{"id":9752,"date":"2012-07-01T10:37:31","date_gmt":"2012-07-01T09:37:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9752"},"modified":"2012-07-01T11:35:11","modified_gmt":"2012-07-01T10:35:11","slug":"strichcode-vol-27-we-got-thrilled","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/?p=9752","title":{"rendered":"\/\/ strichcode vol. 27 &#8211; &#8222;we got thrilled!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNoSpacing\"><em>mit den B\u00e4nden \u201eAbstract City\u201c, <span> <\/span>\u201eNoise\u201c, \u201eRosa Winkel\u201c, \u201eBarks Onkel Dagobert\u201c, \u201eBarks Comics &amp; Stories\u201c, \u201eH\u00fchner, Porno, Schl\u00e4gerei\u201c und \u201eFreud\u201c.<\/em><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-9750\" title=\"niemann\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/niemann-730x1024.jpg\" alt=\"niemann\" width=\"200\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/niemann-730x1024.jpg 730w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/niemann-214x300.jpg 214w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/niemann.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>\/\/ Eine ganz andere Form der \u201eGraphic Novel\u201c erscheint in diesen Tagen beim renommierten \u201eKnesebeck\u201c-Verlag. \u201eAbstract City\u201c von dem Illustrator und Designer <strong>Christoph Niemann<\/strong>, der bereits zahlreiche Auszeichnungen f\u00fcr seine Arbeiten erhalten hat, b\u00fcndelt in gewisser Weise das kreative Schaffen des K\u00fcnstlers, der auch schon einige Titelseiten f\u00fcr die FAZ oder das Magazin der S\u00fcddeutschen Zeitung<span> <\/span>entworfen hat. In dem 256-seitigen Werk, das mit dem Untertitel \u201eMein Leben unterm Strich\u201c versehen worden ist, dreht sich alles um den Alltag des K\u00fcnstlers. Um Kaffee und Caf\u00e9s. Um den Haushalt und die Kunst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\">Alles sch\u00f6n sortiert in 16 zauberhafte Kapitel, die sich jeweils einem \u00fcbergeordneten Thema widmen. Das Besondere an seinem Werk ist, dass der Sch\u00f6pfer in diesem Zusammenhang nicht etwa den Illustrator raush\u00e4ngen l\u00e4sst, er skizziert vielmehr auf Servietten oder mit Legosteinen, was ihm so auf dem Herzen liegt.<span> <\/span>Auf diese Weise erf\u00e4hrt man nicht nur zahlreiche pers\u00f6nliche Dinge \u00fcber die Vorlieben des Autors, man f\u00fchlt sich auch auf charmante Weise unterhalten, wenn man sich durch die Seiten w\u00fchlt und in diesem Zusammenhang auf Geschichten in Form von Landkarten oder Legosteinen trifft. So etwas, wie \u201eAbstract City\u201c hat die Welt noch nicht gesehen. Ein umso gr\u00f6\u00dferes Anliegen ist es uns, den Charme dieses Werkes f\u00fcr sich selbst sprechen zu lassen. Also schnuppert mal rein. Wenn ihr euch erst mal in diesem schr\u00e4gen Kosmos von Christoph Niemann eingefunden habt, gibt es kein Entkommen mehr. Schlicht herzerw\u00e4rmend, dieses Werk.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9751\" title=\"tonto\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tonto.jpg\" alt=\"tonto\" width=\"288\" height=\"402\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tonto.jpg 466w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/tonto-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/>\/\/ Es gibt Werke, die kannst du eigentlich kaum in Worte fassen. \u201eNoise\u201c ist in diesem Zusammenhang der Versuch einer \u00f6sterreichischen Comic-Institution, die sich daran macht, die Grenzen des M\u00f6glichen auszuloten. Selbige Institution, namentlich <strong>Tonto<\/strong>, versammelt nicht nur zahlreiche K\u00fcnstler und Zeichner unter einem Dach, sie war urspr\u00fcnglich als Musik-Plattform gedacht, verf\u00fcgt aber inzwischen seit mehr als einem Jahrzehnt auch \u00fcber eine eigene Comic-Abteilung. Die Gruppe selbst hat sich in diesem Zusammenhang \u00fcbrigens aus dem Duo Strobl &amp; Kaplan herausgebildet und ist mittlerweile in ganz Europa aktiv. In dem nun vorliegenden Sammelband widmet sich das Netzwerk in surrealen Motiven den unterschiedlichsten Szenarien inklusive Alien-Kopfsch\u00fcssen und Wolfsmenschen. Pl\u00f6tzlich taucht nicht nur Iggy Pop in Serbien auf, man blickt auch hin und wieder in ein schwarzes Loch. Der Sinn bleibt in diesem Zusammenhang dem Leser \u00fcberlassen. Und genau das ist auch das Reizvolle an diesem Werk. Es ist ein einziger verquerer Augenschmaus, der einen Blick in die verst\u00f6renden Winkel des Alltags wirft, indem er das Absurde unseres Daseins in den Fokus des Geschehens r\u00fcckt. Das sorgt am Ende nicht nur f\u00fcr erhellende Momente, man m\u00f6chte hinterher am liebsten selbst zum Stift greifen und ein paar eigens gestaltete Eindr\u00fccke hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9753\" title=\"rosa-winkel\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/rosa-winkel.jpg\" alt=\"rosa-winkel\" width=\"276\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/rosa-winkel.jpg 310w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/rosa-winkel-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 276px) 100vw, 276px\" \/>\/\/ Die Geschichte \u201eRosa Winkel\u201c setzt sich derweil mit einem homosexuellen jungen Mann namens Andreas auseinander, der im Berlin der 30er Jahre aufw\u00e4chst. Er verdingt sich als Werbezeichner und ist ein sehr feierw\u00fctiger und romantischer Typ. Bl\u00f6derweise aber kommen die Nazis an die Macht und sorgen mit ihren platten Parolen f\u00fcr Angst und Schrecken unter den Menschen. In den darauffolgenden Jahren werden zahllose Menschen von der \u201ebraunen Pest\u201c ermordet. Auch die Homosexuellen werden als eine \u201eGefahr f\u00fcr die Rasse\u201c angesehen und in die Konzentrationslager verschleppt. Das Buch widmet sich der Figur des Andreas in diesem Zusammenhang sehr einf\u00fchlsam und l\u00e4sst einen als Leser dessen Schicksal gnadenlos nachf\u00fchlen \u2013 Selbiges wiederum geschieht in einer Art R\u00fcckblick: Der Urenkel von Andreas steht n\u00e4mlich auf einmal vor dessen<span> <\/span>T\u00fcr, weil Alexandre (so der Name des Urenkels) mit einigen Freunden f\u00fcr die Schule ein Referat zum Thema \u201eNationalsozialismus\u201c verfassen soll.<span> <\/span>Andreas f\u00e4llt es in diesem Zusammenhang sehr schwer sich zu erinnern, denn eigentlich m\u00f6chte er nur eins: die ganze Sache vergessen. Am Ende erz\u00e4hlt er trotzdem seine Geschichte. Und so scheint es bis heute noch immer unglaublich, was damals passiert ist und man kann nur hoffen, dass so etwas nie wieder geschieht. Den drei Autoren <strong>Michel Dufranne<\/strong><span>, <strong>Milorad Vicanovi\u0107<\/strong> &amp; <strong>Christian Lerolle<\/strong> gelingt es eine glaubw\u00fcrdige Geschichte zu erz\u00e4hlen &#8211; wobei sich der rosa Winkel, nach dem das Buch betitelt wurde, auf das Symbol bezieht, welches den H\u00e4ftlingen in den Konzentrationslagern angeheftet wurde, wenn sie dort wegen Homosexualit\u00e4t gefangen gehalten wurden. \u201eRosa Winkel\u201c ist in diesem Zusammenhang ein \u00e4u\u00dferst grausames Werk. Aber daf\u00fcr ein umso Wichtigeres. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9754\" title=\"U_3273_ECC_BARKS_DAGOBERT_2.IND4\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-2.jpg\" alt=\"U_3273_ECC_BARKS_DAGOBERT_2.IND4\" width=\"250\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-2.jpg 310w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-2-230x300.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>\/\/ Nachdem wir zuletzt wieder auf den Geschmack in Sachen Entenhausen gekommen sind, m\u00f6chten wir die Gelegenheit ergreifen und euch auf ein paar weitere hochwertige Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Hause \u201eDisney\u201c hinweisen. Neben den Geschichten um unseren herzallerliebsten Donald Duck, hat sich der renommierte Zeichner <strong>Carl Barks<\/strong> n\u00e4mlich auch als Sch\u00f6pfer der Kultfigur \u201eDagobert\u201c einen Namen gemacht. Neben Daniel D\u00fcsentrieb und Gundel Gaukeley ist Dagobert Duck in diesem Zusammenhang sicher der Charakter in Entenhausen, der neben Donald Duck die Massen am Meisten in seinen Bann zieht. Umso besser, dass nun alle klassischen Geschichten aus der Feder Barks nochmal in einer Neuauflage <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9755\" title=\"dagobert-3\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-3.jpg\" alt=\"dagobert-3\" width=\"188\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-3.jpg 321w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/dagobert-3-229x300.jpg 229w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/>ver\u00f6ffentlicht werden, die sich als Gesamtschau ganz vorz\u00fcglich ins heimische B\u00fccherregal stellen l\u00e4sst. Im zweiten und dritten Band der Reihe sind zahlreiche Geschichten versammelt, die alle aus den Jahren 1951 bis 1955 stammen. Die vielen Jahre, welche die einzelnen Episoden bereits auf dem Buckel haben, <span> <\/span>sind vor allem deshalb so bemerkenswert, weil die einzelnen Geschichten bis heute nichts von ihrem Reiz verloren haben. Noch dazu hat man auf diese Weise die M\u00f6glichkeit, sich die zahllosen Kurzgeschichten \u00fcber den alten Geizkragen noch einmal in chronologischer Reihenfolge zu Gem\u00fcte zu f\u00fchren, wodurch ein sehr differenziertes Bild von Barks \u201eOnkel Dagobert\u201c entsteht und auch daf\u00fcr gesorgt ist, dass man keine verpasst. Viele der alten Episoden sind n\u00e4mlich lediglich mit dem T<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9756\" title=\"barks-4\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-4-222x300.jpg\" alt=\"barks-4\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-4-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-4.jpg 297w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>itel \u201eOnkel Dagobert\u201c versehen, was es f\u00fcr den Laien nicht gerade einfach macht, sie auf den ersten Blick auseinander zu dividieren. \u00dcbersetzt wurden die Erz\u00e4hlungen aus der Feder Barks allesamt von der renommierten Micky Maus-Chefredakteurin Dr. Erika Fuchs, die es gekonnt versteht, den Humor der Ducks ins Deutsche zu transferieren, ohne dass dabei der urspr\u00fcngliche Witz auf der Strecke bliebe. Selbige zeigt sich auch f\u00fcr die \u00dcbersetzungen im Rahmen der Reihe \u201eBarks Comics &amp; Stories\u201c verantwortlich, auf welche wir euch bereits beim letzten Mal aufmerksam gemacht hatten. Die B\u00e4nde 4 bis 6 best\u00e4tigen in diesem Zusammenhang das hohe Niveau der drei Vorl\u00e4ufer. Man hatte ja durchaus bef\u00fcrchtet, dass den Machern vielleicht nach der Ver\u00f6ffentlichung der Einstiegsb\u00e4nde die Luft ausgehen w\u00fcrde<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9757\" title=\"barks-5\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-5-222x300.jpg\" alt=\"barks-5\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-5-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-5.jpg 312w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>, weil alle wichtigen Hintergrundinformationen bereits verbraten worden w\u00e4ren, aber nichts da. Auch im weiteren Verlauf knallen uns die Herausgeber eine am\u00fcsante Mixtur aus lustigen Donald Duck-Stories<span> <\/span>und Anekdoten vor den Latz. F\u00fcr Letztere ist abermals Wolfgang J. Fuchs zust\u00e4ndig, der entgegen seines eigenen Namens ein sehr gutes H\u00e4ndchen f\u00fcr tollpatschige Enten an den Tag legt. Nachdem er sich noch zu Beginn seiner Karriere einen klassischen Einsteigerfehler leistete, indem er den Namen Barks kurzerhand zu \u201eBarx\u201c modifizierte, hat er sich inzwischen einen Namen als ausgewiesener Experte gemacht. Durch seine Texte erh\u00e4lt man als Leser nicht nur einen guten Einblick hinter die Kulissen von Entenhausen, man wird auch mit zahlreichen Informationen \u00fcber die musikalischen Vorlieben der Ducks und Donalds Schulpolizisten-Geschichte im <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9758\" title=\"barks-6\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/barks-6.jpg\" alt=\"barks-6\" width=\"226\" height=\"300\" \/>Trickfilm versorgt. Daneben aber finden sich nat\u00fcrlich auch wieder eine jede Menge Geschichten aus der Feder Barks, die sich in kurzen am\u00fcsanten Episoden mit dem Leben von Donald Duck und dessen drei Neffen auseinander setzen. Selbige stammen allesamt aus den Jahren 1947 bis 1951 und dienten vielen Autoren bis heute als Vorlage f\u00fcr die liebenswerten Charaktere. Wer in diesem Zusammenhang Wert auf Vollst\u00e4ndigkeit legt, wird genauso versorgt, wie all jene, die einfach mal wieder so richtig sch\u00f6n in Schmunzeln geraten m\u00f6chten. Wenn das so weitergeht, m\u00fcssen sich die Fans bald ein paar neue B\u00fccherregale ins Wohnzimmer stellen. Denn so viel sei gesagt:<span> <\/span>die beiden Reihen \u201eBarks Comics &amp; Stories\u201c und \u201eOnkel Dagobert\u201c sind noch lange nicht zu Ende.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9759\" title=\"martineck\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/martineck.jpg\" alt=\"martineck\" width=\"270\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/martineck.jpg 442w, https:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/martineck-197x300.jpg 197w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/>\/\/ Die Geschichte des typisch deutschen Dorfes Nierderb\u00f6hna wird im Rahmen der Graphic Novel \u201eH\u00fchner, Porno, Schl\u00e4gerei\u201c r\u00fcckvollzogen. In dem fiktiven Ort steht das Leben tags\u00fcber weitestgehend still. Schlie\u00dflich muss ja irgendwie Geld verdient werden und da die Landwirtschaft nicht mehr allzu viel abwirft, hei\u00dft das f\u00fcr die meisten Dorfbewohner: auf in die Stadt. Dort wird malocht bis die Sonne hinterm Firmament versinkt. Abends wird dann den unterschiedlichsten Vorlieben gefr\u00f6nt. Und es ist \u00e4u\u00dferst bemerkenswert, wie schonungslos<span> <\/span>die Sch\u00f6pferin <strong>Sophia Martineck <\/strong>hier am \u00e4u\u00dferen Antlitz der Dorfgemeinschaft kratzt. Was nach au\u00dfen hin ziemlich idyllisch anmutet, funktioniert nur deshalb so reibungslos, weil zahlreiche Leichen in den Kellern der Anwohner versteckt wurden. Der Autorin aber gen\u00fcgt es nicht, das schicke neue Hoftor eines Gemeindemitglieds zu skizzieren, Sophia Martineck blickt dahin, wo es weh tut. Sie legt den Finger in die Wunde der einzelnen Protagonisten und orientiert sich dabei an den Geschichten aus zahlreichen Lokalbl\u00e4ttern, die allt\u00e4glich von den absurdesten Begebenheiten berichten. Die Autorin widersteht in diesem Zusammenhang der Versuchung, die einzelnen Geschichten unn\u00f6tig aufzublasen. Das Unheil schleicht sich stattdessen zwischen die Zeilen heran und rei\u00dft den Menschen ihre funkelnde Maske vom Gesicht. Wer sich mal wieder ein wirklich gelungenes Werk \u00fcber die Verlogenheit unserer Gesellschaft und die Widerspr\u00fcchlichkeit menschlicher Moralvorstellungen zu Gem\u00fcte f\u00fchren m\u00f6chte, sollte unbedingt mal reinlesen.<\/p>\n<p class=\"MsoNoSpacing\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9760\" title=\"freud\" src=\"http:\/\/www.zuckerkick.com\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/freud.jpg\" alt=\"freud\" width=\"228\" height=\"300\" \/>\/\/ \u00dcber Sigmund \u201eFreud\u201c wurde in der Vergangenheit schon mehr als genug geschrieben. Ein \u201eGraphic Novel\u201c \u00fcber das Dasein des K\u00fcnstlers steht nun auch endlich in den Regalen und entpuppt sich als echter Gl\u00fccksgriff f\u00fcr jeden Psychoanalyse-Interessierten. In dem Werk der studierten Psychologin <strong>Corinne Maier<\/strong> (\u201eDie Entdeckung der Faulheit\u201c) und der Illustratorin <strong>Anne Simon<\/strong> wird n\u00e4mlich nicht nur die Geschichte seines Schaffens durchdekliniert, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen geworfen. Wer war dieser Mann, der uns einst vom so genannten \u201e\u00d6dipus-Komplex\u201c berichtete. Die beiden Autorinnen widmen sich dem Menschen Freud auf \u00e4u\u00dferst gelungene Weise. In ihrem Werk verwenden sie vorwiegend die Ich-Form und nehmen den Leser auf diese Weise an die Hand, um ihn an die unterschiedlichsten Stationen in Freuds Leben heranzuf\u00fchren. Die Lebensgeschichte selbst wurde in diesem Zusammenhang mit einer geh\u00f6rigen Portion Humor ausstaffiert, was immer wieder dazu f\u00fchrt, dass man als Leser aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskommt. Es ist vor allem die Leichtigkeit, die dieses Werk so bemerkenswert macht. Dadurch wird n\u00e4mlich der Gr\u00f6\u00dfenwahn des Protagonisten immer wieder auf grandiose Weise mit einem Schuss Ironie gekontert. Wenn also jemand wissen m\u00f6chte, warum Freud bis heute unter uns weilt, obwohl er doch eigentlich 1939 in London gestorben ist, m\u00f6ge er bitte zu diesem Buch greifen. Es lohnt sich. <span> <\/span>Und damit Schluss f\u00fcr heute. Bis zum n\u00e4chsten Strichcode.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit den B\u00e4nden \u201eAbstract City\u201c, \u201eNoise\u201c, \u201eRosa Winkel\u201c, \u201eBarks Onkel Dagobert\u201c, \u201eBarks Comics &amp; Stories\u201c, \u201eH\u00fchner, Porno, Schl\u00e4gerei\u201c und \u201eFreud\u201c. \/\/ Eine ganz andere Form der \u201eGraphic Novel\u201c erscheint in diesen Tagen beim renommierten \u201eKnesebeck\u201c-Verlag. \u201eAbstract City\u201c von dem Illustrator und Designer Christoph Niemann, der bereits zahlreiche Auszeichnungen f\u00fcr seine Arbeiten erhalten hat, b\u00fcndelt in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-9752","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category--unter-der-haut"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9752","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9752"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9752\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9766,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9752\/revisions\/9766"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zuckerkick.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}