes Album zwar zwischenzeitlich etwas zerrissen, das macht aber nichts, weil immer wieder deutlich wird, dass Cornershop es auch anno 2012 noch einmal wissen wollen. Wir freuen uns auf Weiteres.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9730\" title=\"sigur-ros\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/sigur-ros-300x258.jpg\" alt=\"sigur-ros\" width=\"249\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/sigur-ros-300x258.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/sigur-ros.jpg 608w\" sizes=\"auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/>\/\/ Wer dachte, die Musik von <strong>Sigur R\u00f3s <\/strong>w\u00fcrde sich nicht noch weiter entschleunigen lassen, der kann sich jetzt von den isl\u00e4ndischen Kollegen eines Besseren belehren lassen. Das aktuelle Album<span> <\/span>der Band ist noch ein wenig gem\u00e4chlicher in Szene gesetzt, als die sowieso schon schwelgerisch-verlangsamten Vorg\u00e4nger. Trotzdem entfaltet der gem\u00e4chliche Sound der Jungs auch diesmal seinen Charme. Das liegt vor allem daran, dass sich immer wieder ein paar gelungene Pianomelodien oder Gesangslinien zwischen die einzelnen Tracks schleichen. Mit \u201eValtari\u201c perfektionieren Sigur R\u00f3s ihren Sound ohne dabei Gefahr zu Laufen, sich selbst zu wiederholen. Stattdessen f\u00fchlt man sich in einen Rausch versetzt von diesen z\u00e4rtlichen Melodien, die einen auf sanften Fl\u00fcgen in Richtung Himmelszelt emporhieven. \u201eValtari\u201c ist schlicht und ergreifend ein engelsgleiches Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9731\" title=\"evening-hymns\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/evening-hymns-300x284.jpg\" alt=\"evening-hymns\" width=\"250\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/evening-hymns-300x284.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/evening-hymns.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Wer an der Musiker von Sigur R\u00f3s Gefallen findet, k\u00f6nnte auch mit dem aktuellen Album der Gruppe <strong>Evening Hymns<\/strong> gl\u00fccklich werden. Die Gruppe wildert zwar hin und wieder auch ein bi\u00dfchen in verfolckten Gefilden der Marke Bon Iver, dar\u00fcber hinaus kann man zu ihrer Musik aber auch ganz hervorragend das schnellebige Treiben auf den Stra\u00dfen da drau\u00dfen vergessen. Die elf Songs ihres aktuellen Albums \u201eSpectral Dusk\u201c nehmen sich viel Zeit und fordern mit zweimin\u00fctigen Intros schon einmal die volle Aufmerksamkeit des H\u00f6rers. Wer aber dran bleibt und der spirituell angehauchten Scheibe seine volle Aufmerksamkeit schenkt, wird mit einem ganzen Sammelsurium an zauberhaften Momenten belohnt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9732\" title=\"tallest-man-on-earth\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tallest-man-on-earth-300x284.jpg\" alt=\"tallest-man-on-earth\" width=\"250\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tallest-man-on-earth-300x284.jpg 300w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tallest-man-on-earth.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Und zugegeben. Ob man mit der Musik von <strong>The Tallest Man On Earth<\/strong> etwas anzufangen wei\u00df, das h\u00e4ngt vor allem davon ab, ob man den eigenenwilligen Gesang von Kristian Matsson etwas abgewinnen kann. Der erinnert in seinen sch\u00f6nsten Momenten nicht nur an Bob Dylan (\u201e1904\u201c), sondern auch an die Kollegen aus dem Hause Friska Viljor. Das aktuelle Album \u201eThere\u00b4s No Leaving Home\u201c hat dar\u00fcber hinaus durchaus das Zeug zum Klassiker im eigenen Back-Katalog. Der schwedische Musiker ist hier v\u00f6llig bei sich selbst und besinnt sich in seinen zehn sp\u00e4rlich arrangierten Songs vollends auf seine St\u00e4rken (soll hei\u00dfen: seine Gesangsstimme). Selbige wird in diesem Zusammenhang lediglich von ein paar gezupften Gitarrenakkorden unterf\u00fcttert, was die G\u00e4nzehautstimmung noch weiter erh\u00f6ht. Wer mal wieder ein richtig gelungenes Liedermacher-Werk h\u00f6ren will, sollte unbedingt mal einen Durchlauf riskieren. Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Zuckerbeat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit neuer Musik von The Smashing Pumpkins, Lykke Li, Xavier Rudd, The Magnetic North, Cornershop, Sigur R\u00f3s, Evening Hymns und The Tallest Man On Earth. \/\/ Billy Corgan scheint sich auf seiner alten Tage ein Beispiel an Conor Oberst von Bright Eyes genommen zu haben. 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